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Bloggen leitet sich bekanntlich von Web-Log ab, also dem Führen eines Logbuches im Internet. Seit den ersten Blogs Mitte der 1990er ist die Anzahl der Blogs explodiert. Momentan gibt es über 200 Millionen Blogs. Zudem ist Bloggen schon lange nicht mehr auf das Führen von (Reise-)Tagebüchern beschränkt.
Blogbeiträge rutschen nach unten weg
Erstaunlich ist die hohe Zahl von Blogs und die Blogger_innen (8,4% der Internet-Nutzer_innen betreiben eigene Blogs) im Vergleich zur Mitarbeit in strukturierten Internetplattformen wie Wikipedia oder anderen Wikis. Blogs stehen zwar nicht im luftleeren Raum, durch Verlinkungen, Tags und Suchfunktionen können Blogbeiträge auch in größeren Zusammenhängen gelesen werden. Aber wer schon öfter versucht hat, Informationen aus älteren Blogbeiträgen zu erhalten, der wird sicherlich zustimmen, dass es sich um ein zeitraubendes Unterfangen handelt. Oftmals findet man die Information, von der man nur noch ungefähr wusste, in welchem Beitrag von welcher/m Autor_in diese stand, gar nicht wieder. Auch wiederholen sich Blogs und die Kommentare drehen sich im Kreis. Blogbeiträge rutschen nach unten weg. Oben ist immer nur der aktuelle Blogbeitrag, es gibt keine Horizontalität. Dies hat zumindest den Nachteil, dass das Wissen nicht mit anderen Beiträgen systematisch abgeglichen und somit auch nicht zwingend präzisiert wird. Neue Blogbeiträge haben keine Auswirkungen auf alte Blogbeiträge. Letztere sind heilige Dokumente, Momentaufnahmen, die nachträglich nicht geändert werden, auch wenn neue Aspekte deren Änderung vernünftig erschienen ließe. Blogs sind in Stein gegossen.
Blogs wikifizieren
Als die ersten Blogs entstanden, ist bereits das Wiki-Prinzip erfunden worden. 2003 berichtete Erik Möller über das Wiki-Prinzip:
"Um auch das Setzen von Verweisen auf andere Seiten zu ermöglichen, erfand Cunningham ein Schema namens "CamelCase" (wegen der Großbuchstaben, die wie Kamelbuckel hervorstehen). Zeichenfolgen, die einen Großbuchstaben am Anfang und innerhalb der Folge enthalten - z.B. "WikiWiki", "DesignPattern" - werden als Verweise auf andere Seiten mit diesem Namen interpretiert. Existiert die Seite noch nicht, kann sie durch Anklicken eines kleinen Fragezeichens neben dem Link angelegt werden. Da man eine Seite erst auf einer anderen Seite eintragen muss, um sie anzulegen, ist sichergestellt, dass neue Seiten mit bereits im Wiki vorhandenen vernetzt werden."Erik Möller, Das Wiki-Prinzip
Und dieses Prinzip wurde dann umgehend genutzt, um eine Enzyklopädie mit dem Namen Nupedia voranzubringen. Ursprünglich sollte die Möglichkeit eher für den internen Austausch der jungen Enzyklopädie dienen, war dann aber so erfolgreich, dass es als Programm-Software Mediawiki weiterentwickelt wurde und die Enzyklopädie forthin Wikipedia heißen sollte. Neben diesen Wikipedias existieren tausende weiterer Wikis auf Grundlage der Mediawiki-Software und weitere Wikis, die ein anderes Editierprogramm nutzen. Der Vorteil von Wikis gegenüber Blogs liegt in der Horizontalität der Wikibeiträge. Wikibeiträge rutschen nicht nach unten weg, sondern werden ständig aktualisiert, verbessert - oder sollten dies zumindest vom Anspruch her. Wikibeiträge müssen dabei nicht einem "neutralen Standpunkt" folgen - dieses wissenschaftstheoretisch bedenkliche Modell gilt nur für Wikipedia - sondern jeder Beitrag kann ein Wikibeitrag sein. Das heißt, man könnte auch Blogbeiträge in einem Wikiformat schreiben. Dies ergibt dann einen Sinn, wenn man den Beitrag aktuell halten und in eine größere Wissensstruktur einbeziehen möchte. Es ist dabei unerheblich, ob es sich um ein geschlossenes privates Wiki handelt, welches man nur für sich als Zettelkasten nutzt, um Informationen zu strukturieren, oder ob es sich um ein geschlossenes öffentliches Wiki oder um ein offenes öffentliches Wiki handelt. Der Unterschied bleibt bestehen: während mit Blogbeiträgen immer nur neu Wissen rausgehauen wird, wird mit Wikibeiträgen das Wissen strukturiert und aktualisiert.
