bertamberg

Gesundheit, Geld oder Leben?

09.06.2011 | 16:21

Infektionen: Die Angst vor dem Keim

 


Vom lebendigen ganzen Leidträger wird weggesehen, besonders aber von den Umständen, worin er sich befindet. Von daher die Überschätzung der Bazillen, als der einzigen Seuchenerreger; die Mikrobe verdeckte vor allem andere Begleiterscheinungen der Krankheit, schlechtes Milieu und dergleichen; so enthob sie von der Pflicht, auch dort die Ursachen zu suchen. Die Schwindsucht etwa wütet vorzugsweise unter den Armen, doch zöge man das in Rechnung, so müßte die Armut bekämpft werden, als besonders feuchter Fleck, wozu bürgerliche Heilkunde weniger Neigung zeigt.“ 1

Den Armen aus ihrer Armut zu helfen ist keine Frage von moralischer Überlegenheit, Mitleid, Gönnerhaftigkeit oder Heldentum. Es bedeutet ganz einfach, die Dummheit hinter sich zu lassen. Vor hundert Jahren haben wir uns in unserem Teil der Welt von Hungersnot, Hungertod und schlechten Hygieneverhältnissen verabschiedet. Das Resultat war nicht nur ein besseres Leben für die Ärmsten, sondern tatsächlich auch für die Reichsten.“ meint Tor Nørretranders 2 und setzt damit eine begründete Perspektive für die Zukunft, die diametral der skeptischen Bestandsaufnahme Blochs gegenüber liegt.

Ich meine, dass das Konzept der Infektionstheorie auch deshalb so fest in den Köpfen verankert ist, weil es den Experten Macht und Existenzberechtigung gibt. Wenn Allgemeingut wäre, wie man das Immunsystem so stärken könnte, dass keine Infektionen mehr auftreten, wohin sollten dann jetzt die ganzen Spezialisten hingehen, die zu wissen vorgeben, wie man sich vor den großen Seuchen schützen kann? Die Ausrufung von Epi- und Pandemien wie bei Vogelgrippe, Schweinegrippe, SARS usw. ist nur die logische Konsequenz von tendenziell unterbeschäftigten Experten und Produktionsstätten in einer Zeit, in der die westliche Welt arm an wirklichen Infektions-Epidemien geworden ist, die die Aufrechterhaltung diese Technologie legitimieren könnten.

Es gilt als unumstrittene „Wahrheit“, dass Krankheiten durch Erreger verursacht werden und demzufolge die Keimverminderung durch antiinfektiöse Maßnahmen (speziell erregerspezifische Antibiotika) als Goldstandard in vielen Indikationen eingesetzt wird. Bei dieser Ursachen-Theorie mit dem daraus abgeleiteten Therapie-prinzip handelt es sich aber auch nur um eine unbewiesene Arbeitshypothese, die sich zwar als scheinbar überwältigend gut brauchbar in den Jahren seit Syntheti-sierung des Penicillins erwiesen hat, die jedoch mit jedem neuen antibiotikaresistenten Erreger und jedem im Zusammenhang mit einer Besiedlung durch antibio-tikaresistente Bakterien wegen insgesamt unzureichender Behandlung gestorbenen Patienten an Glaubwürdigkeit verliert: Jedes Jahr sterben allein in Deutschland 20000 bis 40000 Menschen an ganz normaler Lungenentzündung, weil die Keime resistent und die Antibiotika nicht mehr wirksam sind,3 also bei 365 Tagen 55 bis 109 Tote pro Tag.

Nach Bruce Lipton ist die Handhabung der Mikrobentheorie von Louis Pasteur ein Paradebeispiel dafür, wie die heutige Wissenschaft leugnet, dass geistige Energie (d. h. Gedanken) einen direkten Einfluss auf die Steuerung der Körperphysiologie durch das Gehirn hat, dass Energie Materie deutlich effizienter beeinflussen kann als Chemikalien. Nach Pasteur sind Bakterien und Viren die Ursache von Krankheiten. „Diese Theorie ist heutzutage allgemein akzeptiert, doch zu Kochs Zeiten war sie heftig umstritten. Einer von Kochs Kritikern [der Münchner Sozialhygieniker Prof. Max von Pettenkofer] war so davon überzeugt, dass diese Theorie falsch sei, dass er forsch ein ganzes Glas Wasser mit Vibrio Cholerae (den Bakterien, die Koch als Ursache der Cholera-Erkrankung ansah) austrank. Zum allgemeinen Erstaunen schienen die virulenten pathogenen Bakterien dem Mann überhaupt nichts auszumachen. In dem Science-Artikel von 2000 wird über das Ereignis berichtet: ‘Aus unerklärlichen Gründen entwickelte er keinerlei Symptome, doch nichtsdestotrotz hatte er Unrecht‘. 4 Der Mann überlebte und die Wissenschaft besaß die Dreistigkeit, zu behaupten, er habe Unrecht! (...) Die Mikroben-Theorie ist ein weiteres Beispiel dafür , wie Wissenschaftler so darauf fixiert sind, ihre Wahrheiten zu behaupten, dass sie alle störenden Ausnahmen ignorieren. Eine Theorie kann per se jedoch keine Ausnahmen zulassen - Ausnahmen bedeuten schlichtweg, dass die Theorie nicht vollständig zutreffend ist. (...) Auf ähnliche Weise hält die Wissenschaft unbeeindruckt an ihrer Behauptung fest, das der HIV-Virus AIDS verursacht, ohne erklären zu können, warum es viele Menschen gibt, die mit dem Virus infiziert sind, ohne Krankheitssymptome zu zeigen.“5

Diese Beispiele zeigen, dass sowohl Albert Einstein recht hatte, als er seinen Wissenschaftskollegen empfahl, wenigstens eine halbe Stunde am Tag das Gegenteil von dem zu denken, was in der Wissenschaft als gesichert gilt wie auch Konrad Lorenz, der der Forschergemeinde riet, den Tag am besten damit zu beginnen, zum Frühstück eine Lieblingshypothese zu verspeisen.

Eine Analyse hinsichtlich vorhandener Stressfaktoren zeigt oft, dass ein Erreger nur der letzte Tropfen in einen fast vollen Eimer an Belastungsmomenten ist, der dann als Auslöser für eine Krankheit wirksam wird. Kritisch ist aber nie das erste Glas Wein, sondern das, das „über den Durst“ getrunken wurde. Die Tatsache, dass homöopathisch aufbereitete Krankheitserreger zur Unzeit gegeben krank machen können, ebenso wie eine Impfung die Auslösung einer oft schwer merkbaren Kunstkrankheit bedeutet, zeigt, dass weniger der Erreger an sich als die „krankheitsauslösende“ Information wirksam werden kann. Dazu kommt noch: Je mehr wir dem Erreger Beachtung schenken und uns von ihm abhängig machen, umso mehr schwächen wir unser Immunsystem.

Allein aber die Tatsache, dass z. B. Scharlach eine Krankheit ist, die wiederkommen kann, nachdem Antibiotika eingesetzt wurden (ich kenne ein Mädchen, bei der 10 mal hintereinander Antibiotika gegen Scharlach verordnet wurden, bevor ihr homöopathisch geholfen werden konnte), sollte klar machen, dass Keimbekämpfung nicht die beste, sondern eher eine weniger geeignete Methode ist und vor allem nicht die einzige bleiben sollte, weil damit  eine akute Krankheit nur in eine chronische  verwandelt wird.

1 Bloch, E. (1973),  Das Prinzip Hoffnung  Frankfurt/M. S. 544.

2 Nørretranders, Tor (2004): Homo generosus – Warum wir Schönes lieben und Gutes tun, Rowohlt Reinbek , S. 273.

3 Dahlke, Ruediger (2009): Die Schicksalsgesetze – Spielregeln fürs Leben: Resonanz, Polarität , Bewusstsein, Goldmann Arkana, München, S. 64.

4 Di Rita, V. J. (2000) Genomics Happens. Science 289:1488-1489, zitiert nach Lipton, Bruce H. (2008): Intelligente Zellen - Wie Erfahrungen unsere Gene steuern, KOHA-Verlag, Burgrain , S. 124.

5 Lipton, Bruce (2008), S. 124f.

 
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Kommentare
merdeister schrieb am 09.06.2011 um 17:15
Sie scheinen sich ja auszukennen.

Vielleicht können Sie ein paar Fragen beantworten.

- Was besagt, in Ihren Worten, denn das Infektions-"Konzept"

- Welche Möglichkeiten hat das Immunsystem, sich mit Bakterien auseinander zu setzen und wovon hängen diese ab?
-- Wo liegen die individuellen Unterschiede?
-- In welcher Form wirkt sich Armut auf diese Möglichkeiten aus?

- Welche Mechanismen nutzen Bakterien um in den Wirtsorganismus einzudringen, nur ganz grob?
- Welche Mechanismen haben Bakterien um in den Wirtsorganismus zu schädigen, ebenfalls nur ganz grob?
-- Wie schädigt der Cholera-Erreger den Menschen und warum kann man diesen Mechanismus nutzen?

- Was ist das Problem bei der Infektion mit HIV?
-- Wovon hängt es ab ob AIDS ausbricht?

