http://kyf.net/freitag/utb.php?d=02.09.2011Die Nach-PC-Ära ist eingeleitet. Zumindest reden die Experten davon.
Alles wird natürlich besser, zumindest technisch gesehen. Wenn der Kühlschrank weiß, was die Waschmachine gerade macht, wird die Welt schäumend zuschauen.
Wenn der Fernseher sensorniert, ob der Betrachter schon auf dem Sofa schläft oder gerade eine Zapping-Orgie startet, kann er das Geschehen bestätigt oder unbestätigt per Internet an die Funkhäuser übermitteln. Was wird aus der GfK?
Natürlich gibt es Ausnahmen. Mein Android von Samsung benötigt nach dem Einschalten mehr Zeit, um in Betriebsbereitschaft zu gelangen, als mein Windows-PC. Soll heißen, dass die Emails schon auf dem Windows-PC landen, der Android dagegen noch seine Speicherkarte scannt.
Kann also sein, dass die Nach-PC-Ära doch einige Überraschungen bietet. Die internationale Flunker-Ausstellung in Berlin lässt die Fantasie mancher Hersteller blühen. Die Farben der Kataloge, gedruckt oder ungedruckt, sind nicht nur bunt, sondern bunter. Natürlich wird gelogen.
Wer mit Technik zu tun hat, fragt sich nach dem WARUM. Morgen ist ja sowieso alles anders, es wird aktualisiert, was das Update- oder Patch-Szenario hergibt. Das Übermorgen kommt immer schneller und bringt eine Sicherheitslücke gratis mit.
Der Kapitalismus muss eben für Bedarf und Nachfrage sorgen. Da kommt genug Blödsinn, technischer Mist raus.
Alles wird sich synchronisieren, irgendwann, nur wir nicht. Der eingedruckte und eingerückte Mensch zwischen der Katalogwelt wird mehr und mehr nur Statist in einer Scheinwelt. Er zieht sich zurück, um sich mit seinen 4 Wänden zu synchronisieren.
Um Barbarei zu verhindern braucht es jedoch Menschen in der nächsten Ära.
Kultur : Alles wird sich synchronisieren, irgendwann, nur wir nicht.
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community.
Ihre Freitag-Redaktion
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.