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Schon der Titel gibt die Richtung vor. „Sex- und Drogenorgie Loveparade Zahlreiche Tote bei Sodom und Gomorrha in Duisburg“ ist Eva Hermans neuestes schriftliches Elaborat, nachzulesen auf der Internetpräsenz ihres Verlages unter der bezeichnenden URL /hintergruende/deutschland/eva-herman. Wer allerdings meint, die Autorin würde hier nur ein Bild, eine Metapher benutzen, der sieht sich getäuscht: „Wer sich die Bilder der Loveparades aus den zurückliegenden Jahren ansieht, glaubt, in der Verfilmung der letzten Tage gelandet zu sein, wie sie in der Bibel beschrieben werden“. Letzte Tage, Bibel, beschrieben – wir verstehen.
Sex darf nicht fehlen: „Viele Mädchen haben den Busen blank gezogen, manche sind fast völlig nackt. Sie wiegen sich in ekstatischer Verzückung“ wird Oswalt Kolle sicher vor Neid erblassen lassen, steckte da nicht dahinter, dass sich „Begriffe wie Sittlichkeit oder Anstand sich in den abgrundtiefen Bassschlägen ins Nichts aufgelöst“ haben.
Was wäre ein solcher Text, die Autorin ohne entsprechendes Sub: „riesige Drogen-, Alkohol- und Sexorgie, geplant, genehmigt und zum Teil finanziert von der Stadt Duisburg und NRW“. Auch hier verstehen wir, das Land ist eines der Gottlosen geworden und die, die es denen ausgeliefert haben, waren auch nicht viel besser. Das Alles ist natürlich „vor allem das Ergebnis der Achtundsechziger, die die Gesellschaft »befreit« haben von allen Zwängen und Regeln, welche das »Individuum doch nur einengen«. Wer sich betrunken und mit Drogen vollgedröhnt die Kleider vom Leib reißt, wer die letzten Anstandsrnormen feiernd und tanzend einstürzen lässt, und wer dafür auch noch von den Trägern der Gesellschaft unterstützt wird, der ist nicht weit vom Abgrund entfernt“. Mein Gott, hätten die 68er so eine begnadete Agitatorin gehabt, die an anderer Stelle, im Nachbarblog fragt: „Fassungslosigkeit Warum Walter Mixa gehen musste und Daniel Cohn-Bendit immer noch da ist!“ und in Bezug auf ein eigenes Produkt zwischen Kartondeckeln von ihrem Verlag fragen lässt: „Wie viel Meinungsfreiheit und Toleranz gegenüber Andersdenkenden gibt es in den deutschen Medien?“
Herman-bashing? Aber nein, aber schon ein gewisses Ziehen in der Leistengegend, wenn die Dame mit „Eventuell haben hier ja auch ganz andere Mächte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen“ ihr Machwerk abschließt. Das ist echter Predigtstil mit einem kleinen Anteil Intelligent Design. Die Schreibende natürlich ausgenommen.
P.S.: Soeben ist auf der Seite der Autorin eine Danksagung erschienen. „Einige junge Leute waren ärgerlich, weil sie die Menschen, die bei dem Unglück in Duisburg ums Leben kamen, durch einige meiner Worte diskriminiert sahen. Mir ist es wichtig, klarzustellen, dass dies nicht geschehen ist, sondern dass ich im Gegenteil in dem Artikel mein tiefstes Beileid ausgesprochen habe.“ Und weiter: „Natürlich übe ich in dem Artikel, wie immer übrigens, Kritik an den Urhebern des allgemeinen Sittenverfalls, wozu meines Erachtens hauptsächlich die sogenannten Achtundsechziger gehören. Sie haben Werte wie moralischen Anstand nahezu abgeschafft.“
„Mir persönlich hilft dabei die Überzeugung von der Anwesenheit unseres Schöpfers, in dessen Gesetzen und Geboten wir nun einmal leben. Dazu gehört auch, dass man sich mit dem Thema der Saat und Ernte befasst.“
Verführende, einsickernde Worte, meint dieser Blogger.
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Das Christentum hat die Sexualitaet schon seit Platon (hihi) verteufelt. Und das im Gegensatz zum Islam: dort ist der Geschlechtsakt einem Gebet gleichzusetzen. (Dies für die anderweitigen Fundamentalisten). Gustave Courbet malte "Der Ursprung der Welt" (bitte googeln :-)) im Auftrag eines türkischen Effendi, dieser hing das Gemaelde bei sich auf und verhüllte es mit einem grünen Tuch (wie man es mit dem Koran tut), und enthüllte es nur für ausgewaehlte Besucher.
Eva Herman ist ein verirrtes Menschenkind. Aber die gibts überall. |
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Natürlich macht eine Schwalbe noch keinen Frühling, aber manchmal den Elfmeter aus. Jedenfalls fand ich bemerkenswert, wie wörtlich doch auch hierzulande eine heilige Schrift (wieder) genommen wird und sich dann nahtlos in Politik einfügt. Der Kopp Verlag scheint davon und anderen Dingen nicht schlecht zu leben.
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nachfrage: wörtlich genommen? was genau?
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Im Blog zitierte ich Hermans Text: "glaubt, in der Verfilmung der letzten Tage gelandet zu sein, wie sie in der Bibel beschrieben werden" und kommentierte es mit: "Letzte Tage, Bibel, beschrieben – wir verstehen."
Das Verb "beschreiben", das eine eigene und reale Wahrnehmung nahe legt, ist keine zufällige Wortwahl und bezieht sich ganz sicher nicht auf Emmerichs Film. |
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Haben Sie's gemerkt, lieber e2m?
Treulich geführt ziehet dahin, wo euch der Segen der Liebe bewahr! Siegreicher Mut, Minnegewinn eint euch in Treue zum seligsten Paar. Streiter der Jugend, schreite voran! Zierde der Jugend, schreite voran! Rauschen des Festes seid nun entronnen, Wonne des Herzens sei euch gewonnen! Das stammt aus der Ur-Loveparade, die man damals noch Lohengrin hieß — den gibt's allerdings erst wieder nächsten Dienstag. |
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Weswegen ich den "Hügel" meide wie dazumal ein Pestlazarett. Wagner übrigens auch.
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ach so! weil Herman schreibt "glaubt usw" soll ich jetzt glauben, sie hätte sich auf einen text bezogen?!
na gut, dann nehm ich jetzt mal den zug durch's schilfmeer mitsamt den absaufenden ägyptern und Miriam, die am ende singt: Singt dem Herrn ein Lied, denn er ist hoch und erhaben! Rosse und Wagen warf er ins Meer. |
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Mir persönlich ist Verdi auch lieber.
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Ja Moin, wie großzügig von Ihnen.."ein verirrtes Menschenkind"!
Herman evoziert doch eher das Bild einer mindestens 110jährigen Mumie, die noch mit H.P. Blavatzky und R. Steiner Tarotkarten begrabbelt hat, in ihren Träumen jede Nacht mit H. Göring in Kathrinhall tanzte und im Sommer mit dem jungen Dalai Lama auf seiner Veranda aus tibetanischen Bauernschädel Bowle schlürfte....:) Aber Sie haben Recht, letztlich ist sie nur von Gott teillobotomiert worden... |
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schrieb am
26.07.2010 um 22:57
Ich denke eher, Eva Herman ist die personifizierte Kritik am 'Geist von 68', die gerade in ihrer Übersteigerung auf ein 'Besinnen' auf Moral und Glaubensfestigkeit den Durchschnitt der Kritik am sog. sozialdemokratischen Jahrhundert und seinen jugendpolitischen Hippies unterstreicht. Schlimm genug, denn eine (konstruktive) Kritik sieht, wie man wissen kann, anders aus.
Und mir scheint, daß die Herman, nachdem sie den Rahmen öffentlich-rechtlicher Vernunft verlassen mußte, nun 'befreit' sprechen und schreiben kann. Das haben wir Gebührenzahler nun davon. Weil das Auffangbecken für das nicht gut Geformte rechts groß ist. |
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"Weil das Auffangbecken für das nicht gut Geformte rechts groß ist" ist ja nun wirklich beunruhigend. Kann rechts dann doch auffangen und wenn nein, was ist jenseits davon? Killing Fields?
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schrieb am
27.07.2010 um 01:13
Mir fällt da im Augenblick irgendwas mit 'drei' ein: auffangen-einfangen-losbrechen. Dialektik der Grenze.
Erstmal. |
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@hibou
"Das Christentum hat die Sexualitaet schon seit Platon (hihi) verteufelt." Interessantes Phänomen, das Christentum verteufelt schon seit Platon, also 428/427 - 348/347 v. Chr., die Sexualität. Wobei in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten es "das Christentum" schlichtweg noch gar nicht gegeben hat. Eine gewisse Einigung auf bestimmte Glaubensinhalte der vielen unterschiedlichen Strömungen erfolgte erst im 4. Jh. Eine christl. Sexualmoral gehörte nicht dazu. Der Satz, Christus habe die Menschen zur Liebe befreit, wurde gerade in den ersten Jh. durchaus wörtlich verstanden. Aber ich möchte Sie nicht von ihren Verteufelungen abbringen, wenn sie schon soviel Spaß zu machen scheinen. |
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das "hihi" bezog sich natürlich ausdrücklich auf die tatsache, dass Platon schon lange vor den christlichen "Urvaetern" lehrte. In die abendlaendische Religion ist aber viel von seinen apollinischen Lehren und wenig von Dionysos "eingeflossen".
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das "hihi" bezog sich natürlich ausdrücklich auf die Tatsache, dass Platon schon lange vor den christlichen "Urvaetern" lehrte. In die abendlaendische Religion ist aber viel von seinen apollinischen Lehren und wenig von Dionysos "eingeflossen".
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Plaon war Christ?
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Nee. Nur hibou sind die Christen zu platonisch. (hihi)
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Isn bissken billig, Titta, ne? (hh)
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Eva Herman...als Kuriosität gerade noch so zu ertragen...
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Ich finde hier hat Stefan Niggemeier einmal die richtigen Worte gefunden: "Dabei darf sie das alles denken und sagen. Und ich darf sie dafür verachten."
Ich auch. |
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So ist es. In einer Demokratie muss man selbst eine Eva Hermann aushalten. Aber man hat auch das Recht zu sagen, was man von ihr hält. Alleine meine Wortwahl würde hier gegen die AGBs verstoßen und würde Frau Hermann berechtigen mich anzuzeigen. Bleibt nur meiner Hoffnung Ausdruck zu verleihen, dass der rachsüchtige Gott, an den Frau Hermann glaubt, sie irgendwann für diese Geschmacklosigkeiten in die Finger kriegt.
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Lieber, geschätzter Ed2murrow
Sie finden bemerkenswert, "wie wörtlich doch auch hierzulande eine heilige Schrift (wieder) genommen wird und sich dann nahtlos in Politik einfügt". Ich finde eher bemerkenswert, in welchem allerbreitesten Konsens - von Niggemeier bis zur Bild-Zeitung (www.bild.de/BILD/news/2010/07/26/loveparade-eva-herman/verhoehnt-opfer.html) - man es sich in der Verachtung für Eva Herman und ihren Predigtstil, fast möchte ich sagen: bequem macht. Oder anders gesagt, wir sind doch sehr weit davon entfernt, das alte Testament zu einem Parteiprogramm zu machen. Vom christlichen Fundamentalismus scheint man hier - Gott sei Dank - dann doch nicht bedroht. Umso mehr frage ich mich: Warum haut man so auf diese unselige Person ein? Welche Leerstelle besetzt sie? Ihr MA |
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Lieber Michael Angele,
Ihnen werden vielleicht die Klammern aufgefallen sein. Darin liegt ein Teil der Antwort. Ein anderer liegt darin, der BILD nie, niemals, unter keinem denkbaren Umstand zu glauben. Da steht nämlich: "Inzwischen wurde Hermans Beitrag von der Seite gelöscht." Jetzt, da ich dieses schreibe, ist die Seite noch vorhanden und, soweit ich es beurteilen kann, unverändert. Eine weitere Erklärung ist der Blutgrätscheneffekt: Obwohl ein Foul, wird es genüßlich aus allen möglichen Blickwinkeln und vor allem in Zeitlupe wiederholt, um auch dem Ahnungslosesesten Gelegenheit zur Meinungsbildung zu geben. Last not least: Ob wir vor einem Roll-Back stehen, wird sich weisen. Dazu bedarf es jedenfalls Apologeten, und wie der Blog von Kollegen J.A.-P. zwei oder drei vor mir aufzeigt, einen neuen Namen. So ein Mix kann schneller populär werden, als Sie Nein Danke sagen können. |
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corrige: eines neuen Namens.
Irgendwann gibt's hier eine edit-Funktion in drei Teufels Namen! |
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schrieb am
26.07.2010 um 23:09
In diesem Gesprächsverlauf lese ich eine Unterschätzung der Funktion von Eva Herman in der 'Meinungsbildung' der Republik. Alles an Herman wirkt ein bisserl überkandidelt, aber: im Prinzip hat sie doch recht. Die 68er: Ende der Moral, seitdem gehts uns schlechter. Und zur Kirche? Da predigen doch auch Leute, die ein bisserl überkandidelt gekleidet sind, komische Rituale und auch Ansichten haben, aber sonst, im Prinzip sollen auch meine Kinder konfirmiert werden und in die Jugendgruppe. - Ob Frau Herman oder andere Ähnliche alles ihrs sagen dürfen sollten, nun, da hätte ich Diskussionsbedarf. Weil die Kanäle der Verbreitung nicht unbedingt demokratisch organisiert sind, sondern interessegeleitet privatwirtschaftlich.
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"Die 68er: Ende der Moral, seitdem gehts uns schlechter."
Weil mit dem Ende der Moral das Unmoralische keinen rechten Spaß mehr macht. |
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@ Titta
Ich meine das jetzt durchaus ernst: Macht denn nur Transgression Spaß? Oder anders formuliert: Kann es sein, dass auch das, was dem jeweiligen Moralbegriff entsprechend moralisch ist, Spaß machen kann? Im Gegensatz dazu sehe ich Herman, die sagt, was Spaß macht, eigentlich unmoralisch sei, aber nicht, was erlaubterweise Spaß machen dürfe. Vielleicht die Reise nach Jerusalem zur Melodie eines Defiliermarsches. Ich sehe da tatsächliche Parallelen zum Namen der Rose und den Diskurs über den Humor als bejahende Komponente des Lebens. |
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@ed2...