- Wie entwickeln sich Resistenzen gegen Antibiotika?
-- Wie werden diese weitergegeben?
- Was gibt es für Resistenzmechanismen?

Das sind einige der Fragen die man stellen und beantworten müsste, bevor man einen Text, wie den Obigen absetzt. Dann würde deutlich werden, warum er, abgesehen von einigen Details, Platz auf dem Server verschwendet.

Vielleicht sind Sie ja in der Lage die Fragen in eigenen Worten zu beantworten...
bertamberg schrieb am 09.06.2011 um 21:45
Sieh da, M...eisters Gnade der Aufmerksamkeit ! Können schon, bloß am wollen hapert's: Ich habe brav Ihren Wissensdurst auf MitoMedizin und MIT gelenkt und Schweigen geerntet, dezent nachgefragt und keinen Treffer gelandet. Jetzt kommt ein mystisches Dutzend an Fragen, die ich teilweise grob beantworten soll. Ich fühle mich mißverstanden, ich bin nicht der Mann fürs Grobe (Konstantin Wecker).

Wenn das Problem der Platz auf dem Server ist: Vielleicht sind einige von Ihren 6653 Kommentaren nicht mehr aktuell. Treffen Sie mal eine kritische Auswahl. Ich zieh dann proportional mit, wenn wir uns in der Frage der Proportionalität einig geworden sind.
merdeister schrieb am 09.06.2011 um 22:10
Geht es in Ihrem Blog um MitoMedizin oder um Infektionserkrankungen? Habe ich hier Behauptungen aufgestellt, die allem widersprechen was wir wissen (!).

Sie können Ihren Unsinn nicht mit Fakten unterfüttern, tun aber so, als sei ich das Problem, weil ich in einem anderen Thread Ihren off topic (naja, off,off topic) Einwurf nicht beantwortet habe. Dann noch eine kleine Spitze mit dem Auge auf die Anzahl meiner Kommentare...gähn.

Ich halte fest: Sie versuchen mit ad hominem Angriffen vom Thema ablenken.
bertamberg schrieb am 11.06.2011 um 15:54
merdeister schrieb am 09.06.2011 um 22:10
“Geht es in Ihrem Blog um MitoMedizin oder um Infektionserkrankungen?“

Diese Bemerkung zeigt, dass Sie nicht wissen, was MitoMedizin ist und kann.

“Habe ich hier Behauptungen aufgestellt, die allem widersprechen was wir wissen (!).”
Sie sollten nicht das, was Sie wissen, mit dem verwechseln, was auf diesem Planeten an Wissen vorhanden ist. Lesen Sie erst mal das:
www.sanum.com/43/literatur.html

“Sie können Ihren Unsinn nicht mit Fakten unterfüttern, tun aber so, als sei ich das Problem, weil ich in einem anderen Thread Ihren off topic (naja, off,off topic) Einwurf nicht beantwortet habe.“
Sie verweisen auf den falschen Thread , was natürlich ein Versehen sein kann, was mich aber wundert. Haben Sie schon mal versucht, ein Kind zu füttern, das nicht essen will? Was von dem, was ich Ihnen an Lektüre nahegelegt habe, haben Sie denn sich reingezogen?

“Ich halte fest: Sie versuchen mit ad hominem Angriffen vom Thema ablenken.”

Und was haben Sie inhaltlich zu meinem Beitrag gesagt, außer dass er Unsinn ist?
bertamberg schrieb am 11.06.2011 um 16:28
Dass kann man auch mit äußerst vielen guten Gründen ganz anders sehen: “Das Milieu ist alles, der Keim nichts." (Claude Bernard)

Weswegen soll ich für Sie Kärrnerarbeit machen, das, was andere qualifiziert zum vorläufigen Wissensstand zu den von Ihnen angesprochenen Fragen zusammengetragen haben, in eigenen Worten wiederzugeben? Ich finde außerdem die Beschränkung auf mikrobiologische Details sehr eng. Der Mensch ist mehr als ein nur vegetatives Wesen.

In den Worten von Ruediger Dahlke: “Haben sie schon mal einen frisch verliebten Menschen mit einer Erkältung behandelt?”
steckt eine Frage, an deren Beantwortung durch Sie ich interessiert bin.
merdeister schrieb am 11.06.2011 um 17:52
Sie stellen in DIESEM Beitrag Behauptungen auf. Die sind Unsinn. Mitomedizin hin oder her.
Sie können die Fragen also nicht beantworten. Möchten Sie das ich das für Sie mache.

In den Worten von merdeister:
"Ja, habe ich."
merdeister schrieb am 11.06.2011 um 18:06
Außerdem möchte ich noch auf ein Ungleichtgewicht des Schreckens Hinweisen: Sie könnten noch 100e pseudomedizinsische Therapien aus dem Hut ziehen und von mir verlangen, mich damit zu beschäftigen.
bertamberg schrieb am 14.06.2011 um 15:17
Ich bin viel zu bescheiden dazu, aber Bernard Lown sieht es anders: Um Heilen zu können, müsse nach Lowns Erfahrungen oftmals (!!!!!) „ein Arzt zu unkonventionellen Techniken greifen“,
die „nicht an der medizinischen Fakultät der Universität gelehrt, sondern durch klinische Erfahrung entdeckt und durch gesunden Menschenverstand gutgeheißen“ würden. (Lown, Bernard (2004): “Die verlorene Kunst des Heilens – Anleitung zum Umdenken”, Suhrkamp
Verlag Frankfurt/M. S. 157. Lown plädiert für eine individuelle Sichtweise: „Man kann sich nicht immer nach den Büchern richten. Die einzigartigen Qualitäten eines jeden Menschen bedeuten, dass das, was bei dem einen Erfolg hat, nicht gleichermaßen bei einem anderen wirksam ist. Mitunter sind ganz unkonventionelle Maßnahmen erfolgreich“.
(ebd., S. 169)
bertamberg schrieb am 14.06.2011 um 15:18
Wenn Sie es für relevant halten, sollten Sie das tun.

War er glücklich oder unglücklich verliebt?
tlacuache schrieb am 10.06.2011 um 06:40
bertamberg vs. merdeister, ich bin gespannt.
Gruss
Lee Berthine schrieb am 16.06.2011 um 22:46
Das schöne an gebildeten, wissenschaftlichen oder akademischen Disputen ist für mich der gegenseitige Respekt, den man seinem Gegenüber auch bei andersgearteter Meinung oder Überzeugung zollt und die Bereitschaft, auf die jeweils andere Argumentation einzugehen.

Ohne den Drang oder Zwang, den eigenen Standpunkt als "alleinseligmachend", "richtig" und "wissenschaftlich" beweisen zu müssen.

Und vor allem ohne den anderen als Idioten, Verblendeten, Naivling verkappten Rassisten oder schlimmeres darzustellen.
Und das auch noch öffentlich.

Das macht solche Gespräche zu Lehrgesprächen mit Unterhaltungswert...

Gute Nacht,
Lee
glaubdir schrieb am 10.06.2011 um 07:08
hi zusammen,

"...wie die heutige Wissenschaft leugnet, dass geistige Energie (d. h. Gedanken) einen direkten Einfluss auf die Steuerung der Körperphysiologie durch das Gehirn hat..."

jaja, die sogenannte wissenschaft und schulmedizin.

denkt euch mal wieder gesund. und das sage ich nicht einfach so, sondern weils funktioniert und aus eigener erfahrung.

sonnige grüße
glaubdir ;-)
luzieh.fair schrieb am 10.06.2011 um 09:48
Hallo bertamberg,

Würden Sie sich die Mühe machen, die Kommentare von merdeister in ein Verhältnis zu setzen?

Mich würde ja interessieren, wie viele davon in seinen eigenen Beiträgen geschrieben wurden.
Manchmal interessieren sich nämlich soooo viele Menschen, für das, was man schreibt, dass beim Beantworten der Kommentare so einiges zusammenkommt.

Was ist denn das für eine Albernheit, darauf hinzuweisen, dass jemand mehr Kommentare schreibt, als Sie für nötig halten?

Bisher habe ich Sie sachlicher erlebt, aber vieleicht habe ich auch nicht richtig hingeschaut.

So und jetzt: *bing-bing* nächste Runde!!!
bertamberg schrieb am 10.06.2011 um 11:01
Liebe luzie.fair,
versprochen, wird gemacht. Ich muss sie leider etwas vertrösten, mindestens auf heute abend oder morgen.
bertamberg schrieb am 11.06.2011 um 16:17
Liebe L.,
sie haben sicher Recht: Es kommen bei merdeister vermutlich viele Kommentare zusammen, und alle zu beantworten stößt vielleicht an Grenzen.

Allerdings war es ein etwas längerer Austausch, den ich mit merdeister hatte, es ging um die Definition, was ein starkes Immunsystem ausmacht.
Zuletzt schrieb merdeister am 01.06.2011 um 14:25 :
“Über dem Cortison in der beschriebenen Situation überlegene Alternativen, lasse ich mich gerne aufklären.”
Mein Hinweis dazu wurde von ihm nicht kommentiert. Vielleicht wurde er übersehen, vielleicht als abwegig erachtet. Für mich ist dies jedoch ein Hinweis, dass die Zusicherung, merdeister ließe sich “gerne aufklären” nur eine leere Phrase war.

