Alltag

Eventkritik | 08.11.2011 13:40 | Gerhard Hafner

Ist der Penis nur noch Zeichen?

Männer sind längst mitten im Gender Trouble gefangen: Welcher Körper darf es denn sein? Die Böll-Stiftung suchte auf einer Tagung am Wochenende Antworten auf diese Frage

"Ein Ochse namens Otto / gewann 5 Mark im Lotto. / Er kaufte sich ein Ofenrohr / und sang jetzt im Posaunenchor." 40 Frauen und Männer atmen tief durch und machen Körperübungen, um gekräftigt diesen einigermaßen sinnfreien Kanon zu intonieren. Oder verbergen sich darin doch Assoziationen zum Tagungsthema? Ochse? Ofenrohr?

Auf der Tagung „Männerleiber – Körperlichkeit zwischen Sein und Tun“ in den lichten Räumen der Heinrich-Böll-Stiftung sollten am vergangenen Wochenende Mann und Frau nicht nur sprechen, sitzen und hören. Nein, die Leiber sollten sich auch präsentieren. „Leiber“? Im Gegensatz zum Körper gilt der Leib als lebendig und beseelt. Der Leib Christi inkarniert die Einheit von Geist und Materie. Erst die Beherrschung der Natur und des Menschen durch den Menschen macht den Leib zum Körper.

Sensibler Leib unter Panzer

Männer, die in den siebziger Jahren die Männergruppen durchlaufen haben, freuten sich über ein Déjà-vu. Das Kultbuch jenes Jahrzehnts, Klaus Theweleits Männerphantasien, kritisierte den Körperpanzer faschistischer Männlichkeit. Damals entdeckte mann verschüttete männliche Bedürfnisse, suchte sensiblen Kontakt mit Männern, mit Frauen und mit dem eigenen Körper. Unter dem Pflaster lag der Strand, unter dem Männerpanzer lag der sensible Leib. Und unter dem stahlharten Phallus harrte das zarte Schwänzchen.

So wie damals beklagte die Tagung die Formung und Verformung des männlichen Körpers. Eindrücklich schilderte der Sozialpsychologe Rolf Pohl von der Uni Hannover, wie in der militärischen Ausbildung auch heute noch Gewalt als Form der Ausein­andersetzung legitimiert und propagiert wird. Weilen die Freicorps-Männer noch immer unter uns? Wenn die Psychoanalyse davon ausgeht, dass das Knäblein sich von der Mama abgrenzen muss, um zum Mann zu werden, dann scheint doch eine unumstößliche Naturnotwendigkeit vorzuliegen. Doch gibt es im 21. Jahrhundert diese klar abgrenzte Männlichkeit überhaupt noch? Inzwischen dienen toughe Soldatinnen in vielen Armeen der Welt. Die real existierenden Genderverhältnisse sind unübersichtlicher geworden. Dies gilt auch für die Bilder von Männer und Frauen in unseren Köpfen. Seit zwanzig Jahren dekonstruiert der feministische Gender Trouble à la Judith Butler – ein Sohn ihrer Zeit, wie sie süffisant charakterisiert wurde – Identität, Geschlecht und auch den Körper.

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Manch einer der altgedienten Männerbewegten auf der Tagung mag sich gedanklich ans Gemächt gegriffen haben: Werde ich nicht symbolisch kastriert? Ist mein Penis lediglich noch kulturelles Zeichen? Der Phallus jedenfalls nicht ans lächerliche Fleisch gebunden? Jede Karrierefrau, jeder Drag King macht den Männern vor, wie hegemoniale Männlichkeit im 21. Jahrhundert aussieht.

Eine Podiumsdiskussion zu Transsexualität/Transgender mit queerem Personal geriet zur Nachhilfestunde für Stinos: Sagt man Transsexuelle oder Transgender, Transvestit oder Cross Dresser? Der Ex-MdB Christian Schenk, der im Herbst 1989 noch als Christina Mitbegründerin des Unabhängigen Frauenverbandes war, vertrat auf der Tagung engagiert die Interessen von Transgender-Menschen in Politik und Justiz. Deren Druck hat in den letzten Jahren die Definitionen und Grenzen der Geschlechter aufgeweicht. Sie sind schon ein gutes Stück weiter, ihr Geschlecht selbst zu bestimmen. Geschlechtsangleichende Operationen sind mittlerweile ohne pathologisierende Etikettierungen möglich.

