Alltag

Energie sparen | 01.09.2009 14:50 | Steffen Kraft

Außer Fassung

Hell, heiß, hungrig: Von heute an soll die Sparlampe den Platz der Glühbirne einnehmen. Damit stirbt allerdings viel mehr als bloß ein Energiefresser. Ein Nachruf

Am Ende wurde ihr zum Verhängnis, dass sie schlicht zu heiß war. Ihre Erscheinung war ja stets so strahlend gewesen, dass sie Freunde gefunden hatte. Treue Freunde. Viele Freunde. Manche sagen, zu viele. Aber diese Freunde verteidigten sie selbst dann noch, als sich ihre Nachfahren längst anschickten, sie zu verdrängen.

Die klassische Glühbirne wird in den nächsten Jahren trotzdem aus Europas Wohnungen verschwinden. Von heute an werden 100-Watt-Birnen schrittweise aus dem Handel genommen werden. Später dann auch schwächere Birnen. Bis 2020 soll Europa glühbirnenfrei sein und Energiesparlampen überall die Fassungen eingenommen haben. 

Von einem natürlichen Tod der aus Glas, Metall und ein bisschen Edelgas konstruierten "Allgebrauchslampe" kann man also kaum sprechen. Eher von einem langsamen, von hoher Stelle gewollten Sterben. Dabei war die elektrische Glühbirne bei ihrer Geburt im 19. Jahrhundert ein Meilenstein der Technikgeschichte gewesen. Sie vertrieb die nächtliche Dunkelheit, zunächst von Straßen und aus den Bürgerhäusern, schließlich aber auch aus den Wohnungen der Arbeiter. Und anders als die Gasleuchte, war die elektrische Glühlampe selbst hell genug, um den Lebensrhythmus des auf den Sehsinn angewiesenen Menschen zu verändern.

Simulation von Wärme

Ohne elektrisches Licht wäre die Herausbildung von Sphären der Arbeit und Freizeit während der Industrialisierung wohl anders verlaufen. Zumindest verlängerte die Glühbirne den Tag, ermöglichte komplexe Aktivität auch in der Nacht, und ließ das Dunkle - jahrhundertelang vom Menschen gefürchtet - plötzlich beherrsch- und abschaltbar erscheinen.

Erste Patente waren schon früher angemeldet worden, doch erst die Verbesserungen des Amerikaners Thomas Alva Edison aus dem Jahr 1880 machten die Glühlampe haltbar, hell und billig genug für den Masseneinsatz. So geht etwa das Schraubgewinde, das die meisten Haushaltslampen heute noch besitzen, auf Edison zurück. Außerdem fand er eine Methode, Glühfaden aus verkohlten Bambusfasern so präzise herzustellen, dass die Lampen auch bei längerem Einsatz nicht durchschmorten.

Selbst moderne Birnen mit Glühwendeln aus Wolfram geben nur fünf Prozent der zugeführten Energie wieder in Form von Licht ab, der Rest wird zu Hitze. Ihr verschwenderischer Umgang mit Energie hat den Siegeszug der Glühfaden-Lampe lange nicht gebremst. Selbst als in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stromsparende Leuchtstofflampen auf den Markt kamen, blieben ihr die meisten treu.

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Weniger Strom, mehr Müll

Dass sie nun gar verboten werden muss, wird nicht allein mit ihrem günstigen Herstellungspreis zu tun haben. Die für Glühlampen typische, unter Fachleuten "Warmton" genannte Lichtfarbe, können Techniker bei Leuchtstofflampen nur durch aufwändige Gas-Gemische simulieren. Und selbst damit erscheint das Ergebnis in vielen Fällen eben nur als das: eine Simulation von Wärme.

Nun ließe sich so etwas leicht akzeptieren, wenn das Birnen-Verbot sicher der Umwelt helfen würde. Doch manche Wissenschaftler stellen das in Frage. So weist etwa das Freiburger Öko-Institut darauf hin, dass ein Ausbau von Entsorgungsstellen das EU-Verbot flankieren müsse. Bisher wird etwa in Deutschland nur ein Bruchteil der schwermetallhaltigen Stromsparlampen umweltgerecht entsorgt. Ebenso fordern die Wissenschaftler eine Informationskampagne, die vor billigen Energiesparlampen warnt. Die nämlich enthielten, anders als hochwertige Leuchten, so viel Quecksilber, dass ihr Umweltnutzen im Vergleich zu einer herkömmlichen Birne gleich null sei.