Da dies ein zentraler Punkt ist, zu dem wir auch schon uns an anderer Stellen ( www.freitag.de/wissen/1119-medizinische-parallelwelt) vor allem mein Beitrag vom 11.05.2011 | 14:54 und
www.freitag.de/community/blogs/merdeister/fliegen-oder-freier-fall vor allem mein Beitrag vom 10.05.2011 | 21:41 )
ausgetauscht hatten, als ich über Nebenwirkungen von Medikamenten schrieb, was Merdeister als überholt hinstellte, stellt es sich für mich als ein vielsagendes Kneifen dar, an diesem Punkt aus der Diskussion auszusteigen. Ich nehme für mich das zwar auch immer wieder in Anspruch, weil mein Zeitbudget beschränkt ist, aber mir scheint es hier eher darum zu gehen, einen Thread abzubrechen, der eine Richtung nimmt, die nicht goutiert wird.

Dazu verwies M. am 09.06.2011 um 22:10 auf den falschen Thread , was natürlich auch ein Versehen sein kann, was ich bei M.s Status mir schlecht vorstellen kann.

Zu der angeblichen “Albernheit”: M. meinte, mein Beitrag nehme nur Platz auf dem Server weg, Dies ist kein sachlicher oder inhaltlich fokussierter Diskussionsbeitrag, man könnte es auch als indirekten persönlichen Angriff werten wie “Der Autor ist ein Dummkopf”.

Es geht mir nicht um die Anzahl der Kommentare, nur weil statt einer inhaltlichen Kritik sowas kam, habe ich diese Albernheit umgewendet und auf die Spitze getrieben.

War das jetzt sachlich genug oder muss ich noch nachlegen?
Liebe Grüße
bertamberg
merdeister schrieb am 11.06.2011 um 17:53
Glauben Sie es oder nicht, ich habe das tatsächlich übersehen/verwechselt. Wir schwatzen soviel miteinander... Sie kriegen eine Antwort.
merdeister schrieb am 11.06.2011 um 18:07
luzieh.fair schrieb am 12.06.2011 um 13:27
da melde ich mich doch nochmal kurz zu Wort.

Ich wollte keine Zusammenfassung des Konflikts, der hier ausgetragen wird.

Wenn Sie fachkundig sind, könnten Sie doch die Fragen, die Merdeister gestellt hat, beantworten oder?

Und die Methode, auf den Koppverlag zu verlinken und dann zu sagen: ja, die sind scheiße, aber man sollte es trotzdem mal lesen...nee, nee...

Über Herrn Dahlke liest man bei Wikipedia: "Erkrankungen werden auf eine Psychosomatik zurückgeführt, für die alleine die Kranken die Verantwortung haben. Die Autoren gehen soweit, zu postulieren, dass „Unfälle unbewusst motiviert“ seien. Krankheit sei nicht Folge von Fehlentwicklungen, sondern ein Ziel."

Ich kenne eine Frau mit spinaler Muskelatrophie, die einer langjährigen Freundin die Freundschaft gekündigt hat, nachdem diese zu ihr kam und ihr von dieser Idee erzählt hat. "Du könntest laufen, wenn Du wolltest"
Ob es das wert war?
Ich fand's damals ganz schön anmaßend von besagter Eso-Freundin.
Dahlke hat auch eine Ausbildung zum Reinkarnationstherapeuten gemacht...was ist denn das und was machen die?
Therapie post mortem?
bertamberg schrieb am 14.06.2011 um 14:49
luzieh.fair schrieb am 12.06.2011 um 13:27

Liebe L.,
Merdeister fragt systemimmanent als Mikrobiologe, der sich ständig von irgendwelchen Mikroben bedroht fühlt.
Ich gehe davon aus, dass im und auf dem Menschen ca. 400-500 verschiedene Mikrobensorten leben, die überwiegend nützlich sind. Allein im Darm leben ca. einhundert Billionen Mikroorganismen, jeder Mensch hat mehr Bakterien als Zellen (ca. 70 Billionen) in seinem Körper. Diese Organismen nennt man auch Darmflora, es gibt zwei Gruppen: die Säuerungsflora (Laktobazillen und Bifidobakterien) sowie Fäulnisflora ( Enterobakterien, Clostridien, Staphylokokken, Klebsiella und pathologische E.coli-Stämme). Das Verhältnis beider Gruppen sollte 9:1 sein, dann spricht man von Eubiose. Je mehr Fäulnisbakterien vorhanden sind, umso stärker ist die Dysbiose ausgeprägt, die Schätzungen gehen davon aus, dass nur noch bei einer Minderheit von weniger als 20% der Erwachsenen eubiotische Zustände vorhanden sind.
Die Ursachen sind: Schlechte Ernährung, Stress, Toxine (Rauchen, Pestizide), Zucker, Alkohol, Lebensmittelzusatzstoffe, Arzneimittel wie Antibiotika, Cortison und Schmerzmittel.

Je schlechter die Darmflora, umso schlechter funktioniert das darmassoziierte Immunsystem (englisch: GALT = gut associated lymphioid tissues), das 80% der Immunfunktionen wahrnimmt.

Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen schlechter Darmflora und Anfälligkeit für Infektionen und Allergien, Blähungen, Durchfall, Verstopfung. Bei einer schlechten Darmflora werden im Darm Gifte gebildet und aufgenommen, wie z. B. Ammoniak, Acetaldehyd, biogene Amine, Indol. Wer einen Dysbiose hat, vergiftet sich selbst, selbst wenn er sich zu 100% biologisch ernährt, man spricht von Autointoxikation.

Ich könnte jetzt noch lange weiterschreiben, und viele Ärzte wie Merdeister würden sagen, alles einseitig und nicht relevant.

Der springende Punkt ist, dass nach meiner Auffassung es tunlich unterlassen werden sollte, z. B. Antibiotika zu verabreichen, weil diese die nützlichen Bakterien im Darm abtöten. Wenn nicht danach z.B. qualitativ hochwertige Probiotika gegeben werden ( =nützliche Bakterien), damit die Darmflora sich regenerieren kann, bleibt ein Mensch zurück, der zwar seinen akuten Infekt überstanden hat, der jedoch eine chronische Darmerkrankung mit einem gestörten Immunsystem hat. Er hat schlechte Karten gesund zu bleiben, wenn wieder mal irgend ein Keim eine kritische Konzentration erreicht.

Zum Kopp-Verlag: Wir müssen davon ausgehen, dass Methoden der biologischen Kriegsführung existieren. Wenn Sie eine Quelle finden, die das widerlegt, werde ich besser schlafen. Schon Sebastian Haffner warnte davor, „alles, was Hitler gedacht und gesagt hat, nur darum schon als indiskutabel zu verwerfen, weil er es gedacht und gesagt hat. (…) Dass Hitler falsch gerechnet hat, schafft die Zahlen nicht ab." (Sebastian Haffner, Anmerkungen zu Hitler, München 1978, S. 78f), das gilt analog auch für das, was Nazis heute tun und sagen.

Ich habe Dahlke als Psychotherapeuten und Psychosomatiker zitiert, zu Reinkarnationstherapie hier etwas zu sagen wäre Themaverfehlung. Was Dahlke zu EHEC schrieb, kann man hier nachlesen: www.dahlke.at/veroeffentlichungen/artikel/kolumne/juni_2011.php

Zur Psychosomatik: Es gibt nichts grauenvolleres, als wenn Laien anfangen, in der Art zu deuten, wie Sie es schreiben. Eine Milchmädchenrechnung ist im Vergleich dazu eine intellektuelle Höchstleistung. Mitunter machen das auch Therapeuten, die es besser wissen sollten. Jede Krankheit entsteht in einem hochkomplexen kausalen Zusammenhang, der sich einer so einfachen Deutung widersetzt. Victor von Weizsäcker sprach von den pathischen Kategorien, dem „pathischen Pentagramm“ aus (nicht) Wollen, Sollen, Dürfen, Können oder Müssen. Krankheit hat immer etwas Schicksalhaftes, hat aber nichts mit Schuld zu tun, auch wenn viele so tun als ob. Krankheit ist eine Aufgabe so wie die Pubertät und jede andere Lebenskrise. Dennoch gibt es z. B. bei Unfällen statistische Auffälligkeiten, zu denen Bernd Hontschik als Chirurg schreibt: „Längst ist bekannt, dass männliche Jugendliche ihren eigenen Körper als Austragungsort für ihre adoleszenten Konflikte benutzen, “(...) während Frauen sich in ihren Lebenskrisen - wenn sie sich in die Hände von Chirurgen begeben - grundsätzlich Eingriffen in den Bauchraum unterziehen.“ (Hontschik, Bernd (2006): “Körper, Seele, Mensch – Versuch über die Kunst des Heilens”, Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, S. 58f)

Im Grundsätzlichen verweise ich auf meine drei Blogbeiträge, angefangen mit:
www.freitag.de/community/blogs/bertamberg/psychosomatik-in-der-spezialisierten-medizin-teil-1
luzieh.fair schrieb am 14.06.2011 um 15:42
Sie vergleichen jetzt aber nicht (die Äußerungen von )Hitler mit (denen von) Dahlke, oder?

