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Liebe Community,
am 30. Oktober findet in der Berliner Kalkscheune das Barcamp Frauen 2010 statt. Der Freitag ist Kooperationspartner und wir werden die Veranstaltung online begleiten.
Zunächst ein paar Worte zum Format „Barcamp“: Ursprünglich aus der digitalen Welt stammend bietet es die Möglichkeit, Themen offen und ohne inhaltliche Begrenzungen zu erörtern und zu vertiefen. Die Teilnehmenden organisieren ihre eigene Konferenz und entscheiden selbst, welche Vorträge, Panels oder Workshops stattfinden sollen. Hierzu können im Vorfeld Ideen eingebracht werden – welche davon letztendlich umgesetzt werden, beschließt die Barcamp-Gemeinde per Abstimmung.
Das „Barcamp Frauen“ hat sich zum Ziel gesetzt, im aktuellen Diskurs einen Ideenpool für zeitgemäße Lebensentwürfe zu bilden. Das Motto „Vom Zuschauen kommt nichts in Bewegung“ wollen die VeranstalterInnen ausdrücklich so verstanden wissen, dass jede_r, das heißt nicht zuletzt Frauen und Männer, herzlich eingeladen sind, sich innerhalb der Konferenz an der Debatte zu beteiligen. Den Rahmen dafür bilden kleine Workshops statt großer Podien, damit eine möglichst kreative Atmosphäre entstehen kann. Die Teilnahme ist kostenlos und bei Interesse kann man sich ab jetzt auf barcampfrauen.mixxt.de registrieren, Session-Vorschläge abgeben bzw. die Entwicklung verfolgen.
Ich werde vor Ort sein, euch auf dem Laufenden halten und freue mich, möglichst viele live dabei zu sehen.
ERL
>> offizielle Seite des Barcamp Frauen
>> Facebook-Seite
>> twitter.com/frauenbarcamp
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Ich gestehe: Ich habe den Beitrag nicht lesen wollen, weil ich in den Titel was hineininterpretiert hatte. Ich dachte, dass es sich um ein Fortbildungsveranstaltung oder Horizinterweiterung für weibliche Barmixer handelt - und dann sowas... Nix mit Caipirinha oder Diskussionsveranstaltung ins vermeintlich Blaue. Gut dem Dinge.
Themen des barcamp: "Frauenquoten, Frauen als Teilzeitkräfte, Alleinerziehende Mütter, Frauen zwischen Beruf und Familie, das sind wiederkehrend und kontrovers diskutierte Themen in Deutschland: Frauen in Deutschland sind so gut ausgebildet wie noch nie über die Hälfte der Studierenden an deutschen Universitäten sind weiblich. Frauen machen 51 Prozent unserer Gesellschaft aus, in den Führungsetagen trifft man sie allerdings höchst selten. Frauen wollen Beruf und Familie. Nach der Geburt der Kinder geht es für die Frauenwelt karrieretechnisch jedoch steil bergab. Es gibt nach wie vor eklatante Unterschiede in der Bezahlung von Frauen und Männern bei gleicher Arbeit. Ein nicht hinnehmbarer Zustand, den es zu ändern gilt. Wir leben in einer Gesellschaft, der ein Fachkräftemangel droht. Warum ergreifen so wenig junge Frauen Berufe in den Ingenieurs-, Wirtschafts- oder Informationswissenschaften?" |
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schrieb am
17.09.2010 um 00:10
"Barcamp" ist wohl das weibliche Pendant zum Stammtisch des Mannes.
