Empfehlung der Woche

Meine Liebe stirbt nicht

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Roberto Saviano

Hardcover, gebunden

400 Seiten

26 €

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The Real-World Consequences of WikiLeaks

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Vom 19. bis 21. März 2026!

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DJ AHMET

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ab dem 19. März im Kino!

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Bauhaus Dessau

Glas | Beton | Metall (28.3.26–10.1.2)

Bauhausgebäude [Gropiusallee 38, Dessau]

Algen | Schutt | CO2 (28.3.–27.9.2026)

Ehemaliges Kaufhaus Zeeck [Kavalierstraße 72, Dessau]

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Kultur : Verlängerter Horror

Er tut' s nochmal, aber diesmal mehr als 200 Minuten: Unser Kolumnist reist mit Martin Sheen in die Hölle von "Apocalypse Now". Die Umstände des Making-Of sieht er mit

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Was habe ich gesehen?
Apocalypse Now – redux, 1979/2001, Regie: Francis Ford Coppola, Länge: 204 Minuten, Produktionskosten: 31 Millionen Dollar. Einnahmen: rund 200 Millionen (ohne DVD).



Warum habe ich ihn gesehen?
Es war eine lange Woche voller Ärger und Selbstzweifel, voller misslungener Projekte und missratener Kinder. Geregnet hat es auch noch. Ich läutete die Kriegswochen meiner Kolumne ein und stellte den nächsten Monat unter die Leitfrage: Welches war der beste Kriegsfilm aller Zeiten? Ich legte die Latte sehr hoch.

Worin unterscheiden sich die beiden Filme?
Der Director´s Cut des Klassikers Apocalypse Now ist die gleiche Horrorgeschichte wie die von 1979, nur diesmal dauert der Horror länger: Junger Nachrichtendienstler (großartig: Martin Sheen), nimmt ein Boot flussaufwärts Richtung Kambodscha, um den durchgeknallten, superspät-römisch dekadenten Colonel Kurtz (immer noch gespenstisch und unheimlich fett: Marlon Brando) zu erledigen. Soweit die Handlung. In beiden Versionen aber sieht man vor dem inneren Auge unweigerlich auch all die Mythen, die sich um die Produktion ranken. Das "Making-of" als eine Art Sub-Plot: 12 Monate auf den Philippinen, Firmen gingen Pleite, Menschen erlitten Herzinfarkte, Taifune zerstörten das Set, alle hassten Coppola, Brando wurde mit Hilfe eines Krans aufs Set gehievt: Und vielleicht der größte Horror: Coppola musste 380 Stunden Film zusammenschneiden auf drei Stunden. All das sieht meint man zu sehen, während man Martin Sheen auf seiner unglückseligen Reise ins Herz der Finsternis begleitet.

Was bleibt?
Die Eröffnungsszene im Hotelzimmer? Die Dialoge (getextet übrigens von John Milius, dem Meisterschreiber von Der weiße Hai)? Die Helikopter-Szene am Strand? Die schiere Angst, die einen packt, wenn Martin Sheen schließlich in Kurtz Königreich landet? Die Einsicht, dass heute kein Hollywood-Produzent mehr einem Regisseur so viel Freiheit, so viel Irrsinn, so viel Obsession durchgehen lassen würde? Die Nebendarsteller (Dennis Hopper, Robert Duvall!)? Die neuen Szenen, in denen zum Beispiel die Boots-Crew viel deutlicher rauskommt? Oder doch nur die schattenhaften Umrisse von Kurtz massigem Körper? Egal, ob Sie ihn noch nie oder schon mehrmals gesehen haben. Schauen Sie diesen Film. Er ist ein Meisterwerk.

Wer sollte ihn sehen?

Menschen, die dachten, Up in the Air sei der beste Film seit langem.

Was sehe ich als nächstes? Tuntematon Sotilas





Unser Kolumnist Mikael Krogerus sieht sich jede Woche einen Film an. Manchmal auch eine Mini-Serie. Und manchmal auch den Poker Channel. Vergangene Woche sah er Jacques Vergès in Pressesprecher des 20. Jahrhunderts

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