“(...) während Frauen sich in ihren Lebenskrisen - wenn sie sich in die Hände von Chirurgen begeben - grundsätzlich Eingriffen in den Bauchraum unterziehen.“

Das hätte ich gerne erklärt. Wieso Bauchraum und wieso in einer Lebenskrise zum Chirurgen?

Also: was soll damit gesagt werden?

Ich behaupte jetzt mal ganz pfiffig, dass Sie durchaus das Phänomen der Psychosomatik thematisieren könnten, ohne dabei auf einen Anhänger der Germanischen Neuen Medizin zurück greifen zu müssen, oder etwa nicht?
bertamberg schrieb am 14.06.2011 um 17:02
Das Zitat ist von Hontschik, und der ist ganz bestimmt kein Anhänger von Hamer. Von Dahlke weiß ich nichts in dieser Richtung, haben Sie da Belege?

Eine genauere Erklärung, weswegen Frauen mit psychosomatisch bedingten Bauchschmerzen beim Chirurgen landen, kann ich nachliefern, nur nicht auf der Stelle.

Ansonsten finde ich ganz brauchbar und leider immer noch aktuell, was Erich Fromm über die Symbolsprache geschrieben hat (Fromm, Erich (1981): Märchen, Mythen, Träume – Einführung in das Verständnis einer vergessenen Sprache, Rowohlt, Reinbek): Für die meisten Menschen ist die Symbolsprache eine Fremdsprache, die zu lernen sie nicht geschafft haben.
merdeister schrieb am 14.06.2011 um 23:22
@bertamberg
For the record: Ich fühle mich nicht von Mikroben bedroht, jeden meiner kleinen Symbionten weiß ich zu schätzen, ganz ohne Flachs. Und ich bin kein Arzt. Mein letztes Antibiotikum habe ich vor ca. 25 Jahren eingenommen (toi toi toi).

Ihr Ausführungen in bertamberg schrieb am 14.06.2011 um 14:49 sind sicher nicht falsch. Ich denke nur, dass einige Schlüsse, welche Sie aus dem Wissen um unsere Besiedlung ziehen zu voreilig sind, zu mechanistisch und zu absolut. Nicht alles, was sich in der Theorie gut und schlüssig anhört muss in der Praxis dann so sein.

Wichtig bei jedem Medikament ist die Indikation. Und bei Antibiotika wird die zur Zeit in einigen Fällen (ich kenne keine genauen Zahlen) nicht streng genug gestellt.

Ich fühle mich unter anderem nicht bedroht von meinen Mitbewohnern, weil ich weiß, dass wenn einer anfängt, die Einrichtung kaputt zu schlagen, gehe ich zum Arzt und der schmeißt ihn raus. Die übrigen Mieter muss ich dann wieder peppeln. Bei Teilungsraten von 1x in 20min sollte das aber nicht lange dauern :-)
merdeister schrieb am 14.06.2011 um 23:31
bertamberg schrieb am 15.06.2011 um 13:18
Und was soll dieser Text nun über Dahlke aussagen?
merdeister schrieb am 15.06.2011 um 15:14
bertamberg schrieb am 14.06.2011 um 17:02
"Von Dahlke weiß ich nichts in dieser Richtung, haben Sie da Belege? "

Darauf meine Antwort:
merdeister schrieb am 14.06.2011 um 23:31

Das heißt unter anderem, dass Dahlke HIV für eine Smegma-Allergie halten müsste, so wie Hamer.
bertamberg schrieb am 15.06.2011 um 19:11
Ich kann aus dem Text nur herauslesen, dass Dahlke viele Vorbehalte gegenüber Hamer geltend macht.

Was ihn mit Hamer verbindet, benennt Dahlke wie folgt :" Viele Psychoonkologen vom Simonton über LeShan bis zu Büntig und mir [haben] darauf hingewiesen, welch zentrale Rolle die Seele bei Entstehung und Verlauf von Krebs spielt. "

Dahlke meint, eine Verifizierung oder Falsifizierung der Hamerschen Thesen sollte mit geeigneten Mitteln durchgeführt werden, er selbst könnte das nicht.

Der Rest ist Ihre Spekulation, vielleicht auch üble Nachrede und Verleumdung, es sei denn Sie hätten einen uns noch vorenthaltenen BELEG dafür, dass Dahlke Hamers (AIDS-)Definition(en) teilt.

Was mir an Dahlkes Text fehlt, ist die politische Bewertung: Hamer ist seit seiner Marburger Zeit ein (Krypto-)Faschist. Ich könnte noch viel über ihn schreiben, aber allein das reicht mir dass ich DAGEGEN bin, Hamer in irgendeiner Form eine Plattform zu bieten, seine zusammenplagiierten Thesen zu diskutieren. Originär an Hamer ist nur seine Arroganz und Egozentrik.

In gleicher Weise bin ich dagegen, alle, die den Faktor Seele als (Co-)Pathogenitätsfaktor sehen, über einen Kamm zu scheren und mit Hamer zu entsorgen.
tlacuache schrieb am 11.06.2011 um 10:29
Hallo Merdeister und Bertamberg,
bevor ihr euch wieder die Köppe einschlagt:
Ich will hier mal einen ganz anderen Focus aufziehen, "Bakterien die sich unterhalten" oder "denkt euch mal wieder gesund. und das sage ich nicht einfach so, sondern weils funktioniert und aus eigener Erfahrung." (Glaubdir).

Militär- Waffenforschung geht vor Medizinforschung!
Die sind da schon viel weiter. Zu den untenstehenden Links mache ich mal eine Kurzzusammenfassung:
Ich hab' das so erlebt und wiederkäuer das nicht Internetmässig einfach wieder.
Kurzfassung: Abendnachrichten
1. Tag: Tag x im Monat x 2004:
"Sechs englische Speläologen (Höhlenforscher) in den Grotten von Cuetzalan (Bundesstaat Puebla) verschollen.

2. Tag Abendnachrichten
"Die Sechs Höhlenforscher sind gar keine Höhlenforscher sondern britische (Ex?!) - Militärs.
(Diplomatischer disput zwischen England und Mexiko).
Mexikanische Militärs dürfen die Geräte der Engländer nicht anfassen!!!

3. Tag Abendnachrichten
NIX !!!
Das kann man meiner Meinung nach nur so erklären:
Blair ruft Bush an: "sach' denen mal die sollen den Schnabel halten!".

Hier das EINZIGE, was ich im WEB dazu finden konnte, leider auf Spanisch:
www.voltairenet.org/Seis-espeleologos-perdidos-en-las
die Googleübersetzung ist sehr schlecht, leider.

Im Zusammenhang: Es gibt hier seltsame Phänomene die man im Mainstream kaum findet, ich lutsch da nicht so Esokram runter, sondern stelle einen Bezug zur Militärforschung, und DIE ist sehr wohl ernsthaft, im strengen wissenschaftlichen Sinn. Also Sachen, die man sich nicht erklären kann mit den Messtechniken 2011, aber DIE wissen, da ist noch mehr...

Interessant dazu auch der Chicxulub-Krater de.wikipedia.org/wiki/Chicxulub-Krater
da scheinen sich nur Geologen für zu interessieren, laut MainstreamWEB, die Dinosaurier sind vielleicht deshalb ausgestorben, komischerweise ist da wissenschaftlich Interdisziplinär viel mehr los, behaupte ICH, aber man liest nichts darüber... Komisch...

Die Militärs können damit praktisch noch nichts anfangen, sind aber fleissig dabei und bei der Medizin dauert es noch weitere 10 Jahre bis da etwas ankommt.
Bevor ich hier als Spinner abgetan werde, bzw. "Verschwörungstheoretiker", nur mal Donald Rumsfeld anschauen
de.wikipedia.org/wiki/Donald_Rumsfeld
"...Nach der Wahl von George W. Bush zum US-Präsidenten wurde er im Jahre 2001 erneut Verteidigungsminister...von 1997 bis 2000 dann für Gilead Sciences Inc...dem Unternehmen, das Tamiflu entwickelt hat...Das US-Verteidigungsministerium hat bereits im Jahr 2005 Tamiflu im Wert von 58 Millionen Dollar bestellt...Im Zeitraum von 1990 bis 2001 saß Rumsfeld im Vorstand des Schweizer Unternehmens ABB. Der Elektronik-Konzern unterzeichnete 1999 einen Auftrag für die Lieferung von Ausrüstungen und Dienstleistungen für zwei nordkoreanische Kernkraftwerke. Im Januar 2002, Rumsfeld verließ ABB um unter Bush Verteidigungsminister zu werden, zählte Nordkorea bereits zur Achse des Bösen ('Axis of Evil')..."
Gruss
bertamberg schrieb am 11.06.2011 um 16:11
Hier
info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/ehec-raetsel-geloest-informationen-ueber-ein-geheimes-b-waffen-forschungsprojekt-der-bundeswehr.html

wird auch ein militärischer Hintergrund vermutet. Ich halte den Kopp-Verlag für eine neonazistische Tarnorganisation, deswegen würde ich nichts drauf geben, dass das stimmt. Ausschließen kann man es natürlich nicht, aber ich möchte nicht im Dunkeln munkeln.