"Ich meine das jetzt durchaus ernst: Macht denn nur Transgression Spaß? Oder anders formuliert: Kann es sein, dass auch das, was dem jeweiligen Moralbegriff entsprechend moralisch ist, Spaß machen kann?" Aufs Moralische bezogen, würde ich da nur ganz lapidar sagen: Jeder so, wie er's mag. Menschen sind halt verschieden, ebenso das, was ihnen jeweils Spaß macht. Zu Transgression und Spaß: vielleicht sollte das mal unter entwicklungsgeschichtlichen Aspekten betrachtet werden. Also bezogen auf die Entwicklungsgeschichte des Menschen. Grenzüberschreitung, der Aufbruch zum Horizont und darüber hinaus, gehört genuin zur Ausbreitung, zur Entwicklung der Spezies Mensch dazu. Vielleicht liegt der Spaß an der Grenzüberschreitung dem Menschen damit im Blut/in den Genen. Also folgt er damit quasi nur seiner Natur, ist mit ihr in Einklang, wenn er Grenzüberschreitungen begeht. Und in Einklang mit sich selbst zu sein, sich in Einklang mit sich selbst zu erleben, ist entsprechend lustvoll. Ihren Bezug zum Diskurs über den Humor als bejahende Kompomente des Lebens finde ich sehr interessant, ich habe aber nicht ganz den Bezug herstellen können, also wie Sie den Bogen dazu gespannt haben. Humor ist ja was anderes als Spaß. Humor verlangt, nach meinem Verständnis, eine Distanz zu sich selbst wie zu der Welt, weil zum Humor gehört, sich auch über sich selbst amüsieren zu können und sich selbst so auch infragestellen zu können. Spaß hingegen begreife ich mehr als etwas Spontanes, Direktes, was ohne Reflexion aus dem Inneren kommt. |
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dann sei ma in Übereinstimmung mit Dir und Deinem weissbaertigen, dreiaeugigen Godvoda
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@leeelah
Ich auch: Wenn die Eva den Hermann macht, es im Gebälk des Fortschritts kracht, soll die gute Eva doch nach Alaska gehen und sich mit der Sarah Palin gut verstehen, aber dieser Typus will ja die ganze Welt verändern, und sein Kampf gilt allen liberalen Rändern. Alles was nicht so ist, wie die Eva es sich denkt, diese Frau bedenkenlos es an den Pranger hängt. Links darf das nicht stehen lassen und muss diese Frau bei ihrer Doppelmoral fassen. |
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"dann sei ma in Übereinstimmung mit Dir und Deinem weissbaertigen, dreiaeugigen Godvoda"
Zum einen haben wir uns nicht auf ein Du verständigt. Zum anderen wäre mir eine derartige Gottesvorstellung intellektuell nicht anspruchsvoll genug, um mich ernsthaft damit zu beschäftigen. Zumindest ist aber deutlich geworden, auf welch kindlichem Niveau Sie Gläubige und Glaubensfragen zu verorten scheinen. |
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auch mit der weissbaertigen Göttin haben SİE genug trouble......
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@Michael Angele
Vom christlichen Fundamentalismus scheint man hier - Gott sei Dank - dann doch nicht bedroht. Umso mehr frage ich mich: Warum haut man so auf diese unselige Person ein? Welche Leerstelle besetzt sie? Das frage ich mich auch. Hätten wir noch Länder im Zustand des realexistierenden Sozialismus, hätten wir in deren Zeitungen lesen können: Der Waren- und Konsumfetischismus der kapitalistischen Gesellschaft führte zum sinnlosen Tod vieler fehlgeleiteter Jugendlicher, die in einem drogeninduzierten Hedonismus, der Leere ihres Daseins in einer entfremdeten Welt, entfliehen wollten. Schrankenloser Individualismus statt Verantwortung für das werktätige Volk....... Da wäre auch kübelweise Moral verteilt worden. Jeder hat so seine eigene Erklärungsmuster zum "Sittenverfall";-) Ich würde das nicht als Fundamentalismus, sondern als naiver, religiös geprägter Wertekonservatismus einordnen. Solange die Hermann die Sünder nicht aufm Scheiterhaufen brennen sehen will oder dazu aufruft, sie von ihrem fehlgeleiteten Leben zwangsweise zu befreien, halte ich das Ganze für überbewertet. Allerdings stellt sich die Frage, wozu diese Aufregung? |
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Cara Signora nonché ragazza,
erlauben Sie mir die Frage: Was wäre gewesen, wenn die Verhältnisse, die Sie beschreiben, tatsächlich noch existierten? Ich sage Ihnen das gern: Mme Eva hätte das gar nicht veröffentlichen können, sie hätte nämlich eine Steilvorlage für die "Gegenseite" geliefert. Nun frage ich Sie: Soll ich es deswegen, DESWEGEN, durchgehen lassen? Nein. Ich verweise auf den Beitrag von RAJmue weiter unten, mit dem ich mich angelegentlich und unter Umgehung von Anwürfen habe unterhalten dürfen. |
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@e2m
Ich sehe in dieser Dame keine grosse Gefahr für unsere Demokratie, da sie keine einflussreiche Bewegung vertritt. Zudem glaube ich nicht, daß die religiös motivierte Verteuflung loser Sitten bei den Deutschen irgendwelche Anhänger finden wird. Generell gesehen, darf den Bestrebungen religiöser Bewegungen ihre moralischen Vorstellungen durchzusetzen, kein Raum gegeben werden. Da gehen wir wohl d'accordo. |
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@hibou
Auch damit bleiben Sie auf dem simplen Niveau der Personifizierung. Den trouble scheinen eher Sie zu haben mit diesen ollen Kamellen, denn die Fachwissenschaft ist da längst weiter. |
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@ttg
"Ich würde das nicht als Fundamentalismus, sondern als naiver, religiös geprägter Wertekonservatismus einordnen." Exakt. "Allerdings stellt sich die Frage, wozu diese Aufregung?" Die Frage, welche Leerstelle diese Person besetzt, finde ich ebenfalls interessanter, da weiterführender als der "linke Reflex" auf den vertretenen Wertekonservativismus. |
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@ttg - PS.
"Der Waren- und Konsumfetischismus der kapitalistischen Gesellschaft führte zum sinnlosen Tod vieler fehlgeleiteter Jugendlicher, die in einem drogeninduzierten Hedonismus, der Leere ihres Daseins in einer entfremdeten Welt, entfliehen wollten. Schrankenloser Individualismus statt Verantwortung für das werktätige Volk....... Da wäre auch kübelweise Moral verteilt worden." :-))) |
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@Titta
Ich frage mich gerade, ob die Herman (mal wieder) durchs mediale Dorf getrieben wird, um ein eventuelles Hinterfragen unserer Spaßgesellschaft, bei Bedarf, in den Ruch eines beschränkten christlichen Weltbildes bringen zu können. |
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*lol* Herman als Sinnbild/Vehikel der Selbstbeschränkung/geißelung. Sehr geehrte Damen, geht's bei Ihnen noch? Natürlich ist sie das, und wie wunderbar Sie das Thema des Blogs resümieren, vor lauter Anti-Haltung wieder auf Ausgang zurückkehren.
Sie haben, ob Sie es wollen oder nicht, den Zirkelschluß in die Praxis umgesetzt. Vielen Dank dafür :) |
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@ttg
Was mir durch deine Frage grad auffällt: Sinn und Zweck der Fußball-WM wurde in der FC ja durchaus kontrovers diskutiert. Von wg. die soll die Massen nur einlullen und ablenken, derweil still und unbemerkt alle unbequemen politischen Entscheidungen durchgedrückt würden. Über Sinn und Zweck der Love-Parade bzw. deren Einlullungsmomente habe ich hier noch nichts Kritisches gelesen. Liegt's daran, daß im linken Spektrum Rave eben cooler rüberkommt als hausbackener Fußball und Fahnenschwenken als zweifelhafter gilt als Drogenkonsum? |
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@titta
Sicher kommt Rave viel cooler rüber als fahnenschwenkende Fussballfans. Vielleich dient der Hype um Herman auch dazu, zu suggerieren, daß rechtskonservatives/rechtes Gedankengut in den Medien thematisiert und verurteilt wird, während die tatsächlichen Geschehnisse am rechten Rand verschwiegen werden. Ich nehme an, daß die Wirtschaftskrise und die unverhohlene Raffgier der Banken, Multinationalen oder was auch immer und der korrupten Politiker, viele Menschen verärgert und sie anfällig für autoritäre, rechte/rechtskonservative Lösungsmöglichkeiten macht. |
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"Vielleich dient der Hype um Herman auch dazu, zu suggerieren, daß rechtskonservatives/rechtes Gedankengut in den Medien thematisiert und verurteilt wird, während die tatsächlichen Geschehnisse am rechten Rand verschwiegen werden."
Den Ansatz finde ich weiterführend: was wird durch den Hype um Herman eigentlich vermieden? |
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Herrlich, aber nicht ganz typisch für den Ton-Ost.
Der Waren- und Konsumfetischismus der kapitalistischen Gesellschaft führte zum sinnlosen Tod vieler fehlgeleiteter Jugendlicher, " ......... Naja, den Fetischismus hätten sie nicht bemüht, aber sonst ist es bis dahin ungefähr der Duktus-Ost, den ich kenne. Aber dann: die in einem drogeninduzierten Hedonismus, der Leere ihres Daseins in einer entfremdeten Welt, entfliehen wollten. Schrankenloser Individualismus statt Verantwortung für das werktätige Volk........ Das hätten sie nicht so geschrieben. Das verstehen unsere Menschen nicht, hätten sie da moniert. Da hätte der Genosse Karl Eduard polemisch vereinfacht. Vielleicht. "Drogen, Unmoral und die Sinnlosigkeit im ausbeuterischen kapitalistischen Alltag" oder so ähnlich. Das mit dem Hedonismus und dann noch drogeninduziert, das wäre viel zu kompliziert gewesen. So reden linke Moralisten-West. Gibts die eigentlich? Nee, was? Das war eine Ost-Spezialität. |
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Gottesvorstellung "intellektuell anspruchsvoll"?
Nana... |
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schrieb am
31.07.2010 um 22:35
Frau Hermann gibt der (gläubigen) Pöbeldemokratie nur die Stimme. Zeitgeist eben, der kein Geist ist, sondern Meinung und "Gefühl" der restreptililgehirnigen Massen.
Weil diese Leute sind, wie sie sind, und nicht veränderbar kann man sie auch nicht verachten, sondern nur ertragen; sie können nicht anders. Und was die Aktion angeht: Die ewige Wiederholung des Immergleichen. Zoff und Diskussionen um das blanke Nichts. Schon lange in der deutschen Presse nichts wirklich belangreiches mehr gelesen. So what ? |
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schrieb am
31.07.2010 um 22:50
Frau Hermann besetzt keine Leerstelle. Sie ist eine Leerstelle.
Klamauk für das Sommerloch. |
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und ich wüßte immer noch gern, wo in drei teufelins namen! eva hermann eine heilige schrift (welche eigentlich?)
w-ö-r-t-l-i-c-h genommen haben soll! mehr als sdom und gmorre hab ich nicht finden können. wenn das alles war, dann sieht es mit der wörtlich-nahme dünn aus. |
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@ rahab vom 26.07., 17:47
Es mag Ihnen dünn vorkommen, aber Ihre Frage wurde bereits beantwortet. Natürlich nicht in einer Weise, die Sie zufrieden stellen würde; das wäre in Dingen der Schriften mediterraner Provenienz ausgesprochen schwierig, wenn nicht sogar unmöglich. Aber sie wurde beantwortet. |
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nein. wurde sie nicht.
woher soll ich wissen, welches Ihr wörtliches verständnis von nicht näher beschriebenen texten ist? und dann auch noch Ihr verständnis von wörtlichen verständnissen dritter? aber ich räume ein: das ist ja auch alles nen bißchen schwierig. |
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@ rahab
"aber ich räume ein: das ist ja auch alles nen bißchen schwierig." Zum wiederholten Male stelle ich fest, dass Ihr Kenntnisreichtum einhergeht mit einer derartigen Überlegenheitsattitüde, dass man schier geplättet ist. Aber was soll's, Sie können nicht mehr anders, dafür hat man gelegentlich sogar Verständnis; einen alten Baum kann man nicht versetzen. Um es auf die zitierte Antwort zu lenken: Frau Hermann schreibt (und so habe ich es im Blog zitiert): „Wer sich die Bilder der Loveparades aus den zurückliegenden Jahren ansieht, glaubt, in der Verfilmung der letzten Tage gelandet zu sein, wie sie in der Bibel beschrieben werden.“ Nun gibt es ja alle möglichen Endzeitfilme. Die letzten Tage in der Bibel hingegen sind gar nicht so breit gestreut. Einmal generell von der Offenbarung des Johannes abgesehen findet sich die Wendung im 2. Thimoteus, 3: 1 Das sollst du wissen: In den letzten Tagen werden schwere Zeiten anbrechen 2 Die Menschen werden selbstsüchtig sein, habgierig, prahlerisch, überheblich, bösartig, ungehorsam gegen die Eltern, undankbar, ohne Ehrfurcht, 3 lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, rücksichtslos, roh, 4 heimtückisch, verwegen, hochmütig, mehr dem Vergnügen als Gott zugewandt. 5 Den Schein der Frömmigkeit werden sie wahren, doch die Kraft der Frömmigkeit werden sie verleugnen. Wende dich von diesen Menschen ab. 6 Zu ihnen gehören die Leute, die sich in die Häuser einschleichen und dort gewisse Frauen auf ihre Seite ziehen, die von Sünden beherrscht und von Begierden aller Art umgetrieben werden, 7 Frauen, die immer lernen und die doch nie zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen können. Das entspricht der Szenenbeschreibung Hermans, das wörtliche Verständnis. Ich hatte es allgemeiner gehalten (auch um den Blog nicht unnötig aufzublasen), indem ich den semantischen Trick, den Herman benutzt, aufzeigte: Die Bibel „beschreibt“ (im Sinne von bezeugt) die Szenerie als „letzte Tage“, so wie es auch im Film (also für die, die nicht mehr Bibel lesen, selbst NT und so manche Epistel wie oben nicht) besehen werden kann. Dass bei dieser Vergröberung das Gustostückerl der völligen Beziehungslosigkeit biblischer Begriffe aus dem AT, dem NT und den paulinischen Briefen bei Hermann als Grundbedingung ihres Duktus außen vor bleibt, ist gewollt. Nicht jeder Diskurs muss hic et nunc in aller epischer Breite ausgeführt werden. Weitere Stöckchen, Userin rahab, werden Sie sich nun selbst holen dürfen. Angenehmen Abend, e2m |
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quatsch stöckchen, Sie zierten sich halt
und mich interessierte, wie Sie auf "(christlicher) fundamentalismus" kamen. und zwar "wörtlich". nun haben Sie mir also dargelegt, was Ihnen dazu eingefallen ist. und ich kann mir nun überlegen, ob das "(christlicher) fundamentalismus" ist/wäre. oder was eva herman vielleicht sonst betreibt. |
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Während die historisch-kritischen Exegeten darüber fachsimpeln, ob und inwieweit die Bilder und Ausführungen in der Offenbarung mit einem Drogenkonsum des Verfassers zu tun haben könnten, zieht Hermann sie heran, um dagegen zu wettern. Herrlich.
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Wenn ich mich recht entsinne, hat Engels die Offenbarung als (sinngemäß) klarstes Buch des NT bezeichnet und sich, mangels Exegese, in Zahlenmystik verloren.
Auch das ist mir, nur so en passant, eingefallen. |
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@Titta
vielleicht kannst du mir besser erklären, welche bilder sie da heranzieht? ich finde nichts außer Sdom&Gmorre und letzte tage und ansonsten geht es um sitte, anstand, moral, ordnung, liebe ./. triebe, enthemmung, sex&drugs, 68. wer will, kann das in Sdom&Gmorre und letzten tagen wiederfinden. ich hab da entweder eine sozialisationslücke oder ich war von früh auf gegen solche verknüpfungen resistent... |
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Und ich Dummchen dachte immer, nur erblicher Hochadel sei elitär ....
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Liebe Rahab,
mein Wissen über Apokalypse-Szenarien tendiert gen Null, leider kann ich dir da nicht dienlich sein. In die Denkwelten Hermanns möchte ich mich auch nicht gern weiter vertiefen. Meine Hypothese: Sie hat Pasolinis 120 Tage von Sodom irgendwie mit was Biblischem verwechselt :-) Die Geschichte von Sodom und Gomorrha soll ja wohl die Folgen eines geologischen Phänomens erklären. Durch eine Bodenverflüssigung geriet der Untergrund ins Rutschen und riß die Orte ins Meer. Aber das weißt du sicherlich. |
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@ed2...
