was uns als globalisierung nun schon seit jahren hochgelobt um die ohren gehauen wird, ist unter andrem das credo der handelsmacht brd. die meldungen über exportüberschüsse, die jahr um jahr und noch ein paar mal zwischendurch das nationalgefühl heben und die positive einstellung zur globalisierung stärken sollen, nehmen wir längst wie selbstverständlichkeiten hin.
dass die bundesrepublik auch hohe einfuhren braucht und tätigt, gerät weniger in den blick. zwei bereiche der importe sind besonders heikel und beachtenswert: lebens- und futtermittel. vor allem letztere sind fragwürdig.
dicht besiedelte industrieländer wie die brd und holland können die futtermittel, die für die industriell produzierende landwirtschaft, sprich: massenmast, benötigt werden, nicht selbst ernten. dazu reicht die anbaufläche schlicht nicht aus.
die verstädterten wohlhabenden industrieländer leisten sich den luxus einer fleischreichen ernährung. die futtermittel für die massentierhaltung zur befriedigung der nachfrage nach fleisch stammen überwiegend aus übersee. vor allem soja und mais. die anbaufläche in den herkunftsländern ist größer als die gesamte fläche des importlandes, und zwar um ein vielfaches größer.
ohne die "kolonien" der futtermittel produzierenden länder ist die heimische massentierhaltung nicht möglich. es versteht sich, dass die ökobilanz des neokolonialismus negativ ist, von den sozialen problemen für die geberländer und von genmanipulierten pflanzen gar nicht zu reden.