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Mensch-Hubschrauber-Eulenflug in der Morgendämmerung 2009
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„Hell weckt Dunkel/ Dunkel wehrt Schein/ Der Raum zersprengt die Räume/ Fetzen ertrinken in Einsamkeit!/ Die Seele tanzt/ Und/ Schwingt und schwingt/ Und/ Bebt im Raum/ Du!“ ... (August Stramm). Mensch, DU, (auch du FreitagleserIn) kehr doch vor deiner eigenen Tür, kein Gott wird dich retten, Intellektuelle schon gar nicht, mach’ die Augen auf oder schlaf weiter, schieb deine geistig-seelischen Verstimmungen auf die Wetterkarte. Kauf und kau Bio, fahr Fahrrad, trenn deinen Müll, streichle dein geschunden-konkurrentes Selbst, verweile in deinem komfortablen Existenz-Kokon.
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„Das ewige Schweigen dieser unendlichen Räume, macht mich schaudern", philosophierte Pascal und glaubte noch an den Menschen als „denkendes Schilfrohr“. „Doch selbst, wenn das Weltall ihn vernichten würde, so würde dieser zerbrechliche Mensch edler als das sein, was ihn tötet, „denn er weiß, dass er stirbt, und er kennt die Übermacht des Weltalls über ihn; das Weltall aber weiß nichts davon."
Das waren noch goldene Zeiten, Mythen, Märchen eines halb erwachten Geistspringers, mit dem unbewegten Beweger im Rücken. „Denn er weiß, dass er stirbt“ – NEIN, er weiß es nicht! Von Todesbewusstsein nur Spuren im Sand. Sieben Milliarden Exemplare der Spezie 'Mensch' irren sich nicht, es geht einfach weiter und weiter, von der Übermacht des Weltalls nichts zu spüren. Sicher, ungleich verteilt die Lebenschancen, durch staatlich-administrative Ordnungen festgezurrt, dazu im rational verklärten ökonomischen Blindflug. Unüberschaubare Warenschätze, Müllgebirge, Neutronenkredite und Blendwerk-Galaxien scheinen zum soziokulturellen Amalgam geronnen. Darin wird gezappelt: Das nennt man Risiko des Einzelnen in der „Weltrisikogesellschaft“, im gier-dynamischen System. Dagegen scheint kein Weltkraut gewachsen.
Wissenschaftler warnen vor einem „dramatischen Klimawandel“ und meinen tatsächlich die bevorstehenden Klimakriege unseres Jahrhunderts, der Kampf ums Wasser, um Nahrungsmittel, um Rohstoffe und Energie. Es geht um Mord und Totschlag, millionenfach, täglich, ein Aufschrei der geplagten Kreatur, und wir sind live dabei, im Fernsehen, im Internet – life is live und doch alles irgendwie ermüdend, Apokalypse-Szenarien, Horrorgemälde der Superlative, alles schon im Kino gesehen. Steigender Meeresspiegel, 500 Millionen Abgesoffene, warum hausten die auch da, Hauptsache unser Damm in Hamburg hält. Alles Kollateralschäden des vorwärtspulsierenden Zivilisationsprozesses, warum leben die Menschen auch am falschen Ort? Sie wissen es nicht, werden geworfen, erdulden, erleiden, kämpfen ums Überleben in Afrika, Südostasien, Ozeanien. 3 Milliarden kämpfen täglich gegen ihren persönlichen Weltuntergang – ein Schauern in bekannten Räumen – via Satellit hautnah einsehbar.
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Die Eule der Minerva ist Weisheits- und Todesvogel, sagt die Tradition. "Wenn die Philosophie ihr Grau in Grau malt, dann ist eine Gestalt des Lebens alt geworden, und mit Grau in Grau lässt sie sich nicht verjüngen, sondern nur erkennen; die Eule der Minerva beginnt erst mit der einbrechenden Dämmerung ihren Flug." (Hegel) Es ist die rücklaufende Erkenntnis, Erinnerung, oft schon zu spät für den nächsten Morgen, dazu Jahrtausend alte „Begriffs-Mumien“, Geschichtsmüll. Diese Dämmerung ist Friedhofsruhe, weitgehend Blindheit; sie wäre zu scheiden von einer ökologisch-philosophischen Morgendämmerung, dem „Hell weckt Dunkel“, dem Aufscheinen des Noch-Nicht, des antizipierenden Bewusstseins einer verantwortbaren Weltkultur. Nur, wen interessiert das überhaupt? Wo sind die Empfangsantennen? Wo ist hier ein Gestaltungswille? Von wem soll das verantwortet werden? Von den freischwebenden Intellektuellen als „Propheten des Universellen“? Von den bezahlten TUIs? Von politikberatenden PR-Managers? Von den Bänkers dieser Welt?
Vom Vater der Minerva heißt es bei Hegel: "Er ist der politische Gott, der ein sittliches Werk, den Staat, hervorgebracht hat." Da könnte er wohl etwas verwechselt haben? In den Vätern kann man sich leicht irren, und wie steht’s mit den Müttern, den Gebärenden, den Sorgenden?
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Der Kapitalismus schaukelt einfach weiter, in Metamorphosen begriffen. Loopings erhöhen das angestrebte Schwindelgefühl, dann ist alles Jacke wie Hose, „Schwingen sinken sinken ertrinken/ In/ Unermesslichkeit/ Du!.“(August Stramm) Und im Schlussakkord, wie in einem schweren Traum versinkend, weinst du, ohne es zu wissen. Emotion wahrhaftig vorauseilend, doch keine Morgendämmerung. Und doch erträumst du dir die kaiserliche Botschaft, die nie an dein Ohr dringen wird: kein Gott wird dich retten, kein Bänker, kein Bänkelsänger. Alle zappeln in den Netzen ihrer Lebenswelten, spielen ihr Spiel, leben ihre Mythen des Alltags, aber nicht nur Nebeneinander, sondern im Widerstreit. Kraftfelder wirken im Raum, zersprengen Räume. Die universalen Kommunikationsmedien Geld, Macht, Sex sind globalisiert, wirbeln durcheinander wie Schneegestöber. Berlin, Bombay, Buenos Aires – ist das nicht auch Paris, Peking, Paderborn? International vorübergehende Finanz- und Wirtschaftskrisen sind eine Ausdrucksform, Sein als Dasein im Design eine andere.
Zornkapital-Manager wollen nun den eruptiven Kapitalismus domestizieren, wenn nicht gar abschaffen. Der moderne Staat, gemeint auch die an Einfluss gewinnenden Zornkapital-Manager, soll’s richten, die „globale Verantwortung“ übernehmen, stellvertretend fürsorgend handeln, im Interesse der Beleidigten, Erniedrigten, Ausgestoßenen. Mannigfaltige Illusionsgeschäfte, blutiger Ausgang nicht ausgeschlossen. Nur wer sind die zukünftigen Subjekte? Welche Arten, gar die Dollys, Cyborgs, Ozeane, Regenwälder? Brauchen wir ein „Parlament der Dinge“? Gibt es ein anerkanntes Recht der außermenschlichen Natur, eine geerdete Vernunft?
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Der frei entwickelte Kapitalismus schließt systemlogisch Stillstand und Stabilität aus, braucht Bewegung in instabilen Gleichgewichten, initiiert neue Ideen, erfindet neue Produkte, fördert technologische und kommunikative Meisterleistungen. Die Spielertypen und Kreativen sind die immanenten Funktionsträger jeder „schöpferischen Zerstörung“. Es geht nicht mehr um die klassische Zweiteilung „Lohnarbeit und Kapital“, um die Kategorien von vorgestern. Selbst die glücklichen Arbeitslosen tragen auf Dauer mehr Innovationspotenzial in sich als die in Lohnarbeit gepressten Mindestlöhner mit dem hohlen Versprechen, ein „würdiges Leben“ führen zu können. „Der Müßiggangster genießt und schweigt“.
Ob ökologisch komplexe Zusammenhänge des blauen Planeten begriffen werden, neu entdeckt, gefördert, gehemmt, stranguliert werden –all das bleibt offen. Das Leitbild eines Homo symbolicus-ökologicus im 21. Jahrhundert - ohne in ökodiktatorische Allmachtsphantasien abzugleiten - ist weder über ein zorngerötetes noch über ein weichgespültes WUMS zu bekommen. Ob die Eule doch schon in der Morgendämmerung fliegt?
(Der Beitrag könnte ebenso unter Außenpolitik oder Haben & Sein oder Wirtschaft & Soziales stehen)
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Liebe Community inklusive Redaktion,
ich frage mich: macht der Text „ökologisch-philosophische Dämmerungen“ sprachlos oder ist es nur ein simples spezifisches Desinteresse oder einfach nur allgemein: Null Bock, Null Blog? Sind die Sätze zu schwierig, die Inhalte zu komplex oder zu banal, alle Verkettung und Andockmöglichkeiten längst bekannt? Selbst die bekannten kommentierenden SchnellformuliererInnen und auch die Eulenspiegel-Fraktion schweigen. Gleichzeitig wird eine Diskussion über „Qualitätsjournalismus“ in mehreren Blogs geführt bis hin zu „Zeit für Veränderungen“, mehr Kommunikation zwischen Journalisten und Blogisten gefordert, inklusive der Suche nach gesellschaftlich relevanten Themen/Fragestellungen in einem sich „irgendwie links“ verstehenden Meinungsmedium.Im heutigen Wochenthema heißt es doch so schön:"Wir haben einen Traum". Auf der anderen Seite erreichen - aus meiner Sicht – Allerweltsartikel wie z.B. „WUMS –peng –daneben“ oder „Null Blog“ je über 70 Kommentare – mal erhellend, scharfsinnig, auch witzig, mal banal, überflüssig. Hätten diese kaum RE-AKTIONEN hervorgerufen, wäre mir das nachvollziehbar. So kann man sich irren. Nur woran liegt das? Übergroße Freude an der Mitteilung in der ersten Person? Irgendetwas stimmt (noch) nicht mit der Community. Eine Ökologie-Philosophie-Debatte ist m.E. im Freitag überfällig. Aber vielleicht seht ihr das ja alles ganz anders? Gruß BW PS: Vielleicht hätte ich noch die Götzendämmerung einbauen sollen? |
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Lieber Bildungswirt,
ich habe den Text in die Topblogs gesetzt. Bei uns ist jeden Dienstag Redaktionsschluss und das somit der Tag, an dem die meiste Zeit der Zeitung gilt. Besonders für die Lektüre langer Texte bleibt an einem Dienstagnachmittag dann wenig Zeit, und Ihr Text rutscht hinter den Vielzahl von geschriebenen Texten in der Community schnell nach hinten. Wir arbeiten gerade an einem Redesign der Community, um Inhalte besser und länger sichtbar zu machen. Außerdem wird die Leser-Schreiber-Funktion direkt in "Mein Freitag" eingebunden, so dass Community-Mitglieder direkt sehen können, wenn Sie einen neuen Beitrag oder einen neuen Kommentar geschrieben hat. Die Benachrichtigung greift momentan ja nur bei Blogbeiträgen. Schauen wir mal, was mit Ihrem Text nach der Platzierung in den Top-Blogs passiert. Viele Grüße Tessa |
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... und als Top-Blog ist er gerade auch auf die Freitag-Startseite gewandert. Wir haben heute auf der Redaktionssitzung die Frage aufgeworfen, die allgemeine Wachstums-Ideologie zu einem Thema zu machen. Das ist im Zusammenhang mit ökologisch-philoosophischen Erörterungen sicher ein Knackpunkt: Wie können wir leben - ohne das andauernde Mehr?
Grüße, Kabisch |
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Liebe Tessa,
danke für die schnelle Reaktion, voles Verständnis für erhöhte Betriebstemperatur beim Redaktionsschluss.Alles andere bleibt offen, wir werden sehen. Gruß BW |
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Lieber Jörn Kabisch,
unsere Komentare haben sich zeitlich überschnitten, ich war schon wieder weitergezogen. Kurz zur Sache: Die Wachstumsideologie, ein entscheidener Pfeiler des Systems, zum großen Thema im Freitag (Serie!) zu machen, begrüße ich sehr. Das ist in meinem Beitrag bis hin zur konsequenten Todeslogik und mangelndem Todesbewusstein gespannt.Es ist substanziell gerade nicht ein Problem der Ökonomen. Ein großes politisches Problem in Deutschland (und Europa) liegt darin, das sich alle 5 Parteien im Grundsatz einig sind:Wachstum als Krisenbekämpfung. Mit der Mutation der Grünen brach jede visionäre Opposition weg.Die "Macht des Faktischen" fördert systematisch Denkblockaden. Da gibt es als Daueraufgabe für den Freitag viel zu tun. Gruß BW |
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"PS: Vielleicht hätte ich noch die Götzendämmerung einbauen sollen?"
Und Dichten wäre auch gut oder Musik dazu nehmen. Sowas wie das bei Elvis auf Hawai, wie hieß es doch: Also sprach Zara - nee nicht Leander - Duster hieß die. Zara Duster. Ich schreibe gern noch mehr, wenn du Kommentare sammelst. Ansonsten gehts mir wie Streifzug - ein abstract möglichst gereimt wäre prima. |
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@Madame Magda,
ja, die passende Musik zur ökologisch-philosophischen Morgendämmerung würde ich gern unterlegen. Wie sieht es hier mit Ihrem Geschmack aus? Also sprach Z. (weder Duster noch Zorro, sonst ist bald Zapeduster, auch mit Elvis hat das alles sehr wenig zu tun) "Ich schreibe gern noch mehr, wenn du Kommentare sammelst." - was soll das? "Ansonsten gehts mir wie Streifzug - ein abstract möglichst gereimt wäre prima." Kann ich leider nicht mit dienen. Aber ich unterbreite auch Streifzug ein paar Vorschläge, diese gelten sinngemäß auch für Sie. Wenn wir gerade so in die Runde schweifen, eine Frage: Warum heißt Ihr Blog "Altersstarrsinn"? Ich hatte bisher gedacht, dass man diesen vermeiden soll. Gruß Bildungswirt |
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schrieb am
05.06.2009 um 17:00
Nicht das es im Elfenbeinturm ganz muckelig sein kann. Nix spricht gegen eine langen Abend mit viel Wein, gegen viel Rauch schon und Wortgefechten - bloss was soll es?
Ich fürchte gerade in unseren heutigen Zeit wuchs die Erkenntnis zumindest Unterbewußt: es ist im Prinzip alles mindestens schon einmal gesagt worden, hat sich kein System als besser als ein anderes erwiesen und wurde kein System neu erdacht. Je mehr wir vernetzt sind, um so mehr erkennen wir: die Gedanken waren schon mal da, hatte eine/ein andere/r auch. Woran es hapert sind praktische Umsetzungen. Da ist im Prinzip nichts neues passiert in der jüngeren Vergangenheit bis in die Gegenwart und das, was passierte hat uns zumindest mental an sich zurück geworfen. Wir brauchen keinen feiner verbalisierten Aufbruch mit nunmehr noch älteren Wein (Inhalten) aus ebenso alten Schläuchen; wir brauchen den Aufbruch durch glaubwürdige Taten. Diese passieren nicht in Elfbeinturmhausen ganz oben; die passieren überall jederzeit in der Banalität. Möge man sich in Elfbeinturmhausen ganz oben darüber verständigen das die Vergeistigten (endlich) den Fahrstuhl besteigen, runter kommen und die Töpfe mit Farbe mit aufmachen helfen. Heute mal ganz schön praktisch misterL |
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Aurora, der Sonnenstern, lieber Bildungswirt, kommt auch zu Dir zu Tisch.
Bleiben Sie gelassen, lieber Freund, denn auch Hegel setzte auf die lange Dauer. Und bedenken Sie, er sah immerhin Napoleon, die Inkarnation des Weltgeistes, reitend, vielleicht sogar auf "Nickel"! 1815 war dann der Weltgeist ganz dialektisch weiter gezogen. Die Geschichte ist immer etwas geflunkert, den ob das brave Pferd im Stall stand, Kommissbrot oder Schwarzbrot fraß, ob "Nickel" wirklich ein Eigenname irgend eines napoleonischen Pferdes war, ob der "Pumpernickel", weil schwarz, weil teuflisch, weil oftmals unverdaulich, schimmelig daher kam, so ganz genau weiß ich es nicht. Vertrauen Sie auf Minerva, die Eulengöttin und ihren Schutzbefohlenen Odysseus, den ewigen Dulder. Denn die Ironie der Geschichte gibt dem mächtigen Vater Zeus nicht Recht. Insofern müssen Sie es glauben und sich dafür auf Erden anstrengen, dass der Messias noch gar nicht angekommen ist, aber jederzeit an Ihre Tür klopfen könnte. "Do Not Go Gentle Into That Good Night" By Dylan Thomas Do not go gentle into that good night, Old age should burn and rave at close of day; Rage, rage against the dying of the light. Though wise men at their end know dark is right, Because their words had forked no lightning they Do not go gentle into that good night. Good men, the last wave by, crying how bright Their frail deeds might have danced in a green bay, Rage, rage against the dying of the light. Wild men who caught and sang the sun in flight, And learn, too late, they grieved it on its way, Do not go gentle into that good night. Grave men, near death, who see with blinding sight Blind eyes could blaze like meteors and be gay, Rage, rage against the dying of the light. And you, my father, there on the sad height, Curse, bless me now with your fierce tears, I pray. Do not go gentle into that good night. Rage, rage against the dying of the light. Dylan Thomas schrieb das zum Sterben seines Vaters. Aber ich denke, es passt ganz gut zu Ihrem Gedankenanstoß. Liebe Grüße Christoph Leusch |
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Geistreiche Ausführungen, schön gezwirbelt - nur was hat das mit dem Kern des Textes zu tun?
