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Deutscher Buchpreis: Die Shortlist steht. Das müssen Sie wissen, um mitreden zu können
Die Shortlist zur Verleihung des Deutschen Buchpreises 2025 entspringt ganz der Gegenwart – was man darüber wissen sollte? Ein kleiner Streifzug durch Liebe und Zerstörung und zugleich eine Handreichung für den nächsten Literatur-Small-Talk
Über das Leben am Rande der Gesellschaft: Sandra Weihs Roman „Bemühungspflicht“
In ihrem Roman „Bemühungspflicht“ erzählt die österreichische Autorin Sandra Weihs direkt und eindringlich vom Ausgeliefertsein in der bürokratischen Welt. Als ehemalige Sozialarbeiterin hat sie Erfahrung mit Arbeitslosen
Philosophin Lea Ypi: „Heimat ist auch eine verlorene Zeit“
Die Philosophin Lea Ypi wurde in den sozialen Medien mit einem Foto ihrer Großmutter konfrontiert, das sie an deren Integrität zweifeln ließ. Sie forschte nach und taucht mit ihrem neuen Buch nun tiefer in die Geschichte Albaniens ein
Wie „Hundesohn“ von Ozan Zakariya Keskinkılıç beim dritten Lesen zum Meisterwerk wird
Unser Autor verlegte die Gedichte von Ozan Zakariya Keskinkılıç in einem Kleinstverlag. Nun erscheint sein erstes Prosawerk „Hundesohn“ beim großen Suhrkamp-Verlag und überzeugt mit Tiefe, Emotion und sprachlicher Schönheit
Zwischen Freundschaft, Wodka und Putins Moskau: Der Roman „Moscow Mule“ von Maya Rosa
Maya Rosa erzählt in ihrem Debüt „Moscow Mule“ von zwei Studentinnen in Moskau 2006, deren Alltag zwischen Partys, Freundschaft und der wachsenden Kontrolle Putins pendelt. Ein witziger, melancholischer Blick auf eine ganze Generation
Der große Stilist Michael Maar verrät: Diese Details machen Literatur unvergesslich
In „Das violette Hündchen“ porträtiert der Literaturwissenschaftler Michael Maar rund 40 Autorinnen und Autoren – und zeigt, wie wichtig Details sind. Ein Streifzug durch die Weltliteratur – von Homer bis Nabokov, von Colette bis Hemingway
Jens Harzer in „De Profundis“ von Oscar Wilde am Berliner Ensemble: Ein glänzender Star
Jens Harzer debütiert als Ensemblemitglied am Berliner Ensemble: In „De Profundis“, Oscar Wildes Brief aus dem Gefängnis, kann er schauspielerisch glänzen – für den Text interessierte sich die Regie aber offenbar weniger
Autorin Sarah Levy über das Leben in Israel: „Es ist kompliziert, Israeli zu sein“
Sarah Levy schreibt über ihr Leben in Israel als neu Eingewanderte. In ihrem Buch „Kein anderes Land“ reflektiert sie über eine Gesellschaft, die vor lauter Traumata immer radikaler wird – und es liberalen Stimmen zunehmend schwer macht
Kinofilm „22 Bahnen“: Sozialer Missstand als Mittel zum Zweck
Caroline Wahls Bestsellerroman „22 Bahnen“ wurde von Mia Maariel Meyer („Die Saat“) verfilmt. Wie setzt der Film die Vorlage um? Und wie gehen eigentlich Sozialkritik und Wohlfühlkino zusammen? Man ahnt, so richtig stimmig ist das nicht ...
„Sand und Zeit“ von Alexander Kluge: Die Baustelle der Vernunft
Alexander Kluges letzter Bilderatlas „Sand und Zeit“ ist ein dringend benötigtes Mittel gegen das Gefühl der Ohnmacht
„Achte Woche“ von Antonia Baum: Lauras totale Zerrissenheit
Antonia Baums neuer Roman „Achte Woche“ handelt von der emotionalen Ausnahmesituation einer schwangeren Frau
Zukunft wie im Mittelalter: „Die Prozesse“ von Marius Goldhorn
Italien, Internet und innere Hölle: „Die Prozesse“, das zweite Buch von Marius Goldhorn, entwirft eine geheimnisvolle Welt, die brüchig wie verführerisch ist
Roman „Gym“ von Verena Keßler: Weg mit dem Erdnussflipbauch
Verena Keßler hat sich ein ganz besonderes, ein sportliches Soziotop vorgenommen: „Gym“ erzählt von einer Frau, die dem Fitnesswahn verfällt
Wo Wölfe heulen und Männer schweigen: Einiges über ein Dorf namens K.