Vive la différence

Doch die schöne Welt der unbegrenzten Genderfreiheit schien sich doch aufs Podium zu beschränken. Hat es nicht doch ganz gravierende Folgen, einen Penis zu haben, etwa wenn mann Kinder bekommt, so reklamierten einige ihre fundamentale Leiberfahrung. Da lebte der kleine Unterschied wieder auf. Vive la différence! Schon beim Eröffnungsvortrag standen essenzialistische und dekonstruktivistische Vorstellungen von Gender unvermittelt nebeneinander. Die Männerbewegten und Cis-Menschen (alle, die nicht „trans“ sind) wollen sich ihr politisches Subjekt nicht so einfach wegdekonstruieren lassen. Was würde aus dem Forum „Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse“, das die Tagung mitorganisierte, gäbe es keine Männer und womöglich gar keine Geschlechter mehr? Altgediente Feministinnen lächelten da nur müde: Die Grabenkämpfe der neunziger Jahre zwischen Alt-Feministinnen und Jung-Postmodernen feiern bei den Männern ein ziemlich spätes Revival. Geschichte wiederholt sich eben nur als Farce.

Die realen Schnitte zwischen den Geschlechtern sind bei all dem nicht wegzudiskutieren. Jenseits von Tagungen geht es blutig zu. Religiös begründete Beschneidung ist ein Jahrtausende altes Ritual, das die Grenze zwischen Gläubigen und Ungläubigen in den Körper einschreibt. Zwar ist die Entfernung der Vorhaut mit der Genitalverstümmelung bei Mädchen nicht zu vergleichen, aber dennoch ein gewalttätiger Eingriff. Das körperliche Zeichen männlicher Privilegien ist der Blutzoll für den symbolisch einschneidenden Bund zwischen Mann und männlichem Gott. Mit Kritik an derlei religiösen und kulturellen Praktiken des Islams oder Judentums hielten sich die mehrheitsdeutschen Frauen und Männer allerdings zurück aus Furcht, in den Verdacht eurozentristischer Bevormundung oder kulturrelativistischer Verharmlosung zu geraten.

„Schafft ein, zwei, drei, viele Geschlechter!“ hätte das Motto in der Speakers’ Corner zum Abschluss heißen können. Doch nach Drags und Gender Bender suchte man unter den TeilnehmerInnen vergeblich. Und bei wem sich der Leib meldete, der musste sich vor den Toilettentüren ganz traditionell entscheiden.

 
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Artikelaktionen
Kommentare
Maria Jacobi schrieb am 08.11.2011 um 16:22
"Mit Kritik an derlei religiösen und kulturellen Praktiken des Islams oder Judentums hielten sich die mehrheitsdeutschen Frauen und Männer allerdings zurück aus Furcht, in den Verdacht eurozentristischer Bevormundung oder kulturrelativistischer Verharmlosung zu geraten."

Tja, da war es wohl mit den Gender-Revolluzereien vorbei? (So, wie es beim Schächten mit der Begeisterung für die lieben Tierchen vorbei ist. Für eine Kröte eine Autobahn umleiten, jawohl! Aber tausende von Schlachttieren im eigenen Blut ersticken lassen? Nur keine eurozentristische Bevormundung!) Diese Leute in dieser Veranstaltung stehlen dem Steuerzahler sein Geld und dem lieben Herrgott die Zeit. Der Hinweis auf "mehrheitsdeutsch" lässt übrigens tief blicken: keine XXX (verdammt, wie schreib ichs bloß) mit Migrationshintergrund? Eben nur Mehrheitsdeutsche, die sich jeden Morgen, nach dem Aufstehen, nackt vor dem Spiegel betrachten und dann entscheiden, ob sie heute eine Hose anziehen oder einen Rock. Da kann man durchaus verstehen, dass dieses Klientel unter sich bleiben will. Mit anderen Worten, der obige Beitrag ist völlig überflüssig.
THX1138 schrieb am 08.11.2011 um 19:18
*gähn* wirklich aufregend, echt, ey.