"Insofern müssen Sie es glauben und sich dafür auf Erden anstrengen, dass der Messias noch gar nicht angekommen ist, aber jederzeit an Ihre Tür klopfen könnte." Dazu kann ich nur mit dem Text antworten: "Mensch, DU, (auch du FreitagleserIn) kehr doch vor deiner eigenen Tür, kein Gott wird dich retten, Intellektuelle schon gar nicht, mach’ die Augen auf oder schlaf weiter, schieb deine geistig-seelischen Verstimmungen auf die Wetterkarte." Gruß BW |
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Hallo Bildungswirt,
ich habe momentan immer nur mal kurz Zeit. Da stelle ich so einen intellektuellen Brocken zurück. Anregung: Stell doch eine kurze Zusammenfassung an den Anfang, worum es dir geht. |
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Hallo Streifzug,
bin verwundert, dass du mit "intellektuellen Brocken" Schierigkeiten hast, nach einer "Zusammenfassung" fragst.(Nein , du hast ja nur zurückgestellt). "Worum es mir geht", steht im Text. Ab Veröffentlichung bin ich Interpret mit gleichen Rechten und Pflichten wie alle anderen Interpreten/Leser. Das dürfte dir doch bekannt sein. Ich will dennoch dir einige Vorschläge unterbreiten: 1. Fang an, wo du willst. Solltest du eine Lyrik-Vorliebe haben, dann mit Stramm: Hell weckt Dunkel/ ...link zum vollständigen Gedicht ist gelegt. 2. Vielleicht lieber mit den "glücklichen Arbeitslosen" oder den Mindestlöhnern beginnen? (Abschnitt 5) Den Begriff "Müßiggangster" finde ich besonders gelungen. Hab ich aus dem Freitag von 2003 gefischt. 3. Oder wie wärs mit dem "Parlament der Dinge" (Abschnitt 4). Rentiert sich auf jeden Fall ausführlich darüber zu sprechen. 4. Was hältst du von dem Satz:"Die universalen Kommunikationsmedien Geld, Macht, Sex sind globalisiert, wirbeln durcheinander wie Schneegestöber." Bei jedem willkürlichen Anfang jedoch den hermeneutischen Zirkel nicht völlig vergessen. Kurzum: ich wünsche dir einen glücklichen Anfang und einen schönen Tag. (Muss leider Schluss machen, mein Zug fährt in Kürze Richtung Freiburg) Gruß BW |
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Der Beitrag ist schön und elegant wie Eiskunstlauf, ich verstehe aber leider mehr von Fußball. Was ich für mich "mitgenommen" habe, ist der Dichter August Stramm: Den kannte ich noch nicht, werd' ihn aber mal "reclamieren"...
Danke also für die (vielen) Zeilen, ein paar Absätze zwischendurch wären allerdings schön wie Oasen in der Bleiwüste. ...Friedland... |
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Hab's leider nicht noch kürzer fassen können, fand den Text schon so ziemlich sprachdicht. Aber ich arbeite weiter dran.
Kampf der "Bleiwüste", manchmal gehts nicht anders, zum Ausgleich setzte ich das Hubschrauberbild ...ja, auch dort Verbesserungsbedarf. Fußball - kann auch "schön und elegant" sein, z.B. FC Barcelona. Das wäre jetzt aber ein anderes Thema. Gruß BW |
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Tja, Lieber Bildungswirt was soll ich da schreiben? Recht hast Du, schön zusammengefasst,mir wäre das so nicht gelungen. Ich bin auf diesen Artikel gestoßen, weil ich einem Kommentar von Friedland gefolgt bin. Die Überschrift habe ich liegen gelassen, weil mir gerade nicht nach großen Themen war, sondern nach Null Blog und anderen Kalauer-Sammelstellen. Ich muss nicht jeden Text von den Leuten lesen, denen ich ohnehin meist zustimme. Aber wozu dieser Angriff auf die Ironie und das Quatsch machen der Anderen (ich könnte auch sagen, wozu dieser Angriff auf mich, aber dann würde mein Narzissmus zu offenbar)?
Nach den letzten Wochen haben wir uns ein bisschen rumgealber doch verdient. Als es so richtig los ging mit "der Krise" haben wir alle mit dem Gedanken gespielt, es würde sich etwas ändern. Man hörte, der Kapitalismus sei am Ende. Und jetzt geht erst richtig los, keiner hat was gelernt es geht einfach weiter (wie Du ja auch schreibst). Ich fühle mich ein bisschen, als wäre ich vermöbelt worden. Was bleibt mir da noch übrig als mit öden Späßen um mich zu werfen. Depressionen bekomme ich noch früh genug. Manchmal fehlt auch einfach die Zeit alles zu lesen, zu überblicken und zu kommentieren. Gibt es schon eine Rubrik in der die Ideen der Woche zusammengetragen werden, so nach dem Motto, was war los in der Community? Wenn nicht könnte es dafür sicher einen Redakteur geben, wenn ja: Wo? |
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Das von dir vorgetragene Motiv des Null Blog und "andere Kalauersammelstellen" verstehe ich gut, ja, ich beteilige mich gelegentlich selbst wie z.B. jetzt bei "Verpflastert." von Liszt.
Unabhängig davon bin ich überzeugt, dass die Community auch die "Anstrengung des Begriffs" und der "weitblickenden Metaphorik" entwickeln muss, wenn aus dem FREITAG ein beachtenswertes Meinungsmedium werden will. Nischenprodukte haben wir genug. Deine Idee:"Gibt es schon eine Rubrik in der die Ideen der Woche zusammengetragen werden, so nach dem Motto, was war los in der Community? Wenn nicht könnte es dafür sicher einen Redakteur geben, wenn ja: Wo?" - finde ich sehr gut, da sollte die Redaktion ran. Fraage an die Redaktion zur Größe der Community: Wieviel BloggerInnen sind registriert? Wieviel regelmäßig aktiv? Gruß BW |
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Lieber Bildungswirt,
Ich wollte eigentlich nur durch die Blume und dann etwas ernsthafter, Ihnen schreiben, dass Eulen, jedenfalls die bei Hegel und die der antiken Minerva, Humor haben müssen. Sonst endet der ganze Diskurs doch damit, dass die Studenten, die elenden Scribenten, einfach in der Vorlesung einschlafen. Das soll auch bei Hegels Vorträgen vorgekommen sein. Freitags-Freund, merdeister schrieb am 05.06.2009 um 21:58, in diesem Sinne. Und, bei allem Rücksturz zur Ernsthaftigkeit, ein "Null-Blog" kann spannend und witzig sein. 1) Stramm, das ist mir zu viel Todschießlyrik 2) "Vorwärtspulsiernder Zivilisationsprozess", wie geht das? Was ist da gemeint? 3) Hegel kannte seine Griechen. Zumindest hatte er sie in Tübingen eingetrichtert bekommen. "Götterhimmel" ist dann eben auch der "Hausvater-Staat". Da kann man bei Marx, "Hl.Familie", nachlesen. 4) Was soll der Kapitalismus schaukeln? Das machen die Menschen, die in ihm leben. Die schaukeln auf und ab, wie die Korken im Meer! Dazu empfehle ich Schopenhauer. 5) "WUMS" als Ansatz zur Ökodiktatur? Ich glaube ich suche dann doch lieber nach Wumm und Wendelin. Lieber Bildungswirt, ich mag es gerne ein bisschen verzwirbelt, aber nicht in so finsterem und ernstem Tone. Liebe Grüße Christoph Leusch |
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Lieber Columbus,
mein Gefühl sagt mir, dass wir näher beisammen sind, als es erscheint.Wir sollten also nicht alles filibustern. Vgl. auch meine Antwort an merdeister. Trotzdem: "...Humor haben müssen". Wir leben nicht in der permanenten Spaßgesellschaft. Lassen wir mal Hegel "Hegel" sein und fassen es ganz allgemein: "...dass die Studenten, die elenden Scribenten, einfach in der Vorlesung einschlafen". Das kann am Vortrag liegen, zweifelsfrei, dass kann aber auch an den Studenten liegen - mangelnde Konzentrationsfähigkeit, wenig wissenschaftliche Neugier, zuviel Narzissmus .... Zu Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung? Was meinst du ganz genau? Gruß BW |
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@ Bildungswirt:
Lieber BW, leider war ich überhaupt nicht in der Lage, Deinen obigen, allerdings bewunderungswürdig fein ziselierten, Ausführungen zu folgen. An anderer Stelle habe ich Dir schon einmal eingestanden, daß mir Deine Fähigkeit zur Analyse fehlt und ich vielmehr gewissermaßen konkret denke. Daher habe ich leider überhaupt nicht so recht verstanden, was Du sagen willst. Ich bin aber nur ein kleiner Bär mit sehr geringem Verstand, wie der bekannte Buddhist Winnie-the-Pooh es auch sagt. Das soll heißen: Versuch doch mal, ein wenig mehr Gelassenheit zu finden, vor allem dann, wenn Du nicht zu sehr im Samsara gefangen sein willst. Dazu gehört eben auch eine gewisse Portion Humor. Nicht anderes haben Dir, glaube ich, unsere Co-Blogger oben sagen wollen. Und finde die einfache Sprache, die den Nagel auf den Kopf trifft. Humor ist auch nicht bloßes Possenreißen oder reines schenkelklopfendes Gelächter. Insofern hat unsere "permanente Spaßgesellschaft" mit Humor so viel gemeinsam wie Sozialismus mit dem Stalinismus der gescheiterten UdSSR. Gut, damit verweise ich auf das Thema einer andeen Diskussion. Doch es gibt Gemeinsamkeiten: Ein Perspektivwechsel wäre heilsam, denn das gängige Bild wird nicht dadurch wahrhafter, dass es mit frischeren Farben immer wieder neu gemalt wird. In diesem Sinne einen persspektivisch wechselhaften und humorvollen Europawahltag zu haben, wünscht Dir der I.D.A. Liszt. |
