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es kocht hoch. niemand kann es mehr übersehen. manchen stinkt es schon gewaltig.

im ersten durchgang wurde das rauchen verekelt und schließlich verboten.

im zweiten durchgang ist der fleischverzehr an der reihe, madig gemacht zu werden. irgendwer will uns die bratwurst oder das schnitzel aus der hand bzw. von der gabel schlagen. nach jonathan foer folgten stern und spiegel mit titelthemen wie "Esst weniger Fleisch!"

jetzt zieht die ard nach mit ihrer themenwoche "Essen ist Leben". und was ist das ziel der kampagne? natürlich die verunsicherung der ahnungslosen esser und -innen. nach der verunsicherung werden harte fakten aufgetischt. das ziel ist dann die erschütterung der guten alten ess-sitten. im endergebnis wird man die zum verzehr bereitgestellte fleischmenge rationieren.

denn, und das ist längst bewiesen, fleischessen macht nicht nur dick und krank. es stört obendrein das gleichgewicht der natur durch zu hohen wasserverbrauch und viel zu viel gülle rückwärts. auch werden arme länder geplündert zur futterbeschaffung fürs medizinisch begleitete vieh. insgesamt sieht die ökobilanz erschreckend aus.

müssen wir brave esser und -innen uns so etwas bieten lassen? so einen gezielten anschlag auf unsern gesunden appetit? auf gute teutsche tradition?

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.