Und so stirbt mit der Glühbirne nicht nur ein Energiefresser. Die Europäer werden sich auch auch von der Gewissheit verabschieden müssen, dass Strom sparen automatisch der Umwelt hilft.

 
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Artikelaktionen
Kommentare
h.yuren schrieb am 01.09.2009 um 17:28
heute, zum denkwürdigen tag des anfangs vom ende der glühbirne, hieß es in der sendung für "umwelt und verbraucher", dlf, dass keine bevölkerung so auf das auslaufen des stromfressers reagiert wie die deutsche: die leutchen tätigen hamsterkäufe, solange der vorrat (an glühbirnen) reicht. das war in australien anders, und in anderen ländern, etwa in skandinavien, dreht man schlicht was neues in die alten fassungen.
was treibt die leute hierzulande zum festhalten am gewohnten licht? ist es nostalgie oder das klammern der ertrinkenden an den berühmten strohhalm, sprich: osramfaden? mit vernunft hat es herzlich wenig zu tun, das ist gewiss.
wer hier nicht glüht für die edison-birne, lässt die sogenannten energiesparlampe leuchten (ein klarer fall von etikettenschwindel mit einer dreingabe von quecksilber), statt mit den wirklichen stromsparern, den leuchtdioden, zu experimentieren.
ach, stimmt ja, in diesem land gewinnt eine partei wahlen, wenn sie vor experimenten warnt ...
war es doch zuviel schnaps und krieg in den letzten 20 generationen? es wird gute gründe geben für das außergewöhnliche verhalten der deutschen. natürlich darf auch ans traditionelle schulsystem gedacht werden. gründe, die zum beispiel in schweden nicht gegeben sind.
MeisterBaschti schrieb am 01.09.2009 um 19:45
Ist in Australien die traditionelle Glühbirne verboten? Seit wann? Durch wen?
Albi schrieb am 01.09.2009 um 19:48
das "vorsorgen für schlechte zeiten" wird die deutschen wohl zu den hamsterkäufen bewegen. offensichtlich. oder ist die frage anders zu verstehen?
elektrisches licht ist ein wichtiger bestandteil unserer welt, und es ist mE wichtig wie dieses licht aussieht. glühlampenlicht ist einfach schön, es erinnert an feuer, oder an die sonne. im gegensatz zu bleichem leuchtstoffröhrenlicht. das erinnert eher an krankenhäuser.
und ich finde es eine abartige vorstellung das meine stammkneipe bald mit krankenhauslicht ausgeleuchtet wird. mit der glühlampe geht uns ein kulturgut verloren.
als würde man vollmich verbieten und nurnoch diesen 0,1% fett quatsch verkaufen.
MeisterBaschti schrieb am 03.09.2009 um 17:32
@jayne:
Allerdings, am Ende werden wieder einmal unsere Rechte beschnitten. Aber was das Heranntrauen, an "die großen Energie- und Ressourcenverschwender" angeht: Das wäre, als ob die Tabaklobby dafür sorgt, dass Zigaretten verboten werden. Will sagen, dass die hiesigen Politiker im Auftrag der Wirtschaft Handeln. Tut endlich was dagegen!
MeisterBaschti schrieb am 01.09.2009 um 19:44
Meine Frage wäre viel eher: wenn es mit der Glühbirne anfängt, womit geht es dann weiter und vor allem: wo wird es enden? Damit schützt man die Verbraucher nicht, sondern entmündigt sie! Meiner Meinung nach sollten die Verbraucher entscheidungen treffen und nicht die Lobby, die damit nur Geld verdienen will. (Deckname: Europa)
jayne schrieb am 03.09.2009 um 16:33
Außerdem gleicht das Energiesparen-wollen gerade an dieser Stelle eher einer Dünnbrettbohrerei - an die großen Energie- und Ressourcenverschwender traut man sich nicht, nein man erlaubt ihnen noch, z.b. mit Verschmutzungsrechten (CO² usw.) Handel zu treiben.
jayne schrieb am 03.09.2009 um 16:47
Aber was mich auch immer wieder irritiert, wie stoisch solche Sachen hingenommen werden, die so stark in die private Lebenskultur, den eigenen Lebensbereich eingreifen resp. hineinregieren ...
MeisterBaschti schrieb am 03.09.2009 um 17:33
jayne:
Allerdings, am Ende werden wieder einmal unsere Rechte beschnitten. Aber was das Heranntrauen, an "die großen Energie- und Ressourcenverschwender" angeht: Das wäre, als ob die Tabaklobby dafür sorgt, dass Zigaretten verboten werden. Will sagen, dass die hiesigen Politiker im Auftrag der Wirtschaft Handeln. Tut endlich was dagegen!
Titta schrieb am 04.09.2009 um 11:14
Das regelt der entmündigte Verbraucher doch ganz anders. Spätestens ab 2012 gibt es dann die großen Glühbirnenimporte aus Übersee, immer schön Kartonweise.
Blinkfeuer schrieb am 01.09.2009 um 20:43
Aber klar ist auch, ob man Wasser oder Strom spart, Begründungen, dass Teuerungen unausweichlich sind, werden vor den Sparvorschlägen verfasst.
Und da man im Lande mit der Physik Kanzlerin
brauchbare LED Leuchten besser importiert, auch aus Bush- Land, schmerzt mich nicht, solange jeden Tag Knüllermeldungen über den old economy OPEL mein Herz erhellen. Und gut ausgestattete NOKIA Hallen stehen leer...Licht aus, in der Beraterrepublik D!
Mittelstandskind Ost schrieb am 01.09.2009 um 22:01
Ach ja die kohlebetriebene Lokomotive oder nee, das T-Modell von Ford oder noch wichtiger die gute alte Schreibmaschine die mich dazu bringen würde ihnen diese Botschaft nun mit der guten, alten, glücksbringeneden Briefrundtaubenpost zukommen zu lassen… Das waren noch Zeiten… Aber halt mal irgendwie finde ich diese durchaus interessannten Kulturgüter nur noch in Museen oder verwildert im Stadtpark. Warum? Jetzt kommts: Alles fließt! So wie das Transport- oder Postwesen entwickelt sich auch die technik zur Lichtabwesenheitsnegierung unweigerlich hin zu mehr Nutzen und Aubeute. Anstatt also unnütz die strömende Energie in stockende wärme zu verschleudern, die ja ebenfalls determiniert (frei nach Murphy) in Hausbrände oder Handverbrennungen endet, wird sich jetzt nur noch aufs Licht konzentriert.
Zugegeben LED verführen mich nich zum verweilen, aber ich hab seit einiger Zeit ne Energiesparlampe und die emittiert ein wohliges, sonniggelbes (warmes…) Licht. Also jetzt mal ehrlich habt ihr, die ihr euch diese alte Birne so sehr verklärt, im Keller ein Waschbrett, weil man beim Schrubben so gut nachdenken kann…