"hat Engels die Offenbarung als (sinngemäß) klarstes Buch des NT" Wieder nur hihi. "in Zahlenmystik verloren" Ist ja auch naheliegend bei den überbordenden Symbolgehalten und Bezügen auf mystische Bilder und heilige Zahlen. "Und ich Dummchen dachte immer, nur erblicher Hochadel sei elitär ...." "Aber was soll's, Sie können nicht mehr anders, dafür hat man gelegentlich sogar Verständnis" Aber nicht doch. Rahab kann ausgesprochen reizend sein, sofern man reizend mit ihr umgeht. |
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sorry,
ich versuch halt auf meine weise, herauszufinden, was mit "(christlicher) fundamentalismus" gemeint sein soll. ich kann den nämlich darin, dass in einem text zwei 'reizwörter' vorkommen, an die sich alle möglichen vorstellungen hängen können, noch nicht entdecken. erst mal ist das nur, über 'reizwörter' den versuch machen, leute irgendwo abzuholen - eben weil die 'reizwörter' nichts anderes als 'leere wörter' sind, geeignet, den eindruck zu erwecken, mann verstünde sich. so funktioniert alles mögliche, darunter auch roll-backs aller art. kann sein, dass (christlicher) fundamentalismus auch drunter fällt. kann aber auch sein, dass eva herman einfach nur mit (christlicher) fundamentalismus light ein bißchen rumspielt, um etwas anderes rückwärts-gewandtes rüberzubringen. außerdem bin ich grad zu faul, geschwind festzustellen, ob die (christlichen) letzten tage von triebe usw. handeln. mir fallen dazu spontan keine bilder ein.... woher das kommt, ist vermutlich nur für mich von interesse. |
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Rahab,
dein Versuch ehrt dich, finde ich. Das Leerwort christl. Fundamentalismus läßt doch hier auch die Leute zusammenfinden in der Imagination, sich zu verstehen im gemeinsamen Dagegensein. Wie was eigentlich (gemeint) war, interessiert dann schon nicht mehr. Also geh ruhig schlafen. |
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@rahab und titta: es lebe der frauenfeindliche Timotheus!
"Frauen, die immer lernen und die doch nie zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen können. " |
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@ Titta
"Rahab, dein Versuch ehrt dich, finde ich. Das Leerwort christl. Fundamentalismus läßt doch hier auch die Leute zusammenfinden in der Imagination, sich zu verstehen im gemeinsamen Dagegensein" Wissen Sie, ich hab schon bessere Versionen gelesen, wie man anderen, vor allem dem Blogger selbst, Ignoranz vor den Latz knallt. Ich halte das hiermit rein biographisch fest, denn da hat sich mit Ihrem Ehrwort lediglich Gleich zu Gleich gesellt. |
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e2m
von ignoranz war nicht die rede, sondern nur davon, dass Sie womöglich Ihrem horror vor dem religiösen zu schnell nachgegeben und deshalb den hermanschen text falsch eingeordnet haben könnten. mehr war's nicht. |
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Wann hören Sie endlich auf, übergriffig zu schreiben, userin rahab?
Ich habe keinen "horror vor dem religiösen" und kann einem solchen demzufolge nicht nachgeben. Behalten Sie doch Ihre Deutungsversuche in Bezug auf Personen einfach mal für sich! |
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wenn Sie Ihre eigenen ratschläge beherzigen.
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"@rahab und titta: es lebe der frauenfeindliche Timotheus!
"Frauen, die immer lernen und die doch nie zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen können. "" Wieso noch ein Bibelzitat? Ihre Verächtlichmachung genügt doch vollkommen zur Demonstration. |
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@2ed...
Es kann nur knallen, wenn es was zu treffen gegeben hat. |
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Dass Sie mit dem Verb "knallen" eine gewisse Affinität haben, ist mir nicht erst seit dem vorliegenden Thread bekannt. Den anderen Lesern einer gewissen Treppenabsatz-Romanze auch nicht.
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@ed2...
Das Wort knallen haben Sie in den Thread eingebracht. Und Sie sind es, der das Wort knallen in Zusammenhang mit einer "gewissen Treppenabsatz-Romanze" stellt. Das machen Sie mal besser mit sich als Mann aus, was das zu bedeuten hat. |
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Wieso ich? Sie sind darin Hauptakteurin, ich kann bestenfalls bezeugen. Ihre plötzliche Scham verwundert ...
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Wieso ich? Sie sind darin Hauptakteurin, ich kann bestenfalls bezeugen. Ihre plötzliche Scham verwundert ...
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Lieber ed2murrow,
da Sie das Wort Scham erwähnen, nun mal Klartext. Ihr Kommentar "Dass Sie mit dem Verb "knallen" eine gewisse Affinität haben, ist mir nicht erst seit dem vorliegenden Thread bekannt..." bezieht sich doch auf die Gewalterfahrungen, die ich erlitten habe. Da verstehe ich Sie doch recht, oder? Wenn das so ist, benutzen bzw. wenden Sie diese nun gegen mich, um mich verletzen und beleidigen zu wollen, zumindest aber, um mich mittels dieser beschämen zu wollen. Dieses Verhalten müssen Sie mit sich selbst ausmachen. Da ich nicht davon ausgehe, daß so ein Verhalten zum üblichen Verhaltensstandard eines Menschen gehört, also auch nicht zu Ihrem, gehe ich davon aus, daß Sie sich einfach durch die Situation dazu haben hinreißen lassen. Auf welcher Seite dann die Scham liegt, braucht keiner weiteren Erklärung. Vielleicht habe ich Sie aber auch einfach nur grob mißverstanden. Soweit erst mal Titta |
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Keinesfalls, Titta. Sie gaben sich, um es altertümlich auszudrücken, mit Oranier auf einem Treppenabsatz ein Stell-Dich-Ein. Coram publico. Ich fand das, ob Sie es glauben oder nicht, anrührend, und zwar völlig unabhängig von Ihrer (und seiner) sonst rotzigen Art. Menschlich. Etwas, was ich teilen kann/könnte. Von Gewalt weiß ich nichts und, weil Boulevard, will ich nichts wissen: Es ist insoweit Ihre Intimsphäre, die ich respektiere.
Es war also ein Wortspiel intendiert. Ihnen gegenüber ist mit das kein Selbstverständnis, aber sollte ich Ihnen damit Unbehagen/Verdruß bereitet haben, so tut es mir leid: Es war mir insoweit kein Anliegen. |
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Lieber ed2murrow,
ob Sie es mir glauben oder nicht, aber mir tat es leid, daß Sie sich durch Ihre gegen mich gehegten Antipathien zu einer solchen Replik haben hinreißen lassen. Denn was die rotzige Art angeht, überflügeln mich hier andere spielend, was aber offenkundig von Ihnen anders goutiert wird, da Ihnen diese, im Gegensatz zu mir, sympathisch sind. Und ob Sie es glauben oder nicht, ich bin genau der warmherzige und liebe Mensch, der auf besagtem Treppenabsatz gesessen hat. Allerdings möchte ich Sie jetzt nicht des Vergnügens berauben, mich weiter unsympathisch zu finden. In diesem Sinne Titta |
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@ Titta,
in Italien sagt man (und ich bin halt dort aufgewachsen, hab das eingesogen): è una questione di pelle. Das ist wie Haut. Hineinversetzen. Das kann man mit Text nur selten. Die Treppenszene war so etwas. Das ändert nichts am Dissens, aber vielleicht an Formulierungen. Ich bin zuversichtlich, dass Sie (und nicht nur Sie) das verstehen. |
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se son rose, fioriranno.
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Schriften mediterraner Provenienz >> Welche? Die Bibel ist doch eher Asien. Aber auch asiatische Texte wollen ausgelegt werden. Nun mal zu... |
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Der Gerichtsvollzieher von der Apokalypse: Die Schlange hatte sich beschwert, die Frau sei nicht mehr zum Aushalten gewesen, worauf das Jüngste Gericht schnell entschied und an- bzw. auswies.
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Moooooment! Nicht Eva wurde vertrieben. Als Gott die Frau schuf, wurde Adam nach einem Paradies-Stresstest Eva kuiert.
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Sehr geehrter ed2murrow,
an sich gilt ja Frau H. nicht als intellektuelles Schwergewicht. Was dennoch in meinen Augen den von Ihnen angeführten Beitrag in gewissem Maße merkenswert macht, ist die Tatsache, dass er in wunderbar kondensierter Form zentrale Ressentiments und Schlussfiguren eines durchaus verbreiteten Typus von Zeitgenossen versammelt. Man genießt ja dergleichen verbale Expektorationen im Alltag immer nur in Bruchstücken, nie so zum Gesamtbrei und Menü konzentriert. Das alles wird in Form einer stringenzsimulierenden „Analyse“ aufgebacken, der am Ende dann doch der diabolus ex machina in Gestalt der sagenumwobenen 68er als Treibmittel und Retter aus der Erklärungsnot beispringen muss. Gott sei Dank! sind die immer zur Hand; früher waren es halt die Juden usw., die die Moral zersetzten, doch wäre das zur Zeit weniger glaubwürdig, konsensfähig und empfehlenswert. Es ist auch nicht der Fundamentalismus, der vor der Tür steht, sondern die zugrundeliegende Attitüde, die schneller als gedacht politisch gefährlich werden kann. Das gilt auch für andere Länder. Aus den USA gibt es Daten, dass unter Fundamentalisten Abweichungen vom idealtypischen Leben, von der Häufigkeit von Scheidungen und unehelichen Kindern bis hin zu der von Gewalttaten, sich praktisch genauso häufig finden wie unter Nichtfundamentalisten. Was den Unterschied macht, ist der rabiate, intolerante Gestus, der nach meinen Beobachtungen faktisch keineswegs primär auf Selbstdisziplin, sondern Kontrolle und Gleichschaltung der anderen abzielt. Ein konsequenter christlicher Fundamentalismus wäre wohl auch mit den inhärenten Entgrenzungen und Enthemmungen des kapitalistischen Systems nicht vereinbar, das sieht man an den wirklichen Fundamentalisten, wie den Amish. Daher sind Verbiegung und Doppelmoral zentrale Elemente; je hypokritischer, desto lautstärker. Sicher ist das ausführliche Verweilen bei „blankgezogenen Busen“ (vermutlich meint Frau H. „Brüste“), „fast Nackten“, Enthemmungen und etlichem Anderem dieser Art auch psychologisch interessant. Es gibt aber weit Schlimmeres, das der Text herausarbeitet. Was diejenigen nämlich, welche auf die Erneuerung des Abendlandes in christlicher Armierung und Proliferationsfreude hoffen, am meisten erschrecken muss, ist die Tatsache, dass nicht einmal auf bewährte Partner Verlass ist. So identifiziert Frau H. in ihrer Auslassung in extenso das ihrem Sprachgut doch sonst affine Massenblatt aus dem Hause Springer als einen der Promotoren des Übels. Sollte dieses Blatt in den Sog, ja die Hände der 68er geraten sein? Zwar spricht einiges dagegen, darunter die seinerzeitige Bibelausgabe (mit Goldschnitt, allerdings in Verleugnung des Markenprofils ohne Nacktphotos) oder die Tatsache, dass das Blatt sich in der Anwendung der Duodeseptuaginta-Version des Malleus Maleficarum besonders hervortat. Doch könnte es sich um Täuschungsmanöver handeln, schließlich ist den 68ern alles zuzutrauen. Und wer weiß, ob nicht Frau H. einer ihrer Agents Provocateurs ist! Was soll nur werden, wenn auch noch die Leitkulturträger wegbrechen! Oh Zukunft, tapfer weisen wir dir die blankgezogene Brust des Okzidents, auf dass endlich werde, von dem wir uns glauben gemacht haben, dass es einmal war! Mit freundlichen Grüßen |
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Sehr geehrter RAJmue,
viel zu hoch aufgehängt. Ich glaube nicht, dass Herman, würde man ihr den Malleus nennen, sie in der Lage wäre, den Hexenhammer zu identifizieren. Nach ihrem medialen Absturz sucht sie möglicherweise nur ein anderes Publikum, noch ein wenig radikaler als wie zuvor. Ich halte die Dame für nützlich, mehr nicht, dafür aber nicht minder gefährlich wegen der Bilder, die sie transportiert: Sie personifiziert. Geben wir uns bitte keiner Illusion hin, das hat auch ein Anstreicher aus dem heutigen Österreich beim Zusammentreffen ungünstiger Umstände. Haben Sie die alle im Blick? |
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Sehr geehrter ed2murrow,
danke für Ihre Antwort. Die "Gefährlichkeit der Bilder" als Imaginationen und Projektionen in einer variablen, kippbaren Situation ist, worauf es in der Tat ankommt. Alle die anderen Protagonisten habe ich sicher nicht im Blick, es ist unerquicklich, und vor allem gibt es zu viele davon. Am gefährlichsten sind in meinen Augen die "Moderateren", die Spengler-Variatoren usw. Mit freundlichem Gruß |
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"Das ist echter Predigtstil mit einem kleinen Anteil Intelligent Design."
Schön, wenn man sich über geistige Zwerge wie Eva Herman noch aufregen kann. Sie wirft doch nur deshalb so große braune Schatten voraus, weil die Sonne der Weisheit bei ihr so tief steht. Dabei kann sie schon nicht mehr über ihren eigenen Schatten springen. Wenn jemand auf ihren Schatten tritt, korrigiert sie lieber den Sonnenstand als ihre eigene Position. |
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Und steht der Pfahl der Schande
inmitten uns im Deutschen Lande die Hexe Eva fest an ihn gebunden, die Guten lecken sich die Wunden die sie mit Worten ihnen geschlagen jetzt wird gerichtet ohne nachzufragen das Hölzlein wird das Feuer zünden und viele werden danach künden das Böse brennt nun lichterloh und alle Guten sind nun wieder froh. |
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@ acht bar
Na hervorragend. Schreiben Sie mal, acht bar, spielen Sie nun die Rolle von Pierre Cauchons, des siebten Karl, des fünften Heinrich oder gar die des fünfzehnten Benedikt? Lassen Sie einfach Luft ab und kommen Sie auf Meereshöhe an, Ihr Druck ist eindeutig überhöht wie der Zweit(Dritt? Viert)Nick unoriginell. |
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Mehr als 0,2 bar sind das nicht.
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hier beispielsweise
www.kreuz.net/article.11590.html findet der geneigte ab-und-zu-user fundamentalismus, christlich. |
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Verstehe: Nur wo Fundamentalismus drauf steht, ist auch Fundamentalismus drin. Paßt schon.
Bei dieser Art Laufzettel braucht man sich über Neben- oder unerwünschte Wirkungen nicht zu wundern. |
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irrtum - nur wo christlich...
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Deswegen haben Sie in der Vergangenheit auch den Ausbau von Moscheen befürwortet: In Köln, kleiner, dann größer, dann über Köln hinaus...
Ihre Stellungnahmen zu Minaretten werden immer klarer: Fundamentalismus, der Begriff MUSS Sie stören. |
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ach wie entzückend! der ab-und-zu-user e2m übt mal wieder stricken.
moscheebau darf nicht befürwortet werden? macht verdächtig - wa? könnte dahinterstecken, dass Rahab die weltherrschaft zu übernehmen wünscht. (von Berlin aus, wenn schon, mit Köln hab ich weniger am schleier) minarette für umweltverträglicher zu halten als kirchtürme mit geläut - klarer fall von fundamentalismus! verrät nämlich, dass Rahab beschnittene phalli lieber sind als unbeschnittene mit geläut. batei-knesset (synagogen) sind mir übrigens die liebsten - die machen am wenigsten krach! der begriff "Fundamentalisms MUSS" mich stören? ich versichere dem begriff: er stört mich nicht. ich versichere weitere: es stört mich auf, wenn dieser begriff lediglich als herabsetzende behauptung verwendet wird, besonders dann, wenn das einer tut, der gern den "großen Zampano" gibt. dann ist die verwendung nämlich nichts anderes als ein ablenkungsmanöver=schaumschlägerei. |
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Wie selbstentlarvend Sie doch sind.
