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Freiheit vs. Sicherheit - wo steht der deutsche Rechtsstaat zehn Jahre nach 9/11? lautet das Thema des kommenden Freitag-Salons.
Gegenfrage: Wo steht der deutsche Qualitätsjournalismus zehn Jahre nach Beginn der Vertuschung der Anschläge vom 11.September 2001, die als Rechtfertigung für illegale Kriege, Überwachung und Einschränkungen von Freiheitsrechten gelten ?
Um die offizielle US-Verschwörungstheorie zum 11.September als Vertuschung zu entlarven, genügt ein Blick auf die von George W. Bush am 10.11.2001 vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen, gehaltenen Rede. Zusammengefasst lautete seine Botschaft an die Welt wie folgt:
Am 11. September 2001 wurde Amerika, mithin die westliche Zivilisation,von bösen muslimischen Terroristen angegriffen, die unsere Freiheit hassen und nicht davor zurückschrecken Massenvernichtungswaffen gegen die freie Welt einzusetzen. Die Terroristen und jene Regierungen, die sie beherbergen und unterstützen werden einer gerechten Strafe zugeführt. Die afghanische Bevölkerung wird vom terroristischen Taliban-Regime befreit und das Land von den USA wieder aufgebaut. Abscheuliche Verschwörungstheorien und bösartige Lügen sind nicht zu tolerieren, da sie nur den Versuch darstellen die Schuld der Terroristen anderen zuzuschieben.
"Every civilized nation here today is resolved to keep the most basic commitment of civilization: We will defend ourselves and our future against terror and lawless violence.(...) The terrorists call their cause holy, yet fund it with drug dealing.(...) We must speak the truth about terror. Let us never tolerate outrageous conspiracy theories concerning the attacks of September 11th - malicious lies that attempt to shift blame away from the terrorists themselves, away from the guilty.(...) As I told the American people, freedom and fear are at war. We face enemies that hate, not our policies,-but our existence - the tolerance and openness and creative culture that define us.(...) We know that evil is real, but good will prevail against it."
Die Essenz seiner Kriegserklärung, deren Grundlagen bereits 2000 im PNAC-Strategiepapier "Rebuilding America's Defences" dargelegt wurden, veranschaulicht dieses Comic-Video für Kids, die Zeitreisen in die glorreiche Vergangenheit der USA unternehmen möchten, das von dem republikanischen Theokraten und Fox Moderator Mike Huckabee promotet wird.
Bildungsferne US-Schüler und von Guido Knopp indoktrinierte Coach Potatos mögen für die von den Neocons bemühte Dichotomie (böse Terroristen/gute Amerikaner) empfänglich sein. Warum allerdings politisch Verantwortliche aller Parteien gefolgt von diversen Lohnschreibern der sog. Vierten Gewalt einem kollektiven Blackout anheim fielen, ist logisch nicht nachvollziehbar. Die in Endlosschleifen gesendeten Bilder der kollabierenden Twin Towers ( Aufnahmen vom Einsturz des WTC 7 wurden seinerzeit in der BRD nicht gezeigt ) sowie die markigen Worte des US-Präsidenten beeindruckten offensichtlich auch deutsche Politiker. Die Freiheit verteidigen, für grenzenlose Gerichtigkeit sorgen. Das klang gut und so beeilte sich Gerhard Schröder den USA unsere uneingeschränkte Solidarität zuzusichern. Peter Struck befand, wir seien alle Amerikaner und empfahl Deutschlands Sicherheit zukünftig auch am Hindukusch zu verteidigen.
Dabei ist es kein Geheimnis, dass die USA in Kooperation mit Saudi-Arabien und Pakistan, den von Bush so vehement beklagten islamischen Extremismus im Kalten Krieg mit Milliarden Dollar gefördert hatte. Finanziert wurden die Bewaffnung und das Training fundamentalistischer "Freiheitskämpfer", im Drogenhandel tätige Warlords (Gulbuddin Hekmatyar), jihadistische Lehrbücher für Schüler, der Tunnel Komplex von Tora Bora.Vieles deutet darauf hin, dass diese indirekte US-Unterstützung muslimischer Extremisten durch den pakistanischen Geheimdienst, bzw. das Militär nach dem Ende des Kalten Krieges nicht beendet wurde. Im Anschluss an den Abzug der Sowjets nahmen westliche Politiker keinen Anstoß an Verhandlungen mit muslimischen Fundamentalisten. Die strategisch wichtige Lage Afghanistans, als mögliches Transitland für Öl und Gas aus der Kaspischen Region begründete die US-Unterstützung für die Taliban, denen die Schaffung eines stabilen Umfeldes für den Pipeline-Bau durch Afghanistan zugetraut wurde. Ende der Neunziger kam es zu einer Kehrtwende in der US-Strategie. Weder der Sicherheitsrahmen für das Pipielineprojekt, noch eine amerikafreundliche Politik schien mit den Fundamentalisten machbar. Parallel zu diesem Richtungswechsel erörterten amerikanische, russische und indische Diplomaten bereits vor 2001 Planungen zum Sturz der Taliban. Trotzdem wurden noch bis zum Sommer 2001 mehrere Geheimverhandlungen geführt, während derer US-Diplomaten unverhohlen mit Krieg drohten, sollten die Taliban nicht auf amerikanische Forderungen eingehen. Der Plan für den War On Terror lag bereits auf dem Schreibtisch des neuen Commander In Chief. 
Dann kam der 11.September, dessen Urheberschaft sofort Bin Laden/Al Qaida zugeordnet wurde. Der "Terrorfürst", der noch im Juli 2001 während eines Krankenhausaufenthalts in Dubai den CIA-Agenten Larry Mitchell getroffen haben soll, bestritt diesen Verdacht und die dünne Beweislage gegen ihn musste selbst das FBI eingestehen. Gegenüber der landläufig kolportierten These einer mangelnden Kooperation der Taliban bezüglich seiner Auslieferung sind Zweifel angebracht. Zwischenzeitlich erklärte die Bush Administration Bin Ladens Ergreifung zur Nebensache. Hartnäckige Spekulationen über seinen Tod standen im Widerspruch zu regelmäßig kursierenden Video- und Audiobotschaften. Auch die divergierenden offiziellen Stellungnahmen zur diesjährigen Erschießung/Entsorgung Bin Ladens brachten wenig Licht in das Dunkel um seine Person. Etliche Bewohner der Garnisonsstadt Abbottabad halten die zuletzt veröffentlichten Videos für wenig authentisch. Die amerikanische Sicherheitsexpertin Raelynn Hillhouse berichtet über Geheimdienstinformation nach denen Bin Laden, einen von Saudi Arabien finanzierten Schutz des pakistanischen ISI genoss, jenem ambivalenten Geheimdienst dessen ehemaliger Chef General Mahmud Ahmad einst 100.000 Dollar an Mohamed Atta überwies.