Warum sollte ich kein menschliches Wesen sein dürfen, dass sich aufgrund der im allgemeinen männlich attribuierten Eigenschaften als Mann definiert? Weiss, männlich, heterosexuell: bäh, ist ja wiederlich!
eulen nach athen schrieb am 08.11.2011 um 19:23
„Schafft ein, zwei, drei, viele Geschlechter!“


das ist kreationistischer bullshit. die biologie kann man nicht "gendern". oder wie Theodosius Dobzhansky 1973 formulierte:

„Nichts in der Biologie ergibt einen Sinn außer im Licht der Evolution.“

und da haben kulturelle konstruktionen oder verqueere phantasmen keinen platz.
GeroSteiner schrieb am 08.11.2011 um 20:26
Stimmt.
Vielleicht.

Möglicherweise hat der russische Genetiker, Zoologe und Evolutionsbiologe Theodosius Dobzhansky, der 1975 starb, hier eine universelle Wahrheit ausgesprochen.

Tja.
Bleiben wir weiterhin optimistisch?

Die Optimisten freuen sich, dass sie in der Besten aller möglichen Welten leben. Die Pessimisten fürchten, dass das wahr ist. Die Skeptiker finden alle Fehler in beiden Sichtweisen. Die Nihilisten halten die Diskussion, die Welt und ihr Dasein insgesamt für sinnlos.
shalako schrieb am 09.11.2011 um 12:37
Verunsicherte und verwirrte Identitäten allerorten - der Mensch, sich selbst entfremdet. Therapiebedarf ohne Ende.
eulen nach athen schrieb am 09.11.2011 um 17:13
nee, nur krudes geschwätz nebst wichtigtuerei.
TobiB07 schrieb am 09.11.2011 um 18:12
Interessante Kommentare. Lohnt es sich, den Artikel zu lesen, wenn man seine tägliche Dosis Männerbashing schon hatte?
Magda schrieb am 11.11.2011 um 09:05
Ich fands ganz interessant, aber es wäre besser gewesen, wenn nicht ein so professioneller "Insider" die Kritik geschrieben hätte.

Sondern ein "Stino", dem das nicht alles so geläufig ist, wie dem Autor.
Maxi Scharfenberg schrieb am 11.11.2011 um 17:39
"Ist der Penis nur noch Zeichen?" Nein, natürlich nicht. Er ist nichts. Kein Zeichen, kein Anhängsel, niemand braucht ihn, zu was auch?Jede handelsübliche TS ersetzt die wesentliche Funktion, die Mehrheit kommt ohne Penis aus und wäre die Welt früher schon so schlau gewesen, wie sie dank der vielen klugen Frauen heute endlich ist, weder den 2. Weltkrieg noch den Grüne Punkt hätte es gegeben.

Wozu also dann die Frage und letztlich auch der Beitrag, wo doch wirklich alles klar ist??

Maxi S.
(schon lange ohne)
Wolfram Heinrich schrieb am 13.11.2011 um 09:04
@Maxi Scharfenberg
"Ist der Penis nur noch Zeichen?" Nein, natürlich nicht. Er ist nichts. Kein Zeichen, kein Anhängsel, niemand braucht ihn, zu was auch?

Da könnte ich dir jetzt auf Anhieb zwei Dinge nennen, für ich den Penis brauche.

Jede handelsübliche TS ersetzt die wesentliche Funktion,

Was bitte, ist eine TS? Dieser Aküfi geht mir manchmal doch sehr auf die Eier.

(schon lange ohne)

Ohne was?

Ciao
Wolfram
Ehemaliger Nutzer schrieb am 13.11.2011 um 13:52
"Ohne was?"

Na, ohne Sinn und Verstand. Dafür mit feistem Sexismus.
Ullrich Läntzsch schrieb am 13.11.2011 um 14:45
Salomon der Weise spricht:

hart ist hart
und
weich ist weich
aber
immer weich ist auch ganz schön hart
Maxi Scharfenberg schrieb am 13.11.2011 um 17:14
Sorry, Wolfgang Heinrich, aber " ich könnte ich dir jetzt auf Anhieb zwei Dinge nennen, für ich den Penis brauche", nein, er ist nicht zwingend für den gewünschten Effekt in beiden, von mir vermuteten Angelegenheiten. Schliesslich kommt der grössere Teil der Menschheit" ohne " aus und ihnen fehlt es deshalb( angeblich) an nichts.
Was den Abkürzungsfimmel betrifft, mir war der Begriff der Tortenspritze an dieser Stelle zu vulgär und da dachte ich, mache ich einmal einen Aufmerksamkeitstest mit "TS". Mal sehen, ob jemand fragt, was TS ist. Das klappte. Vielen Dank. Das " schon lange ohne" bezieht sich auf das " Zeichen" , denn als Zeichen hatte ich ihn und er sich nie aufgefasst.

