der wdr berichtet seit jahr und tag immer mal wieder über tote greifvögel durch giftköder und vogelfallen. das resümee lautet dann leider in der regel: anzeige gegen unbekannt wurde erstattet. ohne erfolg, versteht sich.
jetzt aber im aktuellen fall im kreis coesfeld (münsterland), es geht um 3 vogelfallen, hat ein jäger sich zur tat bekannt. gegen ihn läuft ein strafverfahren wegen verstoßes gegen das bundesnaturschutzgesetz.
und was sagt uns dieser fall über alle unentdeckten fallensteller und vogelvergifter?
wie japanische fischer delphine jagen, weil diese meeressäuger ebenfalls fische fangen, also nahrungskonkurrenten der fischer sind, so stellen hierzulande jäger den greifvögeln nach, weil so ein habicht z.b. schon mal einen fasan erbeutet, also auch ein jagdkonkurrent ist. (dass die vergifter und fallensteller es nicht so genau nehmen und bussarde, die vor allem mäuse fressen, genauso verfolgen und töten wie habichte, verrät die blinde wut der freizeitkiller auf alle rivalen im revier)
wann wird die traditionell grün verkleidete verherrlichung der gewalt, in sogenannten volksliedern besungen, endlich als das gesehen und traktiert, was sie ist: rohheit in reinform. mit einem jagdschein erwirbt man die legitimation zum töten. so einfach ist unsere leitkultur gestrickt.