Assoziationen von Wikis
Wenn von Wikis die Rede ist, dann ist meistens Wikipedia gemeint. Die "Wikipedia" gibt es jedoch nicht. Bei Wikipedia handelt es sich um eine Assoziation von hunderten von verschiedensprachigen Wikipedias. Gemeinsam ist ihnen, dass sie von der Wikimedia-Foundation herausgeben werden, die letztlich auch das Sagen hat, während sich länderspezifisch verschiedene Chapter, Vereine, um das Vorankommen der einzelnen Wikipedias sorgen und die jeweiligen Wikipedia-Communities die Regeln und Inhalte festlegen (also die Regeln neben den Grundsatzregeln wie dem Neutralitäts-Grundsatz).
Neben den Wikipedia-Wikis existieren wie bereits gesagt etliche andere und sehr viel bescheidenere Wikis. Diese werden entweder bei einem Anbieter wie Editthis oder Wikia betrieben, wo man sich nur anmelden muss und losstarten kann, oder als eigene Websites, indem man bspw. das kostenlose Open-Source-Programm Mediawiki herunterlädt und installiert. Es kostet also keine großen Anstrengungen, bei Editthis ein eigenes privates geschlossenes Wiki anzulegen und dort seine Blogbeiträge hineinzukopieren, um sie dann nach und nach systematisch zu verbessern. Das alleine hätte schon eine Wert. Für die Allgemeinheit wäre der Nutzen größer, wenn diese Wikibeiträge offentlich einsehbar sind. In diese Wikis könnten dann auch weitere Autor_innen mitarbeiten, sporadisch und/oder als festes Team. Und noch sinnvoller wäre es, an Assoziationen von Wikis mitzuarbeiten, um Artikel auszutauschen und gegenseitig von einander zu lernen oder sich anderweitig zu unterstützen.
Wikis aktiv nutzen
Wikis sollten stärker genutzt werden. Wer bloggt, kann auch Wikis schreiben. Eine Möglichkeit, sofort anzufangen, sind Wikifarmen wie das oben verlinkte Editthis, oder bestehende Wikis wie Wikipedia. Eine Liste von sozialen linken Wikis, die gerne ergänzt werden darf, findet sich hier: Liste sozialer Wikis. Während das deutschsprachige Wikipedia bereits über 1,3 Millionen Artikel beinhaltet, führen andere Wikis eher ein Schattedasein. Das im letzten Jahr gestartete Soziale Wiki feiert gerade seinen einhunderttausendsten Seitenaufruf. Das ist im Vergleich zum Global Player Wikipedia nicht viel, aber ein guter Anfang. Auch hier kann man direkt starten, wobei alle Artikel willkommen sind, die nicht als Spam oder Diskriminierung gelten und keinen Trouble mit der deutschen Rechtssprechung einbringen. Ich habe dort diesen Artikel hier ebenfalls publiziert
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Total sachkundig wie interessant. Vielen Dank. Noch eine Frage: Ich habe zahlreiche kurze Artikelchen geschrieben über Städte, die ich besucht habe und die mir gefallen haben und auch anderen gefallen dürften. Immer war das Motto: Wie schöne Stadte entstanden sind und das zweite Motto war, es sollen die Perlen außerhalb der großen Touristentrassen sein. Wer kennt schon Porvoo (in Finnland) oder Schnepfenthal oder Eisental (Deutschland)? Also die Frage: Was kann ich als Autor tun, damit mancher / manche auf die Idee kommt, da könnte ich mal vorbeischauen, man muss sich nicht immer auf den Trampelwegen bewegen.