Sie schreiben: Umweltverträglicher. Bei ZEIT-online schrieben Sie: Für das Stadtbild. In Köln. 2008. Doppelzüngig im wahren Sinn des Wortes, das charakterisiert den Einwurf, der Verrat an dem, was Sie zu verteidigen vorgeben. Zampano scheiterte an den Ketten, letztlich, die Sie gerne überwerfen würden. Träumen Sie weiter. Sie nähren sich nur an den Stichworten, die Ihnen geliefert sind, für deren Ausdenken Ihre Phantasie nicht reicht. Eben weil Sie schriftgebunden sind, durch den Koran. Mit den :Makkabäern: |
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*polemikmoduson*
Sozusagen im Nachgang zur den hier gestrickten Aureolen für Santa Eva hat in gleicher Tonlage Udo Ulfkotte beim (be)k(l)opp Verlag nachgelegt: „Journalisten schmeißen Eva Herman mal wieder einen Stein hinterher“. Hm, der Mann hat tatsächlich einmal Pflasterstrand gelesen und stellt seine Schutzbefohlene gleich in eine Reihe mit deutschen Kanzlern (Schmidt, Adenauer). Das will uns sagen: Majestätsbeleidigung, auf die man huldvoll und mit Verständnis reagiert. Wäre da nicht wieder ein Satz, der im Blog, weil einfach zu zynisch, gar nicht erst zitiert wurde. Also schrieb Herman (und nun auch Ulfkotte): „Zu Recht werden die Toten und Verletzten nun beklagt, ein derartiges Unglück hatte es noch nie zuvor gegeben“. Was denn, was denn, kein Heysel-Massaker, keine Hillsborough-Katastrophe? Oder nur deswegen nicht, weil Fußballerbeine samt ihrer Fans nicht für Sodom (oups, pardon, falsche Tonlage) wollte schreiben: nicht für Gommorrah taugen? Weil Ball nicht Brüste ist und das Trikotanheben mittlerweile von der FIFA verboten wurde? Wollte Ulfkotte sich mit Frauen, Steinen und seinem Spezialgebiet beschäftigen, sollte er an die Frau und ihren Anwalt im Iran erinnern, die eine kurz vor der Steinigung, der andere noch kurz der Verhaftung entgangen, bevor er derart degoutante Vergleiche anzieht, um seiner Schutzbefohlenen das Heiligenscheinchen zweiter Klasse aufs Haupt zu geben. Aber was schreibe ich das? Das ist bekannt, beide haben auch hier ihre glühenden Fans. *polemikmodusoff* |
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es sollte sich wer den 'spaß' erlauben, den text konservieren und in einem halben jahr ohne anlaß, leicht umgestellt und vor allem ohne "Eva Herman" drüber hier als satire einstellen. jede wette: es fänden sich welch etliche aus der abteilung die heilige&die hure, die ihn dann goutieren täten! und jede, die das zu kritisieren wagte, am liebsten einem fluß-ordal unterzögen!
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Nur keine Sorge, Userin rahab, der Text bleibt, so oder so. Sie haben sich ihren virtuellen Namen gesucht, einen Grund dafür wird es wohl gegeben haben: Marketenderin, in einem Konflikt, wäre nicht einmal die schlechteste Wahl und ganz gewiß nicht unrealistisch.
Aber nein, Gottesbeweise, die Sie hier lautstark evozieren (wenn auch sarkastisch), wird es deswegen nicht geben: Bezahlung für die, der Bezahlung gebührt. In klingender Münze. 30 Silberlinge tun es reichlich. |
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hurra! wir sind beim gottesbeweis angekommen!
flußordal - das können nur männer für einen gottesbeweis halten. ansonsten, scheint mir, ist hier nun auch der gute alte anti-judaismus am ausbrechen. zu viel Johannes gelesen, wa? |
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Ach, 30 sind Ihnen zu wenig? Sie wollen mehr? Fragen wir den Schmuser ...
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männiglich vergnüglich: ich meine den text von e.h. nicht von e2m
ne, e2m ist überhaupt nicht eitel! |
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Sie personifizieren, rahab, die, die das Haupt auf dem silbernen Tablett forderte.
Und im Hintergrund wartet der Olivenbaum |
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.. sie forderte weit mehr als 30 silberlinge ... sie forderte hau(p)t und haar ....
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aaah, s'wird li-la-lyrisch .... oliven sind samt baum vielseitig verwendbar ...
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... als letzte Ölung, damit das Haupthaar anliege in Pracht auf dem Silbertablett ...
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@rahab
als frau-enbewegt und im feminismus zuhause, möchte ich mich nun, nach langem wohlfeil-lesen (abgedroschen, günstig, preiswert) an dieser stelle, eindeutig von ihren auslegungen distanzieren. lausemädchen |
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märtyrerfantasien?
vielleicht hilft ein shampoo-wechsel! |
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Lieber Lauser,
verzeihen Sie mir die übergriffig-maskuline Anrede, aber wg. User(in) rahab, dessen/deren Zuordnung langsam aber sicher in Richtung Luxusweibchen/-knaben im Harem des Herodes geht (eine Zeit lang war ich versucht, sie dem Judas zuzuordnen) und damit eher in Richtung Frei-von-Römern/Juden-Staat-Palästina geht als sonst wohin, scheint es mir völlig überflüssig, noch von Feminismus zu schreiben. Der Verrat geht viel tiefer, als hier auch nur imaginiert werden könnte. Sehen Sie es mir nach, Ihr e2m |
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"Der Verrat geht viel tiefer, als hier auch nur imaginiert werden könnte. der verrat geht viel tiefer."
so. so ist's. mit ville dank-für nochmal in anderen/deinen worten. lausemädchen |
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der verrat? etwa der von eva herman?Teile des Kommentars wurden aufgrund eines Verstoßes gegen die Netiquette editiertbr>
ich bin nicht geneigt, das christlichen fundamentalismus zu nennen. es handelt sich um übliche christianität im 21.jdt, western style, gern auch ohne geglaubten gottvater&cie. in der ausdrucksweise total banal. operiert mit versatzstücken. was es anschlußfähig an lebensschützer wie sonsofperseus gleichmaßen macht. und die pasdaran des westens hervorbringt. darunter auch solche, die aus minima moralia abtippen, bevor sie frauen zwangs-entburken lassen. welch ein narrenschiff! |
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@ rahab
Sie nennen es Narrenschiff, ich nenne es Le radeau de la Méduse, allerdings gänzlich unromatisch und in all seiner Bedeutung. Versatzstücke, entburken, Pasdaran des Westens ... wie lange glauben Sie eigentlich wirklich, uns Ihren Wahn aufoktoyieren zu können? Es steht Ihnen doch frei, völlig frei, anderes zu schreiben. Sie müssen nicht, ich wiederhole: Sie müssen deswegen nicht den Andersedenkenden, -fühlenden, -raisonnierenden als Trottel hinstellen. Sie treffen damit nur ca. 50% der Weltbevölkerung. Machen Sie Ihr Ding, ich mache meines, Gesülze hin oder her, jeder seins. Das ist hier kein Seminar. Aber wenn Sie es wollen, wir können den Verrat auch vertiefen, ich habe damit kein Problem. Meinen Pakt habe ich schon vor langer Zeit geschlossen. Sie auch? |
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Bei dem scharfen Wind, der dem nicht instruierten Leser hier mittlerweile um die Ohren pfeift, sollte man am Thread-Eingang ein Schild anbringen: »CAVE FRIGORE!«
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Cave Canem reicht völlig.
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Lieber ed2murrow,
als persönliches Fazit halte ich nach Lektüre des Stranges fest, was auch gut als Überschrift verwendbar gewesen wäre: Beim Veitstanz gibt's keine Damenwahl. |
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Sehr geehrter J.A.-P.,
wir kennen uns aus im Brauchtum, was manchmal einschneidender ist als jede graue Theorie. Dazu sage ich nur: Haberfeldtreiben. Gott kennt Gnade, der Bauer nicht. |
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I concur, Sir.
Als jemand, der in einer Gegend aufwuchs, in der der Katholizismus der nicht mehr ganz aktuellen Bauart in einem Ausmaß wütete, über das sich Außenstehende in der Regel keinen Begriff machen (wollen), und in der noch dieses Jahr ein Domkapitular bei der Sonntagspredigt vor allerlei Lokalhonoratioren allen Ernstes darüber sinnieren konnte, daß es in diesem Land »leider keinen Salazar« gibt (und sich keine einzige Miene im Auditorium verzog dabei), kann ich Ihnen versichern, daß ich den Text von Eva Herman genau so gelesen habe wie Sie offenbar auch. Nicht nur der sound ist hier wie dort haargenau derselbe, und die darauf bauenden schillernden Allianzen kommen ebenso unerwartet wie folgerichtig daher. |
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Uff, und ich ließ mich bald verlocken, ich sähe Gespenster ....
Man sollte sich ggfs. Gedanken über Wahnehmung auf dem Lande, in der Stadt, in Bayern wie anderswo Gedanken machen. Die landsmannschaftliche Akkulturation scheint doch kein Fremdwort (mehr) zu sein. Lega Nord läßt schon grüssen. Nur gut, dass ich hier im Speckgürtel sitze! Und Sie auch ... Würden Sie ggfs. einem Dult-Besuch beitreten? |
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Ja — zumindest, sofern es Ihnen möglich ist, die Dult in die Kurpfalz zu verlegen. ;-)
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als ob ich's geahnt hätte ... no way :)
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Hätte mich auch gewundert, denn hier vor der Haustür heißt die Dult Hendsemer Kerwe.
Na, es wird aber nicht die letzte Dult gewesen sein, nehme ich doch an. |
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Wenn nicht in diesem, dann im nächsten virtuellen Leben.
Man sollte überhaupt in Betracht ziehen, den Hegelplatz zu überfallen: Immerhin lebt man dort von und für uns. Und wenn ich mir die Filmchen so anschaue, die Mädels und Buben hätten eh nichts entgegen zu setzen, so rein bizepsmäßig. Ich würd' glatt zwei Kasten mitbringen, Hefeweizen und Kellerbier. |
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de.wikipedia.org/wiki/Chorea_Huntington
mit so was will der bessere kranke nichts zu tun haben, wallah! |
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Es war schon immer eine Eigenart der Absoluten, anderen ihre Persönlichkeit als pathologisch auszulegen. Die Protokolle von Schauprozessen sind voll der entsprechenden Passagen.
Kompliment, rahab, dass Sie sich das zu eigen gemacht haben. So hat auch Salome ihre Causa gg. Johannes vor Herodes gebracht. Feminin, mit wallenden Gewändern. |
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"Beim Veitstanz gibt's keine Damenwahl."
Als Nachkomme der Königin Victoria von England werden Sie für diese und alle weiteren Äußerungen bestimmt bluten müssen. |
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ob das mit Salome so war, wissen wir nicht. viel dichtung, wenig wahrheit vermutlich.
die geschichte, vielmehr ihre chiffre, wird gern angeschleppt, um aus dem 'opfer' ein heldenhaftes zu machen. hat ne gewisse traditionslinie, die bis in den hermanschen text hineinreicht. Sie befinden sich also in bester gesellschaft, e2m. im übrigen habe ich auf eine krankheit aufmerksam gemacht, die für die betroffenen überhaupt nicht lustig ist. |
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@ GeroSteiner
"Als Nachkomme der Königin Victoria von England" Victoria stimmt schon, aber nicht von England :) |
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Liebe Rahab,
Woman would be more charming if one could fall into her arms without falling into her hands. (Ambrose Bierce) |
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und? charming gehört nicht zu den AGB
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@rahab
im übrigen ... distanzieren sie sich hiermit von ttg, die wahllos-beleidigend das krankheitsbild der borderline-störung, ohne jede kenntnis, in einem vorangegangenen kommentar benutzte? immerhin spricht aus ihrem beitrag mitgefühl/betroffenheit. |
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@ rahab
"die für die betroffenen überhaupt nicht lustig ist" ist mir bei Ihrer Diskusssionsführung nicht entgangen. Ganz im Gegenteil. Worauf, obligat, die Frage entsteht, warum Sie die Verlinkung "überhaupt" eingestellt haben, was zur Folge hat, eine Intention festzustellen, was Ihrerseits ... nun zu was ? irgendeiner Entlastungserklärung führte, weil das natürlich nicht als pathologische Befindlichkeit gemeint sei .... was wiederum ... Schauen Sie, rehab rahab, im Grunde ist es einfach: Sie führen hier eine Verhandlung vor dem Strafrichter auf, als Verteidiger(in) eines Delinquenten, sagen wir, in Sachen Diebstahl. Weil er ein Eskimo sei, könne er kein Interesse haben, einen Kühlschrank zu stehlen. Obwohl er auf frischer (sic!) Tat ertappt wurde. Sie strengen sich natürlich an, dafür bekommen Sie Ihr Honorar (oder Ihre Befriedigung, einen Inuit verteidigen zu dürfen). Was aber bleibt? Ein Urteil. Das sich mittlerweile ein paar Dutzend Zuleser zu diesem Blog bilden oder gebildet haben. Wie es lautet? Mit persönlich ist's ziemlich egal, das habe ich übrigens heute per Mail der Redaktion mitgeteilt. Daher auch ein paar sprachliche Freiheiten, weil das dort offensichtlich so gewollt/toleriert ist. Frau Herman habe ich zitiert, mindestens ein Diskutant hat das Thema aufgenommen und mit mir zusammen weiter entwickelt. Das ist (mir) mehr als genug. Was haben Sie? Mich als Trottel vorgeführt? Kann sein, aber es hat Sie scheiß viel Zeit gekostet, bei denkbar geringem Erfolg. Soviel Zeit (à propos: dort haben Sie immer noch Hausverbot) werden Sie nicht immer haben, und wenn Sie sich noch so anstrengen. Also, was haben wir summa summarum, mehr als zwei Klugscheißer, die sich gegenseitig den eigenen Background ans Hirn werfen? Nichts. Denn ich werde, wenn ich wieder Spaß daran haben sollte, Blogs wie diesen posten, während Sie sich als Wirtin ausgeben: Für jedes Trinkgeld empfänglich. Küß die Hand. |
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lausmädchen
nicht den tscheinigk hakken, ja? |
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AGB, liebe Rahab, liest man gemeinhin auch nur in juristische Personen hinein oder aus ihnen heraus.
