Artikeln
Der Grand Canyon von Hessen: Wie die Grube von Messel zum UNESCO-Weltnaturerbe wurde
In den 1970er Jahren soll der stillgelegte Ölschiefertagebau zunächst als Mülldeponie genutzt werden. Eine Bürgerinitiative versucht, das zu verhindern, und sorgt für Widerstand, der auch juristische Auseinandersetzungen nicht scheut
Schriftstellerin Anja Kampmann: „Politische Statements sind das Ende von Literatur“
Anja Kampmanns neuer Roman spielt auf der Reeperbahn der 1930er Jahre. Ihre Protagonistin Hedda erlebt, wie die Freiräume immer enger werden und wie wie der Nationalsozialismus in kürzester Zeit eine Welt aus Gewalt und Schrecken errichtet
Trump, Psychothriller und Kultrock: 10 Fakten zur Treppe
Als Trump im UN-Hauptquartier kürzlich eine Rolltreppe besteigen wollte, fiel die genau in dem Moment aus. Sabotage? Wo Treppen gefährlich sind, wer sich Treppenästhetik radikal verweigert und welche Treppen im „Freitag“ nötig sind
Literaturnobelpreis für László Krasznahorkai: Wer er ist und was er schreibt
László Krasznahorkai bekommt den Literaturnobelpreis als „Meister der Apokalypse“. Doch seine Prosa ist auch verspielt und ringt selbst dem Abgrund ein Lächeln ab. Was seine Auszeichnung über unsere Zeit aussagt
Der Subpolarwirbel vor dem Kipppunkt: Die Achillesferse im Nordatlantik
Die Wissenschaft warnt: Geht die Klimaerhitzung so weiter, werden Kippelemente ausgelöst, welche die Lebensgrundlage zerstören. Die Journalisten Toralf Staud und Benjamin von Brackel haben darüber ein Buch geschrieben, hier ein Auszug
Podcast-Geplapper: Wie Wolfgang Kemps Buch hilft, diesen Sound zu ertragen
Superlative ohne Ende, Podcast-Gelaber überall: Der Sprachkritiker Wolfgang Kemp führt uns durch den Alltagssprech einer Epoche, die sich einfach nicht festlegen will und alles „irgendwie so total spannend“ findet
Wolfgang Engler über die Wutgesellschaft: Warum rasten wir alle ständig aus?
Sicherheitsleute werden attackiert, Praxen gestürmt, extreme Parteien gewählt. Der große ostdeutsche Denker Wolfgang Engler sucht nach Gründen für die permanente Aggression im Alltag, die unsere Zukunft gefährdet
Bürgergeld-Aktivisten packen aus: „Jobcenter-Sadisten haben durch die Hetze Rückenwind“
Im Haushalt fehlen Milliarden – und ausgerechnet beim Bürgergeld soll gekürzt werden. Im Jobcenter wittert manch einer seine Chance: Zwei Aktivisten berichten, mit welchen Mitteln Erwerbslose auf dem Amt drangsaliert werden. Ein Gespräch
SPD aufgepasst: Von Babler und der SPÖ lernen, heißt reden lernen
Bei der SPD geht es mittlerweile um die Existenz. Können die deutschen Sozialdemokraten vielleicht etwas von ihrem österreichischen Genossen Andreas Babler, dem SPÖ-Vizekanzler, abschauen?
Homer neu erzählen und sich selbst verteidigen: Die schönsten Lyrik-Bücher des Herbstes
Unsere Expertin Beate Tröger stellt uns neue zeitgenössische Lyrik vor. Es geht um Sprachpanzer und Penelope, Poetik für die Arbeiter:innenklasse und Transzendentes für junge Leser:innen.
Neuer Verfassungsschutz-Präsident Sinan Selen: Ist dieser Mann ein Nazi-Jäger?
Sinan Selen wird neuer Chef des Verfassungsschutzes – als erster Behördenchef mit Migrationsgeschichte. Wer ist der Mann? Und ist seine Berufung an die Spitze des Inlandgeheimdienstes Symbolpolitik oder überfällige Normalität? Ein Porträt
Wolfgang Heise: Marxist mit offenem Geist und wichtigster Philosoph der DDR
Der Philosoph Wolfgang Heise war enger Freund Intellektueller wie Christa Wolf und Heiner Müller und ist heute fast vergessen. Warum es Zeit ist, ihn an seinem 100. Geburtstag wiederzuentdecken, erklärt unser Autor
Hakenkreuze im Betriebsrat: Wie die rechte Gewerkschaft Zentrum an Einfluss gewinnt
Vom Verdi-Mitglied zum rechten Gewerkschafter: Jens Keller nutzt das „Zentrum“, um sich Einfluss im öffentlichen Dienst zu sichern. Dabei hat die Organisation nicht nur Kontakte zur AfD – sondern auch ins Neonazimilieu. Wer steckt dahinter?
„Der deutschen Mehrheitsgesellschaft fehlt die Fähigkeit zur Sympathie für Juden“
Der 7. Oktober markiert für Jüdinnen und Juden die Erfahrung, dass die Vernichtung wiederkommen kann, sagt die Psychologin und Autorin Marina Chernivsky. Woher kommt die Kälte, mit der Nichtjuden in Deutschland darauf reagierten?
Zwei Jahre nach dem 7. Oktober 2023: Alles ist besser, als das Schweigen
Moshe Sakal ist Mitgründer des Berliner Verlags Altneuland für hebräische Literatur. Hier schreibt er über die Traurigkeit, die seine Heimatstadt Tel Aviv seit dem 7. Oktober durchdringt, und von der Aufgabe, die Literatur jetzt bleibt
Wie eine Linie ihre Waffe wurde: Das Werk der Künstlerin Lotty Rosenfeld in Lübeck
Lotty Rosenfeld ist als Kritikerin der Militärdiktatur in Chile bekannt und prägte die „Nein-Kampagne“ gegen Pinochet mit. Ihre Werkschau in Lübeck zeigt auch eine neue Seite
Radikal denken: Ein Generalstreik würde den Osten wachrütteln
So könnte es gehen: Ostdeutsche Beschäftigte bestreiken flächendeckend die Betriebe, bis mit Arbeitgebern und Politik ein Masterplan für wirtschaftliche Stabilität beschlossen wurde
Türkei erlebt weitere #MeToo-Welle: Wenn der Aufschrei losbricht
Seit August werden neue Missbrauchsvorwürfe in der türkischen Kulturszene bekannt. Die Sichtbarkeit steigt, die Justiz hinkt hinterher
35 Jahre Wiedervereinigung: Warum sich junge Menschen heute wieder als „Ossis“ begreifen
Hat es sich, 35 Jahre nach 1990, endlich ausgeossiet? Unsere Autorin findet nicht, weshalb das Amt der Ostbeauftragten auch nicht abgeschafft werden sollte. Sondern anders ausgefüllt
Lena Brasch inszeniert Sibylle Berg: Boom, ich bring euch um
Am Staatstheater Hannover inszeniert Regie-Star Lena Brasch ein Antikriegs-Stück von Sybille Berg. Katja Riemann spielt einen rasenden, nachdenklichen Ingenieur