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durban ist geschichte. etliche unterhändler feiern das ergebnis als fortschritt, wenn nicht sogar als historisch. umweltgruppen dagegen zeigen sich weniger zweckoptimistisch und sprechen vom zaudern und bremsen.

nachdem erst vor kurzem ans licht kam, dass die klimaschädlichen emissionen im vergangenen jahr global neue rekorde zeitigten, ist es kein wunder, dass in durban keine wunder geschehen sind.

doch das wäre die voraussetzung für einen wirklichen erfolg, denn wie gehabt denken die delegierten der reichen länder (wie etwa die usa oder die brd) nicht mal im traum daran, sich in richtung klimaschutz zu bewegen. die usa sind dafür seit langem bekannt und berüchtigt. die brd hingegen möchte als mustergültig dastehen in sachen umweltschutz, macht aber auch keine anstalten, auf saus und braus zu verzichten.

wenn es noch völlig unerforscht wäre, welche faktoren zur klimaerwärmung und den ernsten folgen führen! aber nein, alles ist bestens durchleuchtet und bekannt. also liegt es einzig am fehlenden politischen willen der reichen industriestaaten, wie es der chinesische unterhändler treffend sagte.

die organisation der weltbevölkerung in staaten, die im nationalen interesse entscheiden, und die ideologie des freien marktes, die auf wachstum um jeden preis setzt, versprechen für die zukunft noch einiges palavern und vertrösten der menschheit auf das nächste oder übernächste gipfeltreffen der staaten der welt.

ob die von klimaforschern vorausgesagte häufung und steigerung von wetterextremen ein umdenken fördern könnte? zweifel sind, so wie die dinge liegen, angebracht.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.