Aber nur zur Sicherheit: Rede ich nun mit der Natur- oder der Rechtsform 'Rahab'? |
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ed2murrow
"Victoria stimmt schon, aber nicht von England :)" Da muss ich Ihnen widersprechen, Verehrtester! Ich meine die Königin Victoria von England (1819-1901). Hämophilie gilt im 19. und frühen 20. Jahrhundert als "königliche Krankheit". Victoria hat sie an einige ihrer Nachkommen weitergegeben. Ihr Sohn Prinz Leopold starb mit 31 Jahren an einer Kopfverletzung. Durch zwei ihrer fünf Töchter, Alice und Beatrice, breitete sich die Erbkrankheit über mehrere Generationen auch im spanischen, preußischen und russischen Herrscherhaus aus. |
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e2m
Sie haben nicht mal nachfrage zu Ihrer herman-lektüre vertragen, von widerspruch ganz zu schweigen. sondern sich gleich echauffiert und enragiert und dann mit unterstellungen und anspielungen und männerfantasien nicht gespart. ob und was Ihnen da egal ist und ob und wie und was Sie da der redaktion mitteilen - drauf gepfiffen! machen Sie das gefälligst mit sich selber aus. wenn's mir zu blöde wird, dann: klappe zu - affe tot. |
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sicherheit, lieber Josef, gibt es nicht.
und ob Ihr Ambrosius mich charming fündete - is mir schnuppe. |
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Lieber Gero Steiner,
Sie haben keine Ahnung von meiner Ahnengallerie :) Dabei werde ich es auch belassen, denn ich bin nur ein zufälliges Produkt, das sich der Zufälligkeit bewußt ist. |
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@ rahab
Einen Dreck habe ich. Auf Ihre erste Frage habe ich knapp wie diese selbst reagiert. Weil Ihnen das nicht die nötige Befriedigung verschaffte (na los, kreuzigen Sie mich doch wegen der Redewendung!), schoben Sie nach mit dem schmallippigen Hinweis, das sei dünn. Worauf ich mit Thimoteus antwortete, in extenso, was Sie wiederum zum Themenwechsel veranlaßte, statt "wörtliches Verständnis" nunmehr nach Berechtigung des Fundamantalismus zu forschen. Sie sind einfach nicht zufrieden zu stellen (wie oben), weil bei dem Dreinpfuschen in Sachen Religion Ihnen die Meinungsführerschaft abhanden kommt. Wie beim Nahen Osten. Oder Emanzipation einschließlich Vollvisier-Schleier. Sie haben wirklich Chuzpe, aber eine mit einem Schal im Schachbrettmuster. |
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sicherheit, lieber Josef, gibt es nicht.Na immerhin ist wenigstens das sicher, oder? Sie versuchen zwar gerade, eine Unterhaltung mit e2m anzubahnen, aber sofern Sie gestatten, mische ich mich an dieser Stelle ein — eigentlich wären dazu nämlich weiter oben schon einige Bemerkungen am Platze gewesen. Soweit ich das von Ihnen vorgetragenen nämlich richtig eingeordnet habe, so weisen Sie darauf hin, daß das, was Eva Herman anderswo zum Besten gegeben hat, unter Umständen schon deshalb nichts mit 'Fundamentalismus' zu tun haben könne, weil es durchaus möglich sei, daß die, die hier Fundamentalismus diagnostiziert haben (oder sich diesem Befund anschlossen, so wie meine Wenigkeit), zu diesem Urteil nur aufgrund eigener schiefer Optik (sei's durch Sozialisation, eigenes Erleben, oder blankes Ressentiment, das 'natürlich' auch mit dem Sexus zu tun haben künnte) gelangt seien. Andererseits sind Sie es aber auch, die, in ganz anderen Zusammenhängen, nicht müde wird, immer und immer wieder den Hinweis anzubringen, daß Äußerungen, von wem auch immer, nicht vom kulturellen, zeitlichen, religiösen Kontext ihrer je eigenen Genese zu trennen sind (was grundsätzlich völlig richtig ist). Und genau hier, bei diesem Fall, scheinen Sie das sonst so gepflegte Kontextualisieren vollkommen sein zu lassen. Kann es tatsächlich sein, daß Ihnen auf der Metaebene all das entgangen ist, was im Herman-Text steckt? Daß Sie die zahlreichen Konnotationen, die eben nicht frei von kulturellen Bezügen daherkommenden Meme entgangen sind? Daß Sie schlichtweg übersehen haben, daß eben die bei Herman verwendeten Codes durchaus Signifikanten einer langen Historie sind? Und nicht zuletzt, daß Sie an der hier vorgebrachten Kritik nur deshalb Anstoß nahmen, weil Sie aus dem 'falschen' Munde drang? G'schamster Diener, J. A.-P. |
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siehe unten.
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lausemädchen schrieb am 27.07.2010 um 23:25 @rahab im übrigen ... distanzieren sie sich hiermit von ttg, die wahllos-beleidigend das krankheitsbild der borderline-störung, ohne jede kenntnis, in einem vorangegangenen kommentar benutzte? immerhin spricht aus ihrem beitrag mitgefühl/betroffenheit. Super Lausemädchen, zum Nachtreten gehst du in einen anderen Blog! Zur Erinnerung, die Multinicks bzw. die multiple Persönlichkeit von rk habe ich als Borderline bezeichnet. Und ich finde es eine Beleidigung der FC und der User hier "gezwungerweise" unter ständig neuen Nicks aufzutauchen und die Leute im Unklaren über seine Identität zu lassen. |
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Ich bin etwas skeptisch, ob Sie hier richtig exegieren.Die von Ihnen besonders hervorgehobenen Passagen waren doch nicht wirklich an die Fundamentalisten addressiert.Denen kann es Frau Herman doch eh nie wirklich Recht machen.Sie gelten natürlich den liberaleren Zeitgenossen und die fühlen sich natürlich auch angesprochen.Der Subtext hier gilt doch einer ganz anderen Zielgruppe.Die moralische Orientierung suchenden bürgerlichen Schichten hören doch die Signale ganz exakt heraus.Wer lässt schon seine Kinder zu solchen Veranstaltungen?Warum propagieren konservative Bürgermeister Suff und Drogenkonsum?Ist es denn ganz egal geworden wie man Geld generiert?Ich habe Angst um meine Kinder, wenn sie in diesen amoralischen Zeiten aufwachsen müssen, wir müssen unbedingt das Kind auf dieses Internat nach England schicken.
Sie ruft doch die ganz klassischen Untergangsängste des Bürgertums auf und es geht dem doch nur darum, dass die Richtung stimmt.Man hält sich doch nicht mit Bibelzitaten auf.Das ist doch lediglich die Plattform, die sie jetzt zu nutzen sich gezwungen sieht. Das spricht doch im Grundkern ganz breite Schichten an, da geht es nicht um windschiefe Zitate, da geht es um das Grummeln in der Magengegend.Selbstverständlich war es bis vor kurzem überhaupt kein konservativer Mainstream Technoparaden als Imagegewinn für die eigene Stadt zu betrachten. |
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Etliche Kids, so um die 1,5 Mio wollten ihren Spaß. Der wurde durch schlechte Orga verhagelt, was etliche von ihnen mit dem Leben bezahlten. Das hat eine Tante von der Fundi-Fraktion zum Anlaß genommen, das auf höhere Mächte mit Blick auf Sodom und Gomorrah zu schieben.
What the fuck, meinen Sie? Also, hier auf dem Land wird Frau Herman gelesen, Sie werden sich wundern, auch hier gibt es schon Internet. Und beifällig genickt, bevor es demnächst zur Messe geht. Alles halb so schlimm? Aber natürlich, auch die Evangelen, Richtung Calvin, teilen die Meinung. Und geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid. Und dann fragt man sich, wie es sein könne, dass Kreationismus tatsächlich als Schulfach in Deutschland eingeführt werden sollte. Ignoranten! |
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Jetzt wird's endlich mal interessant und die "Leerstelle" deutlicher, in die Herman offensichtlich hineinsticht und auf die entsprechend reagiert wird. Danke für Ihren Kommentar.
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Sie meinen, ich sollte in Zukunft einfach die Blogs reisserischer schreiben, am besten ohne Zitate, so als Spiel fürs Volk? Sorry, das kann ich erst nach 4 Halben, 3 Whiskey und ein, zwei Schachteln Gitanes: Dann bin ich wirklich enthemmt. *hick*
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Ich habe gestern einen Blogbeitrag dazu geschrieben, vielleicht verdeutlicht der Ihnen meine Meinung.
Ich meine aber, dass es gut und richtig ist sich über die von ihnen angeführten Zitate zu echauffieren,aber dass man dabei nicht aus dem Blick verlieren sollte, dass es sich hier in weiten Strecken um ganz klassischen konservativen Mainstream handelt, der sich zur Zeit ein bisschen heimatlos wähnt.Sicher lesen die Leute auf dem Land Eva Herman (und auch in vielen Vierteln in den Städten übrigens,man wundert sich was da hinter der ein oder anderen Fassade an Ängsten geteilt werden), aber eben nicht mit dem Augenmerk auf die Stellen, die sie anführen.Es reicht, dass das eigene Unbehagen über die liberale Welt einmal angesprochen wird.So ein Text ruft doch Ängste ab, die viele bürgerlichen Menschen in der Krise teilen. |
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geht auch ohne suff.
eva herman bezieht sich nicht auf die texte, sondern nur auf wörter. die texte - keine ahnung, ob sie die überhaupt kennt - dann hätte ihr nämlich auffallen müssen, dass die für das szenario, das sie entwirft, nicht so recht passen. die wörter, auf die sich sich bezieht, docken an an: das kind soll nicht unter die räder kommen, nicht in der gosse landen. im hintergrund schwingt die angst, wenn das geschähe, dann wäre die investition (das schöne geld) futsch. sdom&gmorre haben eine lange tradition, eine europäisch-west-kirchlich-christliche. sdom&gmorre steht für das, was passiert, wenn der pöbel auch mal ein symposium ... dann brechen die letzten tage der gepflegten ausschweifung an. umsturz droht! solche 'traditionsbestände' abzurufen macht aus eva herman keine christliche fundamentalistin. wär schön, wenn's so einfach wäre. |
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Ich habe ein Problem damit, daß unter zwei möglichen Exegeseergebnissen das textfernere solche benutzt wird, um das ganz offensichtlich textnähere zu diskreditieren.
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In einem Blog von user hibou zu der Frage, warum bloggen, habe ich sinngemäß geschrieben, es wäre nicht schlecht, zu prüfen, ob zu dem Thema schon etwas bei freitag.de steht, bejahendenfalls zur Versprätung zu stehen und sich im Kommentar einzureihen. Sie werden also Verständnis haben, wenn ich meine Sichtweise der Dinge an der Stelle nicht aufgebe.
Ob das, was Herman geäußert hat, Mainstream sei, wage ich nachdrücklich zu bezweifeln: Angele et al. haben diesbezüglich oben recht eindrucksvoll argumentiert. Aber es kann Mainstream werden. Das ist MEIN Anliegen, dahingehend zu sensibilisieren, wenn nötig auch mit dem Vorschlaghammer, 5 kg Nettogewicht. Die Frau schaut recht gut aus, als Nanny geht sie echt durch. Dann wird das schón nicht falsch sein, was sie sagt. Dabei erzählt die was von Armageddon. Kann sein, weil sie blond = doof ist, ich halte Herman für nicht ganz doof und vor allem für nützlich. Fragen Sie mich, für wen? |
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So wollte ich das nicht gemeint haben.Ich glaube nur, dass die Adressaten durchaus verschieden sein können.Hier wird sich ja nun schon sehr lange über biblische Assoziationen gestritten.Ich wette mit ihnen, dass beim Kaffeeklatsch in Backnang(um im Klischee zu bleiben) schon längst zum moralischen Absturz der Jugend übergegangen wurde und was dagegen zu tun sei.
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Josef - es geht nicht um diskreditieren. sondern darum, herauszufinden, welche traditionsbestände sie mit welchen mitteln abruft. und darum, wo sie hinwill.
ein irgendwie urchristentum ist's nicht! |
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Liebe Lydia Esche,
wenn Sie jetzt noch erklären, warum der Klatsch in Backnang eventualiter zum Einspruch gegen den hier exakt am Herman-Text entlang diagnostizierten Fundamentalismus qualifiziert, erhalten Sie fünf Sterne. Soweit ich sehe, hat nämlich ed2murrow an keiner Stelle jemals bestritten, daß das (für mich ganz zweifelsfrei) aus Fundi-Quellen schöpfende Timbre des Herman-Textes in ganz anderen Weiterungen funktional tragfähig sei, um etwa das eigene schichtspezifische Habitat zu umzäunen. Diese Funktion hatte nämlich der Fundamentalismus schon immer — in gar keiner Weise negiert so eine Interpretation allerdings die hiesige Exegese. Darum geht's. |
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@ rahab
Ohne Schmerzmittel sind Sie einfach nicht zu ertragen. Aber bevor man mich hier den Netzer schimpft und Sie des Dellings zeiht: Sie konzentrieren sich auf die beiden Städte des AT, obwohl ich Ihnen eine "für die letzten Tage" eine Variante aus den paulinischen Briefe angeboten habe. Ich habe Ihnen ferner angeboten, dass Herman Begriffe aus AT,NT und Epistel durcheinander würfelt, weil das ihr Duktus (aus Ignoranz) ist. Schließlich habe ich Ihnen angeboten, allerdings nichts ausdrücklich, das sollte ich bei Ihrem eingeschränkten Empfängerhorizont in Zukunft immer, dass Herman wie die Evangelikalen im Bible Belt die "Höhere Macht" als ultimative Erlösungsinstanz (gegen den Teufel nicht 666, sondern '68) dem Volk zum Anbeten gibt. Was wollen Sie denn noch als Fundamentalismus? Ihnen schmeckt doch der Begriff deswegen nicht, weil sonst Ihre Palästinenserfreunde in Erklärungsnot wegen ihrer Koranhörigkeit kämen. Weil ansonsten all das, was Ihr sorgsam gehütetes Konstrukt "Religion" darstellt, in sich zusammenbrechen würde. Sie führen Stellervertreterfehden, wollen vernebeln, von Ihrer eigentlichen Intention ablenken. Deswegen verbeissen Sie sich hier in diesem Blog, Sie Palästinenserin, der der fundamentale Christ gerade zupaß kommt. Erbärmlich. |
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@ rahab
Ohne Schmerzmittel sind Sie einfach nicht zu ertragen. Aber bevor man mich hier den Netzer schimpft und Sie des Dellings zeiht: Sie konzentrieren sich auf die beiden Städte des AT, obwohl ich Ihnen eine "für die letzten Tage" eine Variante aus den paulinischen Briefe angeboten habe. Ich habe Ihnen ferner angeboten, dass Herman Begriffe aus AT,NT und Epistel durcheinander würfelt, weil das ihr Duktus (aus Ignoranz) ist. Schließlich habe ich Ihnen angeboten, allerdings nichts ausdrücklich, das sollte ich bei Ihrem eingeschränkten Empfängerhorizont in Zukunft immer, dass Herman wie die Evangelikalen im Bible Belt die "Höhere Macht" als ultimative Erlösungsinstanz (gegen den Teufel nicht 666, sondern '68) dem Volk zum Anbeten gibt. Was wollen Sie denn noch als Fundamentalismus? Ihnen schmeckt doch der Begriff deswegen nicht, weil sonst Ihre Palästinenserfreunde in Erklärungsnot wegen ihrer Koranhörigkeit kämen. Weil ansonsten all das, was Ihr sorgsam gehütetes Konstrukt "Religion" darstellt, in sich zusammenbrechen würde. Sie führen Stellervertreterfehden, wollen vernebeln, von Ihrer eigentlichen Intention ablenken. Deswegen verbeissen Sie sich hier in diesem Blog, Sie Palästinenserin, der der fundamentale Christ gerade zupaß kommt. Erbärmlich. |
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Liebe Rahab,
dann erklären Sie's uns doch einfach! Schreiben Sie uns auf, wie und auf welcher Basis Sie herausgefunden haben wollen, daß E. H. eben nicht fundamentalistische Untertöne anschlägt (wofür nun e2m sehr luzide Evidenzen lieferte), sondern ganz andere Früchte vom Baum brockt. Wenn wir das ganze nämlich zu sehr von dem loslösen, was wir im Text selbst ganz handfest stehen haben, dann könnte der eine oder andere auch auf die Idee kommen, aus den von Frau Esche zitierten »Internaten in England« schnurstracks zu schließen, daß damit auch wesentlich dunklere kulturalistische Feindbilder aktualisiert werden, in diesem Zusammenhang aber keine der Klasse, sondern von Blut und Boden, denn das perfide Albion war schon immer das Sammelbecken für Volksschädlinge, jedenfalls in einer ganz bestimmten Lesart — nicht wahr? Ist Blut&Boden-Romantik besser als Klassismus? Sehen Sie, genau deshalb bin ich der Ansicht, daß man sich bei Exegese und Interpretation zunächst mal an das hält, was wirklich da ist. Und das ist hier der Text von Eva Herman. |
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@j-ap
Also das ist gut und richtig sich hier über die Wortwahl der Dame zu streiten.Das können wir noch eine Weile machen.Unterdessen sind die Damen und Herren auf der richtigen Seite der Welt schon längst dazu übergangen zu beschreien, dass man wieder mal gesehen habe wie die Frau Herman vollkommen falsch verstanden worden sei.Es geht hier doch nicht ums Recht haben.Es geht darum, wie ein solcher Text auf wen wirkt.Wie er auf Menschen wirkt, die sie eh nie in ihr Boot ziehen kann, dient doch hier höchstens als Munition um die wieder ins Boot zu ziehen, die vielleicht gerade meinen abzusaufen.Es sollte doch darum gehen die Ängste der ins Visier genommenen zu thematisieren, anstatt sich unter Gleichgesinnten in Rage zu reden wie radikal nun genau die Gegenseite ist. |
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e2m,
auch doppelt gemoppelt wird's nicht gescheiter. eva herman will keine bibelhörigkeit - um es ganz einfach zu sagen. ob fundamentalismus bei islamischen gruppen immer die treffende bezeichnung ist - darüber wäre an anderer stelle mal zu reden. andere fundamentalismen müßten wir dann allerdings auch durchgehen, den linken inklusive. -> der begriff fundamentalismus gehört auf den prüfstand. der erklärt nichts mehr. der stempelt nur noch ab. (sehr intelligentes verfahren!) und jetzt nehm ich ne mirabelle! |
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Josef,
wenn e2m mir auf meine erste frage geantwortet hätte (bitte nach oben scrollen), statt harsch auf seinen text zu verweisen, in dem doch schon alles drinstünde - dann wären wir vielleicht längst so weit, uns mit dem hermanschen text zu befassen. stattdessen hatten wir's mit murrowschem bestehen der richtigkeit seiner lektüre. und nun geh ich nach mirabelle wahrig. leila tov |
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hab ein auf vergessen - mirabelle sei dank!