Die Schriftstellerin Christina Maria Landerl führte diesen Sommer ein Arbeitsstipendium in ein Dorf in Brandenburg. Ihre literarisch-dokumentarische Bilanz
Kanzler, Kommunisten, Katholiken: Paul Lendvai schonte niemanden – und wurde legendär
Paul Lendvai wird jetzt 96, eine nationale Autorität ist er in Österreich seit 30 Jahren. Obwohl er in alle Richtungen austeilt, ist er unumstritten. In seinem neuen Buch beantwortet er die Frage: „Wer bin ich?“
DDR-Roman von Gerti Tetzner neu entdeckt: „Karen W.“ rüttelt uns auch heute auf
Christa Wolf ist weltbekannt, Brigitte Reimann wird erneut gelesen. Jetzt wird die 88-jährige Gerti Tetzner wiederentdeckt. Ihr Roman „Karen W.“ erzählt von einer Frau, die aufbegehrt
Roman über radikale Demokratie-Aktivisten: Wer verrückt sein will, muss auch verstehen
Raphaela Edelbauers Roman „Die echtere Wirklichkeit“ handelt von einer philosophierenden Terroristengruppe. Inspiriert von Don Quichotte schickt sie ihre Heldin Byproxy in einen Kampf gegen die postmoderne Beliebigkeit
Irgendwie masochistisch: „Die Besessenheit“ von Annie Ernaux
Dieser Tage erscheint auf Deutsch ein schmaler Roman der Meisterin der Autofiktion, Annie Ernaux. „Die Besessenheit“ ist die Geschichte einer Frau, die krankhaft eifersüchtig ist. Ist es wichtig zu wissen, wie wahr sie ist?
Leseprobe: „Drei Schwestern“ von Christian Baron – Mit Kindern von Studienräten
Für ein paar Monate verschlägt es die junge Mira, Christian Barons Mutter, in die linke Szene, nach Berlin-Kreuzberg. Dort trifft sie auf die legendäre Friedensaktivistin Petra Kelly
„Drei Schwestern“ von Christian Baron: Frauen ihrer Klasse
Mit „Drei Schwestern“ schließt der gefeierte Schriftsteller Christian Baron seine Kaiserslauterer Trilogie ab
Peter Neuhof zum Geburtstag: Einhundert Jahre Antifaschist
Der Shoa-Überlebende Peter Neuhof feiert seinen 100. Geburtstag. Der PapyRossa Verlag bringt daher seine Erinnerungen aus der NS-Zeit neu heraus. Es ist das bemerkenswerte Zeugnis einer jüdischen und kommunistischen Familie
„Das Geschenk“ von Gaea Schoeters: Elefanten aus Botsuana an die Spree
Das politische Berlin muss im neuen Roman der belgischen Erfolgsautorin Gaea Schoeters mit einer Horde Elefanten kämpfen. Der Clou: Schoeters ulkiges Szenario basiert auf einer wahren Begebenheit
Sachbuchempfehlungen von Prof. Erhard Schütz: Inspiriert von Tim & Struppi
Jeden Monat empfiehlt unser Kolumnist Erhard Schütz Sachbücher und Essays. Dieses Mal geht es um Anbetung der Zukunft, um Menschenfreundlichkeit trotz des Zivilisationsbruchs der Nazis und um postkoloniale Mythen statt erneuerter Aufklärung
„Kein Geld, kein Glück, kein Sprit?“ Zu Besuch bei Bestseller-Autor Heinz Strunk
Auch in Heinz Strunks neuem Kurzgeschichten-Band geht es oft elend zu. Aber was weiß ein Bestseller-Autor, der über eine Million Bücher verkauft hat, noch über die kleinen Leute und ihre alltäglichen Tragödien? Unser Autor besuchte ihn
„Mädchen, 1983“ von Linn Ullmann: New Yorkerin, voller Sehnsucht nach Sichtbarkeit
Die norwegische Schriftstellerin und Journalistin Linn Ullmann, Tochter von Liv Ullmann und Ingmar Bergman, rekonstruiert in „Mädchen, 1983“ ein traumatisches Ereignis in ihrer Jugend. 25 Jahre braucht sie, um dieses Buch zu schreiben