Dienstag, dem 19.08.2008
Am Sonnabend Fahrt mit dem preiswerten Nachtbus von Osaka nach Tokio. In Shinjuku bin ich stilsicher eine Querstraße neben dem Plattenlabel "Gothic Lolita" abgestiegen. Die Klobrille im Hotel ist wirklich beheizbar und die eingebaute Gesäßdusche wohltemperiert. Die Ginza erinnert irgendwie an China - teure Importwaren und Angeber-Klamotten. Aber die Japaner sind höflich, verbeugen sich sogar vor Automaten, wenn sie gut bedient wurden. Akihabara war dann wieder Belohnung. Im SEGA-Hauptquartier durfte ich einem neuen Meister zusehen, wie dieser in Rekordzeit einen alten Horizontal-Shooter meisterte. Getränkeautomaten überall, auch Automaten, die Maid-Kostüme verkaufen. Die Automaten mit den getragenen Mädchenschlüpfern habe ich nicht gesehen, allerdings auch nicht extra gesucht. Und immer wieder muss das Kind im Manne mit dem Manne ringen: Willst Du das alles schleppen? Das ist viel zu teuer und außerdem ist das Ferkelkram! Aber das ist so süß! Nichts gibts! Aber das ist so kwai! Shops mit nie gesehenen Konsolen und Cartridges. Hier ist es, wo der Pilger sein höheres Wesen lobt. Im Regal stehen auf einem Ehrenplatz die ersten beiden Teile von "Knights of Xentar", auch in ihrem Heimatland unerreichte Solitäre der Videospiel-Geschichte. Die alten PC-Engine-Cartridges müssten doch irgendwie zum Laufen zu bringen sein? Nichts gibts! Quietsch! Und beim Pachinko kann man kistenweise Stahlkugeln gewinnen. Ja, wenn ich eine Kugellager-Fabrik hätte ...