ein blick aufs außenthermometer: +7° C. eine gute kühlschranktemperatur. und es ist mai.
dann ist oft und zwangsläufig von den sogenannten eisheiligen die rede. als wenn diese vorwissenschaftliche redeweise meteorologisch irgendwas erklären würde. nichts da. das ist nur eines von unzähligen beispielen, das zeigt, dass in der muffkultur hierzulande allzu viel gedankenlos dahergeplappert wird.
wen interessiert schon, dass die auf dem kalender festgelegten namenstage der katholischen heiligen vor einigen hundert jahren durch die gregorianische kalenderreform um 10 tage verschoben wurden?
bei den zugrunde liegenden sogenannten bauernregeln zum wetter handelt es sich ohnehin nur um grobe erfahrungswerte eines ausgestorbenen standes.
mittel-europa liegt an der durchzugsstraße von tiefdruckgebieten, die uns wechselhaftes wetter bescheren. besonders in der übergangszeit von märz bis juni kommt es zu regelmäßigen kaltlufteinbrüchen, wenn der wind auf nördliche richtungen dreht.
zum glück sorgt der beständige wechsel aber auch regelmäßig bald wieder für besserung, d.h. höhere temperaturen. schon morgen wirds wieder etwas mailicher.