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Politik : Weiterdenken

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weiterdenken im sinne von zu-ende-denken, um die erdkrümmung hin-umdenken oder durchdenken, so wie von durchstarten die rede ist.
wenn z.b. christoph butterwegge als sozialwissenschaftler die armut hierzulande beschreibt und analysiert, auf dem gelände seiner disziplin sicher landet und nicht durchstartet zu riskanten handlungsanweisungen, die über die engen grenzen des fachs und der nation hinausgingen, ist das verhalten einerseits gute methodische tradition nach dem motto: schuster, bleib bei deinem leisten; andrerseits droht das aufgehen im glasperlenspiel.
eine parallele hier im freitag-forum bildet sexpower mit seiner beschreibung und erklärung der situation der homosexuellen in dieser gesellschaft. freilich mit dem unterschied, dass sexpower durchaus handlungsanweisungen bzw. -erwartungen impliziert und auch ausspricht. doch die parallele zeigt sich im eindeutig eingegrenzten interessengebiet als landeplatz.
unter durchstarten und weiterdenken verstehe ich das not-wendige manöver, das zum eigentlichen zielterrain führt, zur real-utopie einer weltgesellschaft ohne armut und ohne diskriminierung.
sozialwissenschaften und interessenvertreter können und müssen lediglich die einzelnen problemfelder abstecken und möglichst exakt beschreiben. die zusammnenschau zum großen ganzen hat mensch bis dato den philosophen und geographen überlassen, die aber meist weit hinter dem vorbild der aufklärer zurückbleiben, deren maß und ziel die menschheit war, die gegenwärtig im begriff der weltgesellschaft ihre neue behausung hat.

wenn wissenschaftler oder interessenvertreter in eine politische partei eintreten, um so ihre einsichten praktisch umzusetzen, tun sie den zweiten schritt vor dem ersten und beackern nur ihren garten, statt am bau der weltgesellschaft beteiligt zu sein.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.