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“Erlebte DDR-Geschichte – 40 vergessene Jahre” heißt eine Ausstellung in der Stadtteil-Begegnungsstätte „Silva“ am Anhalter Platz 3 in Halles Süden. 20 Langzeitarbeitslose zeigen und erklären den Alltag in der DDR und das gar nicht mal schlecht. Kindheit, Schule, Arbeit, Freizeit, Urlaubsreisen, Kunst und Kultur, Wehrdienst, Kirche, Grenzregime - alles wird gestreift und in die Bedingtheiten seiner Zeit eingeordnet. "Wer seine Geschichte nicht kennt, ist gezwungen sie zu wiederholen", sagt der Klassiker und so richtet sich die Schau vor allem an Jugendliche von heute. Wir älteren "gelernten" DDR-Bürger beschauen die Schulmöbel, Schrankwände und Küchenzeilen mit Distanz, aber ohne Rechtfertigungsdruck. Es ist nichts Besseres nachgekommen - die Mangelwirtschaft ist eine andere geworden, die Repressionen nur subtiler organisiert.

Bestes Beispiel ist der Ausstellungsort: das Gebäude des "Silva" ist erst nach dem Jahrtausendwechsel für 1,7 Millionen Euro erbaut worden. Vor anderthalb Jahren zog sich dann der kirchennahe Träger wegen weggefallener Fördermittel zurück. Das Haus wurde geschlossen und nur sporadisch genutzt. Die DDR-Ausstellung wird von einem ARGE-nahen Bildungsverein noch bis zum Herbst betrieben. Wenn dann keine dauerhafte Nutzung gefunden wird, droht wieder die Fördermittelrückzahlung durch die Stadt an Bund und Land. Auch äußerlich wirkt der Klotz wie eine Fortführung der DDR mit anderen Mitteln. Die einfarbigen Wände mit den käftigen Farben, die Kaffeebar mit den Fast-DDR-Preisen und das "Sie-werden-platziert-feeling" des Ausstellungsrundgangs. Dabei geben sich die MitarbeiterInnen durchaus Mühe, die Chefin ist eine ausgebildete Museumspädagogin und alle verstehen die "Arbeitsgelegenheit" auch als solche. Für Ost-Bedingungen ist die Entlohnung nicht zu ignorieren. Der Trägerverein bekommt zusätzlich noch einmal 200,- Euro monatlich "Regiegeld" pro Teilnehmer von der ARGE. Die wurden hier sinnvoll eingesetzt, anderenorts fällt davon schon mal der eine oder andere Maserati ab, im Osten gerne auch nagelneue deutsche Oberklassewagen - "Bonzenschleudern" sagt der gelernte DDR-Bürger. Zu Ostern und Pfingsten ist die Schau im "Silva" geschlossen, ansonsten läuft die Ausstellung “Erlebte DDR-Geschichte – 40 vergessene Jahre” noch bis zum 7. Oktober 2010, dem 61. Jahrestag unser aller DDR.
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"Es ist nichts Besseres nachgekommen - die Mangelwirtschaft ist eine andere geworden, die Repressionen nur subtiler organisiert." Kommentator 'Cato42' würde dazu sagen "Wer sich in diesem Land nicht wohlfühlt, kann jederzeit ausreisen." - :))
Gutes Beispiel für Deine These ist die Geschichte des Gebäudes. Frohe Ostern! |
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Fand ich auch gut, sehr treffend.
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Erlaube mir an dieser Stelle, auf dies hier hinzuweisen:
ein Film, gedreht 2009 anlässlich des Jubiläums "60 Jahre Grundgesetz", Drehort: neue Bundesländer. Die haben sich auch nicht gefreut, verständlich. |
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Sonneborn und seine Nervtöter-"Partei" werden jetzt anscheinend von Kochs Staatsfernsehen finanziell "gerettet". Ich will meinen Karl-Eduard von Schnitzler wieder haben, der war wenigstens unterhaltsam!
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...ich würds dir gönnen! ;)
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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