Gruß MOST
Titta schrieb am 04.09.2009 um 19:35
Dann komm ich mal und setz mich bei dich bei.

Waschbrett? Nee, wir haben schon den halbautomatischen Waschomat, made in GDR.
SteinMain schrieb am 01.09.2009 um 22:06
Mein Tipp des Tages für Leute, die es auch manchmal richtig hell mögen: Diese schwarzen Halogen-Baustellenlampen mit Befestigungsbügel, erhältlich von so 250 bis 2000 Watt, oft auch sehr günstig im Sonderangebot, irre hell, im Winter mollig warm, meist sogar mit Befestigungsbügel, der locker zur Deckenmontage zweckentfremdet werden kann, können auch nach 2020 nicht verboten werden, ausser sämtliche Trockenbaumassnahmen werden dann gleichzeitig eingestellt.
SteinMain schrieb am 02.09.2009 um 21:09
na ja, ich sag ma die schmordämpfe.
Steffen Kraft schrieb am 02.09.2009 um 09:51
Ich erinnere mich noch an eine Steh-Blues-Party in meiner Teenager-Zeit. Die mussten/wollten wir heimlich im Jugendzimmer einer Freundin feiern. Nur, dass die dunkelste Lampe dort eine 60W-Glühbirne war. Also nahmen wir meinen Pulli - ich glaube, er war grau - und einer hielt ihn vor die Birne. Das klappte gut, das Licht wurde eine angenehme Dämmerung und ich konnte endlich mit dem Mädchen tanzen, das ich schon so lange mochte.

Als ich danach zuhause meinen Pulli auszog, stellte ich fest, dass er auf der Innenseite - dort, wo er die Glühbirne berührt hatte - ein bisschen angeschmort war. Er roch sogar ein wenig verkohlt. Zuerst ärgerte ich mich, aber dann merkte ich, wie der Geruch die Erinnerung an den Tanz mit dem Mädchen zurückholte.

