Ostdeutschland
Sie ist nach den Wahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg erneut entbrannt, die Debatte über die starke AfD in Ostdeutschland. Doch was ist eigentlich in Westdeutschland los? Warum kommt dort so gar nicht an, was hier im Osten diskutiert wird? Versuch einer Debatte auf Augenhöhe
Main articles
Die AfD halbieren? Im Osten wird sich zeigen, wie Friedrich Merz’ Plan scheitert
Großmäulig kündigte Friedrich Merz an, die AfD zu schwächen – stattdessen liefern sich CDU und Rechtsaußen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Vor den fünf Landtagswahlen 2026 ist der Druck groß: Erhält die AfD im Osten eine absolute Mehrheit?
Der Osten will not be televised: Merz vergisst in der Neujahrsansprache die halbe Republik
Leicht bedröppelt und von oben herab zählt Friedrich Merz in seiner Silvesteransprache auf, was die Bundesregierung alles geschafft hat und was sie noch schaffen wird. Eines allerdings ist ihm keine Erwähnung wert
Verharmlost Juli Zeh die AfD? Wer so denkt, erkennt die wahre Gefahr nicht
Wenige Sätze der Schriftstellerin Juli Zeh über ihre Nachbarn in Brandenburg reichten aus: Erboste Kommentare warfen ihr AfD-Verharmlosung vor. Dabei hat Zeh mit vielem recht. Ein wichtiges Gefühl aber spürt sie nicht
Wenn niemand zuständig ist: Der Kampf um das Erbe des DDR-Fliesenkünstlers Lothar Scholz
DDR-Kunst verschwindet leise: durch Verfall, Diebstahl, bei Sanierungen. Eine Reportage über den prägenden Arbeiterkünstler Lothar Scholz – und die Menschen, die versuchen, sein Werk gegen alle Widerstände zu retten
Juli Zeh stellt dem moralischen AfD-Diskurs entgegen, was ihm fehlt: Die Zumutung der Nähe
Juli Zeh spricht über AfD-Wähler in ihrem Dorf in Brandenburg – und erntet Vorwürfe. Dabei betreibt die Schriftstellerin keine Verharmlosung, sondern sendet ein notwendiges Störsignal in einen gefährlichen Diskurs urbaner Abgehobenheit
Wieso schnappt bei Fotografien der späten DDR und Nachwendezeit die Klischeefalle zu?
Die Potsdamer Ausstellung „Das Weite suchen“ zeigt Fotografien aus der späten DDR und den frühen 1990er-Jahren – mit beeindruckenden Arbeiten. Und dennoch: Der Versuch, die Vielfalt der Umbruchserfahrungen zu zeigen, scheitert wieder einmal
Rechts, männlich, aggressiv: Was ist in Ostdeutschland schiefgelaufen?
In vielen Regionen Ostdeutschlands sieht es düster aus. Die AfD steht bei 40 Prozent, junge Neonazis dominieren die Straßen. Dominik Intelmann erklärt, wie rechte Einstellungen mit ökonomischer Ohnmacht und Männlichkeit zusammenhängen
Film „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“: Wer schreibt Geschichte?
Wolfgang Becker drehte einst mit „Good Bye, Lenin!“ eine Kultkomödie. Sein letzter Film „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ erzählt nun von einem Hochstapler, der Deutschland das serviert, was es über den Osten hören und glauben will
Wird sich Merz für AfD oder Linke öffnen? Es gibt Hinweise
2026 wird in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Wird Friedrich Merz der CDU erlauben, sich für die AfD zu öffnen? Der Kanzler verfolgt eine Doppelstrategie
Kittelschürzen zwischen Strobolicht: Wie im Club DDR-Geschichte aufgearbeitet wird
Das Projekt „Treuhand-Techno“ konfrontiert Ostdeutschlands Deindustrialisierung mit der sterbenden Clubkultur – und trifft damit auch nach Jahren einen Nerv. Hier mischen sich Arbeiterinnenstimmen mit Bässen und DDR-Lampen mit Robotern
Zwischen Trauer, Angst und rechter Gewalt – Magdeburg ein Jahr nach dem Anschlag
Sechs Tote, Hunderte Verletzte und unzählige Betroffene: Die Amokfahrt vom 20. Dezember 2024 hinterlässt bis heute offene Wunden. Während Betroffene noch immer traumatisiert sind, nutzt die AfD die Tat für ihren Wahlkampf
Christiane Paul und Maxim Leo über ihren neuen Ost-West-Film und skurrile DDR-Bilder
Christiane Paul spielt in der Romanverfilmung von Maxim Leos „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“. Anlass, um mit beiden über ihre Ost-West-Bilder, sibirische Sexmonster und ihre Vergangenheit als Models in den 90er Jahren zu sprechen
Hat sich Chemnitz neu erfunden? Ein Rückblick auf das Kulturhauptstadtjahr 2025
Chemnitz war eigentlich für rechten Aufruhr bekannt – jetzt überrascht die Stadt mit kulturellem Aufbruch von unten. Aber was passiert, wenn Geld und Personal nach dem Kulturhauptstadtjahr 2025 wieder verschwinden?