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Da sind Blogs eher ungeeignet. Am meisten Aufmerksamkeit erzielt ein Artikel in Wikipedia. Dafür muss er aber den Wikipedia-Richtlinien entsprechen. Bis vor kurzem gab es noch Google-Knol, dort wären die Artikel gut aufgehoben gewesen. Eine andere Wissensplattform ist Squidoo oder der deutsche Content-Anbieter Pagewizz. Es ist aber auch problemlos möglich, ein eigenes Wiki anzulegen, bspw. über Editthis und dieses Wiki "Schöne Städte entdecken" oder so ähnlich zu nennen. Die Artikel könnten dann nach Ländern kategorisiert werden. Was man dann machen sollte, um die Seite bekannter zu machen, nennt sich Search Engine Optimizing und ist eine Wissenschaft für sich. Eine Kombination von Blogs und Wiki böte sich an. Oder Sie suchen sich ein Wiki, welches sich bereits mit Tourismus/ Städten befasst. Wenn die Artikel prinzipiell sozial kritisch verfasst sind, können sie natürlich auch ins Soziale Wiki rein.
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Ich habe dieses Wiki gefunden: wikitravel.org/de/Hauptseite Wäre das nicht was für ihre Artikel?
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Während wikipedia eine bewunderswürdige Einrichtung ist, kann man das für Ableger wie wikitravel nicht sagen. So jedenfalls mein erster Eindruck. Was über meinen Geburtsort Baden-Baden gesagt wird, der ja wohl zu den bekannteren Perlen gehört), ist nicht wert, dass man dort nachschaut. Da erfährt man bei wikipedia wesentlich mehr.
Offenbar stehen da auch keine Personen dahinter, was sich daraus ersichtlich macht, dass die aktuelle Meldung aus dem März 2011 stammt. Ich mache das natürlich nicht zum Vorwurf, aber so ist es offenkundig. |
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Hallo Zeitleser,
ja, Sie sprechen da ein wichtiges Problem an. Außerhalb von Wikipedia werden Wikis kaum aktiv vorangebracht. Umgekehrt bedeutet das natürlich auch, dass sich bei kleinen Wikis die Mitarbeit von einer Person deutlich bemerkbar macht. Wikitravel ist kein Ableger von Wikipedia, sondern ein eigenständiger Versuch, für Reisende ein Wiki aufzubauen. |
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Danke für die Anerkennung.
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Hallo...
sehr interessante und wichtige Debatte, wenngleich ich nicht allem zustimme. Denn an Blogs ist ja gerade so toll, dass durch die Kommentardiskussionen schwarmintelligente Betrachtungen komplexer Themen möglich sind...das ließe sich sicher auch aufs Wikiprinzip übertragen, allerdings wirds absurd wenn Leute kommentieren und der Beitrag danach geändert wird...da müsste man sich genau überlegen wie das dann sinnvoll organisiert werden kann. Den Beitrag als Debattenanstoß finde ich aber sehr interessant. Wenn du Lust hast ihn auf meinem Blog the-babyshambler.com/ zweitzuveröffentlichen, schreib mir mal ne mail. (mailadresse im impressum) |
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hier übrigens noch was aus meiner Feder zum Thema:
the-babyshambler.com/2011/11/18/selbstverstandnis-eines-bloggers/ |
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Hi
Bei Wikipedia gibt es auf den Diskussionsseiten ähnlich spannende Diskussionen wie in Kommentaren unter den Blogs. Das heißt, prinzipiell sind auch Wikis für Diskussionen bestens geeignet, jede Artikelseite hat ja auch eine eigene Diskussionsseite. Und im Gegensatz zu Blogs stehen für die Diskussionsseiten in Wikis die gleichen Bearbeitungsmöglichkeiten zur Verfügung, die man auch zum Schreiben der eigentlichen Artikel hat. Dennoch haben natürlich auch Blogs ihre Vorteile. Wikipedia hat übrigens gezeigt, dass die Schwarmintelligenz überbewertet ist. Zwar ist Wikipedia das Projekt von vielen, aber die einzelnen Artikel stammen in der Regel je aus ein oder zwei Federn/Tastaturen. Danke für das Angebot. Ich habe den Artikel bereits im Sozialen Wiki zweitveröffentlicht. |
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Schwarmintelligenz ... überbewertet...?