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Lieber Liszt,
danke für die Ausführungen des "kleinen Bären". Der Hinweis auf Humor und mehr Gelassenheit ist als Faustregel sicher richtig. Es gibt aber auch Fälle, da schlägt er über in "repressive Toleranz". (Alle wollen sich gern im Humor überbieten, zweitrangig zu welchen Thema, Hauptsache der Witz rollt - furchtbar, diese Typen, die zwischen durch auch noch "ernste Sätze" schreiben) Mir gefällt auch nicht die zu starke Vermengung von "ad rem" und "ad persona". Ich hatte einige Ausführungen zur Notwendigkeit einer ökologisch-philosophischen Morgendämmerung gemacht - mit zahlreichen Anspielungen, die subjektive Andockmöglichkeiten erlauben - um meine Person ging es nicht. Über den Stil kann man sicher diskutieren. Wer "die einfache Sprache, die auch noch den Nagel auf den Kopf trifft", beherrscht - bewunderungswürdig. Ich arbeite noch dran, will meistens aber eher Linien zeichnen, Rhizom basteln. Mit der Sprache, dem Nagel und dem Kopf ist das auch so eine Sache, oft scheinen sie besser, als sie sind. Die Empfehlung des "Perspektivwechsels" gilt für alle Beteiligten, auch für die "Humoristen". (Vielleicht schreibe ich demnächst mal etwas zur Aperspektivität der Welt). Samsara verhandeln wir mal extra. Mir scheinen hier einige Mißverständnisse vorzuliegen, je nachdem von welcher buddhistischen Schule man ausgeht.Behandeln wir dann mit viel Gelassenheit. Freundliche Grüße Bildungswirt PS. Die zahlreichen Kommentare bei "Verpflastert" oder bei "Null Blog" von meisterfalk oder beim "WUMS" im Wams bis Bams fand ich in ihrer pulsierender Rhizomartigkeit meist witzig.Jedoch sind das einfach für mich weitgehend getrennte Baustellen. |
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Lieber BW,
siehst Du? In Deinem Postskriptum sprichst Du von getrennten Baustellen. Für mich dagegen sind die Baustellen nicht getrennt. Ich möchte auch nicht einer permanenten Spaßgesellschaft das Wort reden; ganz im Gegenteil. Was ich zu sagen versuchte, war, daß es des Humors bedarf, wenn man einmal aus sich heraustritt und sich in einer neuen Perspektive betrachtet, nämlich von außen. Das meinte ich mit dem Perspektivwechsel. Echter Humor lebt nur vom Wechsel der Perspektive. Aus dem Humor entsteht Gelassenheit und umgekehrt. Daher ist es nicht von ungefähr, daß gerade asiatische Religionsausüber, z.B. buddhistische Mönche, und als bekanntestes Beispiel der Dalai Lama, oft lachend abgebildet werden. In Europa haben manche noch etwas vom 'homerischen Gelächter' oder gar dem Lachen der olympischen Götter gehört. Du wirfst ständig Humor und Spaß zusammen und damit durcheinander. An mehreren Stellen hier habe ich schon versucht zu klären, daß ein Witz nicht einfach etwas ist, worüber man lacht. 'Witz' in seiner alten Bedeutung ist 'Sinn' oder 'Verstand'. 'Ein Witz' entsteht, wenn ein Mensch die Verbindung zwischen zwei zuvor unverbundenen Dingen herstellt, die er wahrnimmt, wenn er also eine Erkenntnis hat. Aus der Erkenntnis entsteht das Gelächter. Und es schadet überhaupt nicht, irgendwelche bierernsten und knochentrockenen Themen auch von einer anderen Seite zu betrachten und zu behandeln. Erstens lockert es einfach so ungemein auf. Zweitens sieht man dadurch vielleicht ein, daß ein Thema gar nicht so sehr schwer und wichtig ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Drittens kann es auch einfach Erkenntnis fördern. Wo Du jedoch scharf trennen möchtest, sehe ich eine Verbindung: res und persona. Ein Thema existiert, doch es wird auf ganz verschiedene Weisen behandelt. Natürlich unterliegt die Behandlung eines Themas der Person der oder des Schreibenden oder Sprechenden. Gerne wird jemandem, der sich zurecht empört, entgegnet: "Nun werden Sie doch nicht gleich unsachlich!" Das kann auch eine wohlfeile Methode sein, das Gegenüber mundtot zu machen. Wer sich immer nur auf die sachliche Ebene retten möchte, versucht, sich unangreifbar zu machen. Sehr schön ist das in der Politik zu sehen. Wie von Friedrich dem Großen kolportiert wird: "Tiefer hängen!" So würde ich jetzt gern diesen Disput tiefer hängen, damit wir uns nicht auf unnötigen Nebenkriegsschauplätzen verfransen. Liebe Grüße, I.D.A. Liszt |
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Lieber Herr Bildungswirt,
ich breche Ihre Kommentare einmal auf die niederste Ebene herunter. Im Grunde möchten Sie nichts anderes, als daß die Welt sich endlich nach Ihren Kriterien und Vorstellungen dreht. Zitat: "Irgendetwas stimmt (noch) nicht mit der Community." Das ist zwar rein menschlich höchst verständlich, aber natürlich völlig irreal, zudem birgt es höchstes Frustpotential. Wirkliche Veränderung zu mehr Bewußtheit und Bewußtsein kann nur mit Freiheit und Freiwilligkeit einhergehen. (Beispiele, wie es endet, wenn doktrinäre Linke das nicht beachten, hatten wir zur Genüge.) Nun zum kritisierten Humor. Humor setzt ein gewisses Maß an Selbstironie wie an Abstand zu sich selbst voraus. Wem es an diesen beiden Fähigkeiten mangelt, der wird Humor nie wirklich verstehen und dem wird es vermutlich auch an selbigem mangeln. Durch Gegreine oder >Müssen< wird die Welt, werden die Menschen sich nicht ändern. Lachen befreit. Was tun Sie mit Ihren Beiträgen? Menschen sind so, wie sie sind. Dies akzeptieren zu können, ist der eigentliche Beginn der Freiheit aller. Raffen Sie sich dazu auf, lassen Sie mir meinen Humor, damit ich Sie so lassen kann, wie Sie sind. Mit Gottes Segen und anarchistischen Grüßen Titta |
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Lieber Liszt,
wir reden so aneinander vorbei.Die Schriftform ist zu umständlich. Würdest du in Frankfurt sein, riefe ich dir zu: Komm ins Odyssee, meinem öffentlichen Wohnzimmer, lass uns mit Scharfsinn, Witz und Gelassenheit mündlich klären, worum es überhaupt geht. Mit und ohne Alkohol, ganz nach Belieben.(Auch die MitdiskutantInnen laden wir gemeinsam gern dazu ein.) Ich schrieb zur Fundamentalfrage "Ökologie" und nicht zu Humor. Das kann man doch auseinanderhalten.Dass ich für allerlei Verknüpfungen und Linienzeichnungen bin, vgl. "Das Zeitalter des Rhizom". Und, glaube mir, mein facettenreichen, pralles Leben schützt mich einigermaßen vor den Zumutungen des gesellschaftlichen Irrsinns. Genau dieser Schutz geht nicht ohne eine große Portion Humor und Gelassenheit, nur nicht ständig. Gruß BW |
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Liebe Titta,
ich bin mir nicht sicher, ob Sie verstanden haben, was ich überhaupt in meinem Beitrag geschrieben hatte. Zu Ihrem Kommentar: "Menschen sind so, wie sie sind. Dies akzeptieren zu können, ist der eigentliche Beginn der Freiheit aller." Diesen Begriff von "Freiheit" sollten Sie nochmal überdenken. So hat das eher mit Willkür zu tun oder mit der Ideologie "jeder ist seines Glückes Schmied" und wenn er es nicht schafft: eben ein Verlierer, selber Schuld. "Raffen Sie sich dazu auf, lassen Sie mir meinen Humor, damit ich Sie so lassen kann, wie Sie sind." Ihren Humor? Aber klar doch, ich bitte darum. ..."damit ich Sie so lassen kann, wie Sie sind." Da wird Ihnen wohl nichts anderes übrigbleiben. So, jetzt schau ich mir noch Ihren Wolkenbeitrag an, hatte ich in der Übersicht als neu gesehen. Freundliche GRüße BW |
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@Bildungswirt
So wie Sie schreiben, wären fürs Glück des Menschen nur gesellschaftliche Umstände verantwortlich. Das würde dann aber das Individuum völlig entmündigen. Das wäre dann wider alle meine Vorstellungen von Freiheit. ----- Sehen Sie, genau so ist es. Wir können uns nur so sein lassen, wie wir sind!! ----- Sie haben ein öffentliches Wohnzimmer? So was in der Art wie früher die Literatencafés vielleicht? Das wär ja phänomenal interessant. Jetzt bin ich neugierig! Liebe Grüße Titta |
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Ein durchaus gelungenes Kaleidoskop! Möchte mich dem Grundtenor der abgegebenen Kommentare von Columbus und I.D.A. Liszt anschliessen (Bonuspunkt für Winnie-the-Pooh!) und für Gelassenheit plädieren.
