Endlich wieder raus aus dem Alltag, dem Schimpfen und Fluchen auf Politik und Politiker, endlich schnuppern am Furz der Krone.
Die europäischen Fernsehanstalten sind gleichgeschaltet, die deutschen schalten sich auch im Dreierpack zu, wenn unter der Krone die wahren Werte zwischen Leben und Tod ausgehandelt werden.
Man könnte dies auch Schlichtung „William & Kate“ nennen, da wirft eine Liveübertragung gleich einen ganz anderen Schatten.
Irgendein Draht aus dem Geflecht der Geschichte landet immer in Deutschland oder in Gotha. Die Litze wird auseinandergepuhlt, wenn es darum geht, den Menschen einen Anhalt zu geben.
Jedes Volksfest bringt einen König hervor. Der Apfel, der Spargel, die Kirche, die Pflaume, die Kartoffel… alles Sonstigobst und Sonstiggemüse muss sich heutzutage einer Krone und einem Dauerlächeln unterordnen. Das sind keine Spielchen zum Kindergeburtstag, das ist gesellschaftliche Verschönerung der Lage mit einem Autokorso.
Wenn es diese Ausgewogenheit in der Berichterstattung schon im ersten Weltkrieg gegeben hätte, würde sich Verdun am schönen Fest der Königshochzeit befrieden, die Stellungskrieger sich in den Armen liegen und gegenseitig die Tränen der Rührung mit Moos abwischen.
Der Arbeiter will im Anblick solcher Szenen kein Arbeiter mehr sein, auch kein Arbeitnehmer. Er saugt sich die ungebildete Schlagzeile mit dem Morgenkaffee auf, um den königlichen Furz auch noch schönriechend im Gespräch unter die Leute zu bringen.
Klar doch, in der Krise sucht sich jeder seinen Anhalt. Da leidet es sich leichter unpolitisch. Mit Furzkissen aus der britischen Drohfolge hat man eben seinen Spass.
Da hilft nur die richtige Ausrichtung des TV.
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Kultur : Royal Ehr Furz
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