Während den Finanzquellen des Terroranschlags von offizieller Seite stets wenig Beachtung widerfuhr konnten die Attentäter vom 11. September umgehend identifiziert werden. Zum ersten Mal in seiner Geschichte rief der Nato-Rat am 12. September 2001 unter fragwürdigen Prämissen den Bündnisfall aus. Nach Beginn der völkerrechtlich umstrittenen Operation Andauernde Freiheit (ursprünglicher Name: Operation Grenzenlose Gerechtigkeit) wurde auf dem Petersberg unter amerikanischer Federführung (u.A. ex-Unocal Berater Zalmay Khalilzad ) die Marionettenregierung des Paschtunen Hamid Karzai (ex-Unocal Berater ) installiert, die im Wesentlichen auf der Macht von Warlords und Drogenhändlern der Nordallianz beruht(e). Wahlfälscher Karzai fungierte in den 80ern bereits als Kontaktmann der CIA im heimlichen finanzierten Kampf der Mujahideen gegen die Sowjets.
Der Rest ist Geschichte: Bin Laden, dem die ehemalige FBI-Übersetzerin Sybel Edmonds enge Beziehungen zu den USA nachsagte und dessen Familie gleichermaßen Geschäftsbeziehungen mit führenden Republikanern, einschließlich der Bush Familie pflegte, konnte unter mysteriösen Umständen entkommen. Den Taliban, die vor 9/11 im Zuge der TAP-Pipeline Planungen von den USA hofiert und unterstützt wurden, gelang es wieder Fuß zu fassen, unter den Augen der Nato boomt seither der Mohnanbau, von dem überwiegend Personen aus dem Regierungsumfeld profitieren. Die USA/CIA setzten Drogenhändler und Warlords auf ihre Gehaltslisten (darunter z.B. Ahmed Wali Karsai, den Bruder des Präsidenten), zahlten indirekt Schutzgelder an die Taliban um ihre Nachschubrouten zu sichern. Die Fähigkeiten der afghanischen Sicherheitskräfte werden völlig überschätzt, die Trennung von Kampfmandat und Aufbaumission (OEF/ISAF) existiert nur auf dem Papier. Spezialkommandos, CIA und Söldnertruppen agieren jenseits parlamentarischer Kontrolle, deutsche Soldaten leisten Beihilfe zu gezielten Tötungen und tolerieren/unterstützen geheime Einsätze amerikanischer Spezialkräfte in ihrem Einsatzgebiet. Geheimdienste nähren Zweifel am "Fortschritt" des Krieges, auch in Pakistan sterben bei "gezielten" Drohnenangriffen Hunderte Zivilisten, im US-Militärknast Bagram werden weiterhin verschleppte Verdächtige gefoltert, 39% der Afghanen befürworten laut Umfragen Anschläge auf NATO-Truppen, die Lage im Land ist so schlecht wie seit 30 Jahren nicht mehr (IKRK).
Der Krieg gegen den Terror wurde 2003 auf den Irak ausgeweitet, 9/11 diente erneut als Vorwand für die Sicherung amerikanischer Hegemonialbestrebungen mittels militärischer Macht. Dem Regime des Ex-Kumpels Hussein wurden Massenvernichtungswaffen und Al Qaida -Verbindungen angedichtet. Die Verbrechen/Motive der USA und ihrer Verbündeten, der Koalition der Willigen, können ausführlich in Naomi Kleins "Schock-Strategie" oder auch Jeremy Scahills "Blackwater" nachvollzogen werden. Fast unnötig zu erwähnen, dass die Sichheitslage im Zweistromland, ähnlich wie im besetzten Afghanistan, bis heute katastrophal bleibt. Beide Länder versinken im Chaos und die billionenschweren Kriegskosten heizen die Rezession fleißig an, wie Joseph Stiglitz schon 2008 bemerkte. Parallel hierzu wurden, vor allem in den USA, im Namen der nationalen Sicherheit massiv Freiheitsrechte abgebaut , ausufernde, zum Teil illegale Überwachungsmaßnahmen installiert und ein aufgeblähter Geheimdienstapparat finanziert. Unterstützer der Anti-Kriegs Plattform Antiwar.com wurden vom FBI überwacht und als potentielle Gefahr für die Nationale Sicherheit eingestuft.
Profiteure dieser Entwicklung sind die Akteure des Security Industrial Complex, die im Zuge sogenannter Sicherheitspartnerschaften immer wieder auf den 11. September rekurrieren:
" Die Förderung der IT-Sicherheit liegt im gemeinsamen Interesse und der beiderseitigen Verantwortung von Staat und Wirtschaft. Das Bundesministerium des Innern hat deshalb nach den Anschlägen vom 11.September 2011 den Dialog mit Vertretern und Vertreterinnen aus der IT-Sicherheitsindustrie intensiviert. Für die Umsetzung ihrer Strategien zur IT-Sicherheit benötigt die Bundesregierung starke Partner in der Wirtschaft, zum Beispiel für die Herstellung geeigneter Produkte.“
Sowohl in Afghanistan, als auch im Irak agier(t)en die USA und ihre Verbündeten immer wieder unter Missachtung internationalen Rechts . Mit dem Amtsantritt von Friedensnobelpreisträger Obama hat sich diesbezüglich nicht viel verändert. Bislang wurde weder Guantanamo geschlossen, noch sind die Militärtribunale abgeschafft worden. Der verdeckte Krieg inklusive geheimer Operationen, gezielter Tötungen und unbemannter Drohnenangriffe wurde unter Obama intensiviert, die verantwortlichen Folterknechte der Bush-Administration vor Strafverfolgung geschützt.
Die Nutznießer dieser Kriege und die geostrategischen Interessen der USA finden in den Mainstreammedien selten Erwähnung.
Der 11.September 2001 wird hingegen immer wieder als Ausgangspunkt des sogenannten "war on terror" propagiert, obwohl viele Aussagen von Mitgliedern der Bush-Regierung bezüglich dieses Schicksalstages nachweislich nicht der Wahrheit entsprachen:
„Nobody in our government at least, and I don't the think the prior government, could envisage flying air planes into buildings (George W.Bush)„I don't think anybody could have predicted that ... they would try to use an airplane as a missile, a hijacked airplane as a missile." (Condoleezza Rice)
„There were no warning signs that I'm aware of that would indicate this type of operation in the country." (FBI Director Robert Mueller)
Eine umfangreiche Sammlung von Zeitungs-und Onlineartikeln über die Verwicklungen westlicher Geheimdienste im muslimischen Extremismus, die Vertuschungen der US-Regierung nach den Anschlägen, das Vorabwissen diverser Nachrichtendienste, die Behinderung der 9/11 Commission und die physikalisch schwer vermittelbaren Einstürze der 3 WTC-Gebäude, findet sich hier:
Der zehnte Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001
Update:
" Nährboden für die vielen Verschwörungstheorien liefern einige ungeklärte Fragen: Warum hat kein Geheimdienst etwas von der Planung mitbekommen? Wie konnten die Terroristen mit Messern und Pfeffersprays die Flugzeuge in ihre Gewalt bringen? Wieso konnten sie so gut fliegen? Warum ist das Loch im Pentagon so klein? Und wieso konnten die Gebäude einstürzen."
