als ich mit dem bioladenbesitzer über den jüngsten fall von dioxin in bio-eiern sprach, sagte der mann nur, das sei ein betrieb nach eu-bionorm. nein, er beziehe kein ei von dort.
in den nachrichten hieß es dementsprechend, es handele sich um einen großen der biobranche, der täglich 23 000 eier produziere und damit die supermarktketten beliefere. die ursache der vergiftung sei noch nicht bekannt. der zulässige grenzwert werde um das sechsfache überschritten.
die nachfrage nach bioprodukten ist sicher eine voraussetzung für so große betriebe und dann auch für solche pannen und skandale. wer aber meint, im supermarkt oder beim discounter bioprodukte zu finden, lässt sich von der werbung täuschen. die massenproduktion widerspricht per se der ökologischen idee und praxis. von ethik gar nicht zu reden.
als der ökonom e.f.schumacher sein motto "small is beautiful" ausgab und die abkehr vom wachstumswahn und massenbetrieb forderte, schüttelten fast alle seine kollegen nur den kopf. eine ökologisch und ethisch vertretbare ökonomie will noch immer nicht in die köpfe, die nur rechnen können.