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Politik : Gotteskrieger und Wahn

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Es ist mal wieder so weit: Diesmal eine amerikanisch-christliche Sekte, die am 11. September den Koran, das "heilige Buch" der Muslime, öffentlich verbrennen will. Die Sektenmitglieder um Terry Jones wollen ein Zeichen setzen, mit der Bibel, ihrem "heiligen Buch" in der Hand, an den mörderischen Anschlag vom 11. September 2001 in New York "erinnern". 3000 Tote müssen gerächt werden. Sie wollen Brandzeichen setzen, symbolisch auslöschen, ausmerzen, verbrannte Erde hinterlassen, wie die historischen Vorbilder der Kreuzzüge. Die Gegen-Gotteskrieger, mit dem Koran in der Hand, wollen schon mal im Vorfeld amerikanische Flaggen verbrennen und Todesdrohungen gen Westen schicken.

Das amerikanische Verteidigungsministerium sieht Soldaten in Afghanistan und im Irak in den nächsten Wochen als besonders gefähdet. Man rüstet auf, will den Gegner vorher vernichten. "Kollateralschäden" auf allen Seiten sind mit einkalkuliert. Die medialen Brandstifter beider Seiten bringen sich in Stellung. Ökonomische Kriegsgewinnler sind immer gern mit von der Partie. Manchmal gibt's Extra-Profite, wenn man rechtzeitig dabei ist. Bei der Zerstörung, beim "Wiederaufbau", beim medialen Sperrfeuer, der Aufklärung der Öffentlichkeit selbstverständlich verpflichtet.

Die Bilder und "argumentativen" Rechtfertigungen gleichen sich. Wechselseitig sich in Schutt und Asche legen wollen, alles im Namen Gottes, Allahs - mit Feuer, Schwert des Gottes der Liebe, der zornig mordend mutiert. Die monotheistischen Religionen (Christentum, Islam, Judentum) sind stets gewaltbereit. Sie brauchen das Blut, das in Strömen fließen soll.

Was ist das für ein allmächtiger Gott? Ja, nur mißbraucht, fehlgedeutet, instrumentalisiert? Wer's glaubt wird selig. Auch der Wahn ist durchaus gespeist von rationalem Kalkül.

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