Das sind ja ganz neue Erkenntnisse für mich. Wo doch über diese noch nicht viel öffentlich bekannt ist, fängt man schon an, sie zu vernachlässigen. Aber darum gab es ja bestimmt reichlich Auseinandersetzung in den Spären von Wikipedia - und das nicht umsonst, denn es hat beides Vorteile (und eben auch Nachteile). |
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Die Schwarmintelligenz Wikipedias besteht hauptsächlich in der Koordinierung der Artikel. Abgesehen von größeren Beiträgen (Berlin) oder stark in der Öffentlichkeit stehenden Artikeln (Thilo Sarrazin) ist der Großteil der Artikel nicht von Schwärmen produziert worden, sondern von Einzelpersonen. Bei normalen Artikeln kommt es in der Regel nur selten zu substanziellen Verbesserungen.
Der "Schwarm" besteht in Wikipedia in der Kategorisierung der Artikel, im Aufbau des Entscheidungsfindungs-Systems und in den Relevanzkriterien, also in all den Bereichen, wo Wikipedia-Community eigene Theorien aufbaut, was in den Artikeln selber streng verboten ist. |
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na aber a) ist doch wiki als "gesamtwerk" im schwarm entstanden und dann musst du dich ja auch fragen wo die einzelnen schreiber dann auch wieder ihre information haben...aus dem internet - das ebenfalls schwarmintelligent funktioniert/genutzt werden kann....bei einem so neuen thema gibt es sicher noch viele definitorische unklarheiten, was aber klar sein sollte:
in kooperation können viele zusammen mehr leisten als viele aufsummiert jeder für sich.. |
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Ich denke, dass Wikipedia hauptsächlich durch Google ermöglicht wurde und umgekehrt hat auch Google von Wikipedia profitiert, weil Wikipedia Google immer die passenden Artikel geliefert hat. Wahrscheinlich ist das der Grund für die beiden Großspenden von Google an Wikipedia - abgesehen davon, dass sich beide Betreiber_innen von Google und Wikipedia darin einig sind, dass Content-Produktion nicht bezahlt werden muss.
Und die Google-Suchmaschine ist ja eben keine Schwarmintelligenz, sondern eine mathematische Formel. Die Intelligenz der Wikipedia-Autor_innen besteht überwiegend darin, Google-Treffer zu einem vernünftigen Artikel zusammenzufassen oder eine Beschreibung eines Buchtextes mit Google-Treffern zu ergänzen. Also auch da ist nicht viel Schwarmintelligenz. |
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tja aber auch da sind wir mittlerweile weiter...viele leute bilden heutzutage informationsnetzwerke um sich herum aus, verlinken sich massiv über facebook oder nutzen twitter (was auch wieder kollektivintelligent funktioniert/funktionieren kann)...
ich hab rund 2000 leute in meiner facebookliste, will ich was wissen frag ich den schwarm und kann mir sicher sein, dass viele leute mir interessantes material als antwort posten...eine art menschliches google...funktioniert besser als das andere... man muss social networks halt nur richtig nutzen, dann ist da ne menge möglich... |
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Zitat: "ich hab rund 2000 leute in meiner facebookliste" - ich weiß, wir sind da auch befreundet. Besteht da nicht die Gefahr des Durchrauschens? Also ich würde Ihre Frage wahrscheinlich übersehen, da ich ebenfalls einen vierstelligen "Freundes"kreis habe.
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nö klappt eigentlich ganz gut...man muss dazu halte ein paar kniffe lernen...ist wie fahrradfahren lernen...fb bietet ja auch diverse funktionen die das unterstützen...gruppen, seiten etc...am besten selbst bisschen rumexperimentieren und dann kann man sein facebook richtig schlau machen ;-)
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Das mag sein.
Aber ich setze da eher auf Alternativen. Die Idee der "Gruppen" kam ja über Googles "Kreise" ursprünglich von Diasporas "Aspekten". Und Diaspora bevorzuge ich dann doch sehr deutlich gegenüber Facebook. Wobei ich hoffe - und hier schließt sich der Kreis - dass Diaspora-Pods sich irgendwann mit lokalen Wikis verbinden. Das wäre momentan ideal. Vielleicht ergibt sich ja was neues durch Occupy, die ja gerade intensiv an einer Facebook-Alternative arbeiten. |
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Finde ich auch sehr interessant und - was die momentane Lage hier angeht - leider sehr zutreffend. Es soll sich ja was ändern, aber es stimmt, ich hätte auch gern ein Umfeld, in dem man nicht versinkt, sondern sich noch besser horizontal verlinkt und ergänzt.
