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Kultur : Sarrazin&Sarrazin und ihre Jünger

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Meine Frau arbeitet als Gymnasiallehrerein in einer Gesamtschule im Frankfurter Speckgürtel. Der Unterstufenleiter erzählte Ihr folgende Begebenheiten, die sich als Novum zu Beginn des Schuljahres am 8.8. zugetragen haben:

Drei Eltern von 5-Klässlern beschwerten sich bei ihm anläßlich der Schuleinführung, als ihnen klar wurde, das die künftige Klassenlehrerin ihrer Sprößlinge eine Frau mit Migrationshintergrund war (die Eltern kamen aus der Türkei, die Frau ist in Deutschland geboren, zur Schule gegangen und ausgebildet worden). Sie äußerten den Wunsch, dass ihre Kinder in eine andere Klasse, zu einem anderen Klassenlehrer kämen.

Andere Eltern beschwerten sich, dass ihre Kinder in einer Klasse kämen, wo “zu viele Ausländer” seien. Es handelte sich um dieselbe Klasse, eine Förderstufenklasse.

Der Unterstufenleiter stellte sich hinter seine Kollegin und weigerte sich, eine andere Klasseneinteilung zu machen. Die Mehrheit der Sarrazin-Epigonen machte daraufhin einen Rückzieher. Als zwei Eltern auch am dritten Tag in dieser Sache beim Unterstufenleiter vorstellig wurden, erklärte er ihnen, es stehe ihnen frei, ihre Kinder an einer anderen Schule anzumelden. Zumindest ein Elternpaar entschuldigte sich daraufhin für ihr Verhalten und nahm Abstand von ihrem Begehr.

Was da noch auf uns zukommen wird?

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