" ARD-Dokumentation "Die Falle 9/11".Und wieder blickt Bush völlig verdattert: Die USA seien, so die im Titel verkündete These des 90-Minüters, dem Al-Qaida-Chef Osama bin Laden in die Falle gegangen, er habe sie in Afghanistan, im Irak, im Jemen in einen Krieg ziehen wollen, den sie nicht gewinnen würden. Kronzeuge für diese fabelhafte Behauptung ist (Geheimdienst macht sich immer gut) der ehemalige CIA-Beamte Bruce Riedel, der heute beim Brookings-Institut über Terrorismus und die Beziehungen zum Nahen Osten arbeitet. Auch Die Falle 9/11 bringt die vertrauten Bilder, angereichert durch viele Interviews und eine reichliche Prise Spekulation. "
Bundesministerium des Inneren:
" Anlässlich des 10. Jahrestags der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA informiert das BMI auf seiner Homepage über die Folgen des bislang schwersten Terrorakts. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, der sich im vierten Teil des Dossiers äußern wird: "Seit 9/11 hält die Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus an - auch wir Deutschen mussten vor zehn Jahren sehr schnell lernen, damit umzugehen. Lernen können wir daraus, dass unsere freie und offene Gesellschaft, in der wir leben, immer wieder neu verteidigt und vor Bedrohungen geschützt werden muss."
" Zum zehnten Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September in den USA hat Kanzlerin Angela Merkel Freiheit und Demokratie als «beste Antwort auf Terrorismus und Bedrohung» bezeichnet. In ihrer wöchentlichen Videobotschaft sagte Merkel, für eine freiheitlich-demokratische Ordnung müsse man auch bereit sein, auch zu kämpfen. Mit Blick auf die deutsche Rolle in Afghanistan nach dem 11. September 2001 sagte die Kanzlerin, man habe vieles lernen müssen. Al-Kaida-Chef Osama bin Laden sei inzwischen tot, aber der Terrorismus sei nicht besiegt, sagte Merkel."
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin:
" Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, und der Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika, Philip D. Murphy, haben für Sonntag, 11. September 2011, um 14.30 Uhr zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung anlässlich des zehnten Jahrestages der Terroranschläge des 11. September 2001 ins Rote Rathaus geladen. Wowereit bittet die Gäste um 14.46 Uhr um die Teilnahme an der weltweiten Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer. Anschließend halten Wowereit und Murphy Gedenkreden."
" Jeder fünfte der bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr gestorbenen Soldaten hat sich selbst umgebracht. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" unter Berufung auf das Verteidigungsministerium."
" Die deutsche Beteiligung am Afghanistan-Krieg war zu keinem Zeitpunkt zwingend. Stattdessen hat die damalige Bundesregierung den USA militärische Hilfe aufgedrängt. (...) Unterdessen beginnt zehn Jahre nach den Anschlägen auch eine neue Debatte über den Sinn des deutschen Afghanistan-Einsatzes. Viele der 2001 handelnden Personen zweifeln ihn inzwischen an. (...) Auch der damalige Innenminister Otto Schily sieht die deutsche Beteiligung inzwischen kritisch: "Wir sind da in einen Konflikt geraten, der manchen Fehler zwangsläufig entstehen lässt." Wenn man ein Dorf bombardiere, um einen Terroristen zu töten, "dann haben Sie einen Terroristen getötet und hundert neue geschaffen", sagt er. "Meine Skepsis, was Afghanistan angeht, ist sehr gewachsen. Das gebe ich zu."
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Hallo Gold Star,
Sie haben sich mit Ihrem Artikel allerhand Mühe gegeben - Chapeau! Allerdings werde ich irre, wenn ich alle Links anklicke, der Gesamt-Artikel überfordert mich einfach. Es ist nach 10 Jahren einfach unglaublich, wer, wie, wo, wann und warum mit allem verflochten ist. Die Welt scheint in diesen einen Artikel zu passen und ist doch nicht in allen Facetten be-greifbar. Zurück und gegenwärtig bleiben die Verstorbenen, als Mahnmal und Erinnerung in stillem Gedenken, egal, an welchem Gedenk-Tag. |
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Hallo Frau Smilla,
danke erst mal. Sorry für die vielen Verweise, aber das Thema/die Welt ist nun mal komplex. Ja, auch ich gedenke dieser Menschen.Sie hätten nicht sterben müssen, nicht in New York, nicht in Afghanistan,nicht im Irak. |
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Eine guter Dokumentarfilm ohne viel Klickerei:
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schrieb am
03.09.2011 um 17:28
Danke!
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>>Schalt die Angstmaschine ein,
nimm Dein kleines Brüderlein und dann spring mit ihm zusammen in den Himmel hinein.<< Egal wieviele verkrüppelt, traumatisiert arbeitsunfähig, desertiert und sediert, die Amerikaner werden noch gut und gerne zwei Jahre lang zwangsrekrutieren können, ohne dass es zum Aufstand kommt -it is a huge country. Wo bleibt bloß das langersehnte Jahrhundertbeben in den USA? |
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The true hypocrite is the one who ceases to perceive his deception
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[sic] ;-D
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1999 führte NORAD (Nordamerikanisches Luft- und Weltraum-Verteidigungskommando) eine Übung durch, die die Entführungen von Passagiermaschinen simulierte, die als Waffen genutzt werden sollten und unter anderem das World Trade Center als Ziel hatten. Auch das Pentagon war Teil eines solchen Szenarios. Amerikanische Geheimdienste wurden 1995 über einen vergleichbaren Terror-Plot (Project Bojinka) informiert, den die philippinische Polizei aufgedeckt hatte. Im Jahr 2000 informierte der englische Staatsbürger Niaz Khan das FBI, dass er von Al Qaida angeworben und in Pakistan trainiert wurde Passagiermaschinen zu entführen: " In March 2000 he was provided with another £5,000 and a British Airways ticket to New York where he was told he would be met at John F Kennedy airport and given instructions.