wenn auf dem rennrad ich den lenzluftzug spüre und mir die leuchtende landschaft näher bringe, ist der frust über den willkürlich verzögerten sonnenaufgang am morgen verflogen.
am weg winken weiß schlehenbüsche, lächeln gelb aus den gärten forsythien. mehr aber freut das aug das große windrad, dessen dreh so umweltschonend ist und auch so aerodynamisch wie mein drahtesel.
die leute vom land, scheint's, haben die zeichen der zeit erkannt und ihre scheunendächer mit sonnenzellen gedeckt. fehlt es den städtern an naturverbundenheit für eine wende mit gleichem elan?
hügelauf gegen wind im offenen feld lockt mich die aussicht aufs erste lerchenlied in der saison. und oben angekommen, abgestiegen um besser lauschen zu können, werde ich belohnt.
links und rechts steigen sie jubilierend auf. was ihren anspruch aufs revier verkündet, ist für mich des frühlings lied, voll glitzernder erinnerungen.