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Hardcover, gebunden

288 Seiten

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Theaterfestival

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Politik : Die Torheit der Regierenden

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so lautet der buchtitel in der übersetzung. die us-autorin barbara tuchman untersucht in ihrem werk mit dem titel "The March of Folly" die paradoxie, dass regierende auffallend oft und in verhängnisvoller weise die falschen entscheidungen treffen, dabei wie in hypnose zielstrebig und taub für warnungen ins verderben stürzen.

das mythische muster liefert die torheit der trojaner, das trojanische pferd der feindlichen griechen in die stadt zu holen. ausgangspunkt und hintergrund des buchs der historikerin ist das vietnamtrauma der usa.

was die schwarzgelb regierenden in berlin einen offensichtlich verderblichen kurs fahren lässt, ist bekannt. sie spielen (wie andere vor ihnen) die handlanger und hampelmänner der höchstbezahlten manager im land. dabei schrecken sie vor grausamkeiten gegen die bevölkerung nicht zurück. beispiel: laufzeitverlängerung der atomkraftwerke. notfalls setzen sie auf massiven polizei-einsatz, um ihre beschlüsse gegen den starken widerstand der bevölkerung durchzuprügeln.

das ist höcht fragwürdig. ausdruck eines demokratieverständnisses, das von politclowns und medienmeute hierzulande gern auf systeme im osten projiziert wird. nicht sachverstand leitet die regierungsmannschaft, sondern fieberträume machtkranker.

am 5. november erschien in einer großen niederländischen zeitung eine kolumne mit einem feinen gespür für sprachliche entgleisung. der premier des nachbarlandes hatte eine rede zum tod des autors harry mulisch gehalten. allgemeinplätze durften darin nicht fehlen. "ein großer verlust für die niederlande" etc. aber dann der verräterische satz:

"mulisch war ein intellektueller, der es trotzdem verstand, mit seinen büchern die herzen eines großen lesepublikums anzusprechen."
der schreiber der kolumne macht an dem wort "trotzdem" überzeugend fest, wes geistes kind der ministerpräsident ist. und er lässt seine leser/innen tief in den abgrund der torheit des regierenden blicken.

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