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eben verlautet in den kurznachrichten, eine stiftung werde sich um die erhaltung des kölner doms kümmern. das nationalheiligtum zu bewahren kostet jeden tag 30 000 €, heißt es.
man sieht dem gebäude an, dass es vor langer zeit konzipiert und ins werk gesetzt wurde. wie man weiß, dauerte es jahrhunderte, bis die türme in voller höhe in den kölner himmel ragten. die bomben des letzten kriegs setzten dem bauwerk arg zu, ohne es platt zu machen.
wenn mensch bedenkt, was die banken kosten, deren erhalt alle steuerzahler stiften, ob sie das gut finden oder nicht, ist die instandhaltung des doms ein schnäppchen.
nur schlapppe 11 millionen euro pro jahr braucht es, das weltkulturstück in ganzem glanz zu bewahren. fragt sich nur, für wen. eine investition in die zukunft ist der aufwand nicht. aber ein symbol für die rückwärtsrepublik. auch ein beweis.
vergessen wir nicht, wer der besitzer des baus ist. arm wie eine kirchenmaus, sagt das sprichwort, nicht: arm wie die katholische kirche in deutschland.
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Dreißigtausendeurojedentag.
Ich stelle mir einmal vor, ich hätte diese Option von 30.000 € jeden zur Entscheidung für den "Erhalt eines Bauwerks" oder für das Weiterleben von 30.000 Kindern in der 4. Welt. Meine Entscheidung wäre klar. Aber lieber Helder, du hast Recht mit deinem Hinweis auf den Reichtum der Unheiligen römischen kirche. Neben dem Teufel tragen auch Kirchenfürsten PRADA. Vielen Politikern muss man Doppelmoral vorwerfen, aber die Dreifachmoral der Kirche muss man erst mal verstehen ... als Triebfeder für prima Profit. Der Kölner Dom ist nicht allein. |
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für das reiche teutonien ist der tagessatz nur der preis eines mittelklassewagens, für indien oder afrika ließe sich dagegen viel unheil pro tag verhindern oder wenigstens lindern.
und du weißt ja auch, lieber luggi, wer und was die ultramontanen so bereichert. |
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autobahnkapellen sind weniger luxuriös, das stimmt, lieber gero. die preisfrage bleibt aber, wer oder was mehr verschwendet: die bahn, das auto oder die kirche?
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Ich habe ja nun extra nichts zum Wert des Doms gesagt. Wert haben die Dinge, die man mit Geld nicht kaufen kann. Da gibt es nichts zu verschwenden.
Mit ein bisschen Kreativität könnte man seitens der Katholischen Kirche den Transaktions-Kirchencent ins Leben rufen. Bei jeder Transaktion der Vatikanbank geht von jedem Euro ein Cent an die Diözese Köln. Nach drei Jahren kann man dann in Köln einen neuen Dom bauen... |
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aber das geht schon gar nicht, lieber gero. sobald die kleckerburg nicht mehr einmalig wäre, schwände ihr wert natürlich ins bodenlose. vier kölner döme, was hast du für seltsame vorstellungen...
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wo sitzt es sich besser, liebe claudia: auf einer schuldenbank, auf einer holzbank oder auf einer kirchbank?
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schrieb am
11.10.2011 um 09:05
Auf einer Holzbank im Park, mit vielen Vögeln drumherum. Ist auch die billigste Variante.
Ich meine, wenn wir die HRE nicht gekauft hätten, könnten wir mit dem Geld den Kölner Dom kaufen und es wäre noch was übrig. Falls wir Wert auf solche alten Bauten legen. Darüber könnte ja abgestimmt werden. Woher hat denn die Stiftung das Geld? Von mit Steuertransfer geretteten Zinsnehmern? |
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bank mit vielen vögeln drumrum kann gar nicht billig sein, erst recht nicht billigst, liebe claudia. auch wenn die bank nur aus holz ist.
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historisch gesehen ist doch der dom ein armutszeugnis, ärmer gehts nicht, lieber tlacuache.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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