Dreizehn

Blog von Dreizehn

14.02.2011 | 15:57

Willkommen

Ach nen Freund heiß [esszett nach Diphthong] ich schonmal WILLKOMMEN oder wenn Geburtstag anliegt kann sein ich drapier ne Girlande von Fenster zu Fenster und an die Tür das Schild WILLKOMMEN.

Dass ein blutleeres Gerät mich mit WILLKOMMEN grüßt? Vielleicht darfst du darüber nicht nachdenken. [Und besser nicht erwähnen, welche Inhaltsstoffe das Gerät enthält, welche Gifte, und unter welch menschenfeindlichen Arbeitsbedingungen es produziert ist - da wird uns ganz anders, das WILLKOMMEN verliert den vermeintlichen Anflug von Wärme und zeigt sich giftgetränkt.]

Wo bin ich? Worte verlieren ihren Sinn und ihre Wurzeln.

Lesen schließt immer auch Verstehen ein. Unsere kleinen Schätzchen quälen sich damit, dass sie's lernen, und während sie Baum zu Papier bringen, haben sie einen Baum vor Augen. Soll Leute geben, die davon reden, das Gerät könne "lesen". Oder auch: Lass mal den Scanner diesen Text "einlesen".

Ach ja, auch das: Je groß der Buchstabe, desto leer der Sinn.

Offensichtlich sind wir im Begriff, den vertrauten Raum unserer Sprache zu verlassen und in die große Leere einzutreten. Buddhisten mögen das begrüßen. Wenn die mal nicht aufs falsche Pferd setzen.

 

 

 
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Kommentare
Ehemaliger Nutzer schrieb am 23.03.2011 um 00:59
Beginnen wir mit der Schreibung:

Großschreibung ist klar überbewertet, kleine sind mehr als ausreichend, sogar besser, Arbeitserleichterung
oder so
Dreizehn
Lebe in einem Winkel der großen Stadt, lese gern, melde mich zu Wort.
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heidenplejer hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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Uwe Theel hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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