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@ rahab
Klar, dass Sie das Skriptverhalten der hiesigen Software (möglicherweise sogar der Drecksserver) zu Ihren Gunsten umfunktionieren. Fast wie der Vorwurf falscher Rechtschreibung. Das erhöht den Spaßfaktor. Durchgehen ist ein gutes Wort der Bibliographie: Das haben Sie an anderer Stelle sogar Ihrer Tochter aufgetragen. Oder sollte ich sagen: Pharaonische Beschneidung, die, obwohl im Nahen Osten praktiziert, ausgerechnet Ihre Tochter dem Westen vorwirft? Wenn das mal nicht einen Generationenkonflikt ergibt, so wie Palästinenser"lager" seit über 50 Jahren. Und deswegen muss natürlich für Sie auf den Prüfstand, was Ihnen unbequem ist, aber nach ganz natürlicher Übereinkunft europäischen Maßstabes im Verständnis: Fundamentalismus. Schon erstaunlich, wen Sie dabei in Schutz nehmen. Bei zeit.de waren es islamistische Verbände, hier Frau Herman. Was sollen wir daraus lernen ... Sie problematisieren in einem vorgeblichen Effort der Aufklärung und generieren damit genau den Staub, der es Ihnen ermöglicht, im Trüben zu fischen. Für den Islam, für die Asylsuchenden aus den arabischen Ländern, die Sie zu vertreten vorgeben, pro Minarette, pro Steinzeitreligion à la Chomeini. Das alles ist nach wie vor einsehbar über Suchfunktionen im Zusammenhang mit zeit.de. Es ist Teil Ihrer Äußerungen, die Sie hier sorgsam verhüllt haben. Wen wollen Sie gewinnen, userin rahab, wen überzeugen? Wie Sie selbst zugegeben haben, Ihr Nick steht dafür, sich verkauft zu haben. Wie immer, nehme ich Menschen beim Wort und frage: An wen? |
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@ rahab zum zweiten
Anhand der Abfolge der Threads und der Uhrzeiten läßt sich ihne weiteres ablesen, wer wie was beantwortet hat. Dünn inklusive als zusätzlichen "Anreiz" |
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@ rahab zum zweiten
Anhand der Abfolge der Threads und der Uhrzeiten läßt sich ihne weiteres ablesen, wer wie was beantwortet hat. Dünn inklusive als zusätzlichen "Anreiz" |
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Nachdem die hiesige Technik, trotz angeblicher technischer Betreuung, den Mausklick nicht so wahrnimmt, wie er gegeben ist, nämlich 1x
verzichtet Unterfertigter, neben der bereits angekündigten Blogenthaltung, auch auf jede weitere Äußerung auf dieser Plattform. Verscheissern kann er sich selber, und wordpress funktioniert zumindest insoweit einwandfrei. Bevor ich es vergesse: Bei literaturcafe.de gab es auch Vernebler. Wo die Plattfrom steht, kann jeder selbst nachschauen. Meine Sachen packe ich in den nächsten Stunden zusammen, für die, die es interessiert. |
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Alles Weicheier und Schnapsnasen hier?
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ad Lydia Esche / Rahab:
Eine Nacht darüber geruht habend kann ich noch immer nicht finden, daß der Ansatz, den Sie beide hier vertreten, sonderlich stichhaltig wäre. Vielleicht mag Ihnen auch helfen, daß sich Jürgen Elsässer und Wiglaf Droste mittlerweile ganz ähnlich äußern wie Eva Herman. Wie ich oben schon schrieb: die schillernden Allianzen, die auf diesem Humus bauen, sind ebenso unerwartet wie folgerichtig, wenn man sich's genauer besieht, denn der Fundamentalismus der einen ist oft nahtlos anschlußfähig für die-ganz-anderen. Sind nun Elsässer und der Droste von der 'Jungen Welt' auch die Protagonisten einer Exequatur, die das sich zunehmend fürchtende und deshalb mauernde Bürgertum ins Werk setzt, weil es sich anders nicht mehr zu helfen weiß? Da sind doch Zweifel angebracht. |
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schrieb am
28.07.2010 um 12:03
Elsässer:
"Es hilft alles nichts: Mit der Ideologie der 68er muss vollständig gebrochen werden. Das alles ist nicht links, sondern Einfallstor für den Turbokapitalismus. Im Resultat entsteht aus kapitalistischer Ordnung kapitalistische Anarchie – also die durch keine Regeln gehemmte Durchsetzung der brutalsten Triebeund stärksten Machtgruppen. Konkret heißt das: Nie wieder Love Parade! Keine Macht den Drogen!" Droste (nach Elsässer zitiert): "Die unnz!-unnz!-stumpfe Technomasse leugnet ja nicht, daß es Kollateralschäden gibt – und überläßt das händeringende Bedauern darüber den professionellen Glitsch- und Glibberkomödianten aus Politik und Medien. Die ihrerseits dann große Gefühle entdecken für Leute, denen nur eine Rolle zugedacht ist: die von Brot-und-Spiele-Empfängern." An der Rolle Drostes, diesem selbststilisierten Narren an einem in der Phantasie errichteten und aufgehübschten Hofe könnt einer immerhin noch was merken. Und aus Elsässers ehrlich vorgetragenen kleinbürgerlichen Fehlern (die dem Zitat vorausgehen) könnt einer einiges lernen. |
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@j-ap
Also vereinnahmen lässt sich ja so mancher und manches.Man kann ja immer nur für sich selbst sprechen.Ich kann nicht sehen, dass ich irgendeine bürgerliche Verschwörung beschrieben hätte.Es will mir auch nicht einleuchten, dass Frau Herman als eine deutsche Sarah Palin einer imaginären Tea Party vorstünde.Die Welt hält die disparatesten Welt- und Moralvorstellungen ihrer Bewohner recht bekömmlich aus.Ich vermute lediglich, dass Eva Hermans Stammklientel nicht auf dem Weg in den Jemen zum Missionieren ist.Sie macht sich aber schon an so manchen Abenden vorm Einschlafen Gedanken über den Zustand der Welt.So allgemein halt.Und da findet sie schon, dass es einfach ein paar mehr feste Regeln bräuchte.Es muss doch auch wieder Konsequenzen geben.Auch eine Diät ist nur erfolgreich,wenn man sie konsequent durchzieht. Es geht hier um diffuse Ängste und ihre Ausnutzung. Das ist keine Agenda, sie so zu lesen macht dementsprechend einfach weniger Sinn für mich.Mich interessieren hier weniger die,die sich aufregen.Es geht mir um die, die sich ängstigen.Und mein Verdacht ist eben, dass es Frau Herman auch um die geht. |
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schrieb am
28.07.2010 um 12:47
Hi TomGard,
was ist Deiner Überzeugung nach falsch an der Polemik von Droste? Mit Deinen Satz hierzu kann ich nichts anfangen. |
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Was falsch ist an der Polemik von Droste?
Sie ist keine, sondern nur breitgetretener Quark. "Das Inhumane hat viele Gesichter – eins davon ist die plaudernde Partyvisage samt Plapperzunge, die alles in die Breite schwatzt und, sei es nur aus Furcht vor Entdeckung der eigenen Flachheit, jede potentielle Tiefe unterbindet." Ein Zitat aus Drostes Artikel, das aber genauso für ihn gilt. Eine Plapperzunge, die angesichts des Todes auch nichts Essentielles zu sagen hat, außer Zynismus in den Raum zu stellen und in die Breite zu treten. Der aber ist keine Antwort auf das Geschehen. Und auch keine angemessene Haltung, sondern ebenfalls nur Ausdruck von Hilflosigkeit und Unvermögen. |
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schrieb am
28.07.2010 um 14:57
...inhaltlich begründungslos zu sagen, das ist breitgetretener Quark, der landet im geschmäcklerischen - was OK ist - bloß dann hat man sich auch nichts mehr zu sagen.
Das sich zum x-ten male wieder Derjenige den Zynismusvorwurf einfängt, der den ganz normalen öffentlichen Zynismus essentiell und pointiert in den Raum stellt ist leider nichts neues. Was wäre denn bitteschön eine "angemessene Haltung"? |
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Begründung?
Ein Beispiel: Droste: "Während ich mich noch fragte, warum immer die dümmsten Nüsse überleben und das auch noch allen erzählen müssen," = Jammern Droste, einen Abschnitt später: "Am erstaunlichsten an der ganzen Angelegenheit aber war, daß niemand abließ zu jammern," Bitte ersparen Sie es mir, Phineas Freek, das mit dem ganzen Text so zu machen. Was nützt es, mittels Zynismus der Gesellschaft ihren Zynismus vorzuhalten? Was ich Droste vorhalte: 1. sein Resümee "Unsere Kleinen jedenfalls bedürfen weder der Kirche noch der Bundeswehr. Mißbrauch und Krieg können sie inzwischen schon ganz alleine." Es sind nicht seine Kleinen. Es ist eine Generalisierung. Breitgetretener Quark eben. 2. Aus dem Resümee folgt nichts. Wie's anders ginge oder möglich wäre, kein Wort. Nur xte Wiederholung des angeblich schon längst Gewußten. Also breitgetretener Quark. Aber Droste und seine Statements gelten halt als chic in gewissen Kreisen. Wie die Loveparade oder das Fahnenschwenken in anderen Kreisen. Wenn man aber selbst Teil des Problems ist, was soll dann das Räsonieren über die Probleme anderer. "Was wäre denn bitteschön eine "angemessene Haltung"?" Das weiß eben gerade niemand zu beantworten. Droste auch nicht. Die Antwort unserer Gesellschaft auf den Tod wie auf die herrschenden Verhältnisse lautet: "Laßt uns Spaß haben." Die Loveparade hat gezeigt, daß diese Antwort nicht funktioniert. Solange keine sinnvollere Antwort gefunden ist, bleibt eben nur diese fühlbare Leerstelle. Mit Palaver und Zynismus wird die nicht zu füllen sein. |
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schrieb am
28.07.2010 um 19:51
Sie erwarten hier ernsthaft eine "pädagogisch wertvolle" und sozialkundetaugliche Abhandlung über was auch immer?
Von einem Satiriker und Sarkasten wie Droste? Geht's noch? Ihr Beispiel der "Generalisierung" ist ja selbst schon Satireverdächtig. Und noch einmal dieser bescheuerte Zynismusvorwurf. Bitte ersparen Sie mir, Titta, weitere Belege Ihrer moralinsauren und kleinkarierten Exegese. |
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Ein guter Satiriker bräuchte deutlich mehr Abstand zu sich.
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Der Abstand zu sich selbst ist manchmal nur so klein wie der Abstand zwischen Brett und Hirn.
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Lieber TomGard,
Droste und Hülshoff, halt nein: Elsässer heißt er, sind geradezu Archetypen für eine Strömung innerhalb der Linken, die einen Grausen macht, wenn man deren diverse Tarnnetze wegzieht. Und ganz subjektiv kann ich feststellen, daß die beiden auch so aussehen, wie sie offensichtlich denken: So als wie Welt und mit der Bartwickelmaschine im Keller. Führt man sich die Auslassungen der beiden Herren zu Gemüte, dann überkommt einen unwillkürlich die Erkenntnis, daß die darin enhaltene »Kritik« nicht nur völlig zahnlos ist, sondern peinlich zwischen verbaler Kraftmeierei und bemühter Ironisierung der eigenen Ohmacht pendelt. Denn wo kein Mut zur Subversion ist, sondern nur pseudoavantgardistisches Besserwissertum, wo den Verhältnissen gerade nicht ihre eigene Melodei vorgespielt wird, sondern gedankenlos Phrasen von Vorvorgestern abgespult werden, da ist der linke Aktivismus nichts anderes als ein Hobby, das man sich halt bis zum Erreichen des Renteneintrittsalters noch »mutig« zuende leistet. Es ist durchaus typisch für die beiden Herren und ihre Zirkel, daß sich mächtig etwas darauf einbilden, von den Diskussionen und Brüchen verschont geblieben zu sein und sich absolut immunisiert zu haben gegenüber Denkanstrengungen und Positionierungen, die nicht auf eine ganz und gar beunruhigende Weise den Konsensus der Massen reproduzieren. Man ist eben unter sich und will das auch bleiben. Alles — das heißt genauer: fast alles — ist erlaubt. Solange niemand völlig grund- und anlaßunbezogen 'Spaß' haben will, kann man bei den Herren ganz ungestört und unbehelligt für alles und nichts, eben »für ein ganz anderes Ganzes« sein, das niemandem weh tut. Deshalb sammeln sich in solch fader Gruppenseligkeit auch in der Regel alle, die irgendwie triefend guten Willens sind, aber nicht genau benennen können, woran sich ihr abstraktes Unbehagen an der Moderne eigentlich entzündet. Haben diese naseweisen Herren eigentlich nicht gemerkt, daß sie ihren eigenen Großvätern immer ähnlicher werden und mittlerweile genau so daherschwadronieren wie die Altvorderen über ihre 'Bengels'? Normalerweise sollte man genau hier und genau jetzt ein Massenbachanal organisieren, das sich gewaschen hat. Mit »unnz!-unnz!-stumpfer« Musik (die ich zwar nicht leiden kann — das wär's mir aber wert!) in einer Lautstärke, daß die Fensterläden in 'gutbürgerlichen' Vierteln schon allein vom Schalldruck aufgehen, mit soviel Rauschgift, daß man's aus Schöpfkellen konsumieren muß, und mit soviel völlig sinnfreiem Massenkoitus, daß die Schwarzen Madonnen hier wie da ausnahmsweise zweimal im Jahr blutrote Tränen vergießen. Und wenn dann Droste und Elsässer fragen sollten, wozu das ganze, könnte man ihnen statt einer Antwort eine Epidemiepackung Granufink prosta durch die Scheibe schmeißen. |
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Von DER Droste:
An die Weltverbesserer Pochest du an - poch nicht zu laut, Eh' du geprüft des Nachhalls Dauer! Drückst du die Hand - drück nicht zu traut! Eh du gefragt des Herzens Schauer! Wirfst du den Stein - bedenke wohl, Wie weit ihn deine Hand wird treiben! Oft schreckt ein Echo, dumpf und hohl, Reicht goldne Hand dir den Obol, Oft trifft ein Wurf des Nachbars Scheiben. |
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schrieb am
28.07.2010 um 22:42
Na, Jap, denen haben Sie es ja mächtig gegeben.
