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heute vor 65 jahren explodierte die erste atombombe in der geschichte der menschheit. das geschah über der japanischen großstadt hiroschima im krieg zwischen japan und den usa. 200 000 menschen sollen der massenvernichtungswaffe bis heute zum opfer gefallen sein. im blitztod oder in langem siechtum.

heute versammeln sich viele menschen wie jedes jahr am peace memorial, um der vielen toten zu gedenken und vor dem bau und einsatz der atomwaffen zu warnen.
der generalsekretär der un ist bei der feier zugegen und zum ersten mal auch der botschafter jener nation, die das grauenhafte kriegsinstrument produzierte und über hiroschima einsetzte.

zwei generationen lang nun schon mahnende worte der redner bei dieser veranstaltung und deren echo in der ganzen welt.
doch trauer und anklage haben die strukturen der macht nicht verändert, die zum bau und abwurf der atombombe führten. vielmehr sind die machtverhältnisse im wesentlichen die gleichen geblieben, nur verfügen inzwischen mehr regierende über die schärfste waffe, die übrigens im laufe der jahre tüchtig “verbessert” wurde. es ist erkennbar, dass weitere regierungen den besitz der machtsteigernden superwaffe anstreben.

wer ein bisschen rechnen gelernt hat, weiß, womit wir unter diesen bedingungen zu rechnen haben. trotz atomwaffensperrvertrag und friedens- und konfliktforschung.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.