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Jauch hatte, am letzten Sonntag und zur besten Sendezeit, zwei Darsteller in seiner Runde die besser im Verborgenen agieren sollten.
mediathek.daserste.de/sendung-verpasst/9387336_guenther-jauch/9387352_links-vor-rechts-jagt-der-verfassungsschutz-die?datum=20120129
Das ehemalige SED-Mitglied Vera Lengsfeld und Peter Frisch,
ehemaliger Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz.
Beide gaben Kenntnisreichtum und eine Weltgewandtheit zum Besten für die „unterirdisch“ eine Schmeichelei wäre.
In die Linie der Beiden passt kein Gürtel unter den getreten werden könnte.
Jedenfalls kein demokratischer.
Beide versuchten mit dem Kampfbegriff „Verfassungsfeindlich“ Punkte zu sammeln und schossen ein Eigentor nach dem anderen.
Dabei erweckte Frisch einen Eindruck dem sein Familiename nicht gerecht werden konnte.
Zwei Dinge brachte er immerhin klar auf den Punkt:
Eine deutsche Verfassung die er schützen könnte muss erst noch geschrieben werden.
Die Bestehende kann, bei solchen Schützern, nicht auch noch Feinde vertragen.
Seine lange zurückliegende Diensttätigkeit wirft allerdings, angesichts bekannter Probleme, die Frage auf, ob ihm im Amt gefälligeres Personal auf dem Fuß folgte?
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Kleine Randbemerkung: Keine Ahnung was Sie über Vera Lengsfeld wissen, aber ich denke bei ihrer Abneigung gegen die Linke (an die ich mich erinnere) spielen ihre persönlichen Erfahrungen in der DDR eine Rolle. de.wikipedia.org/wiki/Vera_Lengsfeld
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Klar, die hat sie gemacht. Wären die auch noch verarbeitet, hätte sie sogar etwas zu sagen.
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Für mich gehört Vera Lengsfeld zu den Menschen, die sich gerne "kaufen" lassen, die Seite wechslen je nach dem wie man es gerade braucht und seine Vorteile davon hat. Lengsfeld ist in der DDR nicht weiter gekommen wie so viele, die alles hatten. Dann wurden sie unzufrieden und begannen zu hassen. Oder wechselten von einer Partei zur anderen. Von rot nach grün zu schwarz. Also wenn das nichts aussagt! Sie könne Frau Lengsfeld auch zu den orangen stecken. Wenn sie da nicht weiter kommt, triftet sie nach lila ab. Diese Frau ist für mich einfach nur lächerlich. Als ob sie mit dem Eintritt in die SED nicht wusste, wie die Genossen so ticken. Und überhaupt wie es zuging in der DDR.
Sicherlich spielen auch subjektive Erfahrungen eine Rolle. Nur war die DDR ja niemals wirklich Sozialistisch! Und selbst dann kämpft man entweder in einer Partei bis zum Schluß und bleibt seinen Idealen treu. Oder schliesst sich von vonrherein keiner Partei an. So etwas nenne ich Charakerstärke. Mir waren und sind Ideologien immer suspekt! |
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Ich habe eigentlich kein Interesse die Person Vera Lengsfeld zu verteidigen. Die Äußerungen bei Jauch an die ich mich erinnere möchte ich auch nicht vertreten. Allerdings sehe ich sie als eines vieler Opfer des Unrechtsstaates DDR. Da widerstrebt es mir den Charakter einer Person beschädigt zu sehen wenn doch der Staat mit seinen Ausführenden der Übeltäter war.
Wenn ich mir anschaue dass Lengsfeld für ihre eigenen Ideale eingetreten ist, und damit in der DDR nicht weiterkam, sondern Repression zu erleiden hatte, dann kann man nun wirklich nicht sagen, dass sie alles hatte. Es fehlte ihr doch das Essentielle - Freiheit. Die schwarze/christliche Neigung spielte für sie offensichtlich bereits vor der Wende eine Rolle. Und viele Bürgerrechtler befanden sich bei Bündnis 90. Lengsfeld wollte offensichtlich nicht mit der PDS zusammenarbeiten müssen weshalb sie wohl in die CDU übertrat. Für mich ist das alles nachvollziehbar. Ich kann mir auch nicht vorstellen wie es sein muss wenn man vom eigenen Ehepartner bespitzelt wurde. Ich denke das ist eine tiefe Enttäuschung die man nur schwer verarbeiten kann. Ich kann Lengsfelds Abneigung gegen die Linke aufgrund ihrer persönlichen Geschichte und der der Partei verstehen. Ich denke dafür muss man einfach Verständnis haben. Auf der anderen Seite hat sie wohl auch eine Abneigung gegen Geheimdienste. Deshalb verstehe ich auch nicht ganz warum sie mit Frisch in einen Topf geschmissen wird. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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