ich probier mal dies und jenes aus. Danke und Gruß |
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Das zeitliche Nacheinander und das räumliche Nebeneinander so zu organisieren, dass ein Maximum oder wenigstens ein hinreichender Überblick entsteht, ist schwer nicht nur wegen dem zweidimensionalen Blatt des Bildschirms sondern wg. der Unzulänglichkeit des menschlichen Intellekts (überhaupt) - so Schopenhauer, einer seiner besten Bemerkungen (im zweiten Band, Welt als ...). Fernando Pessoa hat übrigens dazu das Beste geschrieben unter dem Titel "Wie man Briefe abheftet". Mein abgeschautes System läuft so: Alles wird in einem File abgeheftet mit laufender Nummer Jahr Monat Tag Titel. Also heute 120102 XXXX. Es orientiert sich daran, dass der menschliche I. auch nach Zeit ordnet und daher findet man eine Doku nicht nach dem Was sondern nach dem Wann am besten.
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ich denke dennoch, dass es im Netz noch mehr Dimensionen gibt. Wir werden sehen. Wir werden noch den Wissenswürfel erleben.
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Das Netz ist eben nicht zweidimensional, das ist ja das Zentrale. Nur wir denken noch zweidimensional, jedenfalls wenn wir Ü30 oder Ü40 sind, weil wir so geprägt sind.
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Ja, Ihr Alten, das ist Euer Handicap!
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Ja, Ihr Alten, das ist Euer Handicap!
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@weinzstein
Hat alles seien Vor- und Nachteile, sagte meine Mutter immer. Die junge Generation probiert ja auch noch immer mehr als sie glaubt, wenn ihr das Netz "nattürlich" erscheint. |
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...natürlich...
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Ja, genau, das Netz ist nicht zweidimensional. Und schon die Literatur aus dem 19. Jahrhundert versuchte, den alternativlosen Fluss von Anfang bis zum Ende zu durchbrechen. So kenne ich eine Geschichte von Tolstoj, die zwei alternative Enden anbietet. Auch lineare PowerPoint-Präsentationen werden zusehendes durch Alternativen wie Prezi ersetzt. Ein Wiki mit einer Prezi-Struktur würde noch deutlicher die Linearität durchbrechen. Also Wikis, wie wir sie als Wikipedia kennen, sind noch nicht das Ende der Dynamisierung der Wissensdarstellung.
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Unbestritten scheint kein Bolg gegen die Wikis zu komkuieren können - was die besonderen Vortiele der Wiki´s betrifft.
... Aber, ... wollen sie hier Blogger abwerben? Werbung ist doch hier verboten.... (satire aus) |
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Nein, ich möchte die Blogger_innen hier und den Freitag animieren, sich ein Wiki zuzulegen. Das Archiv des Freitag-Lexikons würde sich als umfangreiche Grundlage anbieten.
Blogbeiträge und Wikibeiträge stehen ja eben nicht in Konkurrenz zueinander, sondern können sich wunderbar ergänzen. In eigener Sache schreibe ich natürlich auch: ich würde mich freuen, wenn das Soziale Wiki aktiv genutzt werden würde und ich würde mich über die Etablierung neuer Wikis freuen, mit denen sich eine Assoziation linker, kritischer, sozialer Wikis aufbauen ließe. |
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A.K.
