Buch
Spannende Neuerscheinungen, zeitlose Klassiker und persönliche Empfehlungen: Unsere Buchbesprechungen verraten Ihnen, welche Bestseller sich wirklich zu lesen lohnen – und von welcher Miniauflage Sie sich direkt einen Band ins Regal stellen sollten
Main articles
Widerstand beginnt mit einem Nein: Gal Beckerman über die Kunst, Dissident zu werden
Der Journalist Gal Beckerman porträtiert mit sehr viel Empathie Dissident:innen – von Etty Hillesum bis Ai Weiwei. Sein Buch liefert historisches und geistiges Rüstzeug für alle, die sich einer autoritären Wende nicht fügen wollen
„Warum haben sich viele für diese Partei entschieden? Ich finde, es ist klar ersichtlich“
Als Betterov füllt Manuel Bittorf Konzerthallen, nun ist sein Debütroman „Goldener Retriever“ erschienen – ein Buch über Geld, Klasse und Berlin. Auch für den Ausgang der Berliner Wahl hat der Musiker eine eindeutige Erklärung. Ein Gespräch
Zwischen Apokalypse und Alltag: Das sind die besten Gedichtbände des Herbstes
Unsere Lyrikspezialistin Beate Tröger empfiehlt zeitgenössische Gedichtbände, die den Blick öffnen und die richtigen Fragen stellen – mal apokalyptisch, mal alltäglich und immer wieder überraschend. Auf in einen lyrischen Herbst!
Das Comeback des Herrn Lehmann: Den ganzen Scheiß schöngetrunken
Vergessen Sie die heutige Hipster-Metropole: Element-of-Crime-Frontmann Sven Regener schickt seinen Herrn Lehmann im Roman „Frankie und Freddie“ zurück ins alte Westberlin der frühen 80er-Jahre. Da waren die Kreuzberger Nächte noch lang
Frankfurter Buchmesse 2026: Der Skandal des Jahres ist das Ende der Menschheit
Auf der Buchmesse entzündet sich dieses Jahr keine hitzige Debatte, aber es geht um eine viel größere Frage: Was bleibt von der Literatur, wenn die KI das Schreiben übernimmt? Ein Rundgang zwischen Existenzangst und der Liebe zum Buch
Omar Kamil zeigt, warum Antisemitismus kein Wesensmerkmal des Islam ist
Der Historiker und Politikwissenschaftler Omar Kamil widerspricht den einfachen Erklärungen und verfolgt ins seinem neuen Buch „Muslimischer Antisemitismus“ die politischen und historischen Quellen des weltweiten Judenhasses
Lutz Seilers „Das tickende Herz“: Ein ostdeutscher Dichter reist ans Ende der Welt
Eine Wunde in der Hand, eine rätselhafte Frau und eine Reise bis in die kasachische Steppe: Lutz Seilers neuer Roman klingt nach einem großen Abenteuer. Tatsächlich erzählt er davon, wie unzuverlässig Geschichten sein können
Briefe nach dem Holocaust: „Durch ein Wunder lebe ich noch“
Robert Rozett und Iael Nidam-Orvieto versammeln Briefe jüdischer Überlebender, die von Verlust und Heimatlosigkeit nach der Befreiung erzählen
Das Patriarchat macht auch Männer kaputt: Sophia Fritz über die verdrängte Verletzlichkeit
Sophia Fritz spricht eine unbequeme Wahrheit aus: Auch Männer sind Opfer des Patriarchats. Ausgehend vom Tod ihres Bruders fragt sie in ihrem neuen Buch „Der Mann, das Opfer“, wie männliches Leiden entsteht – und warum es verdrängt wird
Shida Bazyar gewinnt den Deutschen Buchpreis. Freuen kann sie sich darüber nicht
Der Deutsche Buchpreis für Shida Bazyar ist auch ein politisches Signal: für eine literarische Erinnerungskultur, die in die Gesellschaft hineinwirkt. Ästhetisch überzeugt das Buch unseren Autor nicht
Publizist, Patriarch, Provokateur: Die Widersprüche des „Spiegel“-Gründers Rudolf Augstein
Martin Doerry und Hauke Janssen zeigen den „Spiegel“-Gründer Rudolf Augstein in ihrer neuen Biografie als einen oppositionellen Publizisten, machtbewussten Verleger und widersprüchlichen Patriarchen der bundesdeutschen Pressegeschichte
Valeria Gordeev gilt als Favoritin auf den Buchpreis: Ihr Roman hat nur ein Problem
Valeria Gordeevs Debütroman fordert heraus: Mit einer komplexen Struktur und vielschichtigen Themen wie Longevity und Lenins Mumie in Moskau sprengt sie die Grenzen konventioneller Literatur
Kann es eine alternative KI geben? Nick Srnices knochentrockenes, aber beunruhigendes Buch
KI-Agenten schüren die Angst vor der übermächtigen Maschine. Doch die entscheidende Frage in Nick Srniceks „Silicon Empire“ lautet: Wer gewinnt den KI-Wettlauf zwischen China und den USA?