An anderer Stelle verwiesen sie auf Nietzsche, der gute Anhaltspunkte für Gelassenheit liefert: Wenn man seine Grundthese vom spielenden Weltkind, das die Welt immer wieder aufbaut und zerstört, akzeptieren kann (ist bestimmt nicht jedermanns Sache), dann hilft sein "Die Welt ist nur ästhetisch zu rechtfertigen" durchaus weiter. Die Welt als Spiel, mit unendlich vielen Facetten... Man kann mitspielen, muss mitspielen, aber sollte es nicht (immer) ernst nehmen. Dass dies keine Aufforderung zu dem von Ihnen vollkommen zurecht kritisierten "Wir leben nicht in der permanenten Spaßgesellschaft" sein soll, ist überflüssig zu betonen. Sich um alles kümmern zu wollen, zu müssen, wie sich aus Ihrem Text aufdrängt, ist für einen Einzelnen sicherlich un-tragbar. Das spielende Weltkind legt dabei keinesfalls Gleichgültigkeit und noch weniger Zynismus oder Resignation nahe. Vielmehr ein Einordnen oder auch eine Einsicht in den (von Ihnen ja auch angedeuteten) Umstand, dass wir alle immer nur Einer von vielen Milliarden sind. So groß sollte man auch seine Einflussmöglichkeiten sehen. Wie uns Faust zurecht warnt, kann man bei der Suche und dem Streben nach des Pudels Kern ins Straucheln kommen. Also ab und zu zurück besonnen aufs Einfache, aufs Einzelne. Frei nach H.v. Dithfurth; "Und wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen!" Beste Grüße! |
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Lieber Schlesinger,
dass Sie Columbus und Liszt zustimmen, okay. Schauen Sie sich auch noch meinen letzte Antwort an Liszt an. Auch Sie würde ich gern in mein öffentliches Wohnzimmer - vulgo Kneipe - einladen, dann alles mündlich. Nietzsche und das spielende Weltkind verhandeln wir mal später, wäre hier zu kompliziert. Wenn man in die Drehscheibe der Moderne (F.N.) tiefer einsteigt, so wird man doch relativ schnell erwachsen.Unabhängig davon sollte man sich sein kindliches Gemüt bewahren (im Unterschied zu kindisch). "Frei nach H.v. Dithfurth; "Und wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen!" Goldisch, der Opa, ehrlich gemeint, ich hatte es damals gelesen. Und wenn die Welt morgen unterginge, würde ich mit meiner Frau und meinen fünf Kindern gemütlich beisammen sitzen, über die Welt lachen, uns küssen, liebkosen und sagen: Treffen uns im nächsten Leben. Gruß BW |
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Lieber Bildungswirt;
leider finde ich Ihren Kommentar nicht mehr, auf den ich eigentlich antworten wollte. Hier wollte ich sowieso kommentieren, jetzt also alles in einem. Ich stimme Ihnen zu, uneingeschränkt. Ich versuche das auch zu leben. Vor ein paar Jahren hatte ich, aufgrund einer schweren Erkrankung meiner Tochter, sehr wenig Geld, da ich vorher frei gearbeitet hatte, nach vielen Jahren Festanstellung, und hatte dabei gut verdient. Dann konnte ich, von heute auf morgen, nicht mehr arbeiten, weil ich rund um die Uhr für meine Kind dasein musste und wollte. Also finanziell nnahezu gegen Null. In dieser Zeit habe ich mir angewöhnt, nur das zu kaufen, was wir wirklich BRAUCHEN. Das war ein mühsamer Lernprozess, was meinen Sie, wie oft ich Sachen nach eingehender Prüfung (brauchen wir das?!) wieder zurückgebracht habe. Es war eine gute Schule. Heute sind wir nicht mehr so klamm, aber diese Lektion hat sich verselbständigt: Ich bin kein "Konsument" mehr. Einige Fragen aber stellen sich mir weiterhin - und ich Sie Ihnen: Neulich habe ich ein Buch über die Bedeutung von Konsumgesellschaften gelesen, sehr interessant, leider weiss ich den Titel nicht mehr. Konsum wirkt, so der Autor nachvollziehbar, durchaus sinnstiftend, quasi als Kitt innerhalb einer sozialen Gruppe. Wie integriert sich nun der, der nicht mehr blind konsumieren will? Wie können wir es schaffen, neuen Sinn zu stiften, und zwar nicht nur durch Schlagworte und den Appell zu verzichten? Damit werden wir die Gesellschaftsschichten, die es zuvorderst angeht, nicht erreichen. Was können wir anbieten? Da ist auch "die Politik" gefragt: Schauen Sie sich HH an. Hier wird Einkaufen als EVENT FÜR DIE GANZE FAMILIE verkauft. Öffentliche Schwimmbäder werden zugunsten von Einkaufszentren plattgemacht. Öffentliche Plätze, an denen man kostenlos miteinander ins Gespräch käme? Fehlanzeige. Der (schwarz-GRÜNE (!) Senat hat nichts begriffen. Oder er will es nicht. Die wichtigste Frage aber bleibt: Wie funktioniert unser Wirtschaftssystem, das ja auf Konsum aufbaute, danach? Wie kann es funktionieren? Ich habe dazu schon etliche Bücher gelesen, eine Antwort habe ich noch nicht gefunden. Worauf können wir unsere Ökonomie dann stützen? Den "Gewerkschaftsartikel" habe ich noch einmal gelesen und mich erinnert. Toller Text, klar und wichtig. Auch Ihr neuer Blog gefällt mir. Dazu schreibe ich aber noch einen Blog und werde mich darin darauf (schöne Aliteration) beziehen. Herzlich, Anna |
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Liebe Anna,
Sie schreiben: >Schauen Sie sich HH an. Hier wird Einkaufen als EVENT FÜR DIE GANZE FAMILIE verkauft.< Das ist einfach großartig ausgedrückt! War das ein beabsichtigtes oder ein unbeabsichtigtes Wortspiel? Liebe Grüße, I.D.A. Liszt |
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@ Liszt
Einkaufen verkaufen - da küsst uns die Sprache wach, ob bewusst oder nicht, das lässt sich im Nachhinein schwer sagen. Oder was meint die Autorin? |
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Liebe Anna,
"Wie integriert sich nun der, der nicht mehr blind konsumieren will? Wie können wir es schaffen, neuen Sinn zu stiften, und zwar nicht nur durch Schlagworte und den Appell zu verzichten? Damit werden wir die Gesellschaftsschichten, die es zuvorderst angeht, nicht erreichen. Was können wir anbieten?" Alles sehr schwierige Fragen. Um eine Teilintegration kommt keiner rum. Wir brauchen einander (vielleicht wie im Bild bei Schopenhauer: Stachelschweine - Wäre ja, aber nicht ganz so eng)Daraus folgt, das Lebensqualitätssteigerung nicht mit Konsumsteigerung verwechselt werden darf. Als "Verkäufer" bieten ich nichts an. Ich kann nur Wahnsysteme und Irrsinn beschreiben, die Schlüsse müssen die Leute selbst ziehen.DAs "Unbehagen in der Kultur" wahrnehmen ist gekoppelt an das Verstehen der eigenen Züge der Egomanie. Diese wäre von einem bewussten Individualismus zu scheiden. "Nur wer sind die zukünftigen Subjekte? Welche Arten, gar die Dollys, Cyborgs, Ozeane, Regenwälder? Brauchen wir ein „Parlament der Dinge“? Gibt es ein anerkanntes Recht der außermenschlichen Natur, eine geerdete Vernunft?" Die Beantwortung ergibt eine neue Perspektive. In nächster Zeit will ich an meinen Beitrag anknüpfen und mich auf sehr unsicheres Terrain wagen:"Das Leitbild eines Homo symbolicus-ökologicus im 21. Jahrhundert". Wir werden sehen. Andere Blog diskutieren zurzeit ebenso die Ökologiefrage. Leider zerfasert alles, es fehlen die Zusammenführungen, die verschlungenen sinnvollen Verkettungen. Gruß BW PS. Meine ursprünglichen Kommentare (die du wahrscheinlich suchst) befinden sich bei dir im Blog unter "Dringender Appell ..." Ansonsten weiß ich es auch nicht mehr. |
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Lieber Bildungswirt;
Als "Verkäufer" bieten ich nichts an. Ich kann nur Wahnsysteme und Irrsinn beschreiben, die Schlüsse müssen die Leute selbst ziehen.Das "Unbehagen in der Kultur" wahrnehmen ist gekoppelt an das Verstehen der eigenen Züge der Egomanie. Diese wäre von einem bewussten Individualismus zu scheiden." Ganz Deiner Meinung. Aber, ich bin für mich noch nicht weiter in der Frage: Wenn wir nicht mehr (soviel) kaufen, unser Wirtschaftssystem aber darauf aufbaut - wie funktioniert es dann? Wie kann es funktionieren? Über neue Arbeitsplätze in einem weiter ausgebauten ökologischen, nachhaltigeren System? "Das Leitbild eines Homo symbolicus-ökologicus im 21. Jahrhundert". Ich bin gespannt. Herzlich, Anna |
