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Kultur : Neid will Neuer nicht

Der neue Werbespot des DFB zur Frauenfußball-WM räumt mit langlebigen Geschlechterklischees auf

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Integration funktioniert ja nirgends so gut wie im Fußball. Das lehrt uns die Nationalmannschaft – und der DFB schaltet hierzu seit Jahren Imagespots. Migrationshintergrund hin oder her, alle spielen schließlich für dasselbe Deutschland. Doch es gibt offenbar Grenzen, die selbst nach allen erdenk­lichen Bemühungen nicht überschreitbar sind. Beweis dafür ist der neue ­Werbespot für die Frauenfußball-WM in Deutschland 2011.

Die Szene spielt in der Kabine des deutschen Frauennationalteams. Bundestrainerin Silvia Neid unterbricht die emotionale Diskussion der Spielerinnen und wendet sich an einen Kandidaten, von dem man zunächst nur den Rücken sieht: „Unsere Mannschaft steht für gelebte Integration. Aber das kann ich beim besten Willen nicht machen!“ Die Spielerinnen Ariane Hingst, Celia Okoyino da Mbabi und Linda Bresonik beteuern, dass sie nichts gegen andere hätten, aber: „Das sieht doch jeder, dass das nicht geht.“ Das ist Schalke-Keeper und Nationalspieler Manuel Neuer, der mitspielen will, weil er doch so gern auch eine WM im eigenen Land erleben möchte.



Der Spot ironisiert nicht nur den oft bemühten Integrationsdiskurs, sondern räumt zugleich mit langlebigen Geschlechterklischees auf. Dass kickende Männer Machos sein müssen etwa, oder dass Fußball von Frauen nicht viel wert ist. Wie weit man dabei schon gekommen ist, kann auch ein kurzer Blick zurück verraten: Oder kann sich jemand tatsächlich vorstellen, wie Lothar ­Matthäus fragt, ob er bei den Frauen mitkicken darf?

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