h.yuren

die seen gehn unter

03.06.2011 | 22:47

Das Ehec-Puzzle

"Das Problem ist, dass kein Nahrungsmittel ausgeklammert werden kann." das sagt ein experte (vgl. spon-artikel von heute).

warum dann warnten und warnen deutsche institute vor tomaten, blattsalaten und schlangengurken? antwort: die erkrankten hatten diese vegetabilien oft gegessen.

doppelt seltsam ist dieser kurzschluss, bei dem von einer repräsentativen umfrage keine rede war, doppelt seltsam, weil in der vergangenheit rohe milch und fleisch die überträger waren.

so viel zur warnung deutscher stellen und zu den verwerfungen auf dem gemüsemarkt.

ursprungsregion für die seuche sei der hamburger raum. norddeutschland, heißt es meist. hamburg ist ein ballungsraum. das risiko in jeder hinsicht erhöht.

interessant ist aber auch die biologische herkunft des neuen erregers, der eine mixtur aus einem gängigen bakterium und einem bakterienstamm aus zentralafrika sein soll. 

ballungsräume sind seit alters als übertragungsfelder bekannt. heute kommt die irre touristerei hinzu, die alles aus allen weltregionen anschleppt, von großen tieren und pflanzen bis zu unsichtbaren mikroben, die jede zollkontrolle passieren.

fazit:

es war und ist verantwortungslos, vor dem verzehr von rohgemüsen zu warnen, da es keine beweise für diese these gibt.

es ist aberwitzig, das grünzeug als überträger zu nennen, obschon in der vergangenheit mehrfach tierische produkte nachweislich mit ehec-keimen belastet waren und als überträger dingfest gemacht wurden.

statt alle erdenklichen maßnahmen gegen terrorgefahren zu treffen, besonders im flugverkehr, sollte die vielfliegerei als akkumulator unsichtbarer gefahren erkannt und ausgebremst werden.

da bekannt ist, dass deutsche ärzte es mit der händehygiene nicht besonders ernst nehmen, sollte allen kindern früh genug eingetrichtert werden, was sich gehört.

 

 
Senden Bookmarken Drucken
Kommentare
Joachim Petrick schrieb am 04.06.2011 um 12:55
@h.yuren

Interessanter Artikel. Danke!

EHEC, oder das Wunder, wie übegangslos rohe Milch, Fleisch zum bakteriell belastet reiselustigen Gefahrengut als "Obst & Gemüse" wird, denn in jedem Fleisch steckt ja auch als Tierfraß Obst und Gemüse?.
h.yuren schrieb am 04.06.2011 um 14:50
wenn wie gesagt kein nahrungsmittel ausgeschlossen werden kann, lieber joachim, heißt das doch, vorsichtige leutchen müssen radikal fasten. das könnte tatsächlich positive effekte haben bei der gefräßigen gesellschaft hier.
warum sich diese expertenwürstchen auf grünzeug eingeschossen haben, bedarf einer gründlichen extra-untersuchung.
Joachim Petrick schrieb am 04.06.2011 um 19:20
Lieber h.yuren,
ich sachma mit sachima, die Fleischindustrie hat mit ihren Mast- und Massentierhalungsproblemen robust und besser organisiert, in den Medien präsent, den arglosen Obst und Gemüsebauers, den alten EHEC Erreger, den Fleisch & Milchschmarotzer kriminell kommunizierend untergejubelt, um sich die Hände nach dem Pontius Pilatus Prinzip in der Unschuld anderer zu waschen.

Respekt für Deinen Sinn für tiefsinnig schwazen Humor
h.yuren schrieb am 04.06.2011 um 21:44
das hast du sehr schön hingezaubert, lieber joachim petrick.
aber nicht den alten, sondern den neuen ehec-bazillus haben die fleischhauer den friedvollen grünzüchtern untergejubelt.
ich meine, mich schwach zu erinnern, dass schon die ollen ägypter in den hirten die üblen täter gegen die bauern sahen, also die fleischhacker gegen die korndrescher. ein altes lied mithin.
luggi schrieb am 04.06.2011 um 22:56
@ helder
Grüne Gurken sind seit Tagen bei "Netto" nicht erwerbbar, bei "Real" heute das Stück für 10 Eurocent.
Hab' mir einige gekauft und einen köstlichen Gurkensalat gemacht ... lecker und hat gesättigt.
Blattsalat ist etwas für Wiederkäuer ... aber mein Gott ... wenn man an die Wirkung glaubt, also glaubt, ist es auch Unsinn.
Tomaten ... aber da könnte ich jetzt eine Polemik entfalten.

Die Gefahren gehen nicht von den Bakterien aus, sondern von der Unwissenheit...kannste glauben.
h.yuren schrieb am 04.06.2011 um 23:23
lieber luggi, als wiederkäuer von blattsalaten und gurken und tomaten weiß ich bescheid. mein biobauer macht einen guten eindruck. seine ware auch. ich käue weiter wieder. trotz gurken-alarm.

aber deinen letzten satz musst du mir mal aufdröseln. der ist mir zu kurz.
luggi schrieb am 04.06.2011 um 23:49
@ helder
nö, ich lass mich nicht dazu hinreißen, Artikel und Kommentare von Frau Zinkant und einem gewissen merde.. zu kommentieren... also selten. Das ist mir zu einfach unförderlich für eine kommunistische Entwicklung ... also die Frau Zinkant und merdeis... sind nicht geeignet für eine zukünftige Entwicklung,
h.yuren schrieb am 05.06.2011 um 00:02
nö, luggi, wollte dich auch zu gar nichts hinreißen. den artikel von zinkant habe ich erst nach eingabe meines blogs gelesen. den fand ich nicht verfolgenswert.
ich frag doch nur, was dein letzter satz für eine mir verschlossene bedeutung hat.
I.D.A. Liszt schrieb am 05.06.2011 um 21:34
Hat sich überhaupt schon jemand ernsthaft gefragt, warum Gurken und andere oberirdische Gewächse eine Infektion durch ein Darmbakterium (e.coli) weitergeben?

Verursachen wenigstens können sie es wohl kaum, so ganz ohne Darm...
h.yuren schrieb am 05.06.2011 um 22:24
lieber ida, die welt ist ja so einfach zusammengesetzt, so auch die gurkentruppe von politikern der gesundheit und koch-experten. für diese leutchen war es schlicht naheliegend, die gurken zu verdächtigen.
h.yuren
Netzstützpunkt FC
Ort:
haddorf
Mitglied seit:
3 Jahre 0 Wochen
Zuletzt aktiv:
27.05.2012
Status:
Publizist
Aktivität:
Beiträge: 299
Kommentare: 4084
Logbuch
08:55
heyeohka hat gerade einen Kommentar geschrieben.
08:53
wahr hat gerade einen Kommentar geschrieben.
08:23
Der König von Prussia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
08:19
Der König von Prussia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
08:14
Der König von Prussia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

portlet_Phoenix-12.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG