Artikeln
Den Unterschied zwischen Wissenschafts- und Meinungsfreiheit kennt die AfD wohl noch nicht
Selbstzensur, Einschüchterung, Ausgrenzung? Der Bundestag debattiert auf Antrag der AfD-Fraktion über Wissenschaftsfreiheit. Tatsächlich gibt es da ein Problem – doch dessen strukturelle Gründe oder gar Lösungen kommen kaum zur Sprache
„Der letzte Sommer der Tauben“: Abbas Khider baut Utopien gegen ein fanatisches Kalifat
Während die Menschen im Iran gegen das Regime protestieren, entwirft der in Bagdad geborene Abbas Khider in seinem neuen Buch „Der letzte Sommer der Tauben“ ein Bild des Lebens in einem Kalifat – und zeigt darin Flugrouten zur Freiheit auf
Katerina Poladjan gewinnt den Leipziger Buchpreis: Der Blick geht nach Osten
Katerina Poladjan erzählt in ihrem Roman „Goldstrand“ von Entwurzelung und Heimatsuche. Auch die anderen Gewinner:innen schauen auf die bedrohten Ränder Europas. Große Literatur ist es aber nicht, findet unser Autor
Ganz schön verhext ist Laura Freudenthalers neuer Roman „Iris“!
Manifeste gibt es genügend – aber Romane, die auch in ihrer Form rebellisch sind, muss man suchen. Hier ist einer: Laura Freudenthalers „Iris“!
Gockel kastriert „Faust“ und „Wallenstein“
Die Theater-Heroen der Vergangenheit werden immer mehr zu Anti-Helden. Das Ausnahmetalent des zeitgenössischen Theaters Jan-Christoph Gockel zeigt bei „Faust“ und „Wallenstein“ ein Theater als Vision einer grauenhaften, posthumanen Zukunft
Toxische Männlichkeit entlarvt: Kleists „Der zerbrochne Krug“ trifft den Nerv der Zeit
Epstein, Trump, Machtgier und Verschwörungsmythen: Heinrich von Kleists „Der zerbrochne Krug“ erlebt auf Theaterbühnen eine Renaissance. Das liegt auch an seiner ungeheuren Aktualität
Form ist Haltung: 5 Meisterwerke, die wie Jon Fosse durch ihre radikalen Formen bestechen
Nobelpreisträger Jon Fosse hat in seinem Roman „Vaim“ den Punkt abgeschafft. Dies ist kein Einzelfall: Hier sind fünf Bücher, in denen die Form zum eigentlichen Thema wird – von Jelineks Maschinenrhythmus bis zu Schernikaus Kleinbuchstaben
Grundeinkommen jetzt: KI verlangt den Sozialismus
Ganze Branchen sind durch künstliche Intelligenz bedroht. Das schreit nach einem erweiterten Sozialstaat – und mehr
Theatertreffen 2026: Warum Bestseller und Klassiker das Theater erobern
Die Auswahl zum diesjährigen Berliner Theatertreffen setzt auf Romanadaptionen und Klassiker. Vergessen werden darüber die Dramatiker:innen unserer Tage
Erlöse uns nicht vom Bösen: Juliane Lieberts „Mörderballaden“
Die Schriftstellerin Juliane Liebert triggert in ihren Gedichten unsere Faszination für Kriminalistik und entführt uns in Abgründe der Zivilisation. Vor allem führt sie uns auch die feminine Seite menschlicher Verkommenheit vor Augen
Die Unbequeme: Warum Hannah Arendt die schärfste Beobachterin der Moderne bleibt
Sie prägte als Prozessbeobachterin beim Eichmann-Prozess den „Banalität des Bösen“-Diskurs. Vor 50 Jahren starb Hannah Arendt. Zwei neue Biografien würdigen die große Denkerin
Literatur-Shootingstar Nelio Biedermann: „Ich will mich nicht verbiegen und verstellen“
Nelio Biedermann ist erst 22 Jahre alt, sein Roman „Lázár“ wird in zwanzig Sprachen übersetzt – und alle sprechen über ihn. Ein Gespräch mit dem jungen Starautor über Ruhm, Herkunft, Kritik – und den Hype um Caroline Wahl
Schonungslose Bilanz einer Selbstvernichtung: Die Erinnerungen von Konstantin Wecker
Oft gefallen und immer wieder aufgestanden: In „Der Liebe zuliebe“ erzählt der Liedermacher und Schriftsteller Konstantin Wecker von Abgründen und Hoffnung. Er verschweigt dabei nichts – weder Alkohlräusche noch Gefängnisaufenthalte
Von der Bratwurst bis zum Blowjob unterm Tisch: „Das Pen!smuseum“ erstarrt in Klischees
Es gibt nichts Überflüssigeres als Männer auf dieser Welt – so lautet die Botschaft einer feministischen Anthologie von Mareike Fallwickl und Eva Reisinger mit dem Titel „Das Pen!smuseum“
Warum fasziniert Ödön von Horváth noch immer? Im Wiener Wald wird‘s ungemütlich
Ödön von Horváth schuf Werke in Zeiten von Rezession und Rechtsruck. Kein Wunder, dass sie so aktuell sind
„So langsam, so leise“ am Schauspiel Frankfurt: Botschaft sitzt, Inszenierung scheitert
Luise Voigt und Björn SC Deigner bringen mit „So langsam, so leise“ eine Theorie der Vernetzung auf die Bühne: Mensch, Tier und Natur als gleichberechtigte Akteure. Der politische Anspruch scheitert an der künstlerischen Umsetzung
Deutscher Buchpreis: Die Shortlist steht. Das müssen Sie wissen, um mitreden zu können
Die Shortlist zur Verleihung des Deutschen Buchpreises 2025 entspringt ganz der Gegenwart – was man darüber wissen sollte? Ein kleiner Streifzug durch Liebe und Zerstörung und zugleich eine Handreichung für den nächsten Literatur-Small-Talk
Baut euren Luftschutzbunker: Wie kommt es, dass Prepper plötzlich als vernünftig gelten?
Wer ist vorbereitet auf den Kriegsfall oder den Klimakollaps? In den öffentlich-rechtlichen Medien und in sozialen Bewegungen macht sich Alarmismus breit. Plötzlich sind Pazifisten naiv – und Prepper die Vernünftigen
Debütroman von Anna Prizkau: Flamingos sind die besseren Therapeuten
Die Journalistin und Autorin Anna Prizkau erzählt in ihrem Buch „Frauen im Sanatorium“ von Klinikfluren, Wodka trinkenden Soldaten und einem seltsamen Vogel im Kurpark
Roman „Gym“ von Verena Keßler: Weg mit dem Erdnussflipbauch
Verena Keßler hat sich ein ganz besonderes, ein sportliches Soziotop vorgenommen: „Gym“ erzählt von einer Frau, die dem Fitnesswahn verfällt
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