Von Berlin nach Schwerin: Wie Verleger Holger Friedrich den Osten erobern will
„Berliner Zeitung“-Verleger Holger Friedrich plant, ab Februar 2026 mit einer „Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung“ in allen Landeshauptstädten zu starten. Es geht ihm dabei um mehr als einen brachliegenden Markt
Friedenspartei mit Flugabwehrsystem: Bleibt das BSW eine Fußnote der Parteiengeschichte?
Erst wollten viele BSW-Mitglied werden – jetzt, vor dem Parteitag, treten etliche wieder aus: „Häutungsprozesse“ wie in Brandenburg und Sachsen-Anhalt sind Vorboten des Wahljahrs 2026 – und der Frage nach dem Umgang mit einer dominanten AfD
Steffen Schütz vor BSW-Parteitag: „Das ist so peinlich und tut menschlich wirklich weh“
Thüringens Digitalminister Steffen Schütz will in den BSW-Bundesvorstand. Vor dem Parteitag in Magdeburg spricht der Unternehmer über wüste Streits in Ostdeutschland, einen verkorksten West-Wahlkampf – und Sahra Wagenknechts künftige Rolle
Lukas Rietzschel über seine „Kirschgarten“-Adaption: „Ich habe alles abgeholzt“
Lukas Rietzschels Roman „Mit der Faust in die Welt schlagen“ über ostdeutsche Jugendliche war ein Bestseller. Für das Schauspiel Leipzig adaptiert er nun Tschechow: „Der Girschkarten“ soll aber nicht wieder mal den Osten erklären müssen
Emmy-Gewinner „Auf Fritzis Spuren“: 3D-Avatare im DDR-Metaverse
Die KiKa-Serie „Auf Fritzis Spuren – Wie war das so in der DDR?“ wurde mit dem „Fernseh-Oscar“ Emmy ausgezeichnet. Wofür eigentlich?
Wessi entdeckt Prenzlau: Simon Strauß fühlt sich emotional als Ostdeutscher
Wie kommt ein konservativer Westdeutscher auf die Idee, Prenzlau, tief in Brandenburg, sei die ideale Kleinstadt? Simon Strauß war lange in Ostdeutschland unterwegs und hat sich verliebt
Fußballmanager wechselt zu BSW: Wagenknecht holt Oliver Ruhnert an die Parteispitze
Er ist eines der Gesichter des Erfolgs von Union Berlin: Der Sauerländer Arbeitersohn Oliver Ruhnert wechselt endgültig in die Politik und will Christian Leyes Nachfolger als Generalsekretär des BSW werden – trotz dessen jüngster Querelen
Antifa Ost 2.0: Der Staat inszeniert einen Antiterrorprozess gegen Linke
Sieben Angeklagte hinter Panzerglas, internationale Terrorvorwürfe, ein brüchiger Kronzeuge: Der nächste Dresdner Großprozess gegen Antifaschisten wird erneut zum politischen Schauplatz – und zum Machtkampf um Deutungshoheit
Mutter-Tochter im Gespräch über Ost-Berlin: „Ich dachte, so könnte ich die Welt retten"
Sie beide wurden von den Umbrüchen der 1990er Jahre geprägt: Daniela Dahn und ihre Tochter Laura Laabs. Ein Gespräch über die So-nicht-Mentalität der Ostdeutschen und über Zugehörigkeit am Dorftresen
Die Stille nach der DDR: Susanne Tägders Krimi „Die Farbe des Schattens“
Susanne Tägder lässt in „Die Farbe des Schattens“ die Geister eines Staates weiterleben – in den Menschen, im Schweigen, in den Akten. Sie verwebt einen Kriminalfall und Zeitgeschichte zu einem dichten Porträt der frühen Neunziger
Warum hat der Osten kaum eigene Medien? Von Westkonzernen, Zonen-Gaby und TV-Lokalromantik
Auch bei den Medien kam es zu einer fast vollständigen Übernahme der ehemaligen DDR durch den Westen. Dabei gab es ein kurzes Zeitfenster, in dem eine Alternative möglich schien – und auch „der Freitag“ geboren wurde
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