Die Tage danach versuchte ich, den Pulli vor meiner Mutter zu verstecken. Sie hätte ihn sonst bestimmt in die Wäsche getan.
SteinMain schrieb am 02.09.2009 um 14:14
Oh ja, oh mannn, ich kann mich an eine ähnliche Gelegenheit erinnern, ich hatte damals als absoluten Partyknüller um die Decken-Glühbirne den Vogelkäfig des kürzlich verstorbenen Wellensittichs drapiert und mit roten Einkaufstaschen-Resten dekoriert. Das machte eine zeitlang wirklich ein schönes Tanzlicht, nur die Party fand dann mehr auf der Strasse statt, man konnte in dem instinktiv als hochgiftig einzuordnenden PVC-Qualm wirklich nicht mehr die Hand vor Augen sehen, die angerückte Feuerwehr war so verständnisvoll, den Keller nicht unter Wasser zu setzen, alles in allem ein netter Abend, trotzdem noch, auch wenn ich nicht behaupten kann, eins der eingeladenen Mädels abgekriegt zu haben.
Steffen Kraft schrieb am 02.09.2009 um 16:33
Da muss man sich natürlich fragen, was im Schnitt gesundheitschädlicher ist: das Quecksilber in den Sparlampen oder die Schmordämpfe, welche die Glühbirnen im Laufe ihres Lebens so erzeugen.
marsborn schrieb am 02.09.2009 um 16:47
Das kalte Bürolicht von Energiesparlampen macht mir Kopfschmerzen und schlechte Laune! Und seit wann ist es schlecht, dass warm leuchtende, gute alte Glühbirnen auch heizen? Wenn die Wärme in meiner Stube nicht mehr von der Lampe kommt, werde ich die Heizung in Zukunft weiter aufdrehen müssen... Spareffekt null (nur die russischen Gasliferanten freuen sich...) Ich finde diese fragwürdige Art staatlicher Lifestyle-Gängelung, die ja in Wirklichkeit ebenso wie die deutsche Abwrackprämie nichts als eine Subvention der Industrie mit pseudoökologischem Deckmäntelchen ist, unerträglich! Dass das Ganze jetzt von Brüssel kommt, lässt Schlimmes für die Zukunft ahnen. Absurd!!
Steffen Kraft schrieb am 03.09.2009 um 16:21
Ich sehe schon die Schlagzeile vor mir: Energiesparlampenpflicht nur im Sommer (und drinnen)
Titta schrieb am 04.09.2009 um 11:27
Es ist erwiesenermaßen so, daß entsprechende Lichtverhältnisse Menschen krank machen können. Was ist da das bißchen Strom, verbraucht durch eine Glühbirne, gegen den volkswirtschaftlichen Schaden durch die verminderte Arbeitsleistung aufgrund von Winterdepression. Das nur mal so angemerkt, wenn wir schon beim Gegenrechnen sind.