Danke erstmal fuer die Infos. Eine Frage, wie sehen Sie es mit dem Problem, bei z.B. Wikipedia, das Grossunternehmen mit ihren PR - Abteilungen Einfluss auf auf Willens- und Wissensbildung nimmt? Ein Beispiel: Chlor in Wikipedia: "Eine spanische Studie kam zu dem Ergebnis, dass die durch die Chlorung des Wassers und der Reaktion mit organischen Verunreinigungen (Urin, Schweiß, Hautschuppen) entstehenden Desinfektionsnebenprodukte das Risiko für Blasenkrebs erhöhe. Dieses Risiko lässt sich durch angemessene hygienische Verhaltensweise der Badegäste (vor dem Betreten des Beckens duschen, nicht ins Becken urinieren) deutlich verringern.[45]... Das wars... Lobby gruesst... Im Gegenstueck dazu: www.oekorecherche.de/deutsch/download/CLRKRANK.pdf ..."Heute finden Toxikologen im menschlichen Körper fast 200 Stoffe der Chlorchemie - in der Muttermilch, im Fettgewebe, im Sperma, im Blut.... Diese Chemisierung des Menschen mit den meist naturfremden Chlorchemikalien hat Folgen. Die Studie "Chlor macht krank" faßt den aktuellen Stand der Forschung über die außerordentlich umfassende Giftwirkung von Chlorchemikalien auf die menschliche Gesundheit zusammen: Chlorgifte können Krebs, Unfruchtbarkeit, Mißbildungen bei Kindern, Hormonstörungen, Immunschäden, Schäden des Nervensystems und Schädigungen verschiedener Organe hervorrufen"... Freue mich auf Antwort. Gruss |
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Natürlich wird Wikipedia durch die PR-Agenturen von Großkonzernen manipuliert. Hier ein jüngerer Artikel von mir zum Bell Pottinger Skandal. Ich habe den Artikel um einen Absatz gekürzt, es gab die Androhung einer Unterlassungsklage.
Das Problem bei solchen Manipulationen ist für mich nicht nur, dass die Wirklichkeit verzehrt wird, sondern dass die Wikipedia-Autor_innen, die ernsthaft arbeiten, seitens der Foundation und ihrer Chapter keinen Schutz erhalten. Immerhin sind es die Autor_innen, die sich unentgeltlich bezahlten Profis entgegenstellen und dann noch nicht mal die Admins auf ihrer Seite haben, sondern mit einer Sperre rechnen müssen. |
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Hatte den Link zum Artikel vergessen:
Wikipedia-Autor_innen gegen Lobbyismus schützen |
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Danke fuer Info AK,
da muss ich zusammenfassen, dass 2000 Facebookkontakte oder "Schwaerme" etc. mich nicht sonderlich tangieren, sondern eher wie loest man die von Ihnen obengenannten Probleme... Scheint keinen WIRKLICH zu interessieren, das ist Meinungsbildend, was zukuenftige Generationen angeht, hochgefaehrlich... Mir ist auch hier und anderweitig schon oefter aufgefallen, dass bei juengeren Blogmitgliedern bestimmte "BackroundInfos" einfach aus dem Netz gesaugt wird, ohne gedanklich Filter einzubauen. Was kann man da machen? Ethikkomission im WEBumgang bei den Kultusministern der Laender (Schulen)? |
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Ich würde eine Gewerkschaft der Autor_innen anregen, die Internet-Inhalte produzieren.
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Danke Andreas Kemper für den "Blog im Blog"
es gibt hier in den Kommentaren wieder eine Fülle von Gedanken, die in weiteren Beiträgen behandelt werden könnten oder einen eigenen Kommentar (Ergänzung, Vertiefung usw.) verdienen. Und da liegt das Problem. Ich gehöre zu den Älteren und möchte auf einige Aspekte hinweisen: 1. Unser Gehirn "denkt" vernetzt, was wir aber in der Schicht des bewussten Denkens bearbeiten, ist linear-kausal. Wir sind nicht fähig, an mehreren Problemen gleichzeitig zu arbeiten, zumindest nicht parallel. Was uns aus dem Unterbewusstsein aufsteigt, entzieht sich weitgehend unserer Kontrolle. Auch wenn uns das Gefühl etwas anderes sagt oder wir nachträglich eine Begründung nachlegen. Die Nutzung der neuen Medien erleichtert uns zwar