Ostdeutschland
Sie ist nach den Wahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg erneut entbrannt, die Debatte über die starke AfD in Ostdeutschland. Doch was ist eigentlich in Westdeutschland los? Warum kommt dort so gar nicht an, was hier im Osten diskutiert wird? Versuch einer Debatte auf Augenhöhe
Main articles
Elitenforscher Lars Vogel: „Ostdeutsche sind immer noch deutlich unterrepräsentiert“
Ostdeutsche stellen 19 Prozent der Bevölkerung, aber nur 12 Prozent der Eliten, zeigt der „Elitenmonitor“ der Bundesregierung. In Konzernchefetagen sieht es noch düsterer aus. Warum ändert sich das nicht von selbst, Lars Vogel? Ein Gespräch
Maria Häfer von der 4. Generation Ost: Erst im Westen wurde ich zur Ostdeutschen
Deutschland begeht 36 Jahre Einheit. Unsere Autorin Maria Häfer war vier, als die Mauer fiel – und mit ihr der Job ihrer Mutter im Vogtland. Die Chaos-Jahre der 90er prägen sie bis heute. Deshalb findet man ihre Heimat auf keiner Landkarte
4. Generation Ost: Der Osten gehört nicht den Nazis. Er gehört auch mir
Die Nachwendekinder im Osten hörten auf Jobmessen, Brüche im Lebenslauf seien fatal. Dabei war das die Realität ihrer Eltern. Unser Autor wuchs in Mecklenburg-Vorpommern auf. Ihn nervt, wie Westdeutsche über den Osten sprechen
Autorin Marieke Reimann: „Manuela Schwesig wurde als ,Küstenbarbie’ verlacht“
Die in Rostock geborene Autorin Marieke Reimann räumt in ihrem neuen Buch mit westdeutschen Klischees über den Osten auf. Wie blickt sie auf die anstehende Wahl in Mecklenburg-Vorpommern? Und warum ist der Ost-West-Unterschied noch wichtig?
Campact mischt sich in die Ost-Wahlen ein? Liebe Westdeutsche, wir müssen reden!
Campact will mit viel Geld verhindern, dass die AfD im Osten regiert. Das ist gut gemeint. Doch wer Ostdeutschland politisch helfen will, sollte nicht nur Wahlstimmen verschieben, sondern dauerhafte demokratische Strukturen finanzieren
Regisseurin Clara Weyde über Theater im Osten: „Das Erzählen erzeugt immer mehr Unbehagen“
Clara Weyde spricht über Theater im Osten, kollektive Leitung und Dorothee Elmigers „Die Holländerinnen“ – ihre letzte Inszenierung in Magdeburg, bevor sie ans Schauspiel Leipzig geht
Postmigrantisches Ostdeutschland: Wenn der Völkerfreundschaft die Luft ausgeht
Was bedeutet es, ostdeutsch und migrantisch zugleich zu sein? Die Ausstellung „Die Kids sind nicht alright! 2“ erzählt von Nachwendeerfahrungen, rechter Gewalt und der Suche nach Zugehörigkeit
Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Meine Heimat ist anders, als ihr denkt
Für Mecklenburg-Vorpommern interessieren sich die meisten in Deutschland als Urlaubsziel oder vor einer Landtagswahl. Jetzt bangen viele: Wird es wie in Sachsen-Anhalt? Uta Berghöfer aus Malchin erklärt, warum das die falsche Frage ist
Sind wir Wessis alle Selbstdarsteller? Was die ostdeutsche Kritik übersieht
Ostdeutsche sind aufrichtiger, sie glauben an Substanz, nicht an Show – so war im „Freitag“ kürzlich zu lesen. Unsere Autorin irritiert diese Debatte um die „ostdeutsche Seele“. Vor allem auch durch die feministische Brille betrachtet
Kowalczuk spricht von „Freiheitsschock“, aber Ostdeutsche erlebten einen „Ohnmachtsschock“
Beim Umbruch 1989 wollten DDR-Arbeiter mehr als westlichen Wohlstand: echte Mitspracherechte. Doch die Treuhand und westliche Interessen führten zum Ohnmachtsschock. Kowalczuks Thesen werden somit auf den Prüfstand gestellt
Diese häufig von Ulrich Siegmund zu hörende Floskel war leider mehr als Wahlkampfrhetorik
Ulrich Siegmunds Rhetorik in Sachsen-Anhalt zeigt Wirkung: Mit 43,8 % könnte die AfD die politische Balance verschieben. Das Ergebnis wirft die Frage auf, wie weit die Partei tatsächlich gehen und die politische Macht verschieben kann
Ich verspüre seit der Sachsen-Anhalt-Wahl eine perverse Erleichterung über den „Dammbruch“
Jahrelang wählten viele Menschen in Ostdeutschland taktisch, um die AfD zu verhindern. Jetzt ist sie in Sachsen-Anhalt stärkste Kraft – und die alte Verhinderungslogik am Ende. Eine sehr persönliche Sicht unserer Autorin Marlen Hobrack