Rumsfeld ist ein Paradebeispiel für die Vermutung, dass man von einem militärisch-industriell-pharmazeutischen Komplex sprechen muss, der global agiert. Matthias Rath hat auf die Verbindungen zwischen Pharma und Kriegstreibern anläßlich des zweiten Irakkrieges hingewiesen, er ist mit einem Dogmatismus geschlagen, der mir zu undifferenziert ist als dass ich mich politisch mit ihm solidarisieren wollte.

Ich hab schon mal auf B. Lown verwiesen, der gesagt hat, dass in der Krankenbetreuung der USA mehr Umsatz und Gewinn gemacht wird als im Militärwesen. Wem das nicht zu denken gibt ...
tlacuache schrieb am 11.06.2011 um 16:36
Ich halte mich da eher an M...eister, ich halte nix von kopp - Verlag, Verschwörungstheorien, - Bundeswehr lässt jetzt Ehec Bakterien raus, ebensowenig halte ich was von den Theorien die Ami's haben Aids künstlich in irgendwelchen Knästen erfunden, ist schon alles schlimm genug, ich gehe eher davon aus, das mutierte E -Coli Bakterien aus Kuhmägen in die "Naturkostfresser" geschissen haben. Was nicht heissen soll, obengenannte Theorien könnten nicht zutreffen, aber ich halte es für unwahrscheinlich, da sich die völkische Ernährung immer mehr darauf spezialisiert, halbgare Scheisse zu fressen, 60 sekunden in der Micro + 38 Grad Sprossenfrass.
Anhang: Zur Menschheitsgeschichte gehört eben auch, dass man anfing zu "kochen", also 100 Grad und so, da wurde der Bananenlutscher nicht mehr 25, sondern 50zig und konnte den Enkeln was beibringen...
Zu: "Krankenbetreuung der USA mehr Umsatz und Gewinn gemacht wird als im Militärwesen." kann ich nur zustimmen!
M...eister & Bertamberg:
Die Influenzatodesrate war übrigens DA am höchsten, wo sie 4 Wochen vorher gesagt haben, in 4 Wochen gibt es aus technischen Gründen kein Trinkwasser... ?!?!
Richard der Hayek schrieb am 11.06.2011 um 18:19
@Bert am Berg - mit Bart in Burg
Sind Sie der neue Internet-Klon von Bin-ding ?

"Bei dieser Ursachen-Theorie mit dem daraus abgeleiteten Therapie-prinzip handelt es sich aber auch nur um eine unbewiesene Arbeitshypothese, die sich zwar als scheinbar überwältigend gut brauchbar in den Jahren seit Syntheti-sierung des Penicillins erwiesen hat, die jedoch mit jedem neuen antibiotikaresistenten Erreger und jedem im Zusammenhang mit einer Besiedlung durch antibiotikaresistente Bakterien wegen insgesamt unzureichender Behandlung gestorbenen Patienten an Glaubwürdigkeit verliert"

Diese Arbeitshypothese hat sich also als überwältigend gut herausgestellt.
So überwältigend, daß man sie zur Theorie erhoben hat. Bitte zu bedenken, daß eine wissenschaftliche Theorie keine Vermutung, sondern Gewißheit bedeutet.

Die Resistenz der Bakterien gegenüber Antibiotika macht diese Theorie aber nicht unglaubwürdig, wie Sie schreiben, sondern bestätigt sie im Gegenteil sogar: die Leute sterben deshalb, weil die Antibiotika nicht mehr wirken, also die Bakterien nicht mehr getötet werden. Das heißt, das Immunsystem der meisten Menschen ist oft zu schwach.
Sicher kann man behaupten, daß starke Immunsysteme viel vermeiden könnten, mit Recht.
Bleibt die Frage, wie man das hinbekommen soll.
Bedenken Sie bitte, daß die Menschen früher noch nicht so zivilisationsgeschädigt wie heute waren und trotzdem zu allen Zeiten von Seuchen hingerafft wurden, zum Teil mit erheblichen Verlusten, etwa Pest.

Die Armen starben häufiger an diesen Infektionen wegen ihrer körperlichen Schwäche und ungenügenden sanitären Verhältnissen, das ist richtig. Aber so mancher Reicher starb auch, sie können nicht glaubhaft vermittelnt, daß es Möglichkeiten gibt, SICHER vor Infektionen zu schützen.

Sie mögen dann sagen, ein kleiner Prozentsatz muß dran glauben, aber der möchte auch leben und nimmt lieber Antibiotika. Sie doch auch, wenn es nötig ist, oder ?
bertamberg schrieb am 14.06.2011 um 14:59
Lieber Richard,
bitte sorgfältig lesen: „scheinbar überwältigend gut“ bedeutet etwas anderes als was Sie zu meinen scheinen. Zugegeben, manchmal ist es schwierig, ein Potemkinsches Dorf zu erkennen. Ansonsten, wie ist Theorie definiert ?
de.wikipedia.org/wiki/Theorie
„Theorie ist, wenn jeder alles weiß, aber nichts funktioniert – Praxis ist, wenn alles funktioniert und keiner weiß warum.“ – (Sprichwort )
Ich kann da nichts von Gewißheit erkennen.

„Zivilisationsgeschädigt“ ist ein unbrauchbarer Begriff, wenn er nicht näher definiert wird.

Ich habe zuletzt vor ca. 17 Jahren ein Antibiotikum genommen, da war ich noch nicht genug über Alternativen aufgeklärt. Seitdem war es nicht mehr nötig und auch in meiner Familie (4 Menschen außer mir) nur ein einziges Mal. Lesen Sie was ich über Dysbiose und Eubiose an luzie.fair geschrieben habe. Wenn Sie es nicht für glaubhaft halten, s. o: „Praxis ist, wenn alles funktioniert.“ Mit ein bißchen Glück finden Sie auch jemanden, der genug Geduld hat, Ihnen eine dazupassende Theorie darzulegen.

Wenn Sie mir eine private Nachricht schreiben, kann ich Ihnen auch gut lesbare Lektüre zum Selbststudium nennen.

Viele Grüße
bertamberg
tlacuache schrieb am 14.06.2011 um 17:30
Hallo Bertamberg,
(an Richard)
Is'n bisschen spaet, ma gugge' ob da noch was kommt, gelle...
aber jetzt sind wir DA:
www.freitag.de/community/blogs/merdeister/auslese-i
gruss vom Opossum y/o Beutelratte
Richard der Hayek schrieb am 14.06.2011 um 22:04
Ich habe keine Lust, alles durchzulesen.
bert am Hang
1. Ihre Theoriedefinition: wenn nichts klappt ist als Partyspruch ganz gut, für eine ernsthafte Diskussion eher ungeeignet.
2. auch wenn irgendeine Praxis gut klappt, heißt das noch lange nicht, daß man alle möglichen Theorien dazu aufstellen kann.
3. der logische, noch einmal, von wegen Potemkinsches Dorf:
Sie schreiben selber, erst seit die Bakterien gegen Antibiotika immun sind, helfen diese nicht mehr. Das bestätigt genau die von ihnen angegriffene offizielle Theorie: jetzt sterben die Bakteriein nicht mehr sondern die Menschen.
4. Ihr Gegenbeipiel : ich habe bisher in meinem Leben 3 oder 5 mal Antibiotika benutzt, da halfen sie. Sonst brauchte ich sowas nicht.
5. Ich laufe bei 0°C mit dem Hemd spazieren, benutzte noch nie einen Regenschirm, springe manchmal bei 10°C in einen Weiher, fahre manchmal auch bei Schneetreiben noch in einem Hemd mit dem Fahrad spaziern und genieße die Kälte. Daher sind Worte wie Erkältung oder Grippe für mich ohne praktische Erfahrung: genau so wie Sie sagen, ein gute Immunsystem machts. Aber nicht alle Leute haben das und können das so, und ob Sie denen mit ihren Methoden helfen können, ist sehr fraglich.
5. Auch wenn Sie bisher noch ohne Antibiotika lange Zeit auskommen, darauf brauchen Sie sich nicht so viel einbilden, das ist einfach statistisch, da gibt es tausende bis hunderttausende, die das auch schaffen.
bertamberg schrieb am 15.06.2011 um 13:32
@ritschie:
1. Ein schlagendes Argument gegen Wikipedia. Danke.
2. Zumindest eine Therorie aufzustellen wäre schon anzuraten, es sei denn man überläßt das Denken grundsätzlich den Anderen.
3. Die Menschen sterben, weil ihnen nicht mit adäquaten Methoden geholfen wird. Das Problem ist jedoch hausgemacht.
4. /5.: Glückwunsch zu Ihrer Konstitution. Letzteres ist für mich nicht fraglich, sondern sicher.
6. (die doppelte 5.): Ich bilde mir nichts ein, wünsche es nur Jedem. Wenn ich vergleiche, wie wenig meine Kinder krank gewesen sind im Vergleich zu ihren Klassenkameraden, dann ist das statistisch auffällig.
Richard der Hayek schrieb am 15.06.2011 um 14:59
Ich muß Sie leider um eine ernsthafte Antwort vertrösten. Das ist ein bischen aufwändiger und erfordert einen eigenen Blog.
Ciao
Richard der Hayek schrieb am 15.06.2011 um 15:06
Soviel aber schon noch: zu einem ernsthaften statistischen Wert braucht es eine Stichprobenanzahl von mindestens 1000, besser mehr. Mit ihren paar Kindern können Sie gar nichts aussagen.
Es gibt weit mehr Kinder, die ohne Ihre Methode aufwachsen und genausowenig krank sind wie Ihre.
bertamberg schrieb am 16.06.2011 um 21:12
Auf alles Ernsthafte freu ich mich ungemein. Ich wünsche gutes Gelingen.
Richard der Hayek schrieb am 16.06.2011 um 22:00
Eigentlich nur ein paar Erkenntnisse aus der Biochemie, die der Sache einen Nimbus nehmen: den der Macht des menschlichen Organismus.

Wenn man die technischen Details genauer kennt, bewundert man einerseits die Funktionen erst recht, andererseits steht man diesen "geistigen" oder antroposophischen Definitionen kritischer gegenüber.
Richard der Hayek schrieb am 16.06.2011 um 22:03
Es ist zwar eine Supertechnik, aber trotzdem nur Technik, die ihre Grenzen hat.
merdeister schrieb am 16.06.2011 um 22:13
bertamberg schrieb am 15.06.2011 um 13:32
"Wenn ich vergleiche, wie wenig meine Kinder krank gewesen sind im Vergleich zu ihren Klassenkameraden, dann ist das statistisch auffällig."

Das hätte ich dann doch gerne einmal vorgerechnet...
Richard der Hayek schrieb am 16.06.2011 um 22:29
Bert am Hang:
Danke noch für die guten Wünsche.
bertamberg schrieb am 17.06.2011 um 11:06
Hier eine Annäherung:
„Nach einer Studie des "Deutsches Medizinischen Wochenblatts" bekommt jedes zweite Kind unter zehn Jahren beim Besuch in der Kinderarztpraxis ein Antibiotikum verschrieben. Auch eine Stichprobe unter 47 000 Versicherten der Krankenkasse AOK ergab, dass in der Altersgruppe der Zwei- bis Vierjährigen mehr als jedes zweite Kind mindestens einmal pro Jahr ein Antibiotikum erhält. ...Das ist nicht nur nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine gefährliche Tendenz, die sich dem Kampf gegen drohende Antibiotika-Resistenzen verschrieben hat. "Antibiotika werden oft und schnell verschrieben", sagt Prof. Tim Niehues, Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin am Helios-Klinikum Krefeld. "In vielen Fällen sind diese Medikamente zunächst gar nicht angezeigt, da die Erkrankungen durch Viren ausgelöst werden und Antibiotika gegen Viren wirkungslos sind." (…) Häufig kommt es dabei zu Nebenwirkungen wie Durchfall, Erbrechen, Übelkeit und Appetitlosigkeit. "Auch allergische Reaktionen wie ein Hautausschlag können auftreten", sagt Niehues. Neuere Untersuchungen verdächtigen Wirkstoffe wie Amoxicillin sogar, Zähne und Knochen bei Kindern nachhaltig zu schädigen. Für Kipp keine Überraschung: "Antibiotika sind hochwirksame, aber auch sehr starke Medikamente, die man nicht verharmlosen darf." www.fnp.de/fnp/ratgeber/gesundheit/kinder-bekommen-zu-oft-und-zu-schnell-antibiotika_rmn01.c.8866438.de.html
bertamberg schrieb am 17.06.2011 um 11:09
Eine Studie der University of British Columbia mit 12.082 Teilnehmern ist zu dem Ergebnis gekommen, dass jene Kinder, die unter einem Jahr mit Antibiotika behandelt wurden, über ein doppelt so hohes Asthmarisiko verfügen. Die Wissenschafter schreiben in dem Fachmagazin Chest dass weitere Antibiotikagaben innerhalb des ersten Lebensjahres das Asthmarisiko noch weiter steigerten.

Frühere Studien gingen davon aus, dass diese Medikamente die Arbeit des Immunsystems beeinflussen. Experten nehmen an, dass sie im Darm auch nutzbringende Bakterien abtöten. Die Folge könnten Veränderungen in der Art und Weise sein, wie der Körper auf eine Erkrankung reagiert. Der leitende Wissenschafter Carlo Marra erklärte, dass man nachgewiesen habe, dass der Einsatz von Antibiotika mit dem Entstehen von Asthma bei Kindern in Zusammenhang stehe.
Das Team überprüfte sieben Studien, die die Verabreichung von mindestens einem Antibiotikum mit keiner Verabreichung innerhalb des ersten Lebensjahres verglichen. Von den teilnehmenden 12.082 Kinder erkrankten 1.817 an Asthma. Allgemein verfügten Kleinkinder, die zumindest ein Antibiotikum erhalten hatten, über ein doppelt so hohes Asthmarisiko. Zusätzlich wurden die Daten von fünf Studien mit insgesamt 27.167 Kindern hinsichtlich der Dosierung der Medikamente ausgewertet. Es zeigte sich, dass jede zusätzliche Verabreichung von Antibiotika während des ersten Lebensjahres zu einer um das 1,16 fache erhöhten Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung führte.
Fawziah Marra, Mitautorin der aktuellen Studie, betonte, dass nicht jede Infektion im Kindesalter mit einem Antibiotikum behandelt werden müsse. www.bleibfit.at/antibiotika_erhoeht_asthmarisiko.phtml
Richard der Hayek schrieb am 17.06.2011 um 11:58
Ich gebe Dir absolut recht.
Möglicherweise sprachen wir aneinander vorbei.

Das Immunsystem der Kinder muß sich entwickeln, und da braucht es Dreck & Bakterien, damit es eingeübt wird. Diese übertriebene Sauberkeit und die viel zu frühen Antibiotika sind Quatsch.
Das denke ich auch.

Es gibt aber Krankheiten, bei denen das durchschnittliche Immunsystem keine Chance hat.

Und Impfungen haben meistens Sinn.
Überall wird viel Schindluder gebtrieben, aber deshalb kann man die Antibiotika nicht grundsätzlich ablehnen, jedenfalls nicht ohne Folgen.

Ich bin 50 und habe als Kind die Kinderkrankheiten und Erkältungen alle so auskuriert, das war damals so üblich.
Auch heute noch nehme ich so gut wie nie Antibiotika.

Ich habe noch nie ein Aspirin genommen und werde das auch wohl nie tun. Das ist alles für Zivilisations-Schoßkatzen.

Gruss rdh
bertamberg schrieb am 17.06.2011 um 14:27
Richard der Hayek schrieb am 17.06.2011 um 11:58
... dann können wir ja versuchen, auf den Punkt zu kommen. Ein Problem scheint mir zu sein, was in dem oben zitierten Artikel noch steht:

"Kein Wunder, dass Antibiotika heute von vielen Menschen als Allheilmittel betrachtet werden. Nach einer Untersuchung der PMV Forschungsgruppe der Uniklinik Köln erwarten viele Eltern sogar, dass der Arzt für ihr krankes Kind Antibiotika verordnet. Bei vielen Erkrankungen ist aber tatsächlich kein Antibiotikum erforderlich: (...) "Erfahrungsgemäß sind sogar rund 80 Prozent aller Atemwegserkrankungen auf Viren zurückzuführen."

Wie definieren sie "durchschnittliches Immunsystem"?
Richard der Hayek schrieb am 17.06.2011 um 14:37
Manche Menschen sind empfindlicher, andere nicht.
Man könnte auch sagen: gewöhnlich.

Man liest imme wieder über inzwischen auch wissenschaftlich nachgewiesene Einflüsse durch Psyche, Umwelt, Lebensweise auf das Immunsystem, schwächen oder stärken.

Aber das ist Rumgeplänkel: ich bin zu faul, alles zu lesen.
Preisen Sie irgendeine Methode an, mit der das Immunsystem gestärkt, gegen alle oder 99% der Erreger resistent wird, oder geht es nur um die allgemeine dumme Antibiotika-Überdosen, besonders bei Kindern und Heranwachsenden ?

Erkennen Sie an, daß in vielen Fällen Antibiotika wirklich die einzige praktische Möglichkeit ist ?

Als Koch & Co ihre Untersuchungen durchführten, starben sehr viele, nicht wie heute zivilisationsverwöhnte Menschen an durch Bakterien hervorgerufene Krankheiten.
thinktankgirl schrieb am 18.06.2011 um 10:15
@ritschie

Ich habe noch nie ein Aspirin genommen und werde das auch wohl nie tun. Das ist alles für Zivilisations-Schoßkatzen.

Schoßkatze? Ich hab es bisher auch ohne Aspirin geschafft zu überleben!
Richard der Hayek schrieb am 18.06.2011 um 13:30
Also, wenn ich jetzt ein Macker wäre, würde ich sagen: na, du kleiner Tiger du ?!
thinktankgirl schrieb am 18.06.2011 um 14:02
das ist kein tiger! das ist ein black panther! aber zahm ist der auch nicht ...
bertamberg schrieb am 18.06.2011 um 14:49
Wollten Sie nicht noch mal nachrechnen, wie viele Moleküle in einem D6-Mittel enthalten sind? Wollten Sie nicht noch etwas Erhellendes zu Dahlke nachtragen, das Ihre Behauptungen belegt?

Bloggen hat doch auch was mit Geben und Nehmen zu tun, wenn ich jetzt Sie als Vorbild nehme, dann rechne ich erst mal nicht.
bertamberg schrieb am 18.06.2011 um 15:09
Es bringt dies Diskussion ja gut voran, wenn Sie Gipfelpunkte und Abgründe Ihres Seins offenbaren.

