der alte mann aus rom, ursprünglich aus bayern, hat sich als besucher angekündigt. dass der unfehlbare kommt, als staatsgast kommt, freut natürlich die schwesterparteien besonders. ihre fehlbarkeit ist in letzter zeit stets offensichtlicher geworden.
es gehört nicht viel phantasie dazu, sich den coup auszudenken. alte komplizenschaft und reichskonkordate verpflichten und ermutigen zugleich.
der hohe besuch, als solchen werden jedenfalls die medien hierzulande das ereignis feiern, vor allem das blatt für die analphabeten, der hohe besuch kommt wie gerufen. die kirchenaustritte reißen große löcher in den ewigen reichtum, und zudem dümpeln die c-parteien am unteren ende ihrer einstigen möglichkeiten herum.
nicht zu vergessen die fatale lage des christlichen abendlandes insgesamt, da alte feindbilder wieder auferstehen vom muslimischen morgenland, das nicht vor wien gestoppt wurde, sondern den westlichen occident längst unterwandert hat. wo derart das eigene haus brennt, das der kirche genauso wie das des staates, wo demografisch die felle überall davonschwimmen, heißt es zusammenzuhalten, die letzten kräfte bündeln und standhalten oder?
in der rückwäretsrepublik setzt man wie gewohnt auf mittelalterliche mysterienspiele. das hat schon immer, wie man weiß, die feinde tief getroffen. auf die simple idee, das religiöse treiben generell in die schranken zu weisen, kommt hier natürlich wieder kein schwein.