Ostdeutschland
Sie ist nach den Wahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg erneut entbrannt, die Debatte über die starke AfD in Ostdeutschland. Doch was ist eigentlich in Westdeutschland los? Warum kommt dort so gar nicht an, was hier im Osten diskutiert wird? Versuch einer Debatte auf Augenhöhe
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Jörg Schüttauf: „Wenn ihr das so dreht, schaltet der Ex‑DDRler gleich weg“
In „Neues Land“ spielt Jörg Schüttauf wieder einen Bürgermeister, obwohl er diese Rolle nie mehr wollte. Schon in der DDR wusste der Schauspieler genau, was er nicht will. Dafür verzichtete er sogar auf eine Berliner Bühne. Ein Gespräch
Betterov singt über die DDR-Flucht seines Vaters. Besonders über die Nacht, in der er floh
Über Liebeskummer gibt es viele Songs, über ostdeutsche Familiengeschichten wenige. Der Thüringer Musiker Manuel Bittorf ändert das. Auf dem Album „Große Kunst“ erzählt er, warum seine Mutter den Zeitpunkt einer Flucht nicht kennen durfte
Don-Pablo Mulemba von der 4. Generation Ost: „Auch meine Oma ist dem AfD-Sprech verfallen“
Eberswalde in den 90ern, nach Mitternacht: Neonazis stürmen die Wohnung von Don Pablo Mulembas Familie. Heute erzählt er davon in „Hundeheimat“. Trotzdem will er junge Männer, die nach rechts kippen, nicht abschreiben. Warum? Ein Gespräch
Manja Präkels zu Ostdeutschland: „Ich bin ja auch eine Verräterin“
Die Schriftstellerin Manja Präkels erlebt, wie rechte Kräfte in Ostdeutschland an Einfluss gewinnen. Warum Menschen die Mauer zurückwollen, welche Geschichten nach der Wende vergessen wurden und wo sie dennoch Hoffnung sieht. Ein Gespräch
Ostkreuz-Ausstellung „Was tun wir“: Wie soll man von dieser Welt noch erzählen?
Wenn sich Umbrüche vollziehen und gesellschaftliche Krisen zuspitzen, sind die Fotografinnen und Fotografen der Agentur Ostkreuz nicht weit. Nach Berlin in den 90ern widmet sich ihre große Ausstellung „Was tun wir“ in Dresden der Gegenwart
Luise Aschenbrenner von der 4. Generation Ost: „Oma, warum wolltest Du weg aus der DDR?“
Luise Aschenbrenner wurde 1995 in Bayern geboren. Zusammen mit ihrer Oma macht sie einen Podcast, in dem es um deren Haft-Erfahrung in der DDR und die ostdeutsche Familie geht. Wie hat das die Enkelin geprägt?
Alle Wessis Selbstdarsteller? Ossis, glaubt mir: Ein aufgesetztes Lächeln tut nicht weh!
Das Klischee von der westdeutschen Verkäufermentalität ist im Osten weit verbreitet, wo gilt: Lieber ehrlich öffentlich meckern, als sich zu verstellen! Welches problematische Verständnis von Authentizität dieser Mentalität zugrunde liegt
DDR-Historiker Gerd Dietrich über AfD-Wähler: „Das Land hat ihnen doch keiner genommen“
Mit Simson-Mopeds und dem Slogan „Vollende die Wende“ werben Rechtsradikale im Osten um Stimmen. Gerd Dietrich forschte einst am Parteiinstitut der SED und weiß, warum das verfängt. Welche Rolle spielt der Blick des Westens? Ein Gespräch
Elitenforscher Lars Vogel: „Ostdeutsche sind immer noch deutlich unterrepräsentiert“
Ostdeutsche stellen 19 Prozent der Bevölkerung, aber nur 12 Prozent der Eliten, zeigt der „Elitenmonitor“ der Bundesregierung. In Konzernchefetagen sieht es noch düsterer aus. Warum ändert sich das nicht von selbst, Lars Vogel? Ein Gespräch
Maria Häfer von der 4. Generation Ost: Erst im Westen wurde ich zur Ostdeutschen
Deutschland begeht 36 Jahre Einheit. Unsere Autorin Maria Häfer war vier, als die Mauer fiel – und mit ihr der Job ihrer Mutter im Vogtland. Die Chaos-Jahre der 90er prägen sie bis heute. Deshalb findet man ihre Heimat auf keiner Landkarte
4. Generation Ost: Der Osten gehört nicht den Nazis. Er gehört auch mir
Die Nachwendekinder im Osten hörten auf Jobmessen, Brüche im Lebenslauf seien fatal. Dabei war das die Realität ihrer Eltern. Unser Autor wuchs in Mecklenburg-Vorpommern auf. Ihn nervt, wie Westdeutsche über den Osten sprechen
Autorin Marieke Reimann: „Manuela Schwesig wurde als ,Küstenbarbie’ verlacht“
Die in Rostock geborene Autorin Marieke Reimann räumt in ihrem neuen Buch mit westdeutschen Klischees über den Osten auf. Wie blickt sie auf die anstehende Wahl in Mecklenburg-Vorpommern? Und warum ist der Ost-West-Unterschied noch wichtig?