Bei den Darmbakterien sind die Fäulniskeime die Schlechten, die Anderen die Guten. Bei den Menschen ? Johnny Dabblju Gutheh aus FFM schrieb mal: Wer sich selbst nicht befiehlt, bleibt immer ein Knecht. Insofern könnte Faulheit ein Problem werden.

Antibiotika gegen harmlose Keime einzusetzen ist zwar praktisch, aber hirnlos. Das erinnert mich an das Vorgehen des hessichen Finanzministeriums, übereifrige Steuerbeamte zwangspensionieren zu lassen, weil Sie zu eifrig bei der Verfolgung von Steuerhinterziehung gewesen sind. Das Beste, was man tun kann, um die Darmflora zu sanieren, ist, ein potentes Präbiotikum einzusetzen wie Mutaflor oder z. B. eine Mischung aus L. Acidophlus, L. bulgaricus, L. plantarum, L. casei, Bif. infantis, bif. longum, Bif. breve und Streptokoccus salivarius. Venturi hat in einer 10-jahres Studie 75 % von Patienten mit Colitis ulcerosa heilen können, indem er sie mit einer Dosierung von 5-10 hoch elf Keimen behandelte: onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1046/j.1365-2036.1999.00560.x/abstract

Dass Sie den Beginn von Zivilisation nach Kochs Entdeckungen datieren, ist vermutlich kaum konsensfähig.
Richard der Hayek schrieb am 18.06.2011 um 15:11
Bert am Hang "
Dass Sie den Beginn von Zivilisation nach Kochs Entdeckungen datieren, ist vermutlich kaum konsensfähig."

Meinen Sie mich ?
bertamberg schrieb am 18.06.2011 um 15:22
Sorry für den fehlenden Bezug, so ist es.
Richard der Hayek schrieb am 18.06.2011 um 15:49
Da muß ich mich für den rüden Ton im Kommentar vorher entschuldigen. Ich war müde und wollte mich nicht mit feinen Formulierungen abgeben.
War aber nicht so gemeint.

Dann werde ich mich mal um den Blog kümmern.
Aber im voraus: Sie sind etwas polemisch.
Ich datiere den Zivilisationsbeginn nicht nach Koch.

Sie verwenden die Übertreib-Technik:
meiner Aussage werden unstatthafte Intentionen untergeschoben, die ich nicht meinte, um von der Sachaussage abzulenken und mich zu diskreditieren.
Gruesse rdh
merdeister schrieb am 18.06.2011 um 19:14
bertamberg schrieb am 18.06.2011 um 14:49

Sie sind nicht der einzige in meinem Universum, auch wenn es Sie schmerzen mag. Übrigens bin ICH nicht der einzige, der Fragen nicht beantwortet, ich erinnere an merdeister schrieb am 09.06.2011 um 17:15.

D6 bedeutet 1/1000000 verdünnt (ich gehe mal davon aus, dass die Urtinktur aus purem Wirkstoff besteht) wenn man dann drei Globuli nimmt, deren Gewicht Wikipedia mit 0,2mg angibt und ich 3x am Tag 5 nehme, kommt man auf ein Wirkstoffmenge von von 3 Nanogramm (wenn ich mich jetzt nicht irgendwo versehen haben). Bei einem Menschen von 70Kg kommt also auf jedes Gramm...4,28571429 × 10hoch-14g Wirkstoff...so als Annäherung.

Die von Ihnen verlinkte Studie ist ein schönes Beispiel dafür, wie wissenschaftliche Medizin funktionier und wie sie versuchen Fakten so hinzustellen, dass es zu Ihren Thesen passe.

In der Studie wurde untersucht, ob Menschen bei denen die Standardtherapie für Colitis ulcerosa nicht wirkt, von der Gabe von Mutaflor profitieren. Sie tun es. Deswegen steht in aktuellen Büchern für Innere Medizin auch die Empfehlung genau diesen Menschen Mutaflor zu geben. Antibiotika werden bei der Therapie der Colitis ulcerosa nicht eingesetzt. Was war noch Ihr Thema?
bertamberg schrieb am 19.06.2011 um 15:13
Es liegt mir fern, Sie zu diskreditieren. Übertreibungen können problematisch sein, ebenso wie Polemik; Vorschlag: Sie und ich schalten einen Gang Richtung Sachlichkeit zurück.
bertamberg schrieb am 19.06.2011 um 15:20
merdeister schrieb am 18.06.2011 um 19:14
Sollte man nicht Gewicht und Molgewicht auseinander halten?

Wenn Rechtschreibung und Klein- und Großschreibung wenig beachtet werden, leidet die Verständlichkeit ( 3. Absatz).

Das Beispiel war gedacht als Beleg für die Wirksamkeit von Probiotika auch bei als "unheilbar" eingestuften Krankheitsbildern wie Colitis. Wenn aktuelle Lehrbücher Mutaflor empfehlen, ist das zweifellos ein Fortschritt. Haben Sie da eine Quellenangabe parat?
bertamberg schrieb am 19.06.2011 um 15:24
Die Sache hat einen Haken:
"E-Coli-Nissle-1917-Bakterien: Diese probiotischen Bakterien sind unter dem Namen Mutaflor in Apotheken erhältlich und haben sich bei der Remissionserhaltung in mehreren Studien als wirksamer Ersatz von 5-ASA-Präparaten erwiesen. Mutaflor wird bei Mesalazinunverträglichkeit von den Krankenkassen übernommen." (de.wikipedia.org/wiki/Colitis_ulcerosa)
tlacuache schrieb am 18.06.2011 um 09:41
Richard der Hayek
"Ich gebe Dir absolut recht.
Möglicherweise sprachen wir aneinander vorbei."

OHHH ja,
keiner will mehr an Wundbrand versterben, aber so wie's von den Pharmariesen "GEWOLLT" verschrieben wird, um Umsatz zu machen, die Antibioticas, ist es bald wieder wahrscheinlich, dass wir an einer einfachen Lungenentzuendung sterben, darum geht's dem Bertamberg, zum TEIL.

Zum anderen TEIL, meine Meinung, nicht unbedingt Bertambergs, man SOLL nur Sachen machen, zu denen man stehen kann, und dann bleibt man halbwegs Gesund ("Ich verkauf keinen Omis Swaps und Versicherungen, die SIE nicht verstehen")..., wenn es MEIN persöhnlicher Anspruch ist, wenn der persöhnliche Anspruch ist, als Hedge - Font Manager die Welt verarschen zu wollen, kann man da auch Gesund 120 werden...

P.S.
Ich habe noch NIE ein Aspirin genommen, und ich habe Brauereien leergesoffen, mein Trick um lästige Muskelkrämpfe vorzubeugen:
Vor'm schlafengehen einen 1/4 Teeloeffel (GUTES) Salz und 1 Liter Wasser runterwuergen, das steht wieder in keiner Apothekerzeitung... Da soll Umsatz gemacht werden....

Zitat von einem genialem Kunden von mir: " Krebs bekommen wir alle (Zellteilung), die Frage ist nur ob ich ihn erlebe"...
tlacuache schrieb am 18.06.2011 um 09:58
Anhang:
Obwohl man bezweifeln kann, dass man gutes Salz in Deutschland bekommt, aber auch da bin ich kein Fachmann, ich spreche nur aus Lebenserfahrung (Stichwort EHEC, 60 Jahre industrielle Nahrung und RKI steht vor Rätseln was die mutierten Colibakterien angeht...), na denn, lass die Hühner mal weiter ihre Scheisse Fressen in ihren Hühnerfarmen, obwohl Hormon- und Vitamin- und Antibiotikaspritzen...
oder aus dem "sauberem" Bächle weiterschlurfen bzw. Gemüse bewässern...
thinktankgirl schrieb am 18.06.2011 um 10:16
@tlacuache

Was verstehst unter "gutes Salz"? Ungereinigtes Meersalz?
Richard der Hayek schrieb am 18.06.2011 um 13:38
@tlacuache
Mir ist ihre Intention nicht klar.

Wenn Kleinkinder bei jedem Wehwechen mit Antibiotika vollgepumpt werden, ist das Mißbrauch, der die natürliche Entwidklung stört.

Wenn man ohne Antibiotika an Wundstarrkrampf oder sonstwas stirbt, ist das möglicherweise auch natürlich, aber darauf verzichte ich auch.

Mir ging es darum, ob Bert am Hang, ähnlich wie der verflossene Binding, zu radikale Position vertritt.
Sie scheinen ähnliche wie ich zu denken, ich verstehe es aber nicht ganz.
Sicherheitshalber gebe ich Ihnen mal Recht.

