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Vertrauensfrage: Gerhard Schröders Manöver von 2005 dürfte Olaf Scholz ein Vorbild sein
Was ist eine „echte“, was eine „unechte“ Vertrauensfrage? Bundeskanzler haben beide schon öfter im Bundestag gestellt, ob Willy Brandt, Helmut Schmidt oder Helmut Kohl. Der heutigen Lage am ähnlichsten ist Gerhard Schröders Vorgehen 2005
Wendewut 1989: In der Politbüro-Siedlung Wandlitz bei Berlin wird der Rasen umgedreht
Eine Schar handverlesener DDR-Journalist:innen ist im November 1989 zu Besuch in der „Waldsiedlung“, bis dahin das abgeschottete Wohnquartier der DDR-Führung. Ob dort tatsächlich im Luxus gelebt wird, will das „darbende Volk“ wissen
1926: Italiens Faschismus inspiriert Thomas Mann zu „Mario und der Zauberer"
Mit Ehefrau Katia und den beiden jüngsten Kindern verbringt der Dichter den Sommer in Forte dei Marmi am Tyrrhenischen Meer. Ihm begegnet eine Atmosphäre nationaler Gereiztheit. Zum Schlüsselerlebnis wird ein Abend im Varieté
Frieden schaffen mit Waffen: Eine Oper von Brecht und Dessau verdammt 1951 diesen Irrsinn
Bertolt Brecht und Paul Dessau wagen es, mit ihrem Werk unmissverständlich zu sagen: Jeder Krieg ist Ausrottung und gehört ausgerottet! Es wird nicht fein unterschieden zwischen Invasion, Terror, Massaker und Gegenschlägen
Edelweißpiraten: Jugendliche werden 1944 in Köln-Ehrenfeld öffentlich gehängt
Kurz vor Kriegsende wird an Kölner „Edelweißpiraten“ zur Abschreckung ein grauenhaftes Exempel statuiert. Der Befehl kommt von SS-Führer Heinrich Himmler. Nach 1945 werden die Ermordeten lange nicht als Widerstandskämpfer anerkannt
Der Spielfilm „Napola“ stellt sich 2004 der Frage nach dem Ende der Unschuld
Regisseur Dennis Gansel will mit seinem Film den Zuschauern wenig Abstand zum oft Gezeigten einräumen. Er soll nicht fasziniert, aber erfasst werden vom Blend- und Räderwerk Nationalpolitischer Erziehungsanstalten im NS-Staat
Der Dichter André Breton entwirft 1924 das Manifest des Surrealismus
Surrealist:innen stellten sich vor, das Leben würde Poesie und die Poesie Leben werden. Sich den eigenen Träumen anzuvertrauen, gehörte dazu – genauso wie ein künstlerischer Schaffensprozess der „écriture automatique“
EU blamiert sich 2000 mit Strafmaßnahmen gegen Regierung Schüssel in Österreich
Als die konservative Volkspartei ÖVP mit der rechtsnationalistischen FPÖ koaliert, wollen 14 EU-Staaten ein Exempel statuieren. Strafmaßnahmen gegen Österreich sind die Folge. Wie sich zeigt, haben sich die Urheber über- und verschätzt
Mephistopheles fährt jetzt Tesla: Wofür das Gepöbel von Elon Musk gut ist
Elon Musk nannte sich mal Super-Klimaschützer, jetzt unterstützt er den Klima-Leugner Donald Trump. Doch das könnte den Klimaschutz gerade voranbringen. Sogar Robert Habeck könnte davon lernen
Roman „Innerstädtischer Tod“: Elternbesuch im Problemkiez
Berlin und Krefeld, Kunst und Fabrik, Krieg und Populismus: „Innerstädtischer Tod“ ist der große letzte Teil von Christoph Peters’ Trilogie des gegenwärtigen Scheiterns
Selbst Geschichtslehrer wissen oft nichts über diese so lange verleugneten NS-Opfer
Die Nazis deportierten Ernst als „Asozialen“ in ein KZ. 2020 erkannte der Bundestag unentschädigte NS-Opfer wie ihn endlich an – und beauftragte eine Ausstellung, die jetzt eröffnet. Dafür hat Ernsts Neffe Frank Nonnenmacher lange gekämpft
Präsidentenwahl 1980: Evangelikale Christen verhelfen Ronald Reagan zum Sieg