Aber was ist denn nun so verkehrt und schlecht an dem inkriminierten Beitrag von Droste? Das der Radius „selbststilisierter Narren“ und „naseweiser Herren“, die ihren „Großvätern immer ähnlicher werden und mittlerweile genau so daherschwadroniern“ und ihr „pseudoavantgardistisches Besserwissertum gedankenlos von Vorvorgestern abspulen“, weit über die „junge Welt“ hinausreicht – kann Mensch ja auch hier in diesem Blog exemplarisch begutachten. Die Frage an die Adresse der sich hier verbreitenden verbalen Poseure - nach „dem Mut zur Subversion“ - fand nur noch unter schwierigsten Bedingungen, immer wieder unterbrochen durch abwechselnde Lach – und Weinkrämpfe, das Licht der Welt. |
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"Bitte ersparen Sie mir, Titta, weitere Belege Ihrer moralinsauren und kleinkarierten Exegese."
1. Gerne. Denn Droste zu exegetisieren ist nur was für Masochisten. 2. Interessant. Das Moralinsaure bei Droste, gut verpackt in Menschenverachtung, scheint nicht weiter zu stören. |
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schrieb am
29.07.2010 um 00:46
Glauben Sie ernsthaft die hier ausgemachte „Verachtung der Menschen“ bedarf eines W. Droste oder anderer Satiriker?
Besorgen das die angeblich „Verachteten“ nicht viel besser selber durch ihre ganz normale und WILLENTLICHE Alltagspraxis? Für linke Moralwachteln mutiert dann die überspitzte und glossenhafte Wiedergabe dieses allgemeinen und „selbstverachtenden“ Treibens der lieben Leut selber zur verachtenden Untugend. |
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Lieber Phineas Freek,
am besten geeignet, um das zu beschreiben, ist das, was Sie vor einigen Tagen selbst in anderem Zusammenhang anbrachten: Das ist einfach nur platt wie Stulle, aber ohne Butter und Wurst. Es ist nicht gewiß mein Anspruch, ausgerechnet Droste oder Elsässer beizubringen, wie man bessere Artikel schreibt, die nicht in schlichter bürgerlicher Ideologie vor sich hinsumpfen. Ich betrachte es aber durchaus als mein Recht, Zuständen und Argumentationsmustern auf dern Grund zu gehen, die geneigt sind, die völlig angebrachte Kritik an den Zuständen eben gerade nicht in Richtung positiver Aufhebung, sondern sogar noch den Rückfall hinter sie aufzulösen, und erst recht betrachte ich es als eine ständige Aufgabe der Kritik, romantisierenden Weltvereinfachern, die jeder noch so durchsichtigen Pseudoevidenz auf den Leim kriechen, solange sie nur ihre unterkomplexe Wirklichkeitsverständnis stützt, mit Einspruch zu begegnen. Beispielhaft ist das, was Eva Herman jüngst in einem Update zu ihrem Sermon bekannte: Ich habe nämlich einen Traum:Ja ist das nicht zu schön um wahr zu sein? Ein Land ohne Drogen und ohne Alkohol (scheinbar sind das zwei Paar Schuhe?), ohne Sexualisierung, dafür mit Verlässlichkeit, Respekt und Wahrheit unter den Menschen. ... Beim unsäglichen Elsässer wird daraus eine Forderung nach einer »Rückkehr zur Industriegesellschaft« (»Mit Kohleförderung lässt sich in Bochum, Dortmund, Duisburg wieder Vollbeschäftigung herstellen.« — sehr erfreulich immerhin, daß Elsässer damit auf dem Jargon der 60er-Jahre zum Stehen gekommen ist!), denn das Problem sei ja, daß die Jugend nur deshalb so besoffen feiert, weil sie keine Arbeit hat und wenn, sie sich nicht rentiert. Deshalb muß die Kohlesubvention wieder her, damit »Deutsche Kohle« (sic!) wieder deutsche Jugend nährt. Der Kapitalismus, scheint's, ist eigentlich völlig in Ordnung, nur stört das Parasitäre an der Ökonomie, die bedingt, daß die ordentliche deutsche Jugend zu knapp gehalten werden muß. Da ist es wieder, das gute alte Ressentiment deutscher Prägung. Schlimm ist nicht die Durchökonomisierung der Gesellschaft, sondern der sozialwidrige Zugriff einiger Parasiten auf ein im Grunde ganz ordentliches Gemeinschafts-Ganzes, weshalb es auch folgerichtig am Tage liegt, nach dem Verein zu schreien, der nun einmal den größten Schwengel in der Hose hat: nach dem Staat. Der soll gefälligst intervenieren, damit die »Arbeitsfeindlichkeit der 68er« (in den dunkleren Epochen dieses Landes nannte man solche Leute knackig 'Arbeitsscheue' oder Gesindel) verschwindet. Und Droste suhlt sich keineswegs in würdigeren Schweinetrögen des Ressentiments: bei ihm deklinieren sich soldatische Sado-Szenen und ein Ex-Bischof namens Mixa nahtlos mit den Vorgängen auf der Love-Parade zusammen, während die nach Duisburg angereisten Heilbronner dastehen wie die hinterletzten Provinzdeppen und »Unsere Kleinen« Mißbrauch und Krieg auch ganz autonom verstehen. Ob Herman, Droste oder Elsässer: Sie alle liefern Allzubürgerliches ab, um sich über die 'entgleisten' Zustände zu mokieren, und ihre gallige Prosa besitzt allenfalls ein dummes Recht an dieser ihrer dummen Wirklichkeit. |
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Danke, j-ap,
daß Sie sich den Masochismus trotzdem noch mal angetan haben. Sie führen genau das an - und sprachlich wie inhaltlich geschliffen aus -, was es an diesen Texten zu kritisieren gibt. Und genau das ist der Kern: "Sie alle liefern Allzubürgerliches ab, um sich über die 'entgleisten' Zustände zu mokieren, und ihre gallige Prosa besitzt allenfalls ein dummes Recht an dieser ihrer dummen Wirklichkeit." Droste suggeriert einer bestimmten Klientel, eben nicht Teil des Ganzen zu sein, sondern erhaben über der Masse zu schweben, die es eben nicht so blickt wie man selbst. Dazu ist er nütze, dazu macht er sich zum Büttel. Des System. Damit es fröhlich weiter funktioniere. Der eingebaute Stachel im System, der faktisch aber nur nach unten piekt. |
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schrieb am
29.07.2010 um 09:40
Die Behauptungen, j-ap, der Herr Droste liefert „Allzubürgerliches“ ab und suhlt sich im Ressentiment, indem er die sichtbaren Perlen „kulturellen Lebens“ auf hiesigen Standort in „gallige Prosa“ zusammendekliniert, soll eine taugliche und inhaltliche Kritik eines glossenhaften und satirischen Rundumschlages sein?
Bei dem Elsässer haben Sie doch auch ein paar senkrechte Argumente angeführt. Oder halten Sie es, wie die Tugendwachtel weiter oben, die sich jede Kritik und Polemik am auch feiernden Proletariat verbittet und den auch dort praktizierten Masochismus der Leut vor lauter Leiden an der Welt schon gar nicht mehr sieht, um dann dreist selektiv ausgerechnet beim Droste den „Systemstabilisierenden“ Nutzen von Satire und Sarkasmus zu entdecken. |
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Wieder was gelernt, bisher dachte ich, Satire sei witzig und eine Glosse mindestens humorvoll.
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Vor allem mal kann der Wiglaf Droste prima schreiben, hat Wortwitz und schlägt über die Stränge hin und wieder. Ich finde den gut, ich finde, dass auch ein Satiriker sich mal "drüber" stellen kann. Und außerdem: Gerade Droste, wenn man genau hinguckt, ist einer von den verkappten Menschenfreunden. Dass der Droste ganze Systeme stabilisiert war mir nicht klar, ich dachte dass sei eine Stahlrohrbude , die Droste & Co. KG in Hülshoff.
Systeme stabilisiert eigentlich jeder Kabarettist, hingegen aber zerbröseln diese scharfsinnigen Analytiker hier jede Motivation, sich auf sie einzulassen. Es ist hier ein in sich geschlossenes exklusives Deutungs- und Definier-Kartell, das mich einfach nur langweilt. @ Phineas Freak - "Tugendwachtel weiter oben". Nicht nur das, sie ist auch noch warmherzig und lieb. Hat sie selbst gesagt. Nachfrage: Soll ich Dir ein Bier ausgeben oder trinkst Du nischt? -:)) |
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schrieb am
29.07.2010 um 13:30
Hallo Titta,
"Droste suggeriert einer bestimmten Klientel, eben nicht Teil des Ganzen zu sein, sondern erhaben über der Masse zu schweben, die es eben nicht so blickt wie man selbst. Dazu ist er nütze ..." D'accord, obwohl Du das Wort "suggerieren" noch mal prüfen solltest. Es ist gewiß nicht ganz verkehrt. Zum Beispiel ist es eine Funktion des stilistischen Exzesses, des überzeichneten, sich selbst karrikierenden Moralismus bei Droste, daß diese Mittel es seinem Publikum erlauben, das Bewußtsein, das es von den Widersprüchen, der Inkonsistenz, den doppelten Standards, der Heuchelei, den Zynismen der geltenden Moral, Ideologien, Welt- und Menschenbilder hat, temporär und anders im Spiegel der Überzeichnung zuzulassen , als er es gewöhnlich innerhalb des Rahmens der Funktionen und des GEwinns des Moralismus und der Ideologien erträgt. Das ist das Prinzip des Kabaretts! Und es war in geringfügig anderen Formen auch schon das Lebenselement der Hofnarren, jedenfalls in der idealtypischen Form, die Shakespeare darstellte. Phineas irrt sich zweckmäßig, indem er die Methode unter "Satire" faßt. Doch Deine Fortsetzung, Titta, geht daneben: " ... dazu macht er sich zum Büttel. Des System. Damit es fröhlich weiter funktioniere." Das ist gewiß nicht der Zweck eines Drostes. Er lebt vom "System", siehe oben "Lebenselement", aber nicht stabilisierend, im Unterschied zu seiner Klientel, die gewöhnlich zu den Funktionsträgern gehören, mindestens mittelbar (Intellektuelle), sondern parasitär, wie der Hofnarr eben. Von dem ebenfalls verlangt wird, daß er den "Herren" ordentlich ins Hemd scheißt und verbal in die Suppe spuckt. Damit sie sich zusätzlich zum Adel der Macht auch mit dem Adel des Geistes schmücken können, jedenfalls solang sie nicht grad damit befaßt sind, Sklaven, Subalterne und Konkurrenten "fertig" zu machen ... Ein Job, den man mit dem bewußten Geistesadel im Hinterkopf freilich leichten Herzens erledigt - die Leut haben schließlich nichts Besseres verdient, als ihre Herren, nicht wahr? Aber ich wiederhole, diese Funktion ist nicht Drostes Geschäft, sondern die seiner Kunden! Er, Droste, muß sich vielmehr darüber belügen. Dir war vieles davon bewußt, deswegen hast Du noch einen Satz angeschlossen, der das Schiefe der vorangegangenen grade rücken soll: "Der eingebaute Stachel im System, der faktisch aber nur nach unten piekt." Ein "Stachel" ist nicht stabilisierend, ne. Deshalb ist er auch nicht "eingebaut", er erweist sich allenfalls als tolerabel und nützlich - solang eine Herrschaft nicht die Drangsal verspürt, auch mit dieser Folklore mal exemplarisch aufzuräumen, zur Demonstration für die anderen. Nein, es ist schon eine eigenständige "Leistung", was der Droste da treibt, obwohl sie freilich eine Konsequenz der Sehnsucht des Geistes nach der Vereinigung mit der geschwisterlichen Macht darstellt. Diese Leistung weiter zu thematisieren, habe ich jetzt keine Lust, gehört auch nicht mehr hierher. Was hierher gehörte, wäre die Korrektur der Lügen und platten Fehler, die Droste mehr implizit als explizit verbreitet, zum Beispiel die Behauptung, die Staatssklaven seien bloß noch "für Brot und Spiele vorgesehen". Das ist besonders im vorliegenden Rahmen eine grobe Verfälschung. Nur als Beispiel. Und nun Schluß mit der Kacke, was mich betrifft, jedenfalls für 'ne Weile. |
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schrieb am
29.07.2010 um 13:41
Korrekturen:
das Geschäft der Kunden. Und Droste "muß" sich darüber auch nicht belügen, jedenfalls ist der Zusammenhang nicht so einfach. Es gibt eine berufstypische Form von "Leiden an der Welt" bei politischen Kabarettisten ... Und übrigens, Titta: mit der kritisierten Fortsetzung hast Du Dir Phineas Beschimpfung zwar eingehandelt - soweit ist sie korrekt - aber nicht "verdient". |
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"Nein, es ist schon eine eigenständige "Leistung", was der Droste da treibt, obwohl sie freilich eine Konsequenz der Sehnsucht des Geistes nach der Vereinigung mit der geschwisterlichen Macht darstellt."
Ohgott, Ohgott. Das wird den Droste aber freuen, das mit der eigentständigen Leistung. Die Sehnsucht des Geistes nach der Macht...Mann, immer diese unglaublichen breiten Geistespanoramen. Macht wollen viele, vor allem immer über den jeweiligen Blog. |
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schrieb am
29.07.2010 um 13:49
"Allzubürgerliches" ... ja, das ist wohl leider die korrekte Zusammenfassung Deiner Rede. Die das Paradox hat, daß der perspektivische Fluchtpunkt der Kritik und ihre größte Reichweite - ganz wie im Fall des darob nicht kritisierten, sondern verfehlten Droste - darin besteht, daß sie Abweichungen behauptet und bebildert, Abweichungen von dem, was der Verfasser für gut, recht, oder zumindest "angebracht" erachtet. Letzteres in derart allgemeiner Form, daß es zur Kritik von Fehlern und zweckmäßigen Lügen (vgl. meinen Beitrag an Titta) nicht reicht.
Schade. Braucht es dann ja auch nicht, ne ... |
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schrieb am
29.07.2010 um 13:55
ging an den Herrn J-ap
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schrieb am
29.07.2010 um 14:09
Dein Beitrag, Magda, hat mich sehr gefreut und ein Bier würde ich mir gerne von Dir spendieren lassen.
Das der manchmal „über die Stränge schlagende und verkappte Menschenfreund“ (treffliche Umschreibung) Droste wirklich schreiben kann, gleichzeitig einer kompromisslosen und kritischen Haltung nicht in den eigenen Rücken fällt und damit auch noch materiellen Erfolg und literarische Anerkennung einheimst – dies scheint den vielen sich hier verbreitenden Möchtegern – und/oder Hobbyschreiberlingen mächtig gegen den Strich zu gehen. Der Verdacht hier werden ausschließlich eifersüchtige Stinkmarken markiert liegt da schon sehr nahe. PS Tugendwachteln? Kein Kommentar Herzliche Grüße PF |
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schrieb am
29.07.2010 um 14:56
"Und nun Schluß mit der Kacke, was mich betrifft"
Yeap, das ist doch mal ne Ansage. PS Wow! Das ausschließlich Kabarett und Satire untaugliche Mittel der Weltrevolution sind - wer hätte dass gedacht. Und leben tun die "Parasiten" auch noch davon. Und der Droste hat in seinem Traktat über "Brot und Spiele" der Staatssklaven doch glatt vergessen eine wissenschaftliche Abhandlung über Lohnarbeit und dem "ideellen Gesamtkapitalisten" abzuliefern. Alaaf! Frage mich gerade wer hier die wahrhaftigen, selbststilisierenden und sich selbstbelügenden (Hof)narren eigentlich wirklich sind? |
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Also, Phineas — »gegen den Strich« geht mir am Droste-Artikel eigentlich nur, daß er so unerwartet weit unter den eigenen Möglichkeiten bleibt, und zwar ganz ohne Not.