Beste Grüsse
Maxi
(immer noch ohne Zeichen)
Wolfram Heinrich schrieb am 13.11.2011 um 18:17
@Maxi Scharfenberg
Sorry, Wolfgang Heinrich,

-ram, -ram, -ram. Wolfram

aber " ich könnte ich dir jetzt auf Anhieb zwei Dinge nennen, für ich den Penis brauche", nein, er ist nicht zwingend für den gewünschten Effekt in beiden, von mir vermuteten Angelegenheiten. Schliesslich kommt der grössere Teil der Menschheit" ohne " aus und ihnen fehlt es deshalb( angeblich) an nichts.

Woher er nur kommen mag, dieser Egozentrismus von einigen von euch Mädels? Ich habe keinen Pimmel, also braucht ihn jemand anderer auch nicht. Eigentlich lernt man so um das dritte Lebensjahr rum, daß es sone Mensch gibt und merkwürdigerweise auch eine andere. Mit drei Jahren ist einem diese Zweifalt vielleicht noch etwas rätselhaft, nach und nach kommt man aber dahinter, daß das einen Sinn hat. Anderenfalls nämlich hätte sich das Problem "Pimmel oder nicht Pimmel?" schon vor vielen Tausenden von Jahren von selbst erledigt.
Aber mal abgesehen von der Reproduktionsbiologie. Nun habe ich nun mal meinen Pimmel, er dient mir dazu, meinen Urin aus dem Körper zu entfernen und ab und an dient er auch dazu, mir geschlechtliche Freuden zu verschaffen. Was rätst du mir, o verständige Frau? Soll ich ihn mir absäbeln, weil du hast ja auch keinen und lebst ganz zufrieden mit diesem Umstand? Großes Vorbild. Wärest du im Austausch damit einverstanden, dir die Brüste abzusäbeln, weil ich hab ja keine und komme damit ganz gut zurecht? Können wir uns auf dieses Arrangement einigen und treffen uns irgendwann, irgendwo zu gemeinsamer Tat?
Jetzt sag mal selbst: Wie gut muß es einem Menschen gehen, der auch nur drüber nachdenkt, ob es einen Pimmel braucht oder nicht? Wie problemlos muß einer sein, der sich solchen Problemen widmet?
Fast hätte ich es vergessen: Ich schon mal in irgendeiner Zeitschrift gelesen, daß es doch einige pimmellose Menschen geben soll, die einen Fremdpimmel durchaus zu schätzen wissen. Umgekehrt soll es Menschen geben, die eine Scheide für ein durchaus angenehm Ding halten, auch und gerade bei Menschen, die selber keine haben.
Ist es nicht merkwürdig bestellt um uns Menschen?

Was den Abkürzungsfimmel betrifft, mir war der Begriff der Tortenspritze an dieser Stelle zu vulgär und da dachte ich, mache ich einmal einen Aufmerksamkeitstest mit "TS". Mal sehen, ob jemand fragt, was TS ist. Das klappte. Vielen Dank.

Krieg ich jetzt ein Zuckerstückerl, weil ich so brav war?

Das " schon lange ohne" bezieht sich auf das " Zeichen" , denn als Zeichen hatte ich ihn und er sich nie aufgefasst.

"Manchmal", sagte sogar Sigmund Freud, "ist eine Zigarre halt nur eine Zigarre."


Ciao
Wolfram
Maxi Scharfenberg schrieb am 13.11.2011 um 19:13
Weisst Du, Wolfram, wieder sorry für den -gang, so ernst meine ich das nicht mit dem ganzen komischen Geschlechtsquatsch. Ich wollte nur signalisieren, dass das nicht wirklich wichtig ist, was dran oder ab ist, eher dachte ich, Hauptsache man hat Spass mit den Varianten, die sich ergeben, wenn mitgespielt wird. Wobei das Spiel, wenn es zum Absäbeln käme, bitte vorher abgebrochen werden sollte, weil es dann keines mehr wäre. Also, sei mir bitte nicht gram und lass alles dran. Das ganze komische Zeug.
N'abend
Maxi
Wolfram Heinrich schrieb am 13.11.2011 um 23:59
@Maxi Scharfenberg
...so ernst meine ich das nicht mit dem ganzen komischen Geschlechtsquatsch.

