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Soeben berichten die Nachrichtensender und Agenturen, dass die Kraftwerksbetreiber ihr sämtliches Personal abziehen, weil selbst in den Schutz- und Steuerwarten der Kraftwerksblöcke die Radioaktivität zu sehr angestiegen sei.

Der Mensch überlässt die havarierte Großtechnik sich selbst. Von nun an, werden nur noch Freiwillige und eventuell Zwangsverpflichtete aus Militär und Strahlensicherungsbehörden dort eingesetzt werden können und deren Aufenthalt muss in einem Wechsel- und Zirkelsystem der Arbeiter, zeitlich streng begrenzt sein.

Viel verlässliche Information über den Zustand der Reaktoren und die Austritte von Radioaktivität wird es nun nicht mehr geben, denn dort wird nicht mehr kontinuierlich gemessen und kontrolliert. Alles Weitere erfolgt nun auf der Basis von Luft- und Bodenmessungen und auf dem Screening von Verstrahlten. Inwieweit man sich traut, Expeditionen zu den Reaktoren zu schicken bleibt nun abzuwarten.

Derzeit hilft und tröstet nur die Natur, indem der Wind das weitgehend unsichtbare, radioaktive Material aufs Meer trägt. Hoffen wir, es regnet dort ab, bevor es die nächste bewohnte Landmasse erreicht.

Einige große Fragen:

Laufen wenigstens ein paar Pumpen, die weiterhin Meerwasser, es ist mittlerweile egal, wohin genau, über die Kernreaktoren bringen? - Die Kühlung muss, wenn überhaupt noch wirksam, über Wochen anhalten.

Hilft Amerika, helfen die anderen Länder, mit physikalisch-chemischen Hilfsmitteln, indem man nun Bor und andere, geeignete Moderatorsubstanzen über die Blöcke kippt und was könnte das noch bringen, weitere radioaktive Austräge zu verhindern oder zumindest zu begrenzen?

Christoph Leusch

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