“They said I would live there for a while and meet some other people and we would hijack a plane from JFK and fly it into a building,” he said." Khan bestand zwei Lügendetektortests aber das FBI-Hauptquartier bremste die ermittelnden Beamten aus: "NBC News has learned that Khan passed not one but two FBI polygraphs. A former FBI official says Newark agents believed Khan and tried to aggressively follow every lead in the case, but word came from headquarters saying, “return him to London and forget about it” -- which, critics say, is exactly what the FBI did." Auch die oben zitierte Sybel Edmonds erklärte gegenüber der 9/11-Kommission, das FBI habe vor 9/11 detaillierte Kenntnisse über einen möglichen terroristischen Angriff auf die USA gehabt, bei dem Flugzeuge benutzt würden. Edmonds, deren Aussagen gleich zweimal unter das State secrets privilege fielen, wurde im Bericht der Kommission lediglich in einer Fußnote erwähnt: "President Bush said they had no specific information about Sept. 11, and that's accurate," says Edmonds. "But there was specific information about use of airplanes, that an attack was on the way two or three months beforehand and that several people were already in the country by May of 2001. They should've alerted the people to the threat we're facing." Der britische Geheimdienst MI6 warnte die amerikanischen Kollegen 1999 vor Al Qaida Angriffen mit zivilen Flugzeugen, die in unkonventioneller Art eingesetzt würden. Im Rahmen eines Artikels zum President's Daily Brief (Bin Ladin Determined To Strike in US vom 6.August 2001) veröffentlichte FOX eine umfangreiche Liste nachrichtendienstlicher Warnungen vor dem 11. September. Die FAZ vom 11.9.2001: " Westliche und nahöstliche Nachrichtendienste sollen nach dieser Zeitung vorliegenden Informationen schon seit mehr als sechs Monaten Hinweise darauf erhalten haben, dass Attentäter mit entführten Flugzeugen Anschläge auf " herausragende Symbole amerikanischer und israelischer Kultur " nicht nur in den Vereinigten Staaten planten. Aus Kreisen deutscher Sicherheitsbehörden hieß es, entsprechende Warnungen hätten amerikanischen, israelischen und angeblich auch britischen Geheimdiensten vorgelegen.(...) Richard Tomlinson, ein ehemaliger Mitarbeiter des britischen Auslandsgeheimdienstes MI 6 (...) sprach von einem " offenkundigen völligen Versagen der Geheimdienste ". Die Berliner Zeitung vom 24.9.2001: " Einer der mutmaßlichen Flugzeugattentäter von New York soll bereits seit längerer Zeit im Visier des amerikanischen Geheimdienstes CIA gestanden haben. Nach einem Bericht des Magazins "Focus" sei der damalige Hamburger Student Mohamed Atta im vergangenen Jahr mehrere Monate lang von CIA-Agenten in Deutschland observiert worden. Atta soll das erste Flugzeug in das World Trade Center gesteuert haben. Er gilt bei amerikanischen Ermittlern inzwischen als einer der Köpfe des Terrorunternehmens vom 11. September. (...) Deutsche Staatsschutz-Behörden seien von der Observation und den vorliegenden Verdachtshinweisen gegen Atta nicht unterrichtet worden. Auch CIA-Erkenntnisse über eine angebliche Beteiligung Attas an einem Bombenanschlag in Israel Mitte der 80er-Jahre, von denen jetzt das US-Magazin "Newsweek" berichtete, erreichten die deutschen Behörden nicht. (...) Offenbar enthielt der Geheimdienst aber auch US-Behörden seine brisanten Erkenntnisse vor: So stellte die Berliner US-Botschaft am 18. Mai 2000 Atta ein Einreisevisum für die Vereinigten Staaten aus - just zu der Zeit, als die CIA-Observation in Deutschland noch lief. Experten glauben, dass der Verdächtige auch in den USA, wo er die Anschläge vom 11. September vorbereitet haben soll, unter Beobachtung blieb. Auch deutsche Sicherheitsbehörden hätten nach einem "Spiegel"-Bericht der mutmaßlichen Hamburger Terroristenzelle um Mohamed Atta noch rechtzeitig vor den Anschlägen auf die Spur kommen können. Aber die Bundesanwaltschaft lehnte im vergangenen Jahr ein Ermittlungsverfahren gegen mögliche Mitstreiter des Terroristenchefs Osama Bin Laden in Deutschland ab. Zuvor hatte das Bundeskriminalamt (BKA) einen umfangreichen Bericht über die Verbindungen der Bin-Laden-Gruppe nach Deutschland vorgelegt, die das Amt gemeinsam mit dem Verfassungsschutz aufgeklärt hatte. Das BKA warnte vor unbekannten Strukturen, die Anschläge im Ausland vorbereiten. Eine der im BKA-Bericht genannten Personen soll mit der Hamburger Terrorgruppe Kontakt gehabt haben." Das Abendblatt vom 5.6.2002: " Unglaubliche Pannen bei Amerikas Geheimdiensten CIA und NSA. Sie wussten von geplanten Terroranschlägen. In den USA werden immer neue Fehlleistungen der Geheimdienste bei der Terrorbekämpfung bekannt. Während US-Präsident George W. Bush den Geheimdienst CIA und die Bundespolizei FBI erstmals öffentlich zu besserer Arbeit ermahnte, bestätigte ein CIA-Mitarbeiter Medienberichte, nach denen die CIA Informationen bezüglich der Terrorgruppe Al Kaida von Osama bin Laden ignoriert hat. So besaß die CIA bereits am 10. September 2001, einen Tag vor den verheerenden Anschlägen in den USA, Mitschnitte von Gesprächen. Darin redeten Al-Kaida-Mitglieder kaum verschlüsselt von einem bevorstehenden großen Terrorangriff. Ägyptens Präsident Husni Mubarak sagte, sein Geheimdienst habe die USA bereits eine Woche vor den Anschlägen gewarnt. Derweil sich der US-Kongress seit Anfang dieser Woche - unter Ausschluss der Öffentlichkeit - in einem Untersuchungsausschuss mit den Versäumnissen von CIA und FBI beschäftigt, scheint eine der beteiligten Behörden bisher völlig vergessen worden zu sein: Die mächtige NSA (National Security Agency), der geheimste aller US-Geheimdienste. Das ist seltsam, wenn man bedenkt, dass es die herausragende Aufgabe der Geheimdienstorganisation vor den Toren Washingtons ist, "Amerika vor Überraschungsangriffen von außen zu schützen". (...) Wie Mitglieder des Geheimdienstausschusses im Senat erklärten, hörte die NSA bis August 1998 alle von bin Laden geführten Gespräche per Satellitentelefon ab. So erfuhren sie über die geplanten Angriffe auf US-Botschaften in Afrika. Selbst die Telefonnummer, unter der man den Al-Kaida-Chef damals anwählen konnte (873 682 505 331), war bekannt. Doch wurden die US-Botschaften in Daressalam (Tansania) und Nairobi (Kenia) nie gewarnt. Die gleichen Versäumnisse werden der NSA, die mit einem Jahresetat von mindestens (der genaue Etat ist geheim) sieben Milliarden Dollar der mit Abstand teuerste US-Geheimdienst ist, jetzt vorgeworfen. Nach der langen Stille um die Arbeit der NSA nach dem 11. September 2001 ließen Politiker genauer nachforschen und stellten fest, dass keineswegs nur FBI und CIA Koordinationsschwierigkeiten hatten, sondern dass auch die NSA nicht durch Kooperationsbereitschaft glänzte. Experten glauben, dass man auf Grund der von bin Laden und Al Kaida abgehörten Gespräche "lange vor dem 11. September" von den geplanten Anschlägen hätte erfahren können." Die FAZ vom 2.2.2003: " Reinhard Wagner, bis August 2002 Präsident des Hamburger Verfassungsschutzes, beteuerte nach den Anschlägen vom 11. September, sein Dienst habe von den Attentätern nichts gewußt. Und er fügte hinzu: "Es ist schwer, einen Informanten in der Szene anzuwerben." Dokumente, die der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vorliegen, besagen etwas anderes: Das LfV verfügte über einen Mitarbeiter, der das Amt mit detaillierten Informationen über die Al-Quds-Moschee und ihre radikalen Stammgäste versorgen konnte. Die Unterlagen widersprechen außerdem der oft kolportierten These, wonach es sich bei den Terroristen um sogenannte Schläfer gehandelt habe, die auf ein Signal hin lediglich hätten "aktiviert" werden müssen. Vielmehr schlossen sich die drei Hamburger Todespiloten und ihre Helfershelfer unter den Augen diverser Nachrichtendienste zu einer Terrorgruppe zusammen und planten den wohl spektakulärsten Terroranschlag in der Geschichte - während sie beobachtet wurden." Chicago Tribune vom 17.11.2002: " No evidence has ever emerged that American intelligence was aware before Sept. 11, 2001, of Al Qaeda's plot to hijack U.S. commercial jetliners and crash them into buildings, despite what congressional investigators have described as several potential missed opportunities. But the disclosure that the CIA was seeking to turn Darkazanli into a spy during the time the initial hijacking plans were being laid represents the earliest and deepest set of U.S. intelligence footprints outside the hijackers' window. In December 1999 the CIA representative in Hamburg, posing as an American diplomat attached to the U.S. Consulate, appeared at the headquarters of the Hamburg state domestic intelligence agency, the LFV, that is responsible for tracking terrorists and domestic extremists. According to a source with firsthand knowledge of the events, the CIA representative told his local counterparts that his agency believed Darkazanli had knowledge of an unspecified terrorist plot and could be "turned" against his Al Qaeda comrades." New York Times vom 24.2.2004: " American investigators were given the first name and telephone number of one of the Sept. 11 hijackers two and a half years before the attacks on New York and Washington, but the United States appears to have failed to pursue the lead aggressively, American and German officials say." Daily Times vom 13.6.2002: " A Moroccan secret service agent says that for two years he successfully infiltrated Al Qaeda before breaking cover last summer to warn his bosses that the terror group was plotting “something spectacular” in New York. Hassan Dabou has told of meetings at which Osama bin Laden vented his fury at Al Qaeda’s failure to demolish the World Trade Centre in 1993 and proclaimed his desire for revenge. Mr Dabou was not sure what the target was to be, only that it would be a “large-scale operation in New York in the summer or autumn of 2001”. Secret service chiefs are said to have taken seriously the tip from one of its veteran informants and immediately passed on the details to Washington." Cox News Service vom 2.8.2002: " [Undercover Agent Randy] Glass, 50, now says these suspected terrorists made comments to him during one incredible meeting at a New York City restaurant in 1999 that the World Trade Center would be turned to rubble. (...)"At the meeting Abbas said Americans are the enemy and they will have no problem blowing up this entire restaurant because its full of Americans," Glass said. "As we leave the restaurant, Abbas turns and says, 'those towers (the World Trade Center) are coming down.'" WPTV (NBC) TV-Reportage vom 7.10.2002 [Transkript]: " KATHLEEN WALTER: According to Graham's spokesperson, Jill Greenberg, caseworker Charlie [inaudible] spoke with Graham last summer prior to September 11th, Glass claiming he had at least six conversations with the caseworker. And while we have been unable to corroborate the nature of those conversations, Greenberg confirmed that some of that information was passed along to the Senate Intelligence Committee. CNN am 17.11.2005: " Congressman Curt Weldon, R-Pennsylvania, says a military intelligence unit called Able Danger identified four September 11 hijackers in 2000, more than a year before those attacks. And he accuses the Defense Intelligence Agency of conducting a smear campaign against Lt. Col. Anthony Shaffer, the intelligence officer who said he tried to alert the FBI and, later, the commission investigating the attacks about the terrorists." FOX News am 25.9.2010: " The Pentagon has burned 9,500 copies of Army Reserve Lt. Col. Anthony Shaffer's memoir "Operation Dark Heart," his book about going undercover in Afghanistan. (...) A Department of Defense official tells Fox News that the department purchased copies of the first printing because they contained information which could cause damage to national security. The U.S. Defense Intelligence Agency attempted to block the book about the tipping point in Afghanistan and a controversial pre-9/11 data mining project called "Able Danger." (...) Specifically, the DIA wanted references to a meeting between Lt. Col. Tony Shaffer, the book's author, and the executive director of the 9/11 Commission, Philip Zelikow, removed. In that meeting, which took place in Afghanistan, Shaffer alleges the commission was told about "Able Danger" and the identification of Atta before the attacks. No mention of this was made in the final 9/11 report." Die Zeit vom 2.10.2002: " US-Ermittler wussten von geplanten Terroranschlägen, ließen die Verdächtigen aber gewähren. Es mehren sich die Hinweise, dass CIA und FBI den Angriff auf Amerika hätten verhindern können. (...) Kuala Lumpur, 5. Januar 2000. Der Terrorist Taufig bin Atesch hat einige treue Gefolgsleute zur Besprechung in die Hauptstadt Malaysias bestellt.(...) Der amerikanische Geheimdienst CIA hat rechtzeitig Ort und Zeitpunkt dieses Treffens erfahren und den malaysischen Secret Service gebeten, es zu überwachen.(...) Für das Treffen ist Binalschibh eigens aus Deutschland angereist. Aus noch immer unerklärten Gründen verschweigt die CIA ihren deutschen Partnerdiensten, dass sich der Logistiker in Malaysia aufhält. Er kann danach unbehelligt in die Bundesrepublik zurückkehren und mit den anderen Mitgliedern seiner Hamburger Zelle damit beginnen, die Anschläge zu organisieren.(...) An dem Treffen nehmen auch Nawaf al-Hasmi und Chalid al-Midhar teil. Sie werden später zu den 19 Attentätern gehören. al-Midhar ist der CIA wohl bekannt. Lange vor seinem Auftritt in Malaysia weiß der US-Geheimdienst seinen Namen, seine Passnummer und weitere Personalien. Die CIA weiß auch, dass al-Midhar seit längerem ein "Multiple Entry Visa" hat, mit dem er jederzeit in die USA einreisen kann. Erhalten hat er das Visum auf dem US-Konsulat in Dschiddah in Saudi-Arabien. Es ist gültig bis zum 6. April 2000. Seit längerem schon hat der Geheimdienst den saudi-arabischen Staatsbürger und dessen Familienclan im Visier. Al-Midhars Schwiegervater besitzt nämlich im jemenitischen Sanaa eine "konspirative Wohnung", die den Terroristen der al-Qaida vorbehalten ist. Das Apartment bildet einen wichtigen Knotenpunkt im Netzwerk der Terrororganisation. Dort laufen Informationen über Operationen in der ganzen Welt zusammen. Darüber sind die Ermittler im Bilde.