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Liebe Anna,
schau mal beim Kommentar von Streifzug.Er hat im Netz gestöbert und zu meiner Dissertation verlinkt. Eine Teilantwort findest du dort.Eine weltweit blinde Ökonomie stellt in ihrer Wirkungsmächtigkeit bisher alles andere in den Schatten. Von der Ökonomie als "Wissenschaft" sollte man keine großen Lösungen erwarten, vielleicht ein paar kleine mathematische Lösungs-Modelle, jetzt aufgeplustert mit Spieltheorie und Chaostheorie. Alles andere braucht Zeit, Transpiration und Phantasie. Beim Freitag diskutiert u.a. Michael Jäger in seinem Blog die "andere Gesellschaft" (er gräbt vor allem gern in der Marx-Lektüre (MEW 1-42), ich bin da skeptisch, ob das uns weiterbringt) Gruß BW |
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Lieber Bildungswirt,
er läßt mich "irgendwie" nicht los, Dein Beitrag. Rumort seit zwei Tagen in mir. Von Verstehen meinerseits will ich nicht reden, es ist eher ein Erfühlen, worum es gehen könnte, sollte, müßte, dürfte. Dann aber meine alte Hürde. Einerseits: Es ist doch schon alles gesagt. (aber noch nicht von allen, sagte einst Herr Valentin.) Andererseits: Selbst, wenn alles von allen gesagt wäre, so wäre noch lange nicht auch alles von allen verstanden. Also kurz und nicht so sehr kontrolliert: Es soll uns Menschen ja auszeichnen, die einzigen Lebewesen zu sein, die von ihrer Sterblichkeit wissen. Allein, es scheint dieses Wissen, so es denn vorhanden ist, eher zu dem Prinzip Nach-mir-die-Sintflut zu führen. Unsere irre, so oft so unreflektierte Angst vor dem Tod mit all ihren Ausformungen trägt beharrlich ihre alltäglichen Früchte. Wäre es nicht endlich an der Zeit, den Blick vom "Ende" weg, hin zum "Anfang" zu wenden. Von der Sterblichkeit zur Geburtlichkeit! E.Cioran:"Wir rennen nicht dem Tod entgegen, wir fliehen vor der Katastrophe der Geburt, wir zappeln uns ab - Gerettete, die vergessen möchten. Die Angst vor dem Tod ist nichts als die Projektion einer Angst, die mit unserem ersten Augenblick anhebt, in die Zukunft....Das Übel, das wahre Übel ist jedoch hinter uns, nicht vor uns. Das ist Christus entgangen, das hat Buddha gewußt...." Die Dichter und Denker wußten es womöglich schon immer. Und die Psychotherapeuten, die Geburtshelfer bestätigen seit langem diese Vermutungen. Otto Rank 1924 beschrieb als Erster in "Das Trauma der Geburt und seine Bedeutung für die Psychoanalyse" systematisch die Bedeutung der menschlichen Geburt für unser späteres In-der-Welt-Sein. Janov, Grof und viele andere haben ein für den Laien (wie mich) erstaunliches Wissen zusammengetragen. Von den Jüngeren sei vielleicht Ludwig Janus genannt, der in "Der Seelenraum des Ungeborenen" eine Bilanz des Wissenstandes zieht. Daß frühkindliche Prägungen unser späteres Leben massiv beeinflussen ist seit langem bekannt und vielleicht sogar einigermaßen verbreitet, aber daß eben schon das prä- und perinatale Geschehen als formende Kraft am Wirken ist, wäre ein dringend zu lehrendes Wissen. Wer kennt seine Geburtsgeschichte? Wo gibt es Elternschulen? Das wären so die Fragen. Und dann würde man zwangsläufig zur nächsten kommen: Was ist gute Mütterlichkeit? Wie stehts mit den Müttern, schreibst Du. Wohl wahr. Und wie stehts mit den Vätern? Was wäre eine gute mütterliche und väterliche Gesellschaft? Haben "wir" als Gesellschaft davon überhaupt den Hauch einer Ahnung? |
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Teil 2:
Wie immer Fragen über Fragen. Es geht bei weitem nicht nur um dieses selbstmörderische Wachstumsprinzip, über dieses Höher-Weiter-Schneller. Ich meine, daß ein Gespräch über unser In-der-Welt-Sein an unserer eigenen(!) Quelle nicht vorbeikommt, daß es um unser Allerinnerstes gehen muß. Aber gerade dies ist sehr oft mit großer Angst besetzt. Ausweichen ist der etwas weniger schmerzliche Weg. Und:Will ich mein Innerstes in einem Blog in diesem Internet, dem kompletten Gegenteil eines geschützten Raumes, verbreiten? Große Angst haben wir vor dem Krieg, aber größer noch ist unsere Angst vor der Liebe. Warum? Einen herzlichen Gruß und danke für den Beitrag Gerhard |
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schrieb am
10.06.2009 um 21:12
Wer ist eigentlich 'wir'?
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Lieber GerhardHM,
danke für deinen inhaltlichen Beitrag, der wiederum einige Linien rhizomatisch weiterspinnt, die bei mir nur angedeutet waren. Cioran, ein sehr reflektierter und zuspitzender Kopf, bringst du ins Spiel. Trotzdem folge ich ihm in den Konsequenzen nicht. Weder ist für mich die Geburtlichkeit das eigentliche Drama (wir wären besser nicht geboren worden), noch ein "Sein zum Tode" (Heidegger), noch ein "Sein zum Design"(viele aktuelle Spielarten), sondern immer noch ein eher klassisches "Sein zum Eros". Wer all diese Gebiete gut beackert ist Sloterdijk. Empfehle besonders die Sphären-Trilogie und das frühere Buch "Weltfremdheit". Selbstverständlich gibt es einen ganz Sack voll guter Buch (im großen Weltgespräch) dazu.Wichtig ist immer mit anderen darüber diskutieren, Lesezirkel gründen, Kneipenbesuch und ernsthaft-heiteres Gespräch mit einander verbinden. "Innerstes in einem Blog"? Etwas Vorsicht ist sicher gut und trotzdem ist dieses neue Medium geeignet. Viele privaten und persönlichen Probleme und Schicksale sind kolletive; sie erscheinen nur subjektiv. "Angst vor der Liebe"? - Mut und nochmal Mut. Angst überwindet man durch tun. Gruß BW PS. Zur Ökologiefrage im weiten Sinn wird es noch weitere Beiträge von mir geben. Vgl. auch, was es bisher schon dazu im FREITAG gibt. |
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@meisterfalk
Das weißt du selbst in verschiedenen Bedeutungen und Sprachkonventionen. Warum diese rhetorische Frage? Warum nicht mehr von dir? Gruß BW |
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schrieb am
13.06.2009 um 22:52
Lieber Bildungswirt, eine kurze Erwiderung. Ciorans extremer Satz:Wir wären besser nicht geboren, wäre für die Erde, so wie es heute aussieht, in der Tat besser gewesen. Meine Intention war aber, vielleicht mißverständlich formuliert, darauf hinzuweisen, daß der "Skandal" weniger der Tod am "Ende" unseres Menschenlebens ist, sondern eben bereits am "Anfang" stattfindet. Das jedem Menschen widerfahrende prä- und perinatale Geschehen und dessen Folgen ist mittlerweile recht gut erforscht. Es kann nicht beiseite gelegt werden, auch wenn es individuell starke, Angst besetzte Gründe dafür geben mag. Ein Kind, das einen versuchten Schwangerschaftsabbruch überlebt hat, ist mit Sicherheit in der Seele gezeichnet. Wahrscheinlich für das ganze Leben. All die anderen denkbaren Erfahrungen (Alkohol, Nikotin, Angstzustände der Mutter, Nicht-gewollt-sein, Geburt in Kriegs- und Krisenzeiten, Gewalterfahrung der Mutter, Tabletteneinfluß, Kaiserschnitt, Komplikationen durch die Lage des Kindes,...) werden mehr oder weniger ganz individuelle Folgen für das weitere Leben haben. In der SZ fand sich vor einigen Wochen ein Beitrag darüber, daß in den Hirnstrukturen von Menschen frühkindliche Gewalterfahrung nachgewiesen werden konnte. Das ist keine wirklich überraschende Entdeckung. Jede Initiative in Richtung sanfter Geburt ist ein Versuch, diese so oft so traumatische Erfahrung gesünder zu gestalten bzw. heilend zu begleiten oder wenigstens aufzufangen. Es darf sicherlich der Schluß gezogen werden, daß die Gesellschaft bis in ihre Institutionen hinein auch von diesen Geburtserfahrungen der Einzelnen massiv geprägt ist. Mir ist das ein völlig logischer Zusammenhang. Und dann wären wir bei den schon Stichworten Mütterlichkeit und Väterlichkeit der und in der Gesellschaft.
