Ostdeutschland
Sie ist nach den Wahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg erneut entbrannt, die Debatte über die starke AfD in Ostdeutschland. Doch was ist eigentlich in Westdeutschland los? Warum kommt dort so gar nicht an, was hier im Osten diskutiert wird? Versuch einer Debatte auf Augenhöhe
Main articles
Auf den Spuren der Treuhand: Lasst euch von Tönnies nicht die Teewurst-Messe lesen!
Unsere Autorin ist Tochter einer ostdeutschen Fleischwarenfachverkäuferin. Als sie von der Abwicklung der Eberswalder Wurstwerke durch den westdeutschen Tönnies-Konzern erfuhr, zuckte sie trotzdem erst einmal arrogant mit den Schultern
Diese 10 ostdeutschen Traditionsbetriebe wurden von Westfirmen übernommen und abgewickelt
Die Eberswalder Wurstwerke sind nur das jüngste Beispiel: Auch andere Westfirmen wie Haribo, Melitta oder Henkel haben ostdeutsche Traditionsbetriebe gekauft und abgewickelt. 10 Beispiele eines Trends, der für Frust und Wut sorgt
Sind rechte Bewegungen im Osten die Fortsetzung der Protestkultur in der DDR?
Rechte Subkulturen im Osten gelten oft als Produkt autoritärer Prägung aus DDR-Zeiten. Der Soziologe Stefan Wellgraf widerspricht. Sein Buch „Staatsfeinde“ verdient eine breite Leserschaft
Manja Präkels: „Ich erlebe Zwölfjährige, die mit hasserfüllten Augen vor mir stehen“
AfD-Land: Die Schriftstellerin Manja Präkels kennt Ostdeutschland sehr genau. Sie spricht mit den Menschen und ist oft erschreckt, was die so von sich geben
Die Volksbühne ehrt DDR-Philosoph Wolfgang Heise: Zweifel als Lebensmaxime
Der berühmte DDR-Philosoph Wolfgang Heise wurde anlässlich seines 100. Geburtstags mit einer Matinée an der Berliner Volksbühne geehrt. Ein buntes Nummernprogramm mit den Ikonen des ostdeutschen Geisteslebens. Was sagt Heise uns heute?
Nach Tönnies-Werkschließung: „Die Perspektivlosigkeit für Beschäftigte im Osten wächst“
Der Markenname bleibt, aber die Eberswalder Wurstwerke werden geschlossen: NGG-Gewerkschafter Uwe Ledwig wirft dem Fleischkonzern Tönnies vor, den Standort in Ostdeutschland gezielt ausbluten zu lassen
Die ganze Skala der Gefühle: Helga Schuberts „Luft zum Leben“ über den DDR-Alltag
Einst wurde sie von der Stasi bespitzelt: Jetzt erzählt die 86-jährige Bachmannpreisträgerin Helga Schubert in ihrem Buch „Luft zum Leben“ vom Alltag in Ost und West. Eine faszinierende Zeitreise mit 38 Texten aus 65 Jahren
„Legacy“ der Kulturhauptstadt Chemnitz: „Ein Drittel wählt AfD. Haben die sich verändert?“
Was wird in Chemnitz vom Glanz der Kulturhauptstadt bleiben? Um was gilt es jetzt zu kämpfen? Ein Gespräch mit Kim Brian Dudek und Nora Krzywinski über Ansätze, aus denen mehr folgen muss, als dass man eine gute Zeit hatte
Was der Staat aus der Zalando-Schließung in Erfurt über Plattformökonomie lernen sollte
Zalando schließt ein Logistikzentrum in Erfurt, für das es Subventionen kassiert hatte. Das ist brutal. Doch der Fall des Online-Versandhändlers zeigt Politik und Gewerkschaften, wie sich Ansiedlungspolitik viel klüger gestalten ließe
Deutsche Russlandbilder: Der Westen hat die Meinung, der Osten die Erfahrung
Hat Putin „Die Dämonen“ gelesen? Für die heute in Deutschland vorherrschende West-Tradition stellt sich diese Frage nicht. Sie muss Dostojewski googeln – und weiß doch alles über die Russen. Ein Plädoyer für eine Horizonterweiterung
AfD: Zeigt Kärnten unter der FPÖ, worauf sich Ostdeutschland vorbereiten muss?
Die rechtspopulistische FPÖ hat unter Jörg Haider jahrelang das österreichische Bundesland Kärnten dominiert – mit Folgen für Oppositionelle, Künstler, Minderheiten. Vom Beispiel Kärnten lässt sich allerhand für Ostdeutschland lernen
Hinterlandgang: Kann Rap die ostdeutsche Jugend retten?