Stammtisch-Parole) "Es gibt nach wie vor eklatante Unterschiede in der Bezahlung von Frauen und Männern bei gleicher Arbeit. Ein nicht hinnehmbarer Zustand, den es zu ändern gilt." Richtig, Frauen verdienen bei Teilzeittätigkeiten mit weniger als 18 Wochenstunden durchschnittlich 22% mehr als Männer. Nach Aussage der Herausgeberin des Genderdatenreportes 2005, Waltraud Cornelißen, stellt dies dennoch keine Diskriminierung von Männern dar. „Statt einer Diskriminierung von Männern ließe sich bei den teilzeitbeschäftigten Männern als Ursache für ihre schlechtere Entlohnung ein geringes Humankapital vermuten“, heißt es im Report. Derlei Bemerkungen finden sich in Stellungnahmen von offizieller Seite zur „Lohndiskriminierung“ von Frauen naturgemäß nicht. „Frauen verdienen ja nicht weniger: bei gleicher Tätigkeit, gleicher Qualifikation und gleicher Berufserfahrung wird es sehr schwer nachzuweisen sein, dass es tatsächlich in nennenswertem Umfang (von Einzelfällen abgesehen) eine ungleiche Bezahlung gibt. ... Ansonsten ist Lohndiskriminierung auch heute schon bei uns verboten. Und jede Frau hat die besten Chancen, eine Klage zu gewinnen, wenn es eine ungleiche Bezahlung bei sonst gleichen Voraussetzungen gibt.“ (Renate Schmidt im Tagesschau-Chat am 3.6.2003) Darauf einen Prosecco. |
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Solche Worte stossen allgemein auf taube Ohren- mit gutem Grund nehme ich an: Wer wollte denn solche Veranstaltungen noch weiter finanzieren, wenn herauskäme, dass...
Ach Gott, man darf gar nicht daran denken! |
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Womit eins bewiesen wäre: es gibt für jede erdenkliche These eine Statistik.
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schrieb am
17.09.2010 um 10:36
Bingo, verehrte Eva Ricarda.
Und Feminsmus ist eine mehr oder weniger populäre, wissenschaftsfeindliche Religion mit A.Schwarzer als Gottesvertreterin an ihrer Spitze, welche seit Jahrzehnten die immer gleichen Gebote von der Kanzel donnert. Hier da regen sich kleine Ketzerinnen und schlagen Thesen an. Die ärgste wird zur braunen Hexe erklärt und medial verbrannt usw. usw. Wem soll der Mensch nur Glauben schenken. Ein ganz brisantes Thema fehlt sonderbarerweise: Häusliche Gewalt! Warum nur, liebe Eva Ricarda? |
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Wer genügend vergleichendes Material auf Lager hat, merkt sehr schnell, wer bei den Zahlen- oder deren Interpretation- schummelt. Und der Genderdatenreport 2005 ist alles andere als eine Ansammlung statistischer Skurrilitäten, die sich irgendjemand ausgedacht hat.
Es kommt halt schlussendlich immer auf die Taxonomie an, die man den eigenen Betrachtungen zugrundelegt. Und genau da wurde in den vergangenen Jahren alles getan, um die Wirklichkeit schön- oder wegzurechnen, frei nach dem Motto: Was nicht sein darf, ist einfach nicht- so einfach ist das! Oder besser: So einfach wird das eines Tages im Rückblick gewesen sein... |
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schrieb am
17.09.2010 um 11:53
Ganz genau, THX, und trotz aller Faktenlage bzgl. häusliche Gewalt ist selbstredend mit keiner öffentlichen Thematisierung der wahren Verhältnisse geschweige denn mit einer Richtigstellung oder gar Entschuldigung von Seiten der inzwischen institutionalisierten, verantwortlichen Funktionärinnen zu rechnen.
Stattdessen nur eine lapidare Randbemerkung irgendwo in eben jenem Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland 2009: „Insbesondere zum gesamten Themenkomplex „Gewalt gegen Frauen“ sind derzeit keine validen Daten verfügbar.“ Verwunderlich, zumal doch kürzlich noch Prof. Gerhard Amendt aufgrund zahlreicher internationaler Studien den Vorschlag zu unterbreiten wagte, Frauenhäuser in Familienhäuser umzuwandeln, und hierfür die volle Breitseite frauenlobbyistischer Entrüstung vor den patriarchalischen Chauvinistenlatz geknallt bekam. |
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hier ham sich ja schon zwei richt'sche gefunden... fehlt nur noch eykiway ... und das trium-wieher-rat ist komplett
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Woher stammt Deine gelbe Karte wieder..?
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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