Artikeln
Ostpolen 1943: Häftlinge im Lager Sobibór wagen den Aufstand
Anders als Auschwitz ist Sobibór ein reines Vernichtungslager der SS, um die jüdische Bevölkerung im „Generalgouvernement“ vollständig zu töten. Ein Aufstand im Jahr 1943 hat Folgen und bricht mit dem Mythos der angeblich passiven Opfer
Gefahren des Transhumanismus: Wie Unsterblichkeit zur Zweiklassenmenschheit führt
Der Transhumanismus verspricht Unsterblichkeit und technologische Perfektion. Doch hinter der glänzenden Fassade lauern Gefahren: Totalüberwachung, Entmenschlichung und eine elitäre Zweiklassengesellschaft drohen
Messianischer Zionismus statt Geheimoperationen: Netanjahus neue Kriegsdoktrin
Lange setzte Israel auf Geheimoperationen und Diplomatie im Schatten. Heute dominiert die Politik eine offen konfrontative Strategie. Der Angriff auf den Iran steht für einen grundlegenden Wandel – geprägt von messianischem Zionismus
Das ungeschriebene Gesetz der Oscars: Wer auch diesmal wieder leer ausgehen wird
Zum 98. Mal werden am Sonntag die Oscars vergeben. Triumphiert „Sinners“ oder „One Battle After Another“? DiCaprio oder Chalamet? Meistens spekuliert man über die Gewinner, wir brechen die Lanze für die voraussichtlichen Loser
Francesca Albanese vor Auftritt im Kino Babylon: Wieder ein Eklat um Antisemitismuskritik?
Ende März soll die UN-Sonderberichterstatterin für die Palästinensergebiete im Kino Babylon auftreten. Im Vorfeld gibt es viel Kritik. Francesca Albanese provoziert gerne. Trägt sie eine Mitschuld an der Empörungsspirale?
Cem Özdemirs Wahlsieg: Historisch heißt nicht unbedingt auch emanzipatorisch
Viele, die Özdemirs Wahlsieg als Zäsur feiern, scheinen zu vergessen, zu welchem Preis er gewonnen hat. Überhaupt: Özdemir wäre gar nicht der erste Ministerpräsident mit Migrationshintergrund
Geheimdienst im Bücherregal: Grundrechte unter Druck
Die Streichung dreier Buchläden vom Deutschen Buchhandlungspreis wirft Fragen auf. Ob die Einmischung der Behörde gerechtfertigt ist, wenn der Inlandsgeheimdienst nur vage Erkenntnisse liefert, ist dabei mehr als ein juristisches Problem
Das Erbe der Hardliner: Ali Chameneis Sohn übernimmt die Führung im Iran
Mojtaba Chamenei ist der Sohn des ermordeten Staatschefs Ali Chamenei und machte bisher eher politisch und durch Repression als theologisch von sich reden. Seine Macht stützt sich auf ultrakonservative Zirkel des schiitischen Klerus
US-Angriff auf Iran: Donald Trump wollte die Kurden als fünfte Kolonne
Der US-Präsident hat drei prominente Führer der irakischen Kurden angerufen. Doch die haben mit ihrer Autonomie mehr zu verlieren als die Kurden im Iran und wollen sich in keine Kampfhandlungen hineinziehen lassen
Verdankt Piet Mondrian seinen Erfolg der queeren Künstlerin Marlow Moss?
Piet Mondrian kennt jeder, seine rasterförmigen Gemälde erzielen bei Auktionen Spitzenpreise. Einige seiner Ideen sind von einer weit weniger bekannten Künstlerin inspiriert: der Britin Marlow Moss. Ihr Werk kann man jetzt entdecken
„Früher wart ihr meine Partei – heute seid ihr Verbrecher“: Woher diese Wut auf die SPD?
In Lutherstadt Eisleben versucht der linke Chemiearbeiter Aick Pietschmann Wähler zurückzugewinnen – doch auf dem Marktplatz begegnen ihm Wut, Skepsis und Gleichgültigkeit. Eine Reportage über verlorenes Vertrauen im Osten
Aktivist in Rojava: „Demokratischen Wandel kann man nicht mit Waffen erzwingen“
Karim Omar lebt seit fünf Jahren in Rojava. Das kurdische Selbstverwaltungsgebiet gilt als linker Sehnsuchtsort. Wir haben ihn gefragt, was das Leben dort ausmacht – und wie er die versuchte Re-Integration in den syrischen Staat sieht
Slavoj Žižek: Atombomben für den Iran? Warum sich meine Haltung fundamental geändert hat
Einst schrieb er: „Gebt den iranischen Nuklearwaffen eine Chance.“ Heute ist er gegen das klerofaschistische Regime und gegen die Angriffe der USA und Israels. Ihn beschäftigen die intellektuellen Debatten der iranischen Führungsriege
Syrakus, Sonne, Sternenstaub
Unsere Expertin Beate Tröger stellt uns neue zeitgenössische Lyrik vor. Es geht darin um Himmel und Erde, Haut und Fleisch – und Eidechsen aus Bronze
Wenn deutsche Identität auf Holocaust-Erinnerung baut: Wo bleiben die Migras?
Deutschland versuchte durch die Erinnerung an das eigene Verbrechen eine neue nationale Identität aufzubauen. Das geschah allerdings unter Ausschluss der Migrant:innen. Warum die Migra-Communitys ihre eigenen Narrative etablieren wollen
Thomas Bayrle in der Frankfurter Schirn: Smartphone und Pietà
In den Werken von Thomas Bayrle kreuzen sich soziale Medien mit religiösen Motiven. Aber passt seine Logik der Massen noch in unsere höchst individualisierte Zeit? Die neue Ausstellung zeigt Werke aus mehreren Jahrzehnten
Frauenkampftag: Verbundenheit ist ein Mittel des Widerstands
Der 8. März steht nicht nur für Gleichberechtigung, sondern für ein gemeinsames Beharren auf Würde. Menschen können sich schützen und Räume schaffen, in denen Leben möglich wird
Frauenkampftag: Frauen stärken oder Männern Angst machen?
Es gibt sie immer noch, die widerlichen Machtstrukturen von Patriarchat und Gewalt, wie sie jüngst in den Epstein-Files öffentlich wurden. Früher hatte unsere Autorin keine Erwartung an Männer, so wie ihre Mutter. Heute denkt sie anders
Frauenkampftag: Lassen wir die Wut zu!
Gleichberechtigung schien selbstverständlich – bis Mutterschaft, Herkunft und Geschichte neue Fragen aufwarfen. Ein persönlicher Blick auf patriarchale Strukturen, ostdeutsche Erfahrungen und warum feministischer Widerstand notwendig bleibt
Illustratorin über Perimenopause: „Die Wechseljahre sind ein radikaler Umbau“
Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, düstere Gedanken: So hat die Illustratorin Rinah Lang die Perimenopause erlebt. Ihre Erfahrungen und ihr gesammeltes Wissen hat sie in ihrem Comic „Peri Meno“ verarbeitet