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Politik : Gelbsucht, Farbberatung fürs FDP-Nichts

Politische Feuilletonisten sind in die gelbblauen FDPler rasend verliebt. Sie texten, obwohl die Partei inhaltsleer agiert. Das Musikfeuilleton schmust analog mit Lena.

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Die FDP in allen Farben und Formen, ein (un)freiwilliges Parteimarketing der Medien?

Ganz langsam sickert es ins Gehirn ein. Die Deutsche Presse ist gelb und blau, und dazu noch völlig lenatisch, vom Norden bis in den tiefen Süden.

Sonst wäre es doch vollkommen unerklärlich, warum die eitelsten Journalisten der drittwichtigsten Wirtschaftsnation dieser Erde seitenweise tiefsinnige Grübeleien abliefern, zum Umbau und Schicksal einer Partei, die nachher genau das selbe Gelbe sagt wie bisher.

Trotzdem wird dieser Partei ein kostenloses Marketing zuteil, wie es derzeit nur noch für das Unternehmen "Lena-Raab Inc.", aus undefinierbaren Gründen und ganz freiwillig, so geschieht.

Ausgerechnet jenes Gewächs in der Parteienlandschaft, das im Grunde seit den späten 80er Jahren des letzten Jahrhunderts ohne tiefsinnige Programmatik, dafür aber mit den Farben Gelb und Blau, bei Pullundern und Krawatten, sowie mit einer innigen Verankerung in den ökonomischen Wohlfühlsphären der Republik, Politik macht, erhält eine künstliche Beatmung.

Die Presse schreibt blattübergreifend, als ginge es nur noch um Personaltrends für die Einstellung jugendlicher Besserverdiener. Gleichzeitig dient der so freigiebig und schnell fabrizierte Glanz der Bewertungen und Wertungen über Persönliches als geheime Gartenlaube für die Aufschauenden, damit die wissen, wie es beim Contest zugeht und welches Kostüm gerade angesagt ist.

Die FDP ist nun eine Boygroup mit älterem Impressario, der vor allem, und ewig lange schon, sagt, "Die Wirrschaft iss´ wischig!" Mit diesem Satz absoluten Rechthabens ist auch das politische Feuilleton Deutschlands weitestgehend zufrieden, wie die Musikkritik mit der im Jahrgang gereiften Lena, die weiterhin nicht singen und nicht tanzen kann.

Christoph Leusch

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