In "Weltfremdheit" u.a.: "Daß das Tauch-, Atem- und Denkverhalten von Individuen sich in engster wechselseitiger Bedingtheit entwickelt, dies ist zwar eine alte Ahnung der philosophischen Seelenlehren, wurde aber kaum je zum Gegenstand systematischer Untersuchungen gemacht." (Vom Psychologen O.Rank doch immerhin schon 1924!) "Die Charakterbildung beim Menschen fängt, nach allem, was wir heute wissen können, nicht erst in der Phase nachgeburtlicher Weltbezüge an, sondern schon im fötalen Raum und mit den Dramen der ersten Atemzüge. Wenig Beachtung hat die Tatsache gefunden, daß Spuren aus diesen beiden uralten Erfahrungsräumen sich in die intellektuelle oder logische Physiognomie von Subjekten einprägt." Ich glaube letzten Endes, daß dies kein intellektuelles Problem und folglich auch nicht als ein solches zu lösen ist. Deswegen auch meine Bemerkung zu der notwendigen Entscheidung zwischen Krieg und Liebe. Noch ein Widerspruch zum Schluß:“Angst überwindet man durch Tun.“ Das stimmt gelegentlich ganz sicher, wie es stimmt, daß die Angst respektiert werden muß. So manchem hat sie schon das Leben gerettet. Mit freundlichen Grüßen Gerhard |
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"Das jedem Menschen widerfahrende prä- und perinatale Geschehen und dessen Folgen ist mittlerweile recht gut erforscht. Es kann nicht beiseite gelegt werden, auch wenn es individuell starke, Angst besetzte Gründe dafür geben mag. Ein Kind, das einen versuchten Schwangerschaftsabbruch überlebt hat, ist mit Sicherheit in der Seele gezeichnet. Wahrscheinlich für das ganze Leben."
Ich stimme zu. Nur hilft das wenig. Jeder Mensch muss mehrfach sein persönliches Lebensskript überschreiben. Das kann die Angst bannen und notwendigen FREIraum als Entwicklungsraum schaffen. Gruß BW PS. Ich will noch anmerken, das dies Unterthemen sind , die ich mit meinem Beitrag "ökologisch-philosophische Dämmerungen" nicht größer ansprechen wollte. Das wäre ein eigenständiger Beitrag. |
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schrieb am
14.06.2009 um 10:47
"Jeder Mensch muss mehrfach sein persönliches Lebensskript überschreiben."
Ja, aber die erste Beschreibung bleibt eben in erheblichem Umfang wirksam. Diese wahrzunehmen und anzuerkennen und dann zu schauen, wie eine Überschreibung aussehen kann, scheint mir die Aufgabe zu sein. Ich glaube eben, und meine da einige Tatsachen auf meiner Seite zu haben, daß unser Freiraum so groß nicht ist. Das ewige platte Gerede des "Westens" von der Freiheit ist mir in weiten Teilen ein ewiges Leugnen unserer realen Gebundenheit. Und wir sind beileibe nicht nur an die planetarischen Tatsachen gebunden. Am ehesten werden hierzulande noch Familienbande akzeptiert, obwohl da ja auch so einiges wegbricht bzw. längst schon weggebrochen ist. Ernsthaft zu fragen, wo dieses Prinzip "Höher, weiter, schneller, mehr!" herkommt, dem wir wie die Lemminge folgen, welche seelischen Ursachen es hat, würde uns vielleicht weiterführen. Das aber hieße, (fast) alles infrage zu stellen. Dattel hat m.E. Recht:"müsste der Mensch in einer Weise leben in der er die Natur als seine Mutter ehrt und mit ihr und nicht gegen sie lebt." Davon aber sind wir Lichtjahre entfernt. Eine Autobahn abreißen. Da lachen sich 40 Mill. Autofahrer scheckig bzw. werden aggressiv. Auch ein neuer PC mit weniger Geschwindigkeit ist schlichtweg undenkbar. Ich erinnere an die Anfänge von Freitag-online. Die großen Klagen von der Langsamkeit der Server. Unerträglich(!) fanden einige dies. usw.usf. Wir brauchten eine neue, ganzheitliche Sicht auf den Tod UND auf die Geburt. Aber auch dies scheint mir, wiewohl richtig, Illusion. Anstatt die GANZE Erde, diese in der Unendlichkeit des Alls eigentlich gar nicht vorhandene Kugel, als letzten Endes nur im Glauben erfaßbares Wunder und Geschenk in produktiver Demut gemeinschaftlich zu hüten und zu gestalten, vernichten wir sie. Mit unserer Gier, mit unserem Krieg, mit unserer Rechthaberei... mit unserer Angst. Es ist Irrsinn. Diderots fatalistischer Jaques meinte, es geschehe nur, was auf der großen Rolle da oben geschrieben steht. Es scheint ein dramatisches Ende zu haben, dieses Drehbuch. |
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"Wir brauchten eine neue, ganzheitliche Sicht auf den Tod UND auf die Geburt. Aber auch dies scheint mir, wiewohl richtig, Illusion."
Wäre es nicht besser, wir kümmern uns um das LEBEN, beziehen den Tod mitein, hängen die Ganzheitlichkeit nicht ganz so hoch (das Ganze ist niemals zu fassen)und hüten uns vor dem Götzenbild einer harmonischen "Natur"? Ich bin für geerdete Vernunft als Kulturleistung. Gruß BW |
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schrieb am
14.06.2009 um 19:53
Offensichtlich gelingt es mir nicht, mich verständlich auszudrücken. Ich halte, ganz pragmatisch die Wahrnehmung und Respektierung unserer geburtlichen Erfahrung für ein gesundes Leben(!) für unverzichtbar. Wie ich es für unverzichtbar halte, die Wurzeln ureigener, individueller Existenz wahrzunehmen. Da wäre dann vielleicht ein Bogen zu dem von Dir erwähnten Rhizom geschlagen.
Sei's drum. Danke für die Anregung. Ein "Geburtsgedicht" von Goethe zum Schluß: West-östlicher Divan "Wiederfinden" |
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"Ich halte, ganz pragmatisch die Wahrnehmung und Respektierung unserer geburtlichen Erfahrung für ein gesundes Leben(!) für unverzichtbar. Wie ich es für unverzichtbar halte, die Wurzeln ureigener, individueller Existenz wahrzunehmen."
Bin ich ganz bei dir. Nur das Leben pulst nach vorn, Skriptüberschreibungen müssen als persönliche Anpassungsleistungen sein. Ich bin nach 10 Jahren vielleicht ein anderer, falls nicht, vielleicht stehengeblieben. Unser allgemeines kluterlles Problem: Alle Menschen werden als Originale geboren, 90% sterben als Kopien (Ich formulierte dies als Kommentar zum Harry-Rowohlt-Interview.) Weiterführende Gedanken von mir zum Leitbild im 21. Jahrhundert: www.freitag.de/community/blogs/bildungswirt/leitbild-im-21-jh-homo-symbolicus-oekologicus--daemmerungen-2 Erkennst du eine Denkverwandtschaft? Gruß BW |
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Ist mit "Homo symbolicus-ökologicus" eine Definition wie in:
Produktives Verstehen Beitrag zu einer rhizomatischen Fundierung der Wirtschaftspädagogik und ihres Bildungsanspruchs ub.unibw-muenchen.de/dissertationen/ediss/miller-michael/inhalt.pdf Seite 162, Kapitel 5. Leitbild des Homo symbolicus-ökologicus gemeint? |
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Schön, dass einer auch mal etwas recherchiert. Dafür steht diese Arbeit von mir auch kostenfrei zur Verfügung.