(...) Al-Midhar und Al-Hasmi besitzen US-Visa, ausgestellt auf ihre Namen, die der CIA mittlerweile hinlänglich bekannt sind. Obwohl sie unter ihren richtigen Namen einreisen, machen ihnen die Passkontrolleure keinerlei Probleme. Auf den Computerschirmen der Zollbeamten ist nicht zu erkennen, dass es sich bei den beiden saudi-arabischen Staatsangehörigen um Terroristen handelt. Denn aus bis heute unerfindlichen Gründen hat die CIA weder das FBI noch die Einwanderungsbehörde INS oder das State Department darüber informiert, dass die beiden keineswegs unbescholtene Studenten sind.(...) Von Tarnung keine Spur. Al-Hasmi beantragt sogar einen Telefonanschluss und lässt sich mit Rufnummer und Adresse in das örtliche Telefonregister eintragen.(...) Im Juni 2000 reist al-Midhar nach Frankfurt. Was er in der Bundesrepublik tut, ist unklar. Wahrscheinlich trifft er sich mit Binalschibh, dem Logistiker der Hamburger Zelle. Weil die CIA auch seine deutschen Partnerdienste nicht über den Terroristen informiert, kann al-Midhar unbeobachtet einreisen.(...) Am 7. Juli 2000 wendet er sich an die Einwanderungsbehörde INS. Kurz zuvor ist das Hauptquartier der CIA in Langely noch einmal von ihrer Außenstation in Malaysia ausdrücklich darauf hingewiesen worden, dass nach vorliegenden Unterlagen der Al-Qaida-Terrorist al-Hasmi bereits im Januar in die USA eingereist war. Aber in Langely bleibt man gelassen. Al-Hasmi wird nicht zur Fahndung ausgeschrieben, auch werden weder FBI noch State Department informiert, auch nicht die Einwanderungsbehörde. (...) Die beiden Saudis bemerken offensichtlich die skeptischen Blicke ihrer Nachbarn. Sie kündigen ihren Mietvertrag fristlos und ziehen zu Abduss Attar Scheich, einem Muslim, den sie in der Moschee von San Diego kennen gelernt haben.(...) Gelegentlich ist der Pensionär auch dem örtlichen FBI-Büro behilflich. Er versorgt die Polizei mit Informationen über militante Muslime in San Diego. Regelmäßig besucht ihn sein Führungsoffizier zu Hause. Manchmal sind während dieser Gespräche auch al-Midhar und al-Hasmi im Haus.(...) Obwohl die CIA ihren eigenen Unterlagen entnehmen kann, dass al-Midhar über ein gültiges US-Visum verfügt und Alhazmi sich sogar noch immer in den USA aufhalten muss, schlagen die Ermittler nicht Alarm, lassen die beiden nicht vom FBI zur Fahndung ausschreiben.(...) Am 1. April 2001 rast al-Hasmi auf der Interstate 40 im Westen Oklahomas in eine Radarfalle. Er wird von der Polizei gestoppt, muss Ausweis, Führerschein und Zulassung des Wagens zeigen. Über Funk fragt der Streifenpolizist nach, ob gegen den Fahrer etwas vorliege. In der Datenbank der Polizei ist kein Eintrag zu finden. Al-Hasmi bekommt einen Strafzettel und fährt weiter.(...) New York, 11. Juni 2001. FBI-Agenten aus dem New Yorker Büro und aus dem Hauptquartier in Washington treffen sich mit Vertretern der CIA zum Informationsaustausch, um die Ermittlungen wegen des Anschlags auf die USS Cole voranzubringen. Die CIA-Agenten zeigen ihren Kollegen vom FBI die Fotos aus Malaysia und benennen den Einbeinigen als Drahtzieher des Anschlages. Beiläufig lassen die CIA-Agenten auch den Namen al-Midhar fallen, der auf einem der Fotos zusammen mit dem Einbeinigen zu sehen ist. Als die FBI-Agenten genauere Informationen verlangen, schweigen die Vertreter der CIA. Sie verlieren gegenüber ihren FBI-Kollegen kein Wort darüber, dass al-Midhar ein gültiges US-Visum besitzt und in diesem Moment vermutlich in den Vereinigten Staaten ist.(...) Am 4. Juli kehrt al-Midhar mit Saudi-Arabian Airlines, Flug 53, nach mehrmonatiger Abwesenheit in die USA zurück. Kurz zuvor hat er sich noch von Saudi-Arabien aus sein US-Visum verlängern lassen, bis zum 3. Oktober 2001. Obwohl ihn die CIA zwischenzeitlich verdächtigt, an dem Anschlag auf die USS Cole beteiligt gewesen zu sein, hat al-Midhar keinerlei Probleme bei der Einreise. Er legt seinen saudischen Pass, ausgestellt auf seinen tatsächlichen Namen, vor und gibt auf dem Einreiseformular das Marriott Hotel in New York als Adresse an. (...) Phoenix, 10. Juli 2001. Kenneth Williams ist ein erfahrener Polizist. Seit elf Jahren arbeitet er in der Abteilung für Terrorabwehr des FBI in Phoenix, Arizona. Heute schickt Williams einen mehrseitigen Bericht an seinen Vorgesetzten im FBI-Hauptquartier in Washington und an seine Kollegen von der Terrorabwehr in New York, die seit dem Anschlag auf das World Trade Center im Jahr 1993 als Experten auf dem Gebiet des islamischen Extremismus gelten.(...) In seinem Bericht folgert Williams deshalb, dass es sich bei den Flugschülern um Anhänger von Osama bin Laden handeln könnte. Williams hält es für denkbar, dass sich Terroristen zu Piloten ausbilden lassen, um anschließend ein Passagierflugzeug zu entführen. Der FBI-Agent empfiehlt, sämtliche Flugschulen zu überprüfen. Die New Yorker Kollegen halten Williams' Ausführungen für "spekulativ und nicht besonders bedeutsam". (...)Minneapolis, 15. August 2001. Eine Flugschule in Minneapolis meldet dem FBI, dass sich einer ihrer Schüler für das Fliegen von Boeings interessiere, obwohl er noch nicht einmal einen Flugschein für kleine Cessnas besitze.(...) An der Flugschule in Minneapolis nimmt sich eine FBI-Agentin des Falles an. Die 47jährige Coleen Rowley, die seit 21 Jahren beim FBI ist, nimmt Kontakt zu französischen Behörden auf und erfährt, dass der Festgenommene in Frankreich verdächtigt wird, mit islamischen Extremisten in Kontakt zu stehen. Die FBI-Agentin informiert die Zentrale in Washington und bittet darum, den Laptop von Moussaoui unter die Lupe zu nehmen. Die Bitte wird abgelehnt. "Wir wissen nicht, ob er ein Terrorist ist. Sie haben nicht genügend Belege dafür, dass er ein Terrorist ist." Die Fahnderin hakt nach, will selber den Laptop anschauen dürfen. Im Hauptquartier ist man genervt und teilt Rowling mit: Sie möge in dieser Sache nicht noch einmal anrufen. Tatsächlich steht der Franzose im engen Kontakt mit den Attentätern vom 11. September. Belege dafür finden sich auch in seinem Laptop, den man jedoch erst nach dem 11. September genau untersucht. Eine Spur führt nach Deutschland. Der Franzose hat vom Logistiker der Hamburger Zelle viel Geld überwiesen bekommen.(...) Von alldem weiß die FBI-Agentin nichts, als sie Ende August 2001 eine Aktennotiz für ihren Vorgesetzten verfasst. Unter Umständen, schreibt sie, habe der Franzose allein deshalb Flugunterricht genommen, weil er ein Flugzeug in ein Gebäude steuern wolle: "Vermutlich plante er, ein Flugzeug in das World Trade Center zu fliegen."(...) Langely, 23. August 2001. Der israelische Geheimdienst Mossad übergibt seinem amerikanischen Partnerdienst eine Liste mit Namen von Terroristen, die sich in den USA aufhalten und voraussichtlich in absehbarer Zeit einen Anschlag verüben werden. Nach Dokumenten, die der ZEIT vorliegen, haben Mossad-Agenten in den USA zumindest vier der 19 Attentäter aller Wahrscheinlichkeit nach überwacht, darunter auch al-Midhar.