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Fünf Euro mehr für Hartz-IV-Empfänger hat die Regierung von Union und Freien Demokraten beschlossen. Das hat die Hartz-IV-Parteien, SPD und Grüne, mit Kritik auf den Plan treten lassen.
"Die Bundesregierung wird immer mehr zu einer Regierung der Umverteilung und des sozialen Kahlschlags", monierte Grünen-Chefin Claudia Roth.
„5 Euro mehr von einer Koalition, die in der Lage gewesen ist, mal eben eine Milliarde Hoteliers wie dem Herrn Mövenpick zuzuschieben – das ist soziale Kälte vom Schlimmsten“, sagte Fraktionschef Jürgen Trittin.
„Es geht nicht um Alkohol und Zigaretten, wie die Kanzlerin versucht klarzumachen, sondern darum, dass eine Mutter Geld haben muss, um ihrer Tochter oder ihrem Sohn mal ein zweites paar Schuhe zu kaufen“, meinte Sigmar Gabriel.
Renate Künast pochte auf eine deutlichere Anhebung des Regelsatzes. "Die Würde des Menschen ist mehr als fünf Euro wert", behauptete sie.
Das verwundert sehr. SPD und Grüne gerieren sich nun als die Anwälte der kleinen Leute, heuchlerisch wie sie sind. Vor wenigen Jahren haben sie in der Regierung sitzend diesen Prozess, der zur Pauperisierung von Millionen führte, eingeleitet. Sie klatschten einem Mann Beifall, der in einer Regierungserklärung ein Programm vorstellte, das SPD und Grüne von der Bertelsmann-Stiftung sich haben schreiben lassen.
Gehard Schröder formulierte die Grundsätze der Agenda 2010 im Jahre 2003. Liest man das Protokoll s
einer Rede, liest man immer wieder einen Satz: Beifall bei SPD und dem BÜNDNIS 90/Die Grünen. Diese Rede enthielt u.a. folgende Passagen:
Wir werden Leistungen des Staates kürzen, Eigenverantwortung fördern und mehr Eigenleistung von jedem Einzelnen abfordern müssen.
Alle Kräfte der Gesellschaft werden ihren Beitrag leisten müssen: Unternehmer und Arbeitnehmer, freiberuflich Tätige und auch Rentner. Wir werden eine gewaltige gemeinsame Anstrengung unternehmen müssen, um unser Ziel zu erreichen.
In den letzten Monaten haben wir - teilweise auch gemeinsam - erhebliche Anstrengungen unternommen, den Arbeitsmarkt weiter zu flexibilisieren: Wir haben die Zeit- und Leiharbeit von bürokratischen Beschränkungen befreit und so aufgewertet, dass die Unternehmen ihren Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften flexibel decken können.
Wir haben die Möglichkeiten zur befristeten Beschäftigung verlängert, wie es gefordert worden ist, für die über 50-Jährigen sogar ohne zeitliche Grenze. Auch das ist eine Maßnahme, um ältere Arbeitslose wieder in Beschäftigung zu bringen. Ich appelliere an die Wirtschaft, das auch zu tun.
Ich denke, wir setzen damit ein eindeutiges Signal für diejenigen Menschen in unserer Gesellschaft, die länger als zwölf Monate arbeitslos sind. Niemandem aber wird künftig gestattet sein, sich zulasten der Gemeinschaft zurückzulehnen. Wer zumutbare Arbeit ablehnt - wir werden die Zumutbarkeitskriterien verändern -, der wird mit Sanktionen rechnen müssen.
Aber es wird unausweichlich nötig sein, Ansprüche und Leistungen zu streichen, Ansprüche und Leistungen die schon heute die Jüngeren über Gebühr belasten und unserem Land Zukunftschancen verbauen.
Wir werden das Arbeitslosengeld für die unter 55-Jährigen auf zwölf und für die über 55-Jährigen auf 18 Monate begrenzen…
SPD und Grüne rechnen mit der Vergesslichkeit der Wählerinnen und Wähler. Zu befürchten ist: Ihre Rechnung wird aufgehen.
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@ koslowski
Immerhin haben einige WählerInnen gemerkt, welchen Dreck die RotGrünen da aufgetischt haben. Nicht von ungefähr ist der Anteil der NichtwählerInnen in die Höhe geschnellt, konnte sich eine Partei im eher linken politischen Spektrum etablieren. Man könnte noch diverse Geschenke an die (Finanz-)Wirtschaft auflisten, die erst ermöglichten, dass immense Gelder für die große Spekulationsblase frei wurden. Angesichts dieser "Wohltaten", deren Folgen der gemeine Steuerzahler jetzt zu schultern hat, nimmt der Grad der Verhöhnung durch RotGrün noch zu. Dem H4ler streicht man seine Flasche Bier, den Bankern greift man mit Milliarden unter die Arme. Und das alles soll vernunftgeleitet sein? |
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schrieb am
04.12.2010 um 06:20
>>Dem H4ler streicht man seine Flasche Bier,<<
Tatsächlich ist es nicht das Bier, sondern die neuen Schuhe für den Winter, die immer unerreichbarer werden. Und zwar auch mit Arbeit. Die Leiharbeitslöhne sinken kaufkraftbereinigt kontinuierlich. Heute hat eine Fachkraft in der Leiharbeit nicht mehr Kaufkraft als vor 15 Jahren eine ungelernte Hilfskraft. Der Lohnabstand zu Hatz4 wird dadurch gehalten, dass der €-Betrag dort ebenfalls über die Jahre hinweg annähernd gleich bleibt. Die hochberühmte Bierflasche ist Propaganda, die die Zielsetzung von Hatz4 verschleiert. |
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Schön sind vor allem die neuen Regelsätze: es gibt jetzt fett Bildung wie gefordert mit 1,39 Euro im Monat, und endlich werden auch die 10 Euro Praxisgebühr übernommen. Sogar an Internet und Mineralwasser wurde gedacht, da fühlt man sich als Arbeitsloser doch gleich viel besser. Daß endlich Schluß mit "Schnaps und Zigaretten" ist, wie CSU-Generalsekretär Dobrindt sich ausdrückt - hei, bei soviel Sorge um das Wohlergehen wird mir ganz warm im herbstlichen Deutschland. Super auch, daß der eigentlich aus Gründen der Gerechtigkeit zu kürzende Satz für Kinder und Jugendliche gnadenhalber beim Alten bleibt, Ursula, die Supermammi konnte schlicht nicht anders, es hätt´ ihr´s Herz gebrochen, all die armen Kleinen...
Aber mal ganz im Ernst, ich freu mich ja schon auf den Zeitpunkt, wenn mal die Linken drankommen und sich dann auch auf´s Kürzen und Schnippeln verstehen werden. Da hat eine Klasse beschlossen, daß ihnen Land und Leute wieder gehören, und für Sklavenhalter sind die doch noch echt nett, oder? Vielleicht gibt´s auch wieder Demokratie, wenn "wir" in Afghanistan gewonnen haben oder so, aber am Besten wird´s sein, wir lernen beten. DAS hilft immer. Glücklich wie noch nie im Leben, cf |
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Früher hieß es immer, die Roten können nicht mit Geld umgehen. Wenn ich mir anschaue, was die Biene-Maja-Koalition schon verheizt hat, dann könnten die Roten oder Grünen oder beide ruhig ran. Geld ist ja keins mehr da.
MIttlerweile ist ja sogar die Bundesbank nicht mehr als eine gehobene Wach- und Schließgesellschaft für die Verluste der Regierung. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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