zugegeben, es lässt sich nicht ganz ausschließen, dass ein paar geschichtslehrer/innen pro jahrgang die schleusen glatt durchschwimmen und irgendwann einen etwas anderen als den konfektionierten stoff verteilen.
dem steht gegenüber, dass geschichte gern und oft kombiniert mit deutsch/germanistik studiert wird und entsprechend national beschränkt durchgereicht wird.
anstelle von deutsch eignet sich aber auch das kombifach religion als gute voraussetzung für den geschichtsunterricht als indoktrinationsübung.
entscheidend für die gleichung (s.o.) ist aber etwas anderes. oder möchte mir jemand weismachen, dass es ein zufall ist, dass die geschichtler/innen in der regel staatsdiener sind und die menschheitsgeschichte an der uni auf die staatliche ära eingeschränkt ist?
wer das fach geschichte fürs lehramt studieren will, findet den studiengang um die sogenannte vor- und frühgeschichte gekürzt. die künftigen staatsdiener lernen lediglich die zivilisationen mit schriftlicher überlieferung kennen. das ist ein bruchteil der menschheitsgeschichte. grob gerechnet 5000 jahre von 5 millionen jahren.
es kommt noch hinzu, dass von den 5000 jahren weltgeschichte der löwenanteil der nationalgeschichte zufällt. hier schließt sich der kreis. die staatsdiener im nationalen auftrag bringen den schülergenerationen seit 200 jahren vor allem die nationalgeschichte bei. schade für die schüler/innen. schade für das fach geschichte.