Gut zu hören, ich war schon etwas irritiert.

Also, sei mir bitte nicht gram und lass alles dran.

Okay, unter diesen Umständen darf du auch alles dranlassen, ich bin da nicht so.

Was das Verhältnis der Geschlechter und deren Zusammenhang mit der Philosophie betrifft, so darf ich auf meinen erleuchteten Aufsatz "Oma und Opa" hinweisen, sowie auf die daran sich anschließende Diskussion.
www.freitag.de/community/blogs/wolfram-heinrich/oma-oder-opa

Ciao
Wolfram
Hilfsredakteur schrieb am 12.11.2011 um 02:18
Nur kinderlose Egomanen können ernsthaft der Ansicht sein, Geschlecht sei nichts als ein soziales Konstrukt. Insoweit ist es sehr lehrreich, eigene Kinder und die Kinder von Freunden aufwachsen zu sehen. Es ist offenbar weitaus mehr "vorprogrammiert" als es sich der gemeine Femi-Nerd vorstellen kann.
Wolfram Heinrich schrieb am 13.11.2011 um 09:05
@Hilfsredakteur
Nur kinderlose Egomanen können ernsthaft der Ansicht sein, Geschlecht sei nichts als ein soziales Konstrukt.

Das darfst du laut sagen. Ohne eine gewisse Grundeinfalt tut man sich aber doch sehr schwer, in die Zeitung zu kommen. In der Zeitung aber findst du Leute, die philosophieren dir innerhalb einer halben Stunde Schwanz samt Eiern ab.


Ciao
Wolfram
Ehemaliger Nutzer schrieb am 13.11.2011 um 13:01
@ Wolfram

zu Rony und Nancy.

Hinter jedem starken Mann, steckt eine mindestens ebenso starke Frau und haben die beiden - "Schnuckis" - sich nicht wirklich gut ergänzt? Politik hin oder her. Es soll eine große Liebe gewesen sein!

O.K., dafür ist so oft zum Friseur gelaufen, hat Rüschenblusen getragen und Kaffeekränzchen veranstaltet. Ehrlich gesagt, es gibt Schlimmeres - außer die Nummer mit der Astrologie. Aber damit müssen die Amisin erster Linie klar kommen, die haben die beiden ja gewählt.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 13.11.2011 um 13:02
Mann steckt...
dafür ist sie
Ehemaliger Nutzer schrieb am 13.11.2011 um 15:00
dieser Nummer
Wolfram Heinrich schrieb am 13.11.2011 um 15:30
@Helena Neumann
Hinter jedem starken Mann, steckt eine mindestens ebenso starke Frau und haben die beiden - "Schnuckis" - sich nicht wirklich gut ergänzt?

Früher hieß es: Der König regiert das Land, aber die Königin regiert den König.
Man sollte auf Paarfotos öfter mal die Köpfe tauschen, man kann dadurch viel lernen. Die fast einen Kopf größere Nancy, die den kleinen Ronald liebevoll und beschützend umfängt, der kleine Ronald, der ergeben die Hände vor dem Schoß faltet und sich ganz seinem Beschützer anvertraut. Die Geschlechterstereotype und Rollenbilder kommen dabei viel besser raus, als wenn die beiden die richtigen Köpfe hätten, sie springen einen unmittelbar an.
Sogar das Lächeln... Ich bin sicher, das Lächeln von Nancy hätte über ihrem eigenen Körper schüchtern gewirkt, hier in der Vertauschung wirkt dasselbe Lächeln ausgesprochen dominant und selbstbewußt, während Ronald wie ein verhuschtes Muttchen grinst.

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 13.11.2011 um 09:03
Eindrücklich schilderte der Sozialpsychologe Rolf Pohl von der Uni Hannover, wie in der militärischen Ausbildung auch heute noch Gewalt als Form der Auseinandersetzung legitimiert und propagiert wird.

Das hätte ich jetzt nicht gedacht. Militär denkt über Gewalt nach und legitimiert sie? Ich bin erschüttert.

Was würde aus dem Forum „Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse“, das die Tagung mitorganisierte, gäbe es keine Männer und womöglich gar keine Geschlechter mehr?

Wenn die Pferde Katze wären, dann könnten wir auf den Bäumen reiten. - Im Ernst: Die obige Frage ist doch 1 Witz? Oder (erbleich)?

Ciao
Wolfram
Ehemaliger Nutzer schrieb am 13.11.2011 um 12:53
Was für ein herrlich witziger und selbstironischer Beitrag. So wünsche ich mir die Gender-Debatte. „Schafft ein zwei drei Geschlechter?“ In meiner real-existierenden Geschlechterwelt, erlebe ich gerade, wie ein Zweieinhalbjähriger „la différance“ oder die zwei Geschlechter entdeckt. Noch stellt er der kleinen Ella auf dem Spielplatz nach, ohne so recht zu wissen, warum. Wird er am Ende auch in einer Corner-Speak brüllen wollen: „Wo ist das dritte Geschlecht? Und was ist bis dahin schiefgelaufen? Oder wird er doch eher seine helle Freude am gewissen Unterschied haben? Lezteres hoffe ich sehr für meinen kleinen Freund aus der Nachbarschaft.
Wolfram Heinrich schrieb am 13.11.2011 um 15:29
@Helena Neumann
Was für ein herrlich witziger und selbstironischer Beitrag.

Du bist sicher, daß der Beitrag ironisch, gar selbstironisch gemeint ist? Ich frage deshalb, weil ich nicht so recht wußte, was anfangen mit dem Text, ich weiß es eigentlich immer noch nicht. Ironisch oder nicht? Mein erster Kommentar ist deshalb auch ein wenig verwaschen und konturlos ausgefallen.

Ciao
Wolfram
Ehemaliger Nutzer schrieb am 13.11.2011 um 16:58
@ Wolfram: Ganz schnell und bevor ich mich das Haus verlasse.

Ja, ich finde die Einlassungen selbstironisch und klug. Er liefert obendrein eine Zusammenfassung der Szene, wie ich sie erlebe oder wahrgenommen habe.

Ursprünglich wollte ich das noch zuspitzen, was ich hiermit tue: Ganz real, machen wir uns da nichts vor, schwebt über all den Diskursen: Charlotte Roche, ganz im Sinne von Theweleit, die Obertippse von Männerphantasien resp. den Phantasien, die Mann nun von Frau "aufschreiben" läßt. PC-mäßig ist Mann nämlich schon wo ganz anders: auf Konferenzen, in Gender-Threads, beim Sinnieren über Quoten, bei der Kindererzeihung. Obacht! Da ist ja noch sein verflixter Terminkalender, der ihn .....

Salut
Helena
Wolfram Heinrich schrieb am 13.11.2011 um 22:56
@Helena Neumann
Ja, ich finde die Einlassungen selbstironisch und klug. Er liefert obendrein eine Zusammenfassung der Szene, wie ich sie erlebe oder wahrgenommen habe.

Dann will ich dir mal glauben. Die angesprochene Szene ist leider, bzw. gottlob, an mir vorübergegangen.

Ciao
Wolfram
Ehemaliger Nutzer schrieb am 13.11.2011 um 23:21
" Die angesprochene Szene ist leider, bzw. gottlob, an mir vorübergegangen."

An mir auch....aber
Ehemaliger Nutzer schrieb am 13.11.2011 um 23:47
Speaker's Corner - ist aber eigentlich egal, weil wer da angekommen ist...
Ehemaliger Nutzer schrieb am 13.11.2011 um 23:48
wie immer gehudelt am 13.11 gegen 12: 53
Speaker's Corner - ist aber eigentlich egal, weil wer da angekommen ist....
Aventin schrieb am 01.04.2012 um 11:03
Was genau wolltes Du nun sagen?
Ehemaliger Nutzer schrieb am 13.11.2011 um 17:01
das muss korrigiert werden!!: bevor ich das Haus verlasse; da stand zunächst was anderes, habe nicht alles weggelöscht
Aventin schrieb am 01.04.2012 um 11:10
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