Es ist ein Aufbäumen gegen gesellschaftlichen Wandel. Die Evangelikalen erklären die Nation, die Religion und Familie zum Maß der Dinge. Sie befürworten eine soziale Hierarchie mit dem protestantischen weißen Mann ganz oben
Frankfurter Schule: Der blinde Fleck in der Gesellschaft
Der Historiker Jörg Später erzählt die lange Geschichte der Kritischen Theorie. Seine Studie über „Adornos Erben“ gerät dabei auch zu einem faszinierenden Porträt der alten Bundesrepublik
Frantz Fanon schreibt 1961 „Die Verdammten dieser Erde“: Muskelträume
Der Psychiater Frantz Fanon von der französischen Karibikinsel Martinique sucht in „Die Verdammten dieser Erde“ nach Gründen für die gnadenlose Härte des antikolonialen Kampfes in Nordafrika, die für ihn alternativlos ist
Zum 100. Geburtstag von Siegfried Unseld: Eine Jahrhundertfigur
Suhrkamp feiert online den 100. Geburtstag von Siegfried Unseld. Analog gibt es aber auch Neues zum großen ehemaligen Verleger
Tatort Weißes Haus: Schon Richard Nixon genoss Immunität
Präsident Gerald Ford begnadigt seinen Vorgänger Richard Nixon. Durch den präsidialen Erlass wird dieser vor einem juristischen Nachspiel der Watergate-Affäre bewahrt. Sie gilt nicht länger als Missetat, sondern als „amerikanische Tragödie“
Berlin in den 90ern: Diese kurze Zeit der Regellosigkeit
Berlin in den 90er Jahren war das „Labor der Einheit“, Regierungssitz und Partymetropole, Experimentierfeld und Dauerbaustelle: Ostkreuz-Fotografien zeigen unverklärt, was in dem „Jahrzehnt der Freiheit“ in Berlin alles los war
Ist John Lennon wirklich tot?
Künstliche Intelligenz kann mehr als Deepfakes: Gerade ihre vordergründig harmlosen Simulationen sind nicht ohne. Unser Autor zeigt am Beispiel von „Beatles“-Ikone John Lennon, wie eine Ära der Gleichgültigkeit droht
S-Bahn: Wo Berlin seinem historischen Jenseits im Diesseits begegnet
Die S-Bahn war lange ein Spiegel der Industrie- und Sozialgeschichte Berlins. Heute hat sie nichts weniger verdient als Liebesentzug
Von Erhards Memoiren bis Loetschers Reportagen: Zeitzeugen, die Geschichte prägten
Unser Autor liest Bücher über Menschen, die was zu sagen hatten, und einen Fluss, der Fluss heißt
1960: Dmitri Schostakowitsch komponiert in der DDR sein Achtes Streichquartett
Das Musikstück des sowjetischen Künstlers ist eine Ich-Erzählung von unglaublicher Schönheit und Trauer. Schostakowitsch befragt sich selbst und zieht das Fazit seines Lebens
1. September 1939: Der Kampf um die „Polnische Post“ in Danzig
Vor 85 Jahren wird Polen von Deutschland überfallen und von seinen Alliierten Frankreich und Großbritannien im Stich gelassen. Polen „kämpft und stirbt allein“, auch in der „Freien Stadt“ Danzig ist das eine Frage der Ehre
1964: Italiens KP-Führer Togliatti warnt die KPdSU vor einem Bruch mit der KP Chinas
Als sich ideologische Kontroversen zwischen den beiden Führungszentren der kommunistischen Weltbewegung immer mehr zuspitzen, versucht Palmiro Togliatti zu vermitteln – und verfasst das „Memorandum von Jalta“
1913: In der Novelle „Der Heizer“ verwirft Franz Kafka demütiges soziales Verhalten
Franz Kafka litt zeitlebens unter der Demut und Disziplin der Unterschicht. In seiner Geschichte „Der Heizer“ beschreibt er, wie Klassenhierarchie und Rassismus verschränkt sind. Er sieht darin den Grund für die Ohnmacht des Proletariats
Moskau 1937: Lion Feuchtwanger besucht die „Trotzkisten-Prozesse“
Der Romancier Lion Feuchtwanger verbringt auf Einladung des sowjetischen Schriftstellerverbandes 1936/37 zehn Wochen in der UdSSR und schreibt danach das Buch „Moskau 1937“