(...) Seit mittlerweile 20 Tagen wird überall nach al-Hasmi und al-Midhar gefahndet. Trotzdem kommen die beiden gemeinsam mit ihren Komplizen unbehelligt durch die Kontrollen. Sowohl Tickets als auch Pässe, die sie vorlegen müssen, sind auf ihre tatsächlichen Namen ausgestellt. Wenige Stunden später richten vier entführte Flugzeuge in New York und Washington ein Inferno an." Truthout vom 11.8.2011: " In a stunning new interview scheduled to air on a local PBS affiliate in Colorado tonight, former counterterrorism czar Richard Clarke, for the first time, levels explosive allegations against three former top CIA officials - George Tenet, Cofer Black and Richard Blee - accusing them of knowingly withholding intelligence from the Bush and Clinton White House, the FBI, Immigration and the State and Defense Departments about two of the 9/11 hijackers who had entered the United States more than a year before the attacks. Clarke also accused the former CIA officials of engaging in a cover-up failing to disclose to Congress and the 9/11 Commission key details about the two hijackers.(...) Clarke asserts in the 13-minute interview that Tenet, the former CIA director; Black, who headed the agency's Counterterrorist Center; and Blee, a top aide to Tenet who led the CIA's Bin Laden Issues Station, also known as Alec Station, whose true identity was revealed for the first time two years ago, are responsible for the government's failure to capture Nawaf al-Hazmi and Khalid al-Mihdhar, who hijacked American Airlines Flight 77 with three other terrorists and flew the jetliner directly into the Pentagon killing 189 people.(...) An agent assigned to Alec Station discovered in January 2000 al-Mihdhar had a US visa and drafted a memo intended to alert the FBI's Bin Laden Unit. But a CIA officer prohibited the agent from sending it. Moreover, Shaikh's FBI case agent was aware that two Saudi Arabian men had moved into his San Diego apartment in 2000, but never bothered to inquire about the identities of the individuals. Had the case agent done so, he would have discovered that his informant's houseguests were al-Hazmi and al-Mihdhar. (...) "It's not as I originally thought, which was that one lonely CIA analyst got this information and didn't somehow recognize the significance of it," Clarke said during the interview. "No, fifty, 5-0, CIA personnel knew about this. Among the fifty people in CIA who knew these guys were in the country was the CIA director."(...) The 9/11 Commission was unable to substantiate claims that the CIA tried to recruit al-Hazmi and al-Mihdhar and Clarke never disclosed this theory to the panel during his testimony as it was a conclusion he said he reached years later." Vanity Fair im August 2011: " Was there a foreign government behind the 9/11 attacks? A decade later, Americans still haven’t been given the whole story, while a key 28-page section of Congress’s Joint Inquiry report remains censored. Gathering years of leaks and leads, in an adaptation from their new book, Anthony Summers and Robbyn Swan examine the connections between Saudi Arabia and the hijackers (15 of whom were Saudi), the Bush White House’s decision to ignore or bury evidence, and the frustration of lead investigators—including 9/11-commission staffers, counterterrorism officials, and senators on both sides of the aisle." Democracy Now am 23.3.2004 " Former 9/11 Commission Member Max Cleland: "One of these days we will have to get the full story because the 9-11 issue is so important to America. But this White House wants to cover it up." CBC vom 21.8.2006: Lee Hamilton, Co-Vorsitzender der 9/11 Kommission: " So there were all kinds of reasons we thought we were set up to fail. We decided that if we were going to have any success, we had to have a unanimous report, otherwise the Commission report would simply be filed." Washington Post vom 4.8.2006: " The Sept. 11 commission was so frustrated with repeated misstatements by the Pentagon and FAA about their response to the 2001 terror attacks that it considered an investigation into possible deception, the panel's chairmen say in a new book. (...) "Fog of war could explain why some people were confused on the day of 9/11, but it could not explain why all of the after-action reports, accident investigations and public testimony by FAA and NORAD officials advanced an account of 9/11 that was untrue," the book states." New York Times vom 2.1.2008: " The commission’s mandate was sweeping and it explicitly included the intelligence agencies. But the recent revelations that the C.I.A. destroyed videotaped interrogations of Qaeda operatives leads us to conclude that the agency failed to respond to our lawful requests for information about the 9/11 plot. Those who knew about those videotapes — and did not tell us about them — obstructed our investigation." Washington Post vom 2.8.2006: " We to this day don't know why NORAD [the North American Aerospace Command] told us what they told us," said Thomas H. Kean, the former New Jersey Republican governor who led the commission. "It was just so far from the truth. . . . It's one of those loose ends that never got tied." Salon am 15.1.2010: " Cass Sunstein has long been one of Barack Obama's closest confidants. Often mentioned as a likely Obama nominee to the Supreme Court, Sunstein is currently Obama's head of the Office of Information and Regulatory Affairs where, among other things, he is responsible for "overseeing policies relating to privacy, information quality, and statistical programs." In 2008, while at Harvard Law School, Sunstein co-wrote a truly pernicious paper proposing that the U.S. Government employ teams of covert agents and pseudo-"independent" advocates to "cognitively infiltrate" online groups and websites -- as well as other activist groups -- which advocate views that Sunstein deems "false conspiracy theories" about the Government. This would be designed to increase citizens' faith in government officials and undermine the credibility of conspiracists.(...) What is most odious and revealing about Sunstein's worldview is his condescending, self-loving belief that "false conspiracy theories" are largely the province of fringe, ignorant Internet masses and the Muslim world. That, he claims, is where these conspiracy theories thrive most vibrantly, and he focuses on various 9/11 theories -- both domestically and in Muslim countries -- as his prime example." NIST am 21.8.2008: " The fall of the 47-story World Trade Center building 7 (WTC 7) in New York City late in the afternoon of Sept. 11, 2001, was primarily due to fires, the Commerce Department's National Institute of Standards and Technology (NIST) announced today following an extensive, three-year scientific and technical building and fire safety investigation. This was the first known instance of fire causing the total collapse of a tall building, the agency stated as it released for public comment its WTC investigation report and 13 recommendations for improving building and fire safety.