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Politik : Anträge zum dreckigen Fracking abgeschmettert

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die oppositionsparteien spd, grüne und linke brachten anträge in den bundestag ein, die das giftige und umweltzerstörerische frackingverfahren zur erdgasgewinnung einschränken oder verbieten sollten.

die koalition einschließlich umweltminister röttgen, spitzenkandidat der cdu bei der nrw-wahl am sonntag, wischte sämtliche anträge vom tisch. angeblich muss noch jahrelang untersucht werden, wie gefährlich und schädlich das fracking fürs trinkwasser, für die luft, für die ruhe in der nähe der geplanten bohrtürme ist.

die vorsorge ist aber von schwarzgelb bloß vorgeschützt. denn erstens liegen seit jahren berichte aus den usa vor, die zeigen, was für unsägliche folgen fracking für mensch und umwelt mit sich bringt. zweitens unterstützt die schwarzgelbe koalition in niedersachsen das fracking, das dort längst stattfindet.

nur vor der wahl in nrw möchte die bundesregierung nicht klar farbe bekennen. röttgen tut sogar in seinen äußerungen so, als sei er wie die meisten menschen hierzulande gegen fracking. wenn das stimmte, hätte er als bundesumweltminister längst tätig werden müssen. aber mehr als lippenbekenntnisse gibt es nicht.

schade, dass viele menschen noch immer nicht wissen, was es mit dem fracking auf sich hat. wenn die bohrtürme, viele türme, bis zu sechs pro quadratkilometer, erst stehen, ist es zu spät zu jammern und zu klagen, dass die luft verpestet ist, dass der lärm an den bohrtürmen und auf den zufahrten mit schwerlastverkehr unerträglich ist, dass dann und wann die wand wackelt, weil mal wieder gefrackt wird, d.h. das gestein in 1000 und mehr metern tiefe gesprengt wird, damit etwas erdgas zur erdoberfläche strömt.

die wasserwerke warnen. keine leitung ist absolut dicht. geplempert wird sowieso. das darf aber in trinkwassergebieten nicht sein. doch das bergrecht aus der kaiserzeit verleiht den interessierten energiekonzernen das privileg zu bohren und zu fördern. weil die untätigen abgeordneten und die konzernfrommen regierenden die uraltgesetze nicht auf den stand der zeit gebracht haben. die haben ihre hausaufgaben nicht gemacht. nachsitzen! aber nicht im parlament.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.