Thélyson Orélien: Wie ein KI-Skandal den französischen Kulturkampf befeuert
Frankreichs Literaturwelt erschüttert ein KI-Skandal. Im Zentrum steht ein Roman, der gerade noch als Sensation dieses Herbstes galt: Thélyson Oréliens Debüt, nominiert für den Prix Goncourt. Jetzt wurde es von der Liste gestrichen
Fünf Romane über hart arbeitende Frauen, die nach dem guten Leben suchen. Und Rache nehmen
Die Arbeit von Frauen bleibt oft unsichtbar und unbesungen, aber nicht in diesen fünf Romanen mit starken Protagonistinnen: auf dem abgelegenen Milchhof in Frankreich, in den 60ern im Versandhaus oder als Kinderfrau in Peking
Dekonstruktion des Musen-Mythos: Frauen, die Geschichte schrieben
Von Gala Dalí bis Kim Kardashian: Elisa von Hof zeigt in ihrem neuen Buch, wie sich das Verhältnis zwischen Muse und Genie entwickelt hat – und sie schlägt eine Alternative zu diesem toxischen Modell vor
Wer darf Mensch sein? Ein Pinocchio-Roman über Väter, Lügen und Identität
Giuliano Musio verwandelt den Pinocchio-Stoff in einen hintersinnigen Roman über Identität, Erinnerung und einen Vater, der zu viel weiß und zu lange schweigt
Jahrzehntelang lag dieses Foucault-Manuskript in einer Kiste. Nun ist klar, was drinsteht
Zum 100. Geburtstag des Philosophen erscheint erstmals der Text „Die Hermaphroditen“. Michel Foucault zeigt darin, wie frei Menschen vor dem 17. Jahrhundert über ihr Geschlecht entscheiden durften. Doch was geschah, dass sich das änderte?
Paula Fürstenberg über ihr neues Buch: „Warum wir keine innere Einheit brauchen“
Paula Fürstenberg schreibt in ihrem neuen Essay „Niewiedervereinigung“ über ihre Verletzungen als Nachwendekind, wie sie die Abwesenheit der Eltern und massive rechte Gewalt erlebt hat. Warum prägt sie das bis heute? Ein Gespräch
Dana Vowinckels Debüt erschien sechs Wochen vor dem 7. Oktober – dann änderte sich alles
Nach ihrem ersten Roman im Jahr 2023 steht nun Dana Vowinckels „Anton und Alma“ auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Er steht quer zu einer Öffentlichkeit, in der gegensätzliche Positionen zu Nahost kaum mehr vermittelbar scheinen
Freddie Mercurys Weggefährtin gewährt intimen Blick in das Leben des Queen-Sängers
Mit „Bohemian Rhapsody“ schrieb Freddie Mercury Popgeschichte und schuf eine Kunstfigur der Selbstbefreiung. Kurz vor seinem 80. Geburtstag erscheint ein besonderes Buch seiner längsten Vertrauten
Shida Bazyar gewinnt Buchpreis 2026: „Lücken“ erzählt das Grauen der NS-Zeit
Eine Kleinstadt in der NS-Zeit, früher, aber vor allem auch: heute. Shida Bazyar schreibt in ihrem Roman „Lücken“ gegen Geschichtsvergessenheit an. Anstoß waren Recherchen in ihrem eigenen Heimatort
Dana Vowinckel: „Mein Roman lässt sich sicher auch von rechter Seite instrumentalisieren“
Dana Vowinckel gehört zu den meistbeachteten Stimmen der deutschen Gegenwartsliteratur. Ihr Roman „Anton und Alma“ steht auf der Buchpreis-Longlist und erzählt von jüdischer Identität und der offenen Wunde des 7. Oktober. Eine Begegnung
Ingo Schulze: „Niemand von ihnen ist auf die Idee gekommen, mich anzurufen“
Ingo Schulze hat mit „Das Wasser im August“ einen neuen Roman geschrieben, der tief in die DDR-Vergangenheit zurückgeht. Hier spricht er über den „Gittersee“-Streit, der ihn fassungslos machte – und den Vorwurf des Rufmords. Ein Gespräch
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