Campact mischt sich in die Ost-Wahlen ein? Liebe Westdeutsche, wir müssen reden!
Campact will mit viel Geld verhindern, dass die AfD im Osten regiert. Das ist gut gemeint. Doch wer Ostdeutschland politisch helfen will, sollte nicht nur Wahlstimmen verschieben, sondern dauerhafte demokratische Strukturen finanzieren
Regisseurin Clara Weyde über Theater im Osten: „Das Erzählen erzeugt immer mehr Unbehagen“
Clara Weyde spricht über Theater im Osten, kollektive Leitung und Dorothee Elmigers „Die Holländerinnen“ – ihre letzte Inszenierung in Magdeburg, bevor sie ans Schauspiel Leipzig geht
Postmigrantisches Ostdeutschland: Wenn der Völkerfreundschaft die Luft ausgeht
Was bedeutet es, ostdeutsch und migrantisch zugleich zu sein? Die Ausstellung „Die Kids sind nicht alright! 2“ erzählt von Nachwendeerfahrungen, rechter Gewalt und der Suche nach Zugehörigkeit
Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Meine Heimat ist anders, als ihr denkt
Für Mecklenburg-Vorpommern interessieren sich die meisten in Deutschland als Urlaubsziel oder vor einer Landtagswahl. Jetzt bangen viele: Wird es wie in Sachsen-Anhalt? Uta Berghöfer aus Malchin erklärt, warum das die falsche Frage ist
Sind wir Wessis alle Selbstdarsteller? Was die ostdeutsche Kritik übersieht
Ostdeutsche sind aufrichtiger, sie glauben an Substanz, nicht an Show – so war im „Freitag“ kürzlich zu lesen. Unsere Autorin irritiert diese Debatte um die „ostdeutsche Seele“. Vor allem auch durch die feministische Brille betrachtet
Kowalczuk spricht von „Freiheitsschock“, aber Ostdeutsche erlebten einen „Ohnmachtsschock“
Beim Umbruch 1989 wollten DDR-Arbeiter mehr als westlichen Wohlstand: echte Mitspracherechte. Doch die Treuhand und westliche Interessen führten zum Ohnmachtsschock. Kowalczuks Thesen werden somit auf den Prüfstand gestellt
Diese häufig von Ulrich Siegmund zu hörende Floskel war leider mehr als Wahlkampfrhetorik
Ulrich Siegmunds Rhetorik in Sachsen-Anhalt zeigt Wirkung: Mit 43,8 % könnte die AfD die politische Balance verschieben. Das Ergebnis wirft die Frage auf, wie weit die Partei tatsächlich gehen und die politische Macht verschieben kann
Ich verspüre seit der Sachsen-Anhalt-Wahl eine perverse Erleichterung über den „Dammbruch“
Jahrelang wählten viele Menschen in Ostdeutschland taktisch, um die AfD zu verhindern. Jetzt ist sie in Sachsen-Anhalt stärkste Kraft – und die alte Verhinderungslogik am Ende. Eine sehr persönliche Sicht unserer Autorin Marlen Hobrack
Prüfstein Ostdeutschland: „Freitag“-Autorin Sarah Alberti erhält Preis für Kunstkritik
Sarah Alberti wird mit dem ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstkritik ausgezeichnet. Für den „Freitag“ berichtete sie prominent über die ostdeutschen Künstlerinnen Sung Tieu und Henrike Naumann, die den Deutschen Pavillon in Venedig gestalteten
Paula Fürstenberg über ihr neues Buch: „Warum wir keine innere Einheit brauchen“
Paula Fürstenberg schreibt in ihrem neuen Essay „Niewiedervereinigung“ über ihre Verletzungen als Nachwendekind, wie sie die Abwesenheit der Eltern und massive rechte Gewalt erlebt hat. Warum prägt sie das bis heute? Ein Gespräch
Dirk Oschmann nach Sachsen-Anhalt-Wahl: „Das ist jetzt keine ernst gemeinte Frage, oder?“
Sein Bestseller „Der Osten: eine westdeutsche Erfindung“ ist drei Jahre alt – die Wahl in Sachsen-Anhalt zeigt, wie aktuell er ist. Dirk Oschmann weiß, warum die AfD ausgerechnet in einem der ärmsten Bundesländer so stark ist. Ein Gespräch
Jakob Springfeld: Glaubt bloß nicht, die blaue AfD-Welle sei ein Ostproblem
In Sachsen-Anhalt hat die AfD ein historisches Ergebnis eingefahren. 65 Prozent der Wähler in „schlechter finanzieller Lage“ machten ihr Kreuz bei den Rechten. Jakob Springfeld will die Hoffnung trotzdem nicht aufgeben – aus drei Gründen
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