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zufällig hörte ich gestern im radio (wdr5) zum ersten mal davon, dass es in spanien während des franco-faschismus und noch etliche jahre danach zu organisiertem kinderklau kam, an dem die römische kirche maßgeblich beteiligt war.

der kindesraub zielte auf neugeborene von unverheirateten; eine andere zielgruppe waren linke frauen oder familien. den wöchnerinnen erklärte ein arzt (die mediziner waren mit von der partie als francoparteigänger oder als gute katholiken oder beides), das kind habe die geburt nicht überlebt. frauen, die darauf bestanden, ihr kind zu sehen, wurden babyleichen aus dem eisschrank gezeigt. es ist die rede von 30 000 oder auch mehr gestohlenen kindern, die von nonnen an adoptiveltern verkauft wurden.

dass die katholische kirche mit faschisten wie hitler und franco zusammenarbeitete, ist bekannt und keine besonderheit (seltsamerweise gilt die institution immer noch als altehrwürdig oder so). rom hatte, seit es vor weit über 1500 jahren zur staatskirche aufstieg/pervertierte (das urteil ist unterschiedlich), stets mit der weltlichen herrschaft paktiert, weil es keine klare trennlinie zwischen weltlicher und geistlicher machtausübung gab.

dass die römische kirche fleißig war, unter anderem in spanien, ketzer zu verbrennen, ist nicht neu. dass die römische kirche für massenhaften kindesmissbrauch weltweit erst jetzt zur verantwortung gezogen wird, ist durch die medien verbreitet. dass diese römischen würdenträger aber auch massenhaft am kinderklau in spanien beteiligt waren, ist mir zumindest neu.

ich halte die berichte aus spanien für glaubwürdig. nach ihrer langen kriminalgeschichte und dank ihrer militärisch streng durchhierarchisierten struktur bis hinauf zum unfehlbaren mann an der spitze traue ich der uralten institution alles erdenkliche schreckliche zu.

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