Empfehlung der Woche

Generation rechts?

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Rüdiger Maas

Hardcover, gebunden

288 Seiten

24 €

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THEATER DER WELT Chemnitz 2026

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Theaterfestival

Festivalzentrum: Spinnbaugarten

Vom 18. Juni bis 5. Juli 2026!

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Das Los des Fremden

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Brandt Andersen

Drama

USA 2025

104 Minuten

Ab 18. Juni 2026 im Kino!

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Gefühlte Wahrheiten. Zeppeline und Nationalsozialismus

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Zeppelin Museum Friedrichshafen

Seestraße 22 | 88045 Friedrichshafen

Vom 22. Mai 2026 bis 4. April 2027!

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Kultur : Wahrheits Spiel

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Immer wieder besuchten wir Parties in diversen Häusern. Die angenehmsten gab Mrs. Bernard Reis, eine wundervolle Gastgeberin, die delikate Mahlzeiten servierte. Sie umgab sich gern mit Surrealisten, und die durften bei ihr machen, was sie wollten. Das nutzte Breton natürlich aus, um sein Lieblingsspiel zu organisieren, Le jeu de la vérité, das Wahrheitsspiel. Wir saßen alle im Kreis, während er den Zeremonienmeister mimte. Bei diesem Spiel musste man die intimsten sexuellen Gefühle anderer Leute ausspionieren und entlarven, eine Art Psychoanalyse in der Öffentlichkeit. Je obszöner die Geheimnisse waren, die enthüllt wurden, desto köstlicher amüsierten sich die Spieler. Als ich einmal an die Reihe kam, fragte ich Max, in welchem Lebensalter er am liebsten mit Frauen geschlafen habe – mit zwanzig, dreißig, vierzig oder fünfzig. Andere Leute wollten wissen, wie die Frauen die Trennung von ihren Männern verkrafteten, die ihren Kriegsdienst leisteten, wie lange sie es ohne Sex aushielten oder was sie im Bett bevorzugten. Im Grunde war das alles albern und kindisch. Am lustigsten fand ich die ernste Strenge, mit der Breton diesen Unsinn betrieb. Wenn man irgendwas sagte, das nicht zum Thema passte, war er tief beleidigt. Wer das wagte, musste etwas als Pfand geben. Mit eiserner Faust regierte er die Spielerschar und schrie dauernd: “Gage!“ (Pfand) Am Ende wurden die Pfänder auf verrückte Weise eingelöst. Zum Beispiel sollte man mit verbundenen Augen erraten, wer einen küsste...


Gespielt wurde vermutlich im Jahr 1942

aus Ich habe alles gelebt

Autobioghraphie von Peggy Guggenheim

aus dem Amerikanischen von Dr. Eva Malsch

Bastei Lübbe 1998

Hier endet der 309. Eintrag: Dieser Blog mischt Fiktion und Realität. Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind zufällig und in der historischen Überlieferung nicht verbürgt. Ich bin nur der Navigator, mein Name sei NEMO:

Ich schreibe um unser Leben. Bitte bleib dran.

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