Gruss rdh
tlacuache schrieb am 18.06.2011 um 13:45
thinktankgirl:
Früher war's der Jodmangel...
Aber ich gehe eine Spur weiter, nicht wissenschaftlich, sondern nur Selbsterfahrung:
Zu meiner Neurodermitis seid 1979, Sonne hat immer geholfen, aber das Mittelmeer und die Nordsee hat Salzwassertechnisch nicht viel weitergeholfen, 10 000 km weiter schon (nich' so viele Fabriken), auch der Harnstoff (Selberanpinkeln) war begrenzt tauglich.
Komischerweise helfen dann "ungereinigte" Meersalze, ich sehe das eher so:
100 Fabriken + Waschmittel von 1920 auf Bundesland Saarland versus 1 Fabrik auf Bundesland Saarland.
Lieber "ungereingtes Meersalz" mit einer Fabrik in der Nähe als "gereinigtes Meersalz" mit 100 Fabriken aus Europa, so ähnlich verhält es sich wohl auch mit Leber, Niere etc.
Uebrigens, 1999 keinen Haarausfall, 2000 ausgewandert, 2004 8 Monate in Deutschland, JEDEN Tag 20 Haare in der Wanne, seid Oktober 2004 bis JETZT, kein Haarausfall, komisch was? Und mein Privatleben ist auch nicht gerade von Baghwan's Friedensleben gezeichnet...
Aber, Sonne und (Salzwasser) Meerluft stimmt...
Gruss
tlacuache schrieb am 18.06.2011 um 14:01
Richard der Hayek,
ich habe keine Intentionen, Sie haben SEHR Weise geantwortet, mehr als sie sich im Moment vorstellen können, ich habe ALLERHöCHSTEN Respekt dafür.
Ich hoffe, eines Tages kann man dieses Malhör aufklären, dass liegt aber nicht in meiner Macht.
Seien Sie versichert, dass Bert am Hang kein Binding-Ersatz ist...
Mit Hochachtung, freundliche Grüsse, Tlacuache
(Nein, ich bin kein 2. Nickname von Bertamberg!)
thinktankgirl schrieb am 18.06.2011 um 14:12
@tlacuache
Aber, Sonne und (Salzwasser) Meerluft stimmt...

Ja, die gute alte Thalassotherapie, über die lasse ich auch nichts kommen. Bin aber mehr mediterran orientiert.

Mal noch eine psychosomatische Deutung: Vielleicht wolltest du soweit wie möglich von Europa weg, weshalb Mittelmeer und Nordsee nicht halfen ;-)

Und den Rest finde ich auch nachvollziehbar.
tlacuache schrieb am 18.06.2011 um 14:35
thinktankgirl
"HEY", da entlarvt mich jemand...
Endlich mal jemand der mich versteht...
Kann ich sie Privat buchen?
Nee, im Ernst, nicht schlecht Herr/Girl Specht...
(OOHHH Ja, ich wollte wech')...
Wir sehen uns.
Und Gruss ;-)))
bertamberg schrieb am 18.06.2011 um 15:19
Gibt es (noch): www.luisenhall.de/
"Sie besuchen gerade Europas einzige noch existierende Pfannensaline, wo noch wie vor hundertfünfzig Jahren Salz produziert wird."

Von der Verbindung aus Natrium und Chlor, die als „Salz“, „Speisesalz“ oder „Tafelsalz“ bezeichnet wird, korrekt jedoch „raffiniertes Salz“ genannt werden sollte, werden in Westeuropa im Durchschnitt 12 bis 20 Gramm täglich konsumiert. Das ist noch kein Weltrekord: „Ende der 1980er Jahre wurde unter Einbeziehung der Salzverschwendung in der Küche und bei kochfertigen Produkten der tägliche Verbrauch eines amerikanischen Durchschnittsbürgers auf insgesamt etwa 135 Gramm Salz geschätzt.“ ( Bergier, Jean-Francois (1989): Die Geschichte vom Salz. Campus, Frankfurt/Main, S. 30 )

Im Mittelalter war Salz das einzige Mittel, mit dem Fleisch und Fisch, aber auch Käse, Butter, Gemüse und Eier konserviert werden konnten, der damalige Verbrauch wird mit 15-25 Gramm/Tag angegeben, es war aber Vollsalz und kein Kochsalz. Die tödliche Dosis für einen Erwachsenen sind etwa 10 Esslöffel reines Kochsalz. Die Amerikaner scheinen nahe dran zu sein, diese tägliche Dosis zu erreichen.

Die Arbeitskapazität der Nieren ist darauf beschränkt, eine Menge von maximal 5-7 Gramm Salz täglich auszuscheiden, höher sollte die tägliche Zufuhr auch nicht sein. Wenn ein Überschuß vorhanden ist, muss er im Körper abgelagert werden, wozu die 23-fache Menge an Zellwasser zur Neutralisierung notwendig ist (--> Übergewicht). Wer zu wenig trinkt, vertrocknet dadurch innerlich, der Blutdruck fällt, die Harnmenge sinkt, es besteht die Gefahr eines hyperosmolaren Komas.

Im Vollsalz sind fast alle Elemente des Periodensystems enthalten. Es kann eigentlich nur Selbstbetrug sein, wenn der Mensch davon nur Natrium und Chlor zu sich nimmt, und meint, auf die anderen Spurenelemente verzichten zu können.
thinktankgirl schrieb am 18.06.2011 um 18:50
@bertamberg

Ich erinnere mich dunkel, daß die Zusammensetzung der verschiedenen Salze + Mineralien im Blut, der des Meerwassers entsprechen soll.
tlacuache schrieb am 19.06.2011 um 08:40
thinktankgirl
"Ich erinnere mich dunkel, daß die Zusammensetzung der verschiedenen Salze + Mineralien im Blut, der des Meerwassers entsprechen soll."

Gibt es da irgendwo Material/Literatur drueber? Wuerde mich interessieren.
Vielen Dank und Gruss
thinktankgirl schrieb am 19.06.2011 um 08:54
Artikel in mare

Was dabei den wenigsten Menschen bewusst sein dürfte: Unsere maritime Innen-Außen-Verbindung ist nicht nur emotionaler, sondern auch chemischer Natur. Es ist nämlich so, dass unser Blut und das Meerwasser einander so ähneln wie sonst kaum zwei natürliche flüssige Substanzen. Anders ausgedrückt: Beim menschlichen Blut handelt es sich um jene Flüssigkeit, die ihrer Zusammensetzung nach dem Meerwasser am nächsten kommt und umgekehrt.

Ansonsten google: Zusammensetzung Blut Meerwasser ;-)
tlacuache schrieb am 19.06.2011 um 09:47
Danke fuer die Infos,
auch wenn es nicht unwahr sein sollte, ich habe mich mal durch 10 Seiten gegoogelt, zu viel komerzieller "Wellness" - Kram, Kurkliniken etc.,
da reisst uns der M...eister zurecht in Fetzen.
"...Beim menschlichen Blut handelt es sich um jene Flüssigkeit, die ihrer Zusammensetzung nach dem Meerwasser am nächsten kommt und umgekehrt...", da muesste man mal was von einem Chemiker finden, und da ist einfach nix.
Zu den Thalasso - Geschichten: das habe ich ja im Selbstversuch bewiesen ohne was davon zu wissen...
Herzlichen Gruss
thinktankgirl schrieb am 19.06.2011 um 10:10
thinktankgirl schrieb am 21.06.2011 um 12:15
tlacuache schrieb am 18.06.2011 um 16:26
Gepökelter Blogger:

Ich bin da so'n Laie, will da kurz auf THINKTHANKgirl, die ich ja SEHR achte, eine Kurzmitteilung weitergeben, Salztechnisch, und nicht nur Salztechnisch... Meridianmässig, nett' immer so 30km in der Tiefe verbuddeln, da, wo's noch "gude" Salze gibt in Europa...
Ich habe seid 5 Jahren psychosomatische ! sexuelle Dysfunktionen, kaum fresse ich 3 Tage Shrimps (aus'm Meerwasser, nicht aus dem Supermarkt!) , da geht der Ständer hoch, bei hohem Nikotingenuss... Viagra hilft meiner Frau nicht viel, die hat nix davon (90 Sekunden zur E. ...)... Bei ungekochten Meeresfrüchten hat sie was davon... EHEC - technisch in Essig eingelegt.

Bertamberg, auf Spurenelemente, ja, da hab' ich ja NOCH weniger Ahnung, Magnesium, Kalzium, Kalium und wat' der Mensch so braucht, aber ihre 23 - Fache Verandeutung macht mir klar, warum ich so 4 - 6 Liter täglich reines Trinkwasser zu mir vertrüdele und immer noch halbwegs wie ein Mensch aussehe (nach 3 Litern Bier)...

Also noch mal ernsthaft:
Als Fray Diego de Landa in die neue Welt kam, so um 1549 (de.wikipedia.org/wiki/Diego_de_Landa) sprach er "ist das beste Salz dieser Erde", abgesehen davon, dass die "Indianer" mehr Bienenstöcke hatten als in ganz Europa, auch die Kürbisskerne und die "Chaya" Cnidoscolus aconitifolius ist nicht ganz unschuldig daran, dass ich mir Kiloweise Edamerkäse auf den Pizzas reinschmuddel, ohne das es gleich mit Koronaproblemen einhergeht...

Das auch die lokalen Tomaten, (Ehecbla) Gurken, Zwiebeln und Knoblauch einen ganz anderen Nährwert haben und GANZ anders schmecken als die in deutschen Supermärkten, die teilweise 5000 Km durch die Landschaft "gegurkt" werden, braucht ja wohl nicht einer Diskussion...
LG
bertamberg
Xundheit! Salut ! o! genese! Therapie muss aufs Ganze gehen.
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Nil hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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