Prüfstein Ostdeutschland: „Freitag“-Autorin Sarah Alberti erhält Preis für Kunstkritik
Sarah Alberti wird mit dem ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstkritik ausgezeichnet. Für den „Freitag“ berichtete sie prominent über die ostdeutschen Künstlerinnen Sung Tieu und Henrike Naumann, die den Deutschen Pavillon in Venedig gestalteten
Paula Fürstenberg über ihr neues Buch: „Warum wir keine innere Einheit brauchen“
Paula Fürstenberg schreibt in ihrem neuen Essay „Niewiedervereinigung“ über ihre Verletzungen als Nachwendekind, wie sie die Abwesenheit der Eltern und massive rechte Gewalt erlebt hat. Warum prägt sie das bis heute? Ein Gespräch
Dirk Oschmann nach Sachsen-Anhalt-Wahl: „Das ist jetzt keine ernst gemeinte Frage, oder?“
Sein Bestseller „Der Osten: eine westdeutsche Erfindung“ ist drei Jahre alt – die Wahl in Sachsen-Anhalt zeigt, wie aktuell er ist. Dirk Oschmann weiß, warum die AfD ausgerechnet in einem der ärmsten Bundesländer so stark ist. Ein Gespräch
Jakob Springfeld: Glaubt bloß nicht, die blaue AfD-Welle sei ein Ostproblem
In Sachsen-Anhalt hat die AfD ein historisches Ergebnis eingefahren. 65 Prozent der Wähler in „schlechter finanzieller Lage“ machten ihr Kreuz bei den Rechten. Jakob Springfeld will die Hoffnung trotzdem nicht aufgeben – aus drei Gründen
Wir wissen doch längst, was wir gegen die AfD tun können
Was tun nach dem Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt? Erst einmal gibt es eine Demonstration gegen rechts – schon wieder. Dabei haben wir bereits gelernt, was gegen den Rechtsruck funktioniert
Serdar Somuncu: „Ich distanziere mich von allem, was ich in der Vergangenheit gesagt habe“
Im Freitag-Interview stellt sich Serdar Somuncu den drängenden Fragen unserer Zeit: Wie gefährlich ist die AfD wirklich? Warum wächst das Misstrauen gegenüber den Medien? Ein Satiriker öffnet sich und fordert zum kritischen Nachdenken auf
Erstmals seit 1990 ist die Linke in Sachsen-Anhalt einstellig – das ist der traurige Grund
Die Linkspartei büßte gegenüber 2021 zweieinhalb Prozentpunkte ein, während die Wahlbeteiligung in Sachsen-Anhalt auf einen Rekordwert stieg. Ausgerechnet eine Idee der verhassten Sahra Wagenknecht könnte der Partei nun aus der Krise helfen
Bleiben oder gehen? Wie Migras und Linke in Magdeburg am Wahlabend auf AfD-Sieg reagieren
18 Uhr, Domplatz in Magdeburg, plötzlich Glocken, Sirenen, Rauch. Unter einige Linke haben sich vereinzelte AfD-Sympathisanten gemischt. Derweil startet bei Saaeid Saaeid im LAMSA-Büro der gemeinsame Wahlabend. Eine Reportage
Wie ein Redenschreiber aus Thüringen den Erfolg der AfD erklärt
Warum gewinnt die AfD derart an Zustimmung? Sebastian Victor ist Redenschreiber in Thüringen und analysiert hier die Folgen der Wiedervereinigung, veraltete Politikrituale, Fehler klassischer Parteien – und erinnert an Otto Schilys Banane
Die AfD hat nur einen wahren Erzfeind – und der wird immer stärker in Sachsen-Anhalt
CDU und SPD versuchten, die Grünen zu marginalisieren – und scheiterten spektakulär. Jetzt verzeichnet die Partei einen Mitgliederrekord und könnte in Sachsen-Anhalt über die Fünfprozenthürde springen. Was steckt hinter diesem Comeback?
Als dieser Schriftsteller vor ein AfD-Plakat tritt, sieht er etwas, das ihn erleichtert
Domenico Müllensiefen wuchs nach der Wende in Magdeburg auf. Die Zeit war von rechter Gewalt geprägt. Kurz vor der Landtagswahl kehrt der 39-Jährige zurück an den Ort seiner Kindheit. Vor einem Siegmund-Plakat entdeckt er etwas Beruhigendes
Es liegt nicht an der DDR-Vergangenheit, dass die AfD im Osten stark ist – sondern daran
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt könnte die AfD erstmals eine absolute Mehrheit erringen. Hubertus Knabe, langjähriger Leiter der Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen, widerspricht der gängigen Erklärung für den Rechtsruck im Osten
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