die Auffindung von Informationen, die netzartig strukturiert ist, aber die Aufnahme dieser Informationseinheiten (chunks) muss wieder durch unsere beschränkten Denkprozesse und Filter. Also machen wir uns da nichts vor! 2. Mehr Information bedeutet noch lange kein Fortschritt. Genausowenig sagt eine große Zahl von Facebook-Kontakten irgend etwas über Freunde aus. Aber es mag der eigenen Bestätigung und Befriedigung dienen. Ich betrachte dies eher als Zeitverschwendung und mit Freunden hat das gar nichts zu tun, solange man diese Personen nicht persönlich (von Angesicht zu Angesicht) getroffen hat. Vielleicht ist meine Vorstellung von Freundschaft eine andere. 3. Es gibt viel zu viele Blogs. Deshalb ist ein Forum wie hier mit Archivierung doch eine gute Lösung. Beiträge, die man verfolgen oder die man später wieder aufgreifen will, kann man in eigenen Linklisten nach Datum und Thema speichern und bei Bedarf darauf zurückkommen. Jeder hat seine eigenen Vorstellungen und Vorlieben von Ordnung, aber Kriterien sind bei allem halt der Zeitaufwand der Verwaltung und der Zeitaufwand des Wiederfindens. Und dies ist stark abhängig vom Volumen der Daten. 4. Tja und was Beiträge zur Erkenntnisvertiefung betrifft, glaube ich doch eher an die Beschäftigung mit einem Thema. Dazu gehört Zeit, Ruhe und bei Gelegenheit die Diskussion mit kritischen Menschen (weniger am Bildschirm). Alles andere ist für mich die Verstärkung des "Grundrauschens". Und aufgrund der neuen Möglichkeiten müsste diese Auseinandersetzung heute wesentlich einfacher sein (wenn man das Ausblenden gelernt und Mut zur Lücke hat!). Fazit. Es geht hier weniger um technische Aspekte der Datenorganisation und Verwaltung (natürlich sehr wichtig), sondern um die Beschränkung seiner (meiner) Aufmerksamkeit auf für mich relevante Themen, zu denen ich dann meine Kenntnisse einbringen kann. Dazu gehört dann allerdings "Gedankenarbeit" und die kostet Zeit! |
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pleifel schrieb am 03.01.2012 um 10:24
Als "Aelterer" musste ich da tief- schief Grinsen, so empfinde ich es naemlich auch, aber Sie haben die richtigen Worte gefunden :-) "Angesicht zu Angesicht" Kommunikation beinhaltet naemlich auch die Facetten des Gesichtes wahrzunehmen, Lachfalte, Stirnrunzeln etc. Das ueben wir seid 80 000 Jahren und koennen diese Sprache "lesen", genetisch bedingt. Das entfaellt auf einmal in "Facebook-friends" Grins Grins :-))))) |
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das lässt außer acht, dass blogs auch eine kunstform sind. ich hab so vor zehn jahren bloggen als hinreißende möglichkeit des creative writings erlebt. die kurzfristige moment performance hat ihren eigenen reiz, das spotlightartige, das nur so viel bedeutung und dauer hat wie die funken eines zündholzes.
würde dir zustimmen, dass blogs unter dem aspekt des wissenstransfers verbeserungsbedürftig wären, aber wie du selbst sagst, sind da vielleicht auch andere platformen besser geeignet. |
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Manueller Trackback: www.schockwellenreiter.de/blog/2012/01/03/blogbeitrage-wikifizieren/
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Manueller Trackback: www.schockwellenreiter.de/blog/2012/01/03/blogbeitrage-wikifizieren/
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Oops! Irgendwie reagiert das Kommentarsystem hier etwas lahm und ohne Feedback.
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*lach* etwas lahm ist jetzt schon der euphemismus des jahres. bei mir braucht die freitag seite schon ewig um sich aufzubauen, und über den aufbau von jedem einzelnen teaser werde ich extra informiert ^^
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schrieb am
03.01.2012 um 12:00
Das Ärgernis ist dem Freitag schon lange bekannt und x-mal von den Bloggern moniert worden!
