nach den horroszenarien in den usa, die beim gewaltverfahren fracking zur unkonventionellen erdgasförderung zu oft in erscheinung getreten sind, ist die ganze branche und ihr vorhaben in verruf geraten, jedenfalls in west-europa. nicht nur bei umweltschützern und anwohnern im bereich geplanter probebohrungen.
auch offiziell ist das steinesprengende und giftspritzende fracking ordentlich ausgebremst worden. frankreich verhängte schon früh ein moratorium, nordrhein-westfalen folgte und gab eine studie in auftrag zu den risiken des fracking. ergebnisse werden mitte nächsten jahres erwartet.
britannien und die niederlande stoppten alle bohrungen bis auf weiteres, weil durch sie bei blackpool ein erdbeben ausgelöst wurde. gleiches ist in niedersachsen geschehen. dort blieb es aber bis jetzt ohne konsequenzen. die schwarzgelbe landesregierung in niedersachsen fördert im gegenteil das fracking nach kräften.
den energiekonzernen und der schwarzgelben bundesregierung dauern die in auftrag gegebenen studien, auch der bundesumweltminister bestellte eine, zu lange. ohne deren resultate abzuwarten ist vor einigen tagen ein antrag zur unkonventionellen erdgasförderung in den bundestag eingebracht worden. ziel des vorstoßes ist außer einem vereinfachten und beschleunigten genehmigungsverfahren der verzicht auf lästige sicherheitsvorkehrungen und langwierige untersuchungen.
der industriefreundliche antrag kann zu keinem umweltfreundlichen gesetz führen. soll er wohl auch gar nicht. die bürgerinitiativen gegen das landschaftszerstörende und trinkwassergefährdende fracking werden sich zumindest in nrw bedanken.