Daß nun ausgerechnet der »materielle Erfolg« Drostes irgendetwas beweisen würde, schon gar in dem Zusammenhang, ist als in-sich-Argument schon mehr als bemerkenswert. |
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schrieb am
29.07.2010 um 15:10
...wo steht denn bei mir geschrieben, dass "der »materielle Erfolg« Drostes als in-sich Argument irgendetwas beweisen" sollte...
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schrieb am
29.07.2010 um 15:33
Phineas,
niemand könne mit dem Geist seiner Zeit zerfallen ohne auch Schaden an seiner Seele nehmen, schrieb Musil sinngemäß im "Mann ohne Eigenschaften". Oder: Jeder Misanthrop ist ein "verkappter Menschenfreund", ein Verhältnis wie zwischen Psychosomatik und Palliativ. Eine Binsenweisheit, nicht wahr? Ich kenne Droste nicht gut, bezweifle aber, daß Musils Umschreibung auf ihn sonderlich breit zutrifft. Auch hier vermute ich eher Attitüde. Egal, das ist persönlich, und ich nehme für mich in Anspruch, mich über gewisse Leutz auch mal banal zu ärgern. Was ich eigentlich sagen wollte: Was hast Du denn nun, nach meiner Erklärung, gegen die Charakterisierung "selbststilisierter Narr"? Mit "selbstilisiert" erkannte und erkenne ich an, daß der Mann einiges tut, das ihm ein hohes Maß an Souveränität über seine gesellschaftliche Funktion wahren soll, anders, als mancher Kollege. Die Sache mit dem Phantasiehof hab ich fallen lassen, weil ich dazu Drostes Verfehlungen der Sache, über die er redet, abhandeln müßte, um zu zeigen, um welche Konsequenzen er sich herum mogelt. Ich bin es grad leid, Leuten erklären zu müssen, wie der spezifische Karneval der "Love-Parade" gearbeitet hat, welche Beweggründe dabei am Werk sind, die ganze Psychoscheisse hab ich grad satt. Ich gehe in der FC keinem Vergnügen nach, die spaßigen Momente kann ich an einer Hand abzählen, es ist Arbeit, auch wenn ich umständebedingt in den letzten Monaten keine wirklich gute Arbeit abgeliefert habe. Denunziationen helfen diesem Zustand gewiß nicht ab. Du magst den Droste halt und nimmst seine Rede deshalb bekennend nicht gar so genau, ich mag sie vielleicht unangemessen genau nehmen, weil ich den Kerl nicht ausstehen kann. So what! |
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schrieb am
29.07.2010 um 15:38
Phineas,
"Und leben tun die "Parasiten" auch noch davon." Das Attribut "parasitär" wollte ich auf die geistige Leistung bezogen wissen, Droste lebt vom Spätkapitalismus, wie der Dorfpfaff von den Sünden seiner bornierten Schäfchen. Die hat der Dorfpfaff auch nicht auf die Welt gebracht, jedenfalls drastisch weniger, als sein Bischof mit der Waffenhilfe des Fürsten. Von Lebensunterhalt wollt ich nicht geredet haben. |
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...wo steht denn bei mir geschrieben, dass "der »materielle Erfolg« Drostes als in-sich Argument irgendetwas beweisen" sollte...Da: Das der (...) Droste wirklich schreiben kann, gleichzeitig einer kompromisslosen und kritischen Haltung nicht in den eigenen Rücken fällt und damit auch noch materiellen Erfolg und literarische Anerkennung einheimst (...)In anderen Worten: Wir Dilettanten hier (wozu ich mich übrigens ganz ausdrücklich bekenne, denn ich bin weder Journalist noch Schriftsteller) neideten dem Droste seine Schreibe, seinen Stil und seinen Garageninhalt. Fehlte eigentlich nur noch der Hinweis, daß es wohl möglich sei, daß wir hier von irgendeinem Konkurrenzverlag gedungen seien, um die 'Marke' schlechtzuschreiben. TomGard hat gerade eben schon Treffliches geschrieben: Sie sind eben The adoring Fan und folgen als solcher dem Meister durch dicke (die hat Droste nämlich durchaus, gerade deshalb verstehe ich's übrigens nicht, weshalb er so einen Schund abliefert) und eben auch dünnere Artikel, zur Not sogar mit dem Kontoauszug am Florett. Nachdem sowohl Titta als auch ich als auch TomGard nun allerdings beschrieben haben, was uns an Drostes Artikel (von Elsässer will ich gar nicht mehr reden, der ist zwischenzeitlich da angekommen, wo er mE schon immer hindriftete) mißfällt — wie wäre es denn, wenn nun Sie referieren, warum Sie seinem Artikel so überragend viel abgewinnen können? Muß aber auch nicht sein. Erstens hat sich die Konversation schon meilenweit gegen den Wind vom ursprünglichen Artikel oben entfernt, und zweitens wurde schon alles Wesentliche schon geschrieben. |
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schrieb am
29.07.2010 um 18:39
TomGard,
Du „kennst (jemanden) nicht gut genug" um Ihn zu beurteilen – „bezweifelst“, „vermutest“ und nimmst für „DICH (das Recht) in Anspruch“,trotzdem ein willkürliches Urteil zu fällen. Da hat einer eine „Funktion“ (WOW! Wer hat die nicht „irgendwie“), aber „die Verfehlungen der Sache…abhandeln“ geht nicht, weil Du „es grad leid“ bist, „Leuten (was) erklären zu müssen“….außerdem ist die FC hier ARBEIT (was kriegst Du denn so die Stunde dafür und wer bezahlt da?)…dann noch zu guter Letzt die Gleichsetzung drostiger geistiger Ergüsse mit dem herrschaftsnützlichen Geseire von Dorfpfaffen. Zu dieser Unverfrorenheit an Antwort stimme ich zumindest Deinem vorletzten Satz hier und Deiner Schlussbemerkung in dem an Titta gerichteten Beitrag voll und ganz zu: „Denunziationen helfen diesem Zustand gewiß nicht ab…Und nun Schluß mit der Kacke“. Zum Ende dann mal eine Aussage, mit der ich was anfangen kann – Du kannst den Kerl einfach "nicht ausstehen". Ach was. |
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schrieb am
29.07.2010 um 18:42
„…wurde schon alles Wesentliche geschrieben.“
Das ist auch der einzige Satz, j-ap, den ich unterstreichen kann. PS Die dreist diskriminierend aufgemachte Schublade des depperten „The adoring Fans“, in die Sie mich versuchen zu verfrachten, desavouiert Sie doch nur selber – ich war und bin niemandes Fan, auch nicht der eines Herren Droste. Im scheinbaren Gegensatz zu Ihnen und Herrn Gard kenne ich den Mann viel zu wenig – schon gar nicht persönlich, um mir Urteile über Menschen zu erlauben, die Sie beide und die Tugendtante sich hier erlauben aus den Ärmeln zu schütteln. |
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@Neffe PF
"Die dreist diskriminierend aufgemachte Schublade des depperten „The adoring Fans“, in die Sie mich versuchen zu verfrachten, desavouiert Sie doch nur selber" Da amüsiert sich jetzt aber die Tugendwachtel. Wie wär's denn mal allmählich mit was Geistreichem, Phineas Freek? Denn Droste zuzustimmen, aber nicht begründen zu können, warum man seine Position für stichhaltig hält, führt am Ende dazu, daß man sich selbst als deppert in die Schublade verfrachtet. Da Sie sich über mich zu urteilen erlaubten, sei die Frage gestattet: kennen wir uns etwa gut oder gar persönlich? Es tätschelt über den Scheitel Tugendtante Titta |
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schrieb am
30.07.2010 um 01:45
Grundgütiger, Tante Titta, - "Drostes stichhaltige Position"!!??
Das Amüsement (oder doch eher abgrundtiefe Verzweiflung?!) ist ganz meinerseits. Nee, also persönlich kennen wir uns nicht - wäre nett, wenn das auch so bleibt. Suchen Sie sich dann aber auch bitte gleich einen Geistreicheren als mich für Ihre Reibungsversuche. Das Angebot für eine blitzgescheite und "persönliche Nachfrage", die Sie zweifellos sind, ist doch hier riesengroß. Ich fühl mich in meiner Schublade ganz wohl. Außerdem bin ich ja auch nicht verantwortlich für das, was Sie sich hier so zurechtdenken wollen. Das liegt allein in Ihrer Verantwortung - ebenso wie ein ausgeglichener Hormonhaushalt. Gute Nacht |
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"ebenso wie ein ausgeglichener Hormonhaushalt."
Klischee reiht sich an Klischee, wie bei Droste, der seine Verunglimpfungen absondert beim Echauffieren über die Niederungen der Gesellschaft. Q.e.d. Danke. |
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schrieb am
30.07.2010 um 13:59
“Danke.“
Etwa dafür, dass die längst vollzogene Eingemeindung in Ihr moralisches Ablagesystem jetzt noch zusätzlich ein kostenloses Element subjektiver und kontrollierender Selbstbestätigung bekommen hat? Der Spruch war mir diese affirmative Wenigkeit durchaus wert. Im Übrigen stige ich sogar freiwillig in die mir zugedachte Schublade, wäre Ihr sauertöpfisches Koordinatensystem alleiniger Maßstab. Bitte. |
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Spannend und lehrreich zu verfolgen ist doch auch, dass und wie (naemlich mit aehnlichen steinzeitlichen Argumenten), christliche UND islamische Websites - beide Male von eher fundamentaler Ausrichtung - die Loveparade und damit undifferenziert gleich alle Christopher-Street-Parades der Welt, Drogen, Alkohol, Nacktheit (!)l und "Entsittlichung" angreifen. Dasselbe gilt ja auch für viele der hiesigen Aeusserungen.
Ich bekenne, noch nie an einer Love-Parade teilgenommen zu haben, auch des Ravens völlig unfaehig zu sein, bin auch net "drogenabhaengig", finde allerdings, dass von einigen hier eine Verhöhnung der Opfer von Duisburg -aus welchen Interessen? ist mir schleierhaft (*grins*) - stattfindet. |
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Oh nein.
Ausgerechnet das musste ich überlesen. Bin ich zu spät? Verdammt! |
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Ich bitte ins Protokoll aufzunehmen, dass ich gegen diesen Weggang protestiere und für ein Wiederkommen plädiere. (Es folgt 1-Klick)
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kennt jemand ihn privat? man kann ihm (er selbst hats wohl deaktiviert) keine private Nachricht schreiben.
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was ein mist.
ich protestiere lautstark mit. |
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Ich wünschte, ED käme zurück.
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Kinder jetzt benehmt euch doch mal, ich hab keine Lust mich zu ärgern, wenn ich mich doch konzentrieren sollte. Und hier wegbleiben schaff ich gerade nicht ;)
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Bitte Ball flach halten. Es ist gerade niemand gestorben, nicht einmal virtuell.
Ich schreibe hier einfach nicht mehr. Weil ich mich nicht mehr wohl fühle und weil es keinen Spaß mehr macht: Zuviele Bremsen, zuviel was "hier und da" zu bedenken sei. Zu vieles anwaltliches Nachfragen. So empfinde ich es, was ja nicht heißt, dass es wirklich so ist. Aber es hat mich zunehmend konditioniert. Es gibt schlimmeres, finde ich. Etwa das Leben und damit jede Menge anderen Spaß zu verpassen. Schade nur, dass ausgerechnet dieser Blog, wofür eigentlich junge Menschen, die nicht mehr sind, Anlaß waren, dass ausgerechnet sie ... Klappe. |
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@ed2murrow,
es amüsiert mich immer wieder, wie oft Erwachsene vergessen, was man schon als Kind lernt: Blase nie einen Luftballon (ein Thema) zu sehr und zu schnell auf, sonst wird dir schwarz vor Augen. Mach ab und an eine Pause und atme tief durch. Diese schlichte Realität läßt sich durch noch so gedrechselte Sätze nicht aushebeln. Ansonsten: |
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@Streifzug
"Alles Weicheier und Schnapsnasen hier?" "Blase nie einen Luftballon (ein Thema) zu sehr und zu schnell auf..." ??? Systemtheoretisch kann man auch fragen, womit die Aufregung zusammenhängt, was sie austrägt, und wie die darin liegende Energie produktiv zu nutzen wäre, statt Aufregung und Energie zum Problem zu machen. @ed2murrow Deshalb von mir ein "Auf Wiedersehen". |
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@Titta,
wer hat denn ein Problem und/oder etwas zum Problem gemacht? Ich freue mich jedenfalls über viele bunte Luftballons. Alles eine Frage der Atemtechnik, weniger der Systemtheorie :) |
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So?
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Sorry. So!
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@merdeister,
bingo. |
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@ed2murrow
Ball ist flach. Some cause happiness wherever they go; others, whenever they go! Für mich gehören Sie immer noch zur ersten Kategorie. |
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"Ich freue mich jedenfalls über viele bunte Luftballons."
Die passen ja auch viel besser zur Loveparade. |
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„Sex- und Drogenorgie".
Schön wärs´s - kann ich da nur sagen :-)))) „Viele Mädchen haben den Busen blank gezogen, manche sind fast völlig nackt. Sie wiegen sich in ekstatischer Verzückung“ Na, das ist ja wohl das Mindeste, was man erwarten darf. „Begriffe wie Sittlichkeit oder Anstand sich in den abgrundtiefen Bassschlägen ins Nichts aufgelöst“ Gott sei Dank oder dem Demiurg oder Satan :-))) |
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„Sex- und Drogenorgie".
Schön wärs´s - kann ich da nur sagen :-)))) „Viele Mädchen haben den Busen blank gezogen, manche sind fast völlig nackt. Sie wiegen sich in ekstatischer Verzückung“ Na, das ist ja wohl das Mindeste, was man erwarten darf. „Begriffe wie Sittlichkeit oder Anstand sich in den abgrundtiefen Bassschlägen ins Nichts aufgelöst“ Gott sei Dank oder dem Demiurg oder Satan :-))) |
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Sittlichkeit |
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Was für ein Gott lässt soetwas nur zu?
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Vermutlich genau der Gott, der Gott sterben lässt, um Gott zu besänftigen.
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Jesus hat sich den falschen Geschäftspartner gesucht, in der Wüste hatte er seine Chance verfehlt: er hätte wissen müssen, das sein Vater grausamer ist als der Teufel ist.
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Einmal "ist" zuviel, aber doppelt hält besser :-)
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schrieb am
31.07.2010 um 22:44
Einer, der die Moral verpachtet hat. Wäre es einer, dem die Ethik etwas wert wäre, sehe die ganze Welt ganz anders aus. Und wie anders !
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Meine Theologie besagt ja, Jesus hätte sich ruhig mit dem Teufel einlassen sollen, ihn dann, mit voller MACHT, in den Arsch treten und seinen Vater anschließend aus dem Himmel verbannen, ins himmlische Altersheim. Überhaupt hätte er mehr von den Antiken Göttern lernen können...
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"...Do what you want to do
There ain't no rules, it's up to you It's time to come alive And party on right through the night, all right Gotta hide your inhibitions Gotta let that fool loose, deep inside your soul Wanna see an exhibition Better do it now before you get too old 'Cause we're the party people, night and day Livin' crazy that's the only way So tonight Gotta leave that nine to five upon the shelf And just enjoy yourself C'mon and groove Let the madness in the music get to you Life ain't so bad at all If you live it off the wall Life ain't so bad at all Live your life off the wall..." |
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bitte bei ACHTERMANN nachguggen
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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