(...) "Our study found that the fires in WTC 7, which were uncontrolled but otherwise similar to fires experienced in other tall buildings, caused an extraordinary event," said NIST WTC Lead Investigator Shyam Sunder. "Heating of floor beams and girders caused a critical support column to fail, initiating a fire-induced progressive collapse that brought the building down." "Video and photographic evidence combined with detailed computer simulations show that neither explosives nor fuel oil fires played a role in the collapse of WTC 7," Sunder said.(...)According to the report, a key factor leading to the eventual collapse of WTC 7 was thermal expansion of long-span floor systems at temperatures "hundreds of degrees below those typically considered in current practice for fire resistance ratings." WTC 7 used a structural system design in widespread use." Spiegel Online am 15.2.2010 [ursprüngliche, am selben Tag korrigierte Meldung]: " Das Rätsel um den Einsturz des dritten Turms des World Trade Centers scheint gelöst: Eine offizielle Untersuchung geht davon aus, dass am 11. September 2001 mehrere Feuer das Gebäude kollabieren ließen. Damit wäre die Verschwörungstheorie einer kontrollierten Explosion widerlegt. London - Seit mehr als zwei Jahren arbeitet das National Institute of Standards and Technology (NIST) an der Klärung der Frage, warum Turm Sieben des World Trade Centers am 11. September 2001 um 17.21 Uhr Ortszeit zusammengebrochen ist. Das 47-stöckige Gebäude war im Gegensatz zu den zuvor eingestürzten Zwillingstürmen nicht von einem Flugzeug getroffen worden. Ende dieses Monats werden die Ermittler des NIST den seit langem erwarteten Bericht laut BBC voraussichtlich vorstellen - und vermutlich mitteilen, dass normale Feuer in mehreren Etagen den Zusammensturz des dritten Turmes verursacht haben. Damit wäre es weltweit das bisher einzige Hochhaus aus Stahl, das infolge eines Brandes eingestürzt ist. "Unsere Arbeitshypothese legt die Vermutung nah, dass es normale Feuer waren, die sich über die verschiedenen Etagen ausgebreitet und schließlich den Einsturz ausgelöst haben", sagte Shyam Sunder, der Leiter der Ermittlungen, der BBC. Einige Feuer hätten mehrere Stunden gebrannt - lang genug, um zahlreiche Verbindungen, die die Stahlstruktur zusammengehalten haben, zu schwächen und zum Brechen zu bringen. Eine Gruppe von Architekten, Ingenieuren und Wissenschaftlern hingegen hält diese Erklärung für ausgeschlossen. Die Verschwörungstheoretiker gehen davon aus, dass der dritte Turm mit einer kontrollierten Sprengung zum Einsturz gebracht wurde. Erst kürzlich hatte der US-Fernsehsender ABC durchgesetzt, dass mehrere bisher unbekannte Hubschrauberaufnahmen des Terroranschlags veröffentlicht wurden." Spiegel Online am 15.2.2010 [korrigierte Meldung]: " In eigener Sache: Korrektur zur Meldung zu WTC 7. SPIEGEL ONLINE hat an dieser Stelle eine Meldung über angeblich neue Ermittlungserkenntnisse zum Anschlag auf das World Trade Center veröffentlicht. Doch inzwischen hat sich herausgestellt, dass diese Meldung überholt ist. Wir bitten die Leser um Entschuldigung. Hamburg - SPIEGEL ONLINE hatte an dieser Stelle berichtet, dass es neue Erkenntnisse zum Zusammensturz des dritten Turms des World Trade Centers am 11. September 2001 in New York gebe. Tatsächlich sind diese Berichte jedoch nicht neu. Die zuständige Organisation, das National Institute of Standards and Technology (NIST), die mit der Prüfung des Zusammenbruchs des Gebäudes befasst war, hat die Ergebnisse bereits im August 2008 vorgestellt. Demnach stürzte das Gebäude zusammen, weil an mehreren Stellen Feuer ausgebrochen war. Das 47-stöckige Gebäude war im Gegensatz zu den zuvor eingestürzten Zwillingstürmen nicht von einem Flugzeug getroffen worden. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen." |
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Cable 06BERLIN1570 (secret): " Your visit to Germany gives Interior Minister Schaeuble, a loyal ally in the war on terror, his long-awaited chance to discuss with you personally ongoing and additional bilateral cooperation. Your visit also lets you thank former Minister Schily, who enjoys good relations with Schaeuble despite coming from the other party in the coalition, for years of close and effective bilateral ties. Our relationship with Schaeuble, as with his predecessor, in fighting terrorists and strengthening security, while excellent, is sometimes limited or hampered by our differing legal systems and EU restrictions, as well as by skepticism on the part of the German public. (...) Schaeuble directed his ministry to expand on former Minister Schily's proposal of a third post-9/11 package of law changes to strengthen further Germany's counterterrorism regime. The draft may include key elements the U.S. seeks, including broader powers for German law enforcement and better and more integrated databases. (...) Schaeuble, a devoted and long-standing trans-Atlanticist, sought meetings with U.S. counterparts as soon as he took office to show strong bilateral counterterrorism cooperation and has repeatedly invited you to visit. (...) The over-arching U.S. Mission priority in counterterrorism is expanding information sharing -- and opposing EU efforts that would complicate or even ruin existing information sharing channels. There are several examples where Schaeuble could be helpful in achieving results. To promote Homeland Security Presidential Directive Six (HSPD-6), the Embassy presented the Interior Ministry with a proposal to share up to four categories of fingerprint data: individuals convicted, those under investigation, those suspected of a crime, and those Germany lists as posing a threat (the "Gefaehrderliste" of possible terrorists). (...) It would be useful to tell Schaeuble we are prepared to be flexible and remind him of what he has said publicly repeatedly: the fight against terrorism requires information sharing to defeat common threats. Germany needs to find a way to make increased fingerprint sharing possible. (...) German data privacy laws and public attitudes towards privacy and information sharing complicate currently robust and informal bilateral law enforcement cooperation -- and proposed new EU mechanisms may make things even worse. (...) Your conversations are an opportunity to sensitize Schaeuble to the threat to ongoing cooperation these initiatives represent, with an eye toward German influence in the EU and the possible ways the U.S. and Germany can work together in Brussels and the EU." |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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