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Kultur : Religion wegdenken

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Wer analytisch denkt, ist weniger empfänglich für religiöse Überzeugungen. Zu diesem Schluss gelangen zwei Psychologen in dem wissenschaftlichen Fachjournal Science. Vermutlich handele es sich hier um einen von mehreren Faktoren, der Unglaube fördere. Ferner bringe konzentriertes, lösungsorientiertes Denken Menschen eher dazu, skeptisch zu sein und Zweifel zu hegen. Bei wenig religiösen Menschen verstärke sich diese Tendenz.

Für ihre Studie führten die Forscher eine Reihe von Untersuchungen durch. So wurden die Probanden beispielsweise Reizen ausgesetzt (z.B. Fotos von nachdenklichen Menschen), die gemeinhin mit analytischem Denken in Verbindung gebracht werden. Außerdem sollten die Testteilnehmer anspruchsvolle Denkaufgaben lösen. Anschließend befragten die Psychologen die teilnehmenden Personen, um den Grad des Glaubens oder Zweifelns bei ihnen zu ermitteln. Diejenigen Probanden, die zuvor den Reizen ausgesetzt oder mit der Lösung einer kognitiven Aufgabe beschäftigt waren, zeigten sich skeptischer. Jedoch betonen die Wissenschaftler, dass ihre Arbeit nichts über den Wahrheitsgehalt, die innere Logik oder den Wert von Religion im Allgemeinen aussage.

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