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"Mein Rasen ist voller Moos !" , sorgt sich der völkische Kultivierer und beobachtet Nachbars Garten mit Bewegungsmeldern . "Da tut sich auch noch nichts ." , ich kann immer noch gewinnen .
Es wird noch einige Zeit dauern , bis in Baumärkten Drohnen für unbemannte Beobachtungsflüge über die Auswüchse in angrenzenden Grundstücken auf der Angebotsliste stehen .
Die Presse des Thüringer Freistaates beschwert sich über die Hinterhältigkeit der "afghanischen Freiheitskämpfer" . Sorry , so hießen die bis 9und8zig in der Tagesschau , als es noch gegen die Roten ging . Zwecks Gruppenfeindbild nennt man DIE jetzt Taliban . Die Thüringer Allgemeine beschlagzeilt: "Schüsse aus Wohnhäusern" . Da fragt sich der voreingenommene Leser , warum aus Grüden der Kriegsfairness die Talibanen die drohnenfreie Zeit nicht genutzt haben , eine ordentlich Stellung nach bundesdeutschen Vorgaben zu bauen und zu kennzeichnen .
Das deutsche Tarnhilfswerk wird demnächst Moos sammeln . Sammelstellen werden in allen Baumärkten eingerichtet . Für 5 Kilo Moss gibt es eine kostenlose Führung in der nächstliegenden Bundeswehrkaserne und eine Berufsberatung für das Jungvolk .
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Sehr schön satirisch. Deutsches Tarnhilfswerk ist auch eine prima Einrichtung für die "Bemoosten".
Wenns nicht so traurig wäre. Ich fand auch die offiziellen Bekundungen von Abscheu und Empörung schon im Lächerlichkeitsmodus. Sie sind nicht drauf vorbereitet, dass der Taliban so hinterhältig ist. |
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Genau, Magda, deshalb titelte der Spiegel ja auch "hinterhältiger Angriff". Anscheinend haben die alle zuviel TV gesehen und meinen, im Krieg sterben immer nur die anderen.
Und die anderen, dass sind halt alle, die nicht so aussehen, wie sich der deutsche Soldat das vorstellt - da erschießt man, wie heute, auch mal die falschen. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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