Vielleicht sollten wir zur Spende aufrufen. |
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Hallo Jörg Kantel,
wenn du als "Graue Eminenz" der Blogosphäre (nicht böse gemeint) das ähnlich siehst, dann ehrt mich das. Zu meiner Rechtfertigung, dass ich schändlicherweise nicht das DokuWiki erwähnte, kann ich nur anführen, dass ich Wikis über Wikipedia entdeckt habe und Mediawiki für mich daher bequemer ist. Aber für Mediawiki spricht neben meiner Bequemlichkeit auch der Punkt, dass ich Assoziationen von Wikis propagiere, die zusammenarbeiten und bspw. Beiträge austauschen. Das geht natürlich besser, wenn sie über ein einheitliches Format verfügen und Mediawiki ist als Software für Wikis zur Zeit am bekanntesten und am weitesten verbreitet. Wobei sich das natürlich schnell ändern kann, wenn eine ansprechende "Bliki"-Software entwickelt wird. |
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Hallo Andreas,
1. Das DokuWiki spricht InterWiki Links um verteilte, sich gegenseitig verlinkende Wikis (die nicht unbedingt DokuWikis sein müssen, Wikimedia z.B. geht auch) zu ermöglichen. 2. Das Mediawiki ist ein schwer zu installierender Dinosaurier und kann eigentlich nur Wikipedia -- sonst gar nichts. Gerade im Multimediabereich (und das Netz ist multimedial) tut es sich ziemlich schwer. Aber eigentlich ist das egal. Die Grundidee sollte sein, verteilte Wikis zu ermöglichen, die die Basis für eine dezentrale Wissenssammlung ermöglichen. Die größten Bauchschmerzen, die ich bei der Wikipedia nämlich habe (neben dem unsinnigen Relevanzkriterium), ist deren Zentralismus. |
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"Die größten Bauchschmerzen, die ich bei der Wikipedia nämlich habe (neben dem unsinnigen Relevanzkriterium), ist deren Zentralismus." Das sehe ich genauso.
Und das DokuWiki werde ich mir mal genauer ansehen. Vielleicht braucht es so etwas wie die Occupy-Bewegung, um eine Mischung aus Blogs und Wikis zu etablieren: “I’d say it would be a pretty major accomplishment to get a couple of the [web site] systems that everyone is using, like ELGG and Drupal and media wiki and maybe Wordpress” Occupy Geeks Are Building a Facebook for the 99% |
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Der Genießer - als nur zweidimensionaler Alter entlarvt - schweigt, nimmt die Sache pragmatisch und nutzt was er vorfindet.
So könnte man sagen. Aber ich will es mal konkretisieren. Wenn ich - weil ich so oft dort war - jetzt - wo ich Zeit habe - etwas über dieses Land schreiben will und tatsächlich schreibe - um meine Zeit mit Hilfe von Selbst-erfahrenem zu nutzen - dann wäre ich dumm, wenn ich wikipedia nicht nutzte. Die Erfahrung lehrt, in Bezug auf Sachen weiß ich oft mehr, z.B. über einen Ort wie Helsinki der ersten Kategorie, Porvoo der zweiten Kategorie, da kann ich mein Wissen partiell ergänzen, aber ich weiß eigentlich mehr Substantielles darüber, über Pohja dachte ich, da erfahre ich nichts, aber es kam anders. Aber im Großen und Ganzen, der Nutzen war mittelmäßig. Aber überhaupt nicht mittelmäßig sondern 1. Klasse war, als ich was willen wollte über die Tatsache, dass in H. die Sommernächte hell sind, d.h. die Abenddämmerung in die Morgendämmerung übergeht. Nun bin ich mir bewusst, warum im Sommer in Finnland die Nächte länger sind als bei uns. Aber dass mir vermittels Wiki der Weg gebahnt wurde zu der Info (der Mathematikklasse eines bayerischen Gymnasiums) wie lange die Tageshelle im jahreszeitliche Wechsel hier, in Finnland und überall und wann ist - mein Gott, wie kann ich diesen Wissensgewinn "zurückzahlen", doch nur insofern in dem ich es aufnehme einbaue (unter Nennung der Quelle natürlich, aber was ist die Quelle wikipedia, es sind nur Namenlose) ujnd dann auch anbiete, was ich daraus gemacht habe. Nur ein Beispiel über die Antworten dazu: Ein Bericht über eine polnische Stadt vor fünf Jahren oder so produziert zwei Antworten: 1. Ich war gerade in S., da hat einer was drüber geschrieben, waren Sie das oder ein anderer mit dem selben Namen und 2. mein Urgroßvater ist 1914 oder so vor S. gefallen, können Sie mir sagen, wo er begraben ist? Ich bin mir immer noch nicht sicher so verführerisch das Internet allgemein und wiki speziell für eine künftige wissensbasierte Gesellschaft ist oder sein wird. Insofern hoffe ich, dass Ihr Beitrag so noch einige Zeit zur platform benutzt wird, ansonsten verschwindet ja alles im Bermuda Dreieck. Also pflegen Sie Ihren Beitrag über den Tag hinaus. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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