Die Energiesparlampentechnik ist einfach noch nicht ausgereift genug. Siehe Lichtqualität und Abfallproblematik. Und solange mir nichts Gleichwertiges angeboten werden kann, so daß meine Lampen in der gewohnten Lichtqualität strahlen und die gleiche angenehme Stimmung in meinen Räumlichkeiten erzeugen, wie ich es gewohnt bin, solange kann mir jede Energiesparlampe gestohlen bleiben und jeder Politiker, der meint, über meine persönlichen Empfindsamkeiten bestimmen zu können, ebenso.
jayne schrieb am 02.09.2009 um 17:08
Ich empfehle hier ausdrücklich einen artikel zur problematik, der im juli 2009 in der jungen welt erschienen ist und der die politische dimension dieses vorgangs beschreibt: "Junge Welt" vom 14.07.2009.
Hier der Link: www.jungewelt.de/2009/07-14/017.php?sstr=gl%FChbirne
Denn diese Dimension fehlt mir im vorliegenden Artikel, der dafür näher auf die ökologischen aspekte des ganzen eingeht, die von der EU nur ungenügend beobachtet wurden.
Steffen Kraft schrieb am 03.09.2009 um 16:19
Danke für den Hinweis
h.yuren schrieb am 03.09.2009 um 17:48
liebe jayne, für meine begriffe handelt es sich bei dem link um einen scherzartikel. so viel esoquatsch auf einmal kann doch nicht ernst gemeint sein.
und die heizrechnung, meine lieben, geht natürlich nur für echte esos auf: die glühbirne heizt mit strom, der einen wirkungsgrad von höchstens 30% hat, wogegen die heizung, wenn sie nicht aus dem vorvorigen jahrhundert ist, auf den doppelten wert kommt. außerdem ist die stromproduktion wesentlich umweltschädlicher als eine gasheizung z.b.
und die glühbirne heizt nicht auch, sondern fast nur. 5% energie fürs licht, 95% fürs heizen.
leute, von wo seid ihr?
meine ganze hütte wird mit dioden erhellt, keine einzige glühbirne und auch keine einzige esl gibt es bei mir noch. den strom beziehe ich vom dach, d.h. von der selbst aufgebauten pv-anlage.
marsborn, du brauchst dringend ein update in sachen energie und ökologie.
marsborn schrieb am 03.09.2009 um 21:45
@h.yuren: egal welches thema, du weißt wirklich immer ganz genau, wo's lang geht! toll.
h.yuren schrieb am 03.09.2009 um 22:22
lieber marsborn, wenn du so etwas absonderst:
"Und seit wann ist es schlecht, dass warm leuchtende, gute alte Glühbirnen auch heizen? Wenn die Wärme in meiner Stube nicht mehr von der Lampe kommt, werde ich die Heizung in Zukunft weiter aufdrehen müssen... Spareffekt null (nur die russischen Gasliferanten freuen sich...)"
darfst du dich nicht wundern über harsche kritik.
deine frage zeugt von uninformiertheit über den sachverhalt. wer mit strom heizt, weiß nicht, was das für die umwelt bedeutet. (s.o.) oder ist schlicht rücksichtslos.
deine energiebilanz mit "Spareffekt null" ist richtig, lässt aber außer acht, dass die gasheizung (auch bei lieferung aus russland) ökologisch mehr sinn macht als die elektrische heizung per glühbirnen. auch brauchtest du zum heizen mit glühbirnen ein paar 1000 W, um es im winter warm zu haben.
aber marsborn, bitte nicht erbost sein über meine besserwisserei! das meiste weiß auch ich nicht... nur hier hattest du mir so eine schöne vorlage gegeben, die anderen hier ebenso.
marsborn schrieb am 03.09.2009 um 22:52
lieber h.yuren: darf man eigentlich wirklich ernsthaft davon ausgehen, jemand in diesem lande heize seine wohnung mit glühbirnen? was ich an den beiträgen mancher extremstweiser hier mitunter sehr vermisse, ist ein gewisser grundsinn für ironie und vor allem selbstironie... und dieser beständige brustton der jeweils letztgültigen wahrheiten, obwohl man bei nächster gelegenheit an anderer stelle mit dem gleichen impetus das gegenteil behauptet... aber zum thema: wer seine wohnung mit leuchtdioden erhellen möchte - bitte. wer das bürolicht stark quecksilberhaltiger engeriesparlampen schick und ökologisch findet, von mir aus. nur mir per gesetz vorschreiben, welches licht ich in meiner wohnung haben möchte? nö: niemand, niemals nie.
SteinMain schrieb am 04.09.2009 um 02:12
Mom, neue Erkenntnis, ich versuche jetzt seit Jahren meinen bescheidenen Dachverschlag mit Halogenstrahlern zu beheizen, vieleicht erklärt mir einer der hier anwesenden Energie-Experten auch mein Schlaflosigkeits-Problem, meist im Winter, kommt das etwa von der permanenten Helligkeit ?
h.yuren schrieb am 04.09.2009 um 09:09
"nur mir per gesetz vorschreiben, welches licht ich in meiner wohnung haben möchte? nö: niemand, niemals nie."
man soll nie nie sagen, sagt man, lieber marsborn. du hast nämlich nicht mehr die freie wahl zwischen verschwendung und sparsamkeit beim stromverbrauch deiner beleuchtung, seit die australier die glühbirne aus dem verkehr gezogen haben. das ist zwar nur symbolpolitik + faktor x, aber wenn die eu mitzieht, wird der einspareffekt schon nennenswert.
es geht natürlich nichts über tageslicht, aber das reicht uns ja nicht... am pc
weiterhin gute be- und erleuchtungen!
h.yuren schrieb am 04.09.2009 um 09:19
@steinmain
"... vieleicht erklärt mir einer der hier anwesenden Energie-Experten auch mein Schlaflosigkeits-Problem, meist im Winter, kommt das etwa von der permanenten Helligkeit ?"
bin kein energie-experte, kann dir aber trotzdem verraten, dass helligkeit normalerweise den schlaf stört. wenn du wissen willst, ob das licht deinen schlaf durchkreuzt, versuchs doch mal ohne licht!
wenn es dir dabei besser gelingt durchzuschlafen, weißt du bescheid.
und weiterhin gute be- und erleuchtungen.


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