Zwischen Plattenbau und Provinz, Dorfdisco und Dosenbier entsteht mit der Hinterlandgang eine neue Stimme der ostdeutschen Jugend. Ihr neues Album „Vielleicht wird alles gut“ verhandelt Herausforderung und Hoffnung neuer Lebensrealitäten
Eberswalder Wurst: Tönnies macht ostdeutschen Traditionsbetrieb dicht
Die Eberswalder Wurstwerke wurden vom Fleischkonzern Tönnies aufgekauft – und nun werden sie geschlossen. Ausbluten lassen, weiterziehen: So agieren Westkonzerne im Osten. Mit Folgen
AfD: In Sachsen-Anhalt will jeder Dritte eine Revolution, aber was für eine?
Der Sachsen-Anhalt Monitor fragte nach einem Umsturz – eigentlich als Indikator für „Linksextremismus“ gedacht. Es reagierten vor allem extrem Rechte. Was ist das für ein revolutionäres Potenzial in dem Land, in dem 2026 gewählt wird?
SPD beendet Koalition in Brandenburg: Das BSW ist Robert Crumbach auf den Leim gegangen
Das Ende der Koalition in Brandenburg war absehbar: Die SPD von Ministerpräsident Dietmar Woidke nimmt Robert Crumbach in ihre Fraktion auf, das BSW schäumt über den Abtrünnigen. Insgeheim dürften aber alle froh sein. Wie geht’s nun weiter?
Die AfD halbieren? Im Osten wird sich zeigen, wie Friedrich Merz’ Plan scheitert
Großmäulig kündigte Friedrich Merz an, die AfD zu schwächen – stattdessen liefern sich CDU und Rechtsaußen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Vor den fünf Landtagswahlen 2026 ist der Druck groß: Erhält die AfD im Osten eine absolute Mehrheit?
Der Osten will not be televised: Merz vergisst in der Neujahrsansprache die halbe Republik
Leicht bedröppelt und von oben herab zählt Friedrich Merz in seiner Silvesteransprache auf, was die Bundesregierung alles geschafft hat und was sie noch schaffen wird. Eines allerdings ist ihm keine Erwähnung wert
Verharmlost Juli Zeh die AfD? Wer so denkt, erkennt die wahre Gefahr nicht
Wenige Sätze der Schriftstellerin Juli Zeh über ihre Nachbarn in Brandenburg reichten aus: Erboste Kommentare warfen ihr AfD-Verharmlosung vor. Dabei hat Zeh mit vielem recht. Ein wichtiges Gefühl aber spürt sie nicht
Wenn niemand zuständig ist: Der Kampf um das Erbe des DDR-Fliesenkünstlers Lothar Scholz
DDR-Kunst verschwindet leise: durch Verfall, Diebstahl, bei Sanierungen. Eine Reportage über den prägenden Arbeiterkünstler Lothar Scholz – und die Menschen, die versuchen, sein Werk gegen alle Widerstände zu retten
Juli Zeh stellt dem moralischen AfD-Diskurs entgegen, was ihm fehlt: Die Zumutung der Nähe
Juli Zeh spricht über AfD-Wähler in ihrem Dorf in Brandenburg – und erntet Vorwürfe. Dabei betreibt die Schriftstellerin keine Verharmlosung, sondern sendet ein notwendiges Störsignal in einen gefährlichen Diskurs urbaner Abgehobenheit
Wieso schnappt bei Fotografien der späten DDR und Nachwendezeit die Klischeefalle zu?
Die Potsdamer Ausstellung „Das Weite suchen“ zeigt Fotografien aus der späten DDR und den frühen 1990er-Jahren – mit beeindruckenden Arbeiten. Und dennoch: Der Versuch, die Vielfalt der Umbruchserfahrungen zu zeigen, scheitert wieder einmal
Rechts, männlich, aggressiv: Was ist in Ostdeutschland schiefgelaufen?
In vielen Regionen Ostdeutschlands sieht es düster aus. Die AfD steht bei 40 Prozent, junge Neonazis dominieren die Straßen. Dominik Intelmann erklärt, wie rechte Einstellungen mit ökonomischer Ohnmacht und Männlichkeit zusammenhängen
Film „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“: Wer schreibt Geschichte?
Wolfgang Becker drehte einst mit „Good Bye, Lenin!“ eine Kultkomödie. Sein letzter Film „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ erzählt nun von einem Hochstapler, der Deutschland das serviert, was es über den Osten hören und glauben will
Wird sich Merz für AfD oder Linke öffnen? Es gibt Hinweise
2026 wird in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Wird Friedrich Merz der CDU erlauben, sich für die AfD zu öffnen? Der Kanzler verfolgt eine Doppelstrategie
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