Ukraine-Buch mit Leerstellen: Tausend Jahre Selbstverständnis
Trotz ihrer Größe und historischen Bedeutung blieb die Ukraine für viele Europäer lange Zeit ein unbekanntes Land. Der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk reflektiert über die Nationen-Biografie seines Kollegen Yaroslav Hrytsak
Bildband zeigt Niedergang der USA: Ein ostdeutscher Blick
Die Sicht des Ost-Berliner Fotografen Michael Dressel auf die US-Gesellschaft lässt kaum Raum für Optimismus. Man muss nicht historisch bewandert sein, um die Fotografien als Menetekel zu verstehen
Roman „Von dem, der bleibt“: Bericht eines Überlebenden
Der gewaltsame Tod ist in diesen Zeiten allpräsent, während Suizide im Verborgenen stattfinden. Matteo B. Bianchi schreibt in seinem berührenden Roman „Von dem, der bleibt“ über das Zurückfinden ins Leben
„Der Morgen gehört Dir" von Davide Coppo: Nicht vom rechten Weg abkommen
Der italienische Schriftsteller Davide Coppo erzählt in seinem neuen Roman über Weg eines jungen Italieners in den Faschismus
Israelische Armee: Kein Entkommen möglich
Der israelische Regisseur Dani Rosenberg erzählt in „Der verschwundene Soldat“ von der Odyssee eines 18-Jährigen, der dem Kriegsdienst im Gazastreifen entflieht
Textfragmente von Joseph Roth: Erinnerungen aus dem Kühlschrank
Wer war Joseph Roth? Jan-Christoph Gockel wandelt in der Ukraine auf des Schriftstellers Spuren. Ein Probenbesuch in Lwiw
Hey guten Abend, lieber Buchmarkt, wie geht es Dir?
Zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse fragt unser Autor ausnahmsweise mal den Buchmarkt höchstpersönlich nach seinem werten Befinden
Roman „Beteigeuze“: In aller Gelassenheit neben der Spur
Im neuen Buch „Beteigeuze“ von Barbara Zeman geht es um die besondere Beziehung zwischen einem Stern und der Antiheldin Theresa, die in ihrer Suche nach Identität gegen gesellschaftliche Normen ankämpft
Lyrik: Über Sträuße, Spinnen und Zitronen
Unsere Lyrikspezialistin Beate Tröger empfiehlt neue und zeitgenössische Lyrik, die den Blick öffnet und die richtigen Fragen stellt – mal tragikomisch, mal existenzialistisch
Instagram, aber ausgedruckt: Adam Štěch in Wien
Adam Štěch sammelt Architektur und Designs der Moderne auf seinem Instagram-Account. Das Museum für angewandte Kunst in Wien hat das nun ausgedruckt und aufgehängt. Und siehe da – es funktioniert
Israel-Tagebuch: Sderot, der letzte Zwischenstopp vor Gaza
Unsere Autorin möchte nach Gaza, auch wenn sie weiß, dass das eigentlich unmöglich ist. Ihr Annäherungsversuch führt sie in die Stadt Sderot, die am 7. Oktober von Terroristen der Hamas überfallen wurde
Mithu Sanyals „Antichristie“: Reinkarnation mit Bart
Erfolgsautorin Mithu Sanyal taucht in ihrem zweiten Roman „Antichristie“ in die Abgründe der Dekolonialisierung ein, als die Heldin Durga im Körper eines Mannes aufwacht
Philipp Schönthalers „Seiten des Himmels“: Gemeinsamkeiten von Naturwissenschaft und Kunst
Philipp Schönthaler konfrontiert in „Seiten des Himmels“ mit einer neuen Sicht auf vertraute Wirklichkeit und untersucht die faszinierende Verbindung zwischen künstlerischer Fantasie und naturwissenschaftlichem Denken
Für den Winter: Alltagstaugliches auf die Ohren
Die Temperaturen sinken, die Tage werden kürzer. Es lässt sich nicht länger leugnen: Auch dieses Jahr wird es Winter werden. Gut, wenn es ausreichend Stoff zum Hören auf die Ohren gibt. Herzensempfehlung des Autors: „The Wirecutter Show“
Biograf Thomas Hüetlin: „Marlene Dietrich hatte buchstäblich die Hosen an“
Marlene Dietrich und Erich Maria Remarque waren das bekannteste deutsche Liebespaar des 20. Jahrhunderts. Thomas Hüetlin erzählt von dieser hollywoodreifen Affäre
Leseprobe: Meine Tochter wusste nichts über Anne Frank
Olga Grjasnowa erzählt in ihrem neuen, brillanten Roman „Juli, August, September“ von einer modernen jüdischen Familie. Sie schafft es, ein jüdisches Lebensgefühl mit ihren Worten einzufangen, das eigentlich unfassbar ist
„Gewalt im Haus“ von Barbara Peveling: Sie hat doch alles, was sie braucht?
Katharina Körting hat Barbara Pevelings sehr persönliches Buch „Gewalt im Haus. Intime Formen der Dominanz“ gelesen. Nach der Lektüre fühlt sie sich ertappt – und verstanden
Jüdisch, aber wie?
Die große Identitätskrise – Olga Grjasnowa erzählt von einer Frau, die sich zwischen den Rollen der Geliebten, der Mutter und der Jüdin einen Platz suchen muss
Frauen und ihre Horrorkörper
Ob Natalie Erika James’ „Apartment 7A“ oder „The Substance“ von Coralie Fargeat: Nicht mehr männliche Filmemacher, sondern Regisseurinnen verarbeiten die weibliche Perspektive auf „Rape and Revenge“ in ihren Filmen
Die Kultserie: Zehn Fakten über Stromberg
Vor 20 Jahren lief bei ProSieben die erste „Stromberg“-Folge. Was hat der Hauptdarsteller mit „Orgasmusuhren“ am Hut? Und warum wurden die Macher fast von der BBC verklagt? Über Fremdscham und den schlimmsten Chef der deutschen Fernsehwelt
Israel-Tagebuch: Raketen über der Jerusalemer Alststadt
Knapp 200 Raketen schoss der Iran als Vergeltung für den ermordeten Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah in Richtung Israel. Unsere Autorin war zu der Zeit in Jerusalem und hat den Angriff miterlebt
Lernen durch Lehren: Wie der „Protege-Effekt“ Ihnen helfen kann, fast alles zu verstehen
Das Erklären von Dingen an eine andere Person – oder auch an eine Gummiente – kann Ihr Verständnis vertiefen und sogar politische Gräben überbrücken
Roman von Elke Schmitter: Der Mensch und die Sehnsucht
Elke Schmitters Roman „Alles, was ich über Liebe weiß, steht in diesem Buch“ reiht sich ein in die große Tradition der Weltliteratur. Er spielt in der Gegenwart, es kommen auch Veganismus und Psychoanalyse drin vor
„Damenschach“ von Finn Job: Eskalation in einer Villa im Wienerwald
Finn Job beweist in „Damenschach“ ein feines Sensorium für die Selbstgerechtigkeit der heutigen Debattenkultur