In dieser Richtung ja. Allerdings müßte das heute nochmal in neuem Licht überarbeitet werden. Du bist herzlich eingeladen, dabei mitzuwirken. Ich laufe auch gern mal in der 2. Reihe. Let's go. |
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Lieber Bildungswirt,
ich habe deine Doktorarbeit nicht vollstaendig gelesen, sondern nur ein paar Saetze ueber das Leitbild des Homo symbolicus-oekologikus und im Anschluss das Literaturverzeichnis ueberflogen. Mit Erschrecken musste ich feststellen das der Philosoph Hans Jonas nicht aufgefuehrt war, der doch gerade in seinem Werk "Das Prinzip Verantwortung" einerseits versucht die anthropozentrische Ethik von Kant auf die Natur auszuweiten und sich mit der Frage nach einer oekologischen Ethik auseinandersetzt. Meines Erachtens ist ihm das auch gelungen mit seinem Imperativ „Handle so, daß die Wirkungen deiner Handlungen verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden“ und seinen Ausfuehrungen dazu. Doch auch mit seinem Werk hat sich die kapitalistische Welt nicht zum Guten gewandt. Es bringt ja doch nicht viel ueber Natur und Oekologie zu schreiben ohne wirklich auch nach seinen Erkenntnissen zu leben. Wenn man das in Praxis sehen will sollte man sein Sparschwein pluendern und einmal mit indigenen Voelkern leben. Wer danach wieder in den verfluchten Elfelbeinturm zurueck kehrt und von dem Ende des Kapitalismus traeumt, dem sollen die Buecher auch den Rest geben. |
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Kurzes selektives Lesen steht jedem frei - nur das kann zu überzogenen Fehlurteilen führen.
"Mit Erschrecken musste ich feststellen das der Philosoph Hans Jonas nicht aufgefuehrt war.." Das muss dich nicht erschrecken. Ursprünglich sollte Jonas noch aufgenommen werden, nur hätte das an der gesamten Argumentation der Arbeit nichts wesentliches geändert. Es fehlen selbstverständlich noch andere bedeutende Geister. Irgendwann ist einfach Schluss, relativ willkürlich, mehr durch äußerliche Umstände bestimmt. Trotzdem hätte mich deine "Rezeption" meines Textes/Textauszugs interessiert. Was ist angekommen? Welches Leitbild siehst du, was dämmert? Gruß BW |
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Wenn man sich in der abendlaendischen Philosophie aufhaelt finde ich den Text sehr gelungen. Von der These, dass keine hoehere Instanz uns retten wird ueber das Problem der Dialektik zwischen Klimawandel und Kapitalismus zur Schlussfolgerung, dass wir ein oekologisches Leitbild brauchen an dem sich der aufgeklaerte Mensch ethisch orientiert. In diesem Rahmen waere ich auch zu keinem anderen Schluss gekommen, aber der Rahmen ist es eben der mich stoert. Ich bin der Meinung, dass die Loesung des Problems nicht aus dem Problem selbst entstehen kann Dialektik hin oder her. Ich meine damit die abendlaendische Kultur. Wenn wir mal ganz ehrlich zu uns sind kommt alles globale Uebel der Welt aus Europa. Die kritische Theorie hat daher auch nur aufgezaehlt was so alles schief laeuft im Kapitalismus ohne einen wirklichen Loesungsvorschlag zu machen.
Das Problem ist, dass das Instrument, die 'Vernunft', wie sie bei uns heisst, schon falsch ist, um ihre eigenen Widersprueche zu erkennen. Diese Vernunft feiert die Aufklaerung als den Akt der Befreiung des Menschen aus den Fesseln Religion. Du kennst gewiss den Aufsatz von Nietzsche ueber den tollen Menschen in dem Nietzsche hervorragend feststellt, dass wenn man sich von der Religion loest im leeren Raum landet, in der absoluten Sinnlosigkeit. Dort befindet sich die westliche Kultur bis heute und fuehlt sich als die Speerspitze des Fortschritts. Die Oekologie oder oekologische Philosophie bewegt sich entgegen dieser Entwicklung und ist daher auch unbeliebt bei Intellektuellen und allem was sich so links haelt. Diese Wissenschaft erkennt naemlich allmaehlich, dass der Mensch Teil der Natur ist und er auch dementsprechend handeln muss (hoert sich bloed an, da es ja eigentlich jedes Kind weiss). Beschleunigt man diesen Vorgang von der Theorie und Praxis muesste sich der Mensch in einer Weise leben in der er die Natur als seine Mutter ehrt und mit ihr und nicht gegen sie lebt. An dem Punkt hat dieser Mensch die abendlaendische Kultur verraten, weil er erkennt, dass er ohne Zweifel und Zoegern Religion praktiziert. Religion ist naemlich nichts anderes als die Erkenntnis, dass die Natur heilig ist und alles was dazu gehoert. Alle Erscheinungen und Dinge gehoeren einer grossen Weltfamilie an, die eng miteinander verwurzelt und voneinander abhaengig sind. Heiligen und anbeten heisst ja nichts anderes als den vollen Wert von etwas anerkennen und das es Tabu ist dieses zu zerstoeren oder auszubeuten. Genau das Gegenteil vom Kapitalismus. Die indigenen Voelker leben auf diese Weise seit jeher und mit vollem Erfolg. Die abendlaendische Kultur existiert seit ungefaehr 2500-3000 Jahren und ist kurz davor sich selbst auszuloeschen. Die Aborigines leben seit mindestens 60000 Jahren in Australien und erst der Europaer wurde zum groessten Unheil in ihrer Geschichte, der versucht sie auszuloeschen. Realisiert man das verschwindet jede Ideologie von Fortschritt und Eurozentrismus. |
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Teil II:
Mein Leitbild sollte damit klar sein. Die Einbahnstrasse des Kulturimperialismus durchbrechen und von den indigenas wieder lernen, was es heisst Mensch zu sein. Um gegen die "zurueck in die Steinzeit" Kommentare vorzubeugen muss ich noch sagen, dass man auch Technik sinnvoll einsetzen kann. Man muss nur erkennen, dass man vieles von diesem ganzen Mist einfach nicht braucht und es einem vom wirklichen Leben abhaelt. |
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Sympathische Gedankenanregungen: Schreibe doch dazu einen ausführlichen Blogbeitrag.
Ich sehe Parallelen zum "Homo symbolicus-ökologicus". Indes schwingt mir bei dir etwas zuviel Naturreligion, letztlich mythisches und magisches Bewusstsein. Vgl. auch meine Kommenatre zu GerhardHM. Gruß Bildungswirt |
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Ich werde versuchen naechste Woche Zeit zu finden fuer einen Blogbeitrag.
Die Naturreligion war ja mein Loesungsvorschlag zum Problem der abendlaendischen Philosophie und Wissenschaft. Man muss aber auch nicht die europaeischen Erklaerungsversuche der Welt verteufeln, sondern nur einsehen, dass es eben nur Versuche sind und keine Weltformel. Bei den indigenen Voelkern, die ihre Naturreligion ausleben, ist es auch nicht so, dass es keinen Fortschritt und keine Entwicklung geben wuerde, aber unsere Masseinheiten fuer Fortschritt koennen diese Erfolge meisstens nicht erfassen. Das beste Beispiel dafuer waere die Erschaffung von Megadiversen Oekosystemen, die es ohne die Indigenas wohlmoeglich nie gegebnen haette. In diesem Kontext wird es immer schwieriger zwischen Mythos und Aufklaerung/Wahrheit zu Unterscheiden. Der Garten Eden hat fuer mich wirklich existiert (auch wenn die Beschreibung in der Bibel natuerlich nicht woerlich genommen werden kann), aber den kann man nicht erkennen, wenn man Natur als Potential zur Mehrwertproduktion erfasst und nicht als mit Geist erfuelltes Sein also etwas lebendiges. Der Kern der Religion ist immer ein Fetisch. Fuer die einen ist es die goettliche Natur und fuer die anderen Geld. |
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Werde ich lesen.
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Bildungswirt fragte:
Ob die Eule doch schon in der Morgendämmerung fliegt? Common Future on Wings? Wohin führt uns das? Vielleicht zu INZHOTA: www.future-on-wings.net/nguni/drawings/INZOTHA.htm ;-) |
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Hallo HH,
ein schönen rhizomatischer Faden zu meinem Beitrag: "In aller Früh wenn das Dunkel der Nacht noch das Rot einschwärzt, mit dem der Tag aufwacht, fällt der Blick schon auf INZOTHA Ist der Tag da sehen wir in dem Prachtbullenrot (mit dem schwärzlichen Schimmer) Afrikas Aufstehgewinner." Jetzt meine Frage: Schön, das ist die Kugel, wo ist der Lorbeer? Oder anders: Wie würdest du den Faden inhaltlich weiterspinnen? Was dämmert hier symbolisch-ökologisch konkret? gruß bw |
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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