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Kultur : Alle total normal

Thomas Gottschalk gibt sich nach dem Aus seiner ARD-Sendung reumütig und möchte in den verbleibenden Sendungen "normalen" Menschen Wünsche erfüllen. Wir wüssten da einige

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Liebe Leute bei Gottschalk Live (noch ARD),

wie man den Medien entnehmen konnte, wollen Thomas Gottschalk und wahrscheinlich am Ende der Kette auch die ARD in den verbleibenden Sendungen nun keine prominenten Gäste mehr in die Todeszone von Gottschalk Live schicken. (Maybrit Illner war doch zuletzt ganz charmant?!) Stattdessen dürfen „normale“ Menschen ins Studio kommen, zum Beispiel ein „Zahnarzt, der Obdachlose behandeln will und dafür eine Praxis braucht“. Unter all diesen normalen Zahnärzten und anderen Menschen, die noch so etwas wie „Träume“ haben, sollen die Zuschauer „dann per Telefonvoting entscheiden, wer finanziell unterstützt werden soll“.

Diese Nachricht hat uns nach anfänglichem Bedenken doch erfreut. Denn, nun ja, wir kennen so einige, die sich gerne bewerben würden, aber letztlich doch fürchten, sie seien nicht „normal“ genug. Wir würden sie dennoch gerne ins Spiel bringen. Weil sie in Ihrer, wenn nun nicht neuen, aber doch andersartigen Sendung vielleicht doch unterstützt werden wollten (Altruismus-Gen). Hauptsache, Herr Gottschalk, Sie bleiben, und das auch bitte in Deutschland! Also:

Der Trigema-Affe. Es ist ein bisschen still geworden um den Kleinen, aber könnte er bitte weiterhin die Chance bekommen, sich telegen in Deutschland zu produzieren?

Das Gummibärchen. Es hat so viele Formen angenommen, dass die Fantasie langsam an ihre Grenzen gerät, aber vielleicht gäbe es hier im Bereich der Werbung einen ersten Brückenschlag: Könnte nicht der Zahnarzt, der sich um Obdachlose kümmern möchte, dann in seiner geliehenen Praxis klingeln und die Tüte der neuen Phantasia unter die Kinder (nicht zwingend auch obdachlos, das wäre doch too much, wie man spintechnisch so sagt) bringen?

Hans-Magnus Enzensberger. Könnte der legendäre Kursbuch-Herausgeber und heutige Liebes-etc.-Essayist des Spiegel nicht mal was ganz Abgefahrenes, Zeitgeistiges, postmodern Adäquates unternehmen und, sagen wir, für so etwas „Unkorrektes“ wie den Geschäftsbericht 2011 des Formel-Eins-Großplayers Pirelli einen flankierenden „Essay“ zur allgemeinen Lage des Kapitalismus beisteuern dürfen? (These: Tradition hält. Manchmal auch durch.)

Wie, das hat er schon längst gemacht? Mist aber auch. Diese Promis!

Sie sind auch nicht normal und wollen sich nun bei Gottschalk Live bewerben